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Mumia-Film auf dem AAB-Solitresen 6. März, 19 h

[1]Justice on Trial – Der Fall Mumia Abu-Jamal

Filmvorführung im Stadtteilladen „Schwarze Katze“

Mumia Abu-Jamal – seit mehr als 38 Jahren inhaftierter Journalist – wurde nach einer Schießerei 1981, die ihn fast das Leben kostete, in einem nur zwei Wochen kurzen und mehr als zweifelhaften Prozess ein halbes Jahr später zum Tode verurteilt.

Für 29 Jahren sitzt er danach in der Todeszelle – eine lautstarke internationale Kampagne verhindert verschiedene Male bereits angesetzte Hinrichtungstermine und erwirkt 2011 wenigstens die Umwandlung in Haftstrafe. Es folgt eine lange Leidenszeit mit erheblichen gesundheitlichen, teilweise lebensbedrohlichen Krisen, aber Mumia steht immer wieder auf, erkämpft Versorgung für sich und andere, durchbricht die Isolation und fordert zusammen mit einer kontinuierlich arbeitenden internationalen Solidaritätsbewegung seine Freiheit und die Abschaffung der Todesstrafe. Dabei bleibt er weiterhin ununterbrochen eine laute Stimme derer, die zum Schweigen gebracht wurden („Voice of the Voiceless“), veröffentlicht 10 Bücher, mehrere Radiokolumnen pro Woche und spricht Redebeiträge auf Demonstrationen und Großveranstaltungen.

Johanna Fernández – Produzentin von „Justice on Trial“ besucht Mumia seit 20 Jahren regelmäßig. Die Geschichtsprofessorin aus New York – mit den Schwerpunkten Geschichte der Vereinigten Staaten, Geschichte sozialer Bewegungen, politische Ökonomie amerikanischer Großstädte und afroamerikanische Geschichte – hat sich Mumias Schicksal so sehr zu Herzen genommen, dass sie schon 2007 beschloss, einen Film über den Fall und den Mann zu drehen. Seit November 2010 ist die erste Fassung fertig.

Johanna Fernández – inzwischen Mitglied des Verteidigungsteams von Mumia – wird in der Woche um den 18. März auf einem Deutschlandbesuch in 7 Städten Veranstaltungen zum Tag der politischen Gefangenen besuchen und kann dort hochaktuell über neue Entwicklungen berichten. Inzwischen sind 6 Kisten voller bislang unterdrückter Beweismittel aufgetaucht. Ein Revisionskontrollgericht hat die Berufungsrechte wieder in Kraft gesetzt und es besteht erstmalig seit Jahrzehnten endlich die Chance auf ein faires Verfahren.

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