Polizei – Kein Freund, Kein Helfer

Polizei – Kein Freund, Kein Helfer

 

Zum Prozess gegen Patricia

 

Es ist der 02.Oktober 2015, ein Tag der wie jeder andere scheint. Dennoch wird sich das Leben der Familie U. an diesem Tag radikal ändern.

Als Sascha das Treppenhaus zu seiner Wohnung betritt, wird er von einem Nachbar angegriffen und rassistisch beleidigt. Verletzt und in Panik flüchtet er. Der Nachbar setzt nach und ruft die Polizei. Am Tatort angekommen, treffen die Beamten auf den Nachbarn, der ihnen sogleich eine komplett andere Geschichte erzählt und behauptet er sei angegriffen worden und Sascha habe sich in seiner Wohnung verschanzt.

Nach dem Eintreffen weiterer Beamten wird die Wohnung der Familie gestürmt. Die Beamten treffen dort auf Saschas Mutter Patricia und seinen Bruder Silas aber nicht auf Sascha selbst.

Zur Klärung des Sachverhaltes teilen die aggresiven Beamten Faustschläge, Tritte und rassistische/sexistische Beleidungen aus.

Saschas Mutter, eine über 60-jährige Frau, musste daraufhin drei Tage stationär im Krankenhaus behandelt werden.

Sascha wurde nachdem er von Polizisten aufgegriffen wurde, zwangspsychatrisiert und sitzt aufgrund des vermeintlichen „Überfalls“ derzeit in der Sicherungsverwahrung (SV) der Forensik des BKH bzw. JVA Straubing.

Patricia und Silas zeigen auf Anraten ihrer Anwältin die Beamten wegen Körperverletzung an – das Verfahren wurde selbstverständlich eingestellt.

Jetzt läuft ein Verfahren gegen die beiden wegen „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“.

Trotz zahlreicher Widersprüche und Falschaussagen der Polizeizeugen wurden die beiden in Erster Instanz zu einer Geldstrafe verurteilt.

Jetzt steht die nächste Instanz an. Terminiert auf sechs Prozesstage, werden sich die beiden am:

25.Juli, 26.Juli, 08.August, 09.August, 22.August, 23.August

jeweils 9:00 Uhr

vor Gericht verantworten müssen. Wir rufen alle auf, vorbei zu kommen, solidarisch zu sein und die drei zu unterstützen.

Wer an den Prozesstagen nicht kann, die drei aber dennoch unterstützen will, kann entweder Geld für die Prozesskosten spenden oder mit uns Kontakt aufnehmen, um gemeinsame Soliaktionen zu besprechen:

Einfach eine Email an: ggbo-nbg@riseup.net.

 

Lasst uns gemeinsam gegen Polizeigewalt, Schikanen und Unrecht stehen.

Lassen wir niemand alleine im Kampf mit den Repressionsorganen.

Gegen Ihre Knäste und Ihre Strafen.

 

 

drucken | 24. Juli 2019 | Gefangenen Gewerkschaft Soligruppe Nürnberg