Freispruch – Prozesse November

Morgen, 14.11 startet der Prozess gegen einen Genossen wegen Widerstand.

Donnerstag, 14.11

08:30 Uhr

Solitreffpunkt Pitstop

Amtsgericht Nürnberg

Auch im November erwarten uns einige Prozesse von Freund*innen und Genoss*innen. Die Justiz kennt keine Pause.

Daher rufen wir zur solidarischen Prozessbegleitung auf.

Achtung: Es wurden Urteile im Geflüchteten Prozess vor dem Landgericht Bamberg gefällt.

Ein Angeklagter wurde zum Anführer konstruiert und soll Neuneinhalb Jahre in den Knast. Ein weiterer soll ein Jahr und Neun Monate in den Knast.

Ein Angeklagter muss sich in einer Klinik behandeln lassen und der vierte Angeklagte wurde freigesprochen.

Alle weiteren Prozesstermine finden daher nicht statt.

Am 14. November steht ein Genosse wegen Widerstand vor Gericht, der in eine übergriffige Polizeikontrolle geriet. Es stehen derzeit Prozesse gegen zwei Genossen an, die sich vor Gericht wegen des Vorwurfes des ‚Widerstand‘ verantworten sollen.

Soliparty

16.11 ab 20 Uhr

Miethaussyndikatsprojekt Krähengarten

Eberhardshofstraße 11 U1 Gostenhof

 

 

Seit dem 14.Oktober stehen vier Geflüchtete aus dem Anker-Zentrum Bamberg vor dem Landgericht Bamberg.

Vorgeworfen wird den jungen Eritreern u.a schwere Brandstiftung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung bei einem Polizeieinsatz. Tatsächlich war besagter ‚Polizeieinsatz‘ eine brutale Razzia lokaler Polizei- und angereisten SEK-Einheiten im Lager. Seit der Razzia sitzen die 4 in U-Haft. Insgesamt sind 15 Prozesstage angesetzt.

https://www.redside.tk/2019/10/13/call-for-solidarity-aufruf-zur-solidarischen-prozessbeobachtung/

 

Wir rufen zur solidarischen Prozessbegleitung und zur Unterstützung unserer Freunde auf. Schnapp Dir daher deinen Ausweis, was zu Schreiben, Deine Freunde und komm vorbei.

Keine*r soll alleine auf der Anklagebank sitzen.

Wenn Dir ein Verfahren oder Prozess droht, melde Dich bei der roten Hilfe Anlaufstelle – jeden 2. und 4. Donnerstag im Monat von 18 – 19 Uhr in der schwarzen Katze und schreib uns eine Mail mit den Daten Deines Prozesses und was Du Dir an Unterstützung wünschst.

Du kannst uns auch gerne anschreiben, wenn Du zukünftig Teil des Prozessdokuteams werden möchtest.

Schick einfach eine Email an: ggbo-nbg@riseup.net oder prozesse_nbg@riseup.net.

drucken | 10. Oktober 2019 | Gefangenen Gewerkschaft Soligruppe Nürnberg

Terminkalender

Dienstag, 31.01.2023

Gegen die Eskalation der „Gender-Debatte“ - Eine Einladung zum Gespräch

31. Januar 2023 || 18.30 Uhr || SCHWARZE KATZE || Untere Seitenstraße 1 || 90429 Nürnberg || Veranstaltung von Bettina Fellmann & Jörg Finkenberger Warum wird die Debatte um Geschlechtsidentität so emotional geführt? Warum laufen Auseinandersetzungen häufig auf Beleidi-gungen und Übergriffe hinaus? Viele vermeiden, überhaupt über dieses Thema zu reden. Die einen haben Angst, sich dazu zu äu-ßern, weil sie niemanden verletzen möchten – oder nicht selbst angegriffen werden wollen. Andere machen sich über die Ableh-nung lustig, die einige Menschen ihrem körperlichen Geschlecht gegenüber empfinden. Die gesellschaftliche Debatte führt zu einer Blockbildung, bei der die einzelnen Blöcke fortwährend unversöhnlich aufeinander einhauen. Das ist bekanntermaßen nicht nur bei diesem Thema so. Dabei bildet ‚die öffentliche Meinung‘ nicht ab, was die meis-ten wirklich denken. Beides hat fatale Folgen: Die Belange von Frauen stehen genauso auf dem Spiel wie die von homo- und bi-sexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen und ande-ren, deren ‚Rollenverhalten‘ oder sexuelles Begehren verachtet und verfolgt wird. Die Fragen, die diskutiert werden müssen, sind weitreichend: Wie wird in der heutigen Geschlechterordnung patriarchale Herr-schaft ausgeübt? Wie ist es in unserer hochindividualisierten Massengesellschaft um das ‚mit sich identische‘ Selbst bestellt? Was bedeutet geschlechtliche Selbstbestimmung? Welchen Stel-lenwert hat körperliche Unversehrtheit in diesem Zusammen-hang? Die bestehende Gesellschaft weicht, wo es geht, einer Auseinan-dersetzung mit ihren Grundtatsachen aus. Das verhindert die Ab-schaffung menschenfeindlicher Strukturen. Inwieweit kann in die-ser Gemengelage die aktuelle Debatte um Geschlecht und Identi-tät der Befreiung aller zuträglich sein? Um das zu klären, wollen wir von Widerstand und Anpassung reden; von geschlechtsspezi-fischer Gewalt und Flucht in Fiktionen; von Konfliktvermeidung und Verblendungszusammenhängen – und nicht zuletzt von dem Gefühl, falsch beschaffen und nie genug (da) zu sein. Wir haben keine fertigen Antworten. Stattdessen wollen wir ver-suchen, den gestellten Fragen im gemeinsamen Gespräch auf den Grund zu gehen. Bettina Fellmann wird über Identität und Erfahrung reden, sowie über das Verhältnis von vorgestellter und materieller Wirklichkeit, Jörg Finkenberger über Geschlechtskonformität und Selbsthass. Danach offene Diskussion.