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8. März 2020 – ein Kurzbericht

[1]Was für ein super Auftakt für so einen erfolgreichen Tag! Um 12 Uhr versammelten sich am Gostenhofer Treffpunkt rund 50 Menschen um gemeinsam im Viertel noch mal richtig Lärm zu machen „Raus zum 8. März! Raus zum Streik!“ hallte es durch die Straßen. Wer vom internationalen Frauenkampftag bisher noch nichts mitbekommen hatte, hat es spätestens jetzt gemerkt. Aber auch vorher war Gostenhof schon lila: Plakate, Fahnen und Aufkleber zieren den Stadtteil und haben „Das Ende der Bescheidenheit“ angekündigt. Nachdem wir lautstark durch die Volprechtsstraße und die Austraße demonstrierten, zogen wir über die Gostenhofer Hauptstraße direkt in die Innenstadt.

Hier schlossen wir uns dann dem Sitzstreik des FLINT-Kommittes an und um 14 Uhr startete die Demo des 8. März Bündnisses, in dem auch wir aktiv sind. Zwischen 1200 und 1500 Menschen sind gekommen und sorgten so für die größte Frauenkampfdemo, die wir in Nürnberg in der jüngsten Vergangenheit hatten. Themen waren natürlich die Care-und Pflegearbeit, der politische Streik, Rassismus und reaktionäre Offensive, aber auch die Situation in Rojava, Klimagerechtigkeit und natürlich das Ende der Bescheidenheit. Betont wurde die wichtige Einheit der emanzipatorischen Kämpfe, aber auch die Notwendigkeit, Patriarchat und Kapitalismus nicht voneinander getrennt zu sehen und gemeinsam zu bekämpfen. In einem weiten Bogen lief die Demo durch die Innenstadt zum Plärrer, über den Frauentorgraben zum Bahnhof und nach einem kurzen spontanem Sit-In ging es dann zurück zur Lorenzkirche. Nach dieser lauten, bunten, lebendigen aber auch entschlossenen und kämpferischen Demo, freuen wir uns noch einmal mehr auf den 1. Mai…

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