Die Krise heißt Kapitalismus! Solidarisch gegen Corona, Staat und Kapital!

Unheimlich ist es, was gerade in Deutschland, Europa und der Welt passiert.

Im Schlepptau der Covid 19 Pandemie erleben wir Einschnitte in unser alltägliches Leben und alle bürgerlichen Freiheiten, die wir uns so bis vor kurzem nicht hätten ausmalen können. Noch vor wenigen Wochen überschlugen sich die Medien mit kritischen Tönen über die autoritären Maßnahmen zur Bekämpfung der Seuche in China. Heute schreiben die Medien eine Verschärfung nach der anderen herbei und spielen sich mit den bürgerlichen Parteien die Bälle hin und her. Wir stecken selbst mitten in Ausgangssperre und Kontaktverbot, tagtäglich gibt es neue staatliche Maßnahmen und überall wird das Durchgreifen des starken Staates gefeiert. Und natürlich muss die Ausbreitung des Virus bekämpft werden. Natürlich gilt es, Risikogruppen zu schützen und sich selbst und andere einem möglichst geringen Risiko auszusetzen. Was der Staat aber heute macht, geht einerseits weit darüber hinaus – und vernachlässigt andererseits zahlreiche wirksame Instrumente, die nicht ins Konzept passen. Das allem übergeordnete Ziel ist nicht die Gesundheit der Menschen – sondern wie immer die Rettung der Wirtschaft und die Erhaltung ihrer Macht.

Wir müssen uns alle sozial isolieren – arbeiten können und sollen wir aber trotzdem.

Kindergärten und Schulen bleiben dicht – aber der alleinerziehenden Mutter können Dank der Aushebelung des Arbeitszeitgesetzes im Katastrophenfall 12 Stunden Schichten im Supermarkt angeordnet werden. Der Staat schickt uns alle ins Haus – die Haus und Pflegearbeit bleibt Frauensache und die für viele Frauen alltägliche häusliche Gewalt steigt extrem an. Banken und Konzernen wird ein Rettungsschirm von 600 Milliarden Euro alleine in Deutschland versprochen, Solo-Selbstständigen und prekär Beschäftigten die unbürokratische Beantragung von 432€ Hartz IV – also dem Existenzminimum. Wir dürfen uns einander nicht mehr als 1,5 Meter nähern – in Flüchtlingslagern und Obdachlosenheimen leben Menschen auf engstem Raum, unter miesesten hygienischen Bedingungen und ohne annähernd adäquate Gesundheitsversorgung. Genau diese Menschen geraten auch ins Visier für legale Zwangsarbeit – wie sie der Katastrophenfall vorsieht. Sozialverbände, Beratungsstellen und selbst die Tafeln machen faktisch dicht, Obdachlose bekommen Bußgelder für das Nicht-Einhalten der Ausgangs“beschränkungen“. Mieten dürfen zwar „gestundet“ werden, müssen aber später in vollem Umfang nachbezahlt werden. Wir werden in Kurzarbeit geschickt – mit Lohneinbußen bis zu 40%. Die Lohnnebenkosten, die die Unternehmen eigentlich in die Sozialkassen zahlen, übernimmt derweil die Bundesagentur für Arbeit. 27 Milliarden Euro Rücklagen wurden seit der Einführung von Hartz IV vom Leben der Arbeitslosen und AufstockerInnen abgespart und stehen dafür jetzt zur Verfügung.

Während das öffentliche Leben stillsteht und Solidarität mit sozialer Isolation gleichgesetzt wird, verbreitet sich das Virus über die Werkshallen, Amazon Versandcenter und Lieferdienste weiter – und werden Arbeits- und Sozialrechte geschliffen. Klar ginge es anders. Die nicht überlebensnotwendige Produktion bei voller Garantie für Lohnfortzahlungen einzustellen, wäre der richtige Schritt, ebenso der Ausbau von Frauenhausplätzen zur sicheren Unterbringung auch bei Quarantäne, die dezentrale Unterbringung der Geflüchteten und Wohnungslosen auch in Hotelzimmern. Aber mit dem bürgerlichen Staat ist nichts davon zu machen, vor allem nicht der Einschnitt in die wirtschaftliche Freiheit der Bosse und Bonzen! Dann wird lieber die Freiheit jedes Einzelnen von uns eingeschränkt.

Die Krise wird erst nach dem Virus wirklich durchschlagen – und hat schon lange vor Corona angefangen.

Das dicke Ende kommt erst noch. Die Krise der Wirtschaft wurde schon lange vorhergesagt – inklusive massiver Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit und Einschnitten in ArbeiterInnenrechte. Die Krise der Demokratie und der Abbau unserer sozialen Rechte läuft seit Jahren im Eiltempo – zuletzt vorangebracht durch die Novelle der Polizeiaufgabengesetze der Länder. Überdeutlich sichtbar wird die Krise der parlamentarischen Demokratie auch in der Verstrickung von FaschistInnen und Sicherheitsbehörden – und in den Terrorakten von rechten Netzwerken der letzten Wochen und Monate. Die Krise des Gesundheits- und Sozialsystems wurde von genau denjenigen vorangetrieben, die sich heute als Lebensretter aufspielen. Noch im letzten Jahr hat die Bertelsmann-Stiftung, eine der einflussreichsten Lobbyorganisation der deutschen Wirtschaft, gefordert, 50% der Krankenhäuser in Deutschland zu schließen, um das Gesundheitssystem profitabler zu machen. Und das nachdem die Privatisierungswellen der letzten Jahrzehnte und die zur Vergütung eingeführten „Fallpauschalen“ das Gesundheitssystem ohnehin längst ausgetrocknet haben. Zehntausende Betten und Stellen wurden abgeschafft, die verbliebenen PflegearbeiterInnen arbeiten seit Jahren dauerhaft in der Überlastung zu beschissenen Löhnen. Die Bertelsmann Stiftung war es auch, die 2003 entscheidend an der von SPD und Grünen eingeführten Agenda 2010 mitgeschrieben hatte – durch die Hartz IV, Kurzarbeit, Solo-Selbstständigkeit und der ganze antisoziale Scheiß erst eingeführt wurden.

Die Krise, die heute von Politik, Medien und Wirtschaft in jedem Bereich auf den Virus zurückgeführt wird, ist vor allem eine Krise des Kapitalismus – und der ist für uns als Lohnabhängige sowieso eine alltägliche Krise. Das Virus beschleunigt die ökonomische und gesellschaftliche Entwicklung nur und funktioniert als Katalysator – sowohl was den wirtschaftlichen Zusammenbruch angeht, als auch den Ausbau eines autoritären Staates, der in Zeiten massiver Krisen durchsetzungsfähig ist. Die reaktionäre Offensive der letzten Jahre erlebt einen gewaltigen Schub – vor allem auch in ihrer Akzeptanz. Das Virus wird zum „Charaktertest“ für das „deutsche Volk“ hochstilisiert – so Söder bei der Verkündung der Ausgangsbeschränkungen. Die Ideologie, die hinter dem „alle gegen das Virus – alle für uns“ Wahnsinn steht, schaltet die Menschen weitestgehend gleich – wenn sie das nicht in voreiligem Gehorsam bereits vorher gemacht haben. Mit einem Handstreich fallen Streik- und Versammlungsrecht; Solidarität soll in Vereinzelung umgedeutet werden; wer nicht mitmacht und Hurra schreit, soll denunziert und diszipliniert werden. Auf den Punkt: Regierung und Wirtschaft nutzen Corona, um sich auf die ohnehin kommende Krise vorzubereiten, die Gesellschaft zu formieren und den Widerstand gegen Verarmung und Angriffe auf unsere Rechte im Zweifel problemlos brechen zu können.

Was tun? Solidarität und Widerstand organisieren!

Auch in Zeiten von Ausgangssperre und Isolierung können wir etwas tun – auf den Staat jedenfalls verlassen wir uns nicht – und schon gar nicht auf unsere ChefInnen! Schließt euch jetzt zusammen und beratet und unterstützt euch gegenseitig – und glaubt nicht die Lügen, die während der Corona Panik verbreitet werden! Unterschreibt keine Kündigungsvereinbarungen, verzichtet weder auf Lohn, noch auf die Anhörung des Betriebsrates oder die Einhaltung des Kündigungsschutzes! Lasst euch nicht gegeneinander ausspielen und denunziert niemanden! Lasst euch nicht in eurer Bewegungsfreiheit einschränken, wo es nicht sein muss! Achtet auf euch und andere – aber lasst euch nichts diktieren! Haltet zusammen und lebt Solidarität!

Jetzt und heute organisieren wir uns in solidarischen Nachbarschaftsinitiativen und unterstützen uns gegenseitig – gegen Corona genauso wie gegen die Angriffe der herrschenden Klasse auf unser aller Zukunft. Beteiligt euch an diesen Initiativen! Wir nehmen Solidarität selbst in die Hand, anstatt daran zu glauben, dass wir von denen Hilfe bekommen, die uns in die Krise geführt haben. Jetzt heißt es zusammenrücken – und das geht auch mit zwei Meter Abstand. Heute versorgen wir uns gegenseitig mit Nahrungsmitteln oder dem was wir alltäglich brauchen – morgen verteidigen wir gemeinsam unseren Arbeitsplatz, blockieren die Abschiebung unserer NachbarInnen und verhindern Zwangsräumungen. Die Krise wird Millionen Menschen in Arbeitslosigkeit und Armut stürzen. Die herrschende Klasse nutzt die Krise als Chance – um Lasten umzuverteilen, die Produktion fit für die Zukunft zu machen und ihre Profite zu sichern. Nutzen wir sie auch – um Strukturen aufzubauen, an Alternativen zu arbeiten und letztlich – die soziale Revolution zu machen. Nicht irgendwann – sondern genau hier und jetzt.

Beteiligt euch an den Aktionen zum ersten Mai!

Beteiligt euch am Nachbarschaftsnetzwerk „Solidarische Nachbarschaft“!

Achtet auf weitere Ankündigungen zu Aktionen und Aktivitäten auf www.redside.tk

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Lesenswerte Links: Es gibt auch Medien, die nicht zur bürgerlichen Einheitshetzerei gehören – und viel zu Corona zu schreiben haben. Wir haben ja jetzt Zeit zu lesen…

Lower class magazine: https://lowerclassmag.com/

junge welt: https://www.jungewelt.de/

perspektive-online: https://perspektive-online.net/

re:volt magazine: https://revoltmag.org/

drucken | 23. März 2020 | organisierte autonomie (OA)

Terminkalender

Montag, 08.06.2020

Ausfüllhilfe im Stadtteil-Laden Schwarze Katze

Millionen in Kurzarbeit, Tausende können ihre Miete nicht mehr zahlen, etliche verlieren ihre Jobs. Während Konzerne weiterhin Milliardenhilfen hinterher geschmissen bekommen obwohl sie an ihre Aktionäre nach wie vor fette Dividenden ausschütten, können viele betroffene Menschen lediglich das mickrige Existenzminimum beantragen: KünstlerInnen, Solo-Selbstständige, aber auch etliche Menschen, die einen Mini-Job verloren haben oder anderweitig aufstocken müssen. Doch auch die Beantragung von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) oder anderen Leistungen ist für viele Menschen eine Hürde. Schnell ist im Antrag etwas falsch ausgefüllt. Die Bürokratensprache ist für die allermeisten Menschen schwer zu verstehen.  Deswegen unterstützen wir uns gegenseitig beim Ausfüllen von Anträgen und soweit möglich auch bei grundlegenden Fragen. Gerne formulieren wir auch mit euch ein Schreiben an den Vermieter oder die Vermieterin wenn ihr die Miete gerade nicht mehr bezahlen könnt. Aus Infektionsschutzgründen müsst ihr bitte vorher anrufen um einen Termin zu machen, einen Mundschutz tragen und auf den Mindestabstand achten. Anrufen könnt ihr jeden Montag zwischen 17 und 19 Uhr. Telefon: 0152 12253026 Bringt bitte den auszufüllenden Antrag und alle nötigen Unterlagen mit. Sich das holen, was einem zusteht um sich zumindest über Wasser zu halten und sich dabei gegenseitig zu unterstützen: das sind wichtige erste Schritte aber sie können nur der Anfang sein. Uns steht als lohnabhängige Klasse ein massiver Kampf bevor. Denn wer soll am Schluss den Gürtel enger schnallen? Wer soll am Schluss die Milliarden wieder einsparen? Wenn wir wollen, dass sich wirklich etwas ändert, wenn wir wollen, dass eine Gesellschaft nicht für Konzerne, Patente, Profite und Dividenden zugerichtet wird sondern auf unsere Bedürfnisse als Mehrheit der Menschen dann müssen wir uns gemeinsam und solidarisch wehren: gegen Kündigungen, gegen Mieterhöhungen, gegen alle Angriffe auf uns. Gemeinsam und solidarisch: #sozialeRevolutionmachen Die Ausfüllhilfe wird erst einmal im Mai und im Juni statt finden.
Montag, 08.06.2020

Vokü to go - 08. Juni 2020

Nach langer Schließzeit freuen wir uns euch mitteilen zu können, dass die Montags Vokü in der Schwarzen Katze für euch am Montag den 08.Juni eine Vokü to go an bietet. Ihr könnt zwischen 19:00 und 21:00 Uhr vorbei kommen und euer Essen abholen. Wir freuen uns auf euch.
Mittwoch, 10.06.2020

Aufruf zur solidarischen Prozessbegleitung am Mittwoch, den 10.06.2020 um 8:00 Uhr am Amtsgericht Nürnberg: Unsere Solidarität gegen ihre Geflüchtetenpolitik! Unsere Solidarität gegen ihre Repression!

Sturmgewehre, Explosionen und Kampfmontur – was nach einem Kriegsszenario klingt, von dem man meist nur aus den Nachrichten hört, spielte sich im März 2019 mitten in einer Wohnsiedlung in Nürnberg ab. Wir wollen berichten, was vorgefallen ist, und warum ein Genosse jetzt vor Gericht erscheinen muss.

Am 19. März 2019 beorderte die Ausländerbehörde die Polizei nach Gostenhof, um einen jungen Mann mit psychischer Erkrankung nach Afghanistan abzuschieben. Aus Angst flüchtete der Schüler in einen Hinterhof, woraufhin USK (Unterstützungskommando) und SEK (Sondereinsatzkommando) anrückten und den gesamten Häuserblock abriegelten. Über zwei Stunden belagerten die Sondereinheiten in militärischer Kampfmontur und mit Sturmgewehren das ganze Viertel. Unter Einsatz von Blendschockgranaten nahmen sie den unter enormem psychischem Druck stehenden Mann fest. Durch die Gewalteinwirkung der Polizei war er verletzt worden und musste anschließend in ärztliche Behandlung. Letztlich konnte der geplante Abschiebeflug nicht stattfinden, da der junge Mann aufgrund seines psychischen Zustandes, verschlimmert durch die martialische Festnahme, nicht reisefähig war. Das zeigt einmal mehr, dass Abschiebungen Menschen in akute Lebensgefahr bringen – nicht nur aufgrund der Gefahren in den Ländern, in die sie abgeschoben werden, sondern auch aufgrund der Gewalt und Traumatisierungen, die Geflüchtete bei Abschiebungen erfahren.

Am selben Abend kamen über 600 Menschen in Gostenhof zusammen, um unter dem Motto „Hände weg von unseren Nachbar*innen – Abschiebungen stoppen hier und überall – Gostenhof ist solidarisch“ zu demonstrieren.

Im Verlauf der Demonstration schlossen sich immer mehr Menschen an, um ein Zeichen gegen den brutalen Auftritt des SEK und die unmenschliche Abschiebepraxis in Deutschland zu setzen. In der Fürther Straße wurde der Demonstrationszug von behelmten Polizist*innen unter Einsatz massiver Gewalt plötzlich gestoppt. Dabei erlitten mehrere Teilnehmer*innen Verletzungen durch Knüppelschläge, unter anderem am Kopf. Erst nach längeren Auseinandersetzungen und Verhandlungen konnte die Demonstration weitergehen.

Im Nachgang der Demonstration bekam ein Genosse eine Vorladung, in der fälschlicherweise behauptet wird, er habe eine Bengalfackel auf Polizist*innen geworfen und somit eine versuchte gefährliche Körperverletzung begangen. Dieser Vorwurf basiert einzig auf der Aussage eines USK-Beamten, der in Zivil im Demonstrationszug mitgelaufen war.

In den letzten Jahren sorgte das USK immer wieder für handfeste Skandale: Seien es Neonazi-Aufkleber in einem USK-Fahrzeug 2014 in Würzburg, rechtsextreme und antisemitische Chatverläufe des Münchner USK 2019, oder jede Menge Kriegswaffenmunition des USK, die bei dem mutmaßlichen Rechtsterroristen Marko G. gefunden wurde. Eine Objektivität des USK in Bezug auf linke Demonstrant*innen kann mindestens angezweifelt werden. Umso verheerender ist, dass erstmalig ein Versammlungsteilnehmer aufgrund der Aussage eines einzelnen Beamten, der verdeckt an einer Demonstration teilgenommen hat, angeklagt wird. Folglich läuft jeder Mensch, der das Grundrecht auf Demonstrationsfreiheit wahrnehmen möchte, Gefahr, Opfer willkürlicher und falscher Behauptungen einzelner Beamt*innen zu werden.

Dass die Beweislage wacklig ist, zeigt der Strafbefehl gegen den Angeklagten, in dem ihm (im Gegensatz zur vorherigen Vorladung) nur noch ein Verstoß gegen das Versammlungsrecht vorgeworfen wird. Er soll jedoch beinahe 5000€ Strafe zahlen und wäre vorbestraft – für eine Tat, die er nicht begangen hat und für die es außer falscher Behauptungen eines Polizisten keine Beweise gibt.

Wir lassen uns von solchen Einschüchterungsversuchen nicht beeindrucken und halten zusammen! Unsere Solidarität gegen ihre Geflüchtetenpolitik! Unsere Solidarität gegen ihre Repression!

Wir halten zusammen! Unsere Solidarität gegen ihre Repression!

Treffpunkt: Am 10.06.2020 um 08:00 Uhr vor dem Nürnberger Amtsgericht (Fürther Str. 110)

Solidarische Prozessbegleitung: Um 09:00 Uhr im Sitzungssaal 62, im EG des Amtsgerichts Nürnberg (Achtung: Aufgrund der Hygienemaßnahmen wegen Covid- 19 werden beim Einlass in das Gerichtsgebäude persönliche Daten erhoben und gespeichert!)

Montag, 15.06.2020

Ausfüllhilfe im Stadtteil-Laden Schwarze Katze

Millionen in Kurzarbeit, Tausende können ihre Miete nicht mehr zahlen, etliche verlieren ihre Jobs. Während Konzerne weiterhin Milliardenhilfen hinterher geschmissen bekommen obwohl sie an ihre Aktionäre nach wie vor fette Dividenden ausschütten, können viele betroffene Menschen lediglich das mickrige Existenzminimum beantragen: KünstlerInnen, Solo-Selbstständige, aber auch etliche Menschen, die einen Mini-Job verloren haben oder anderweitig aufstocken müssen. Doch auch die Beantragung von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) oder anderen Leistungen ist für viele Menschen eine Hürde. Schnell ist im Antrag etwas falsch ausgefüllt. Die Bürokratensprache ist für die allermeisten Menschen schwer zu verstehen.  Deswegen unterstützen wir uns gegenseitig beim Ausfüllen von Anträgen und soweit möglich auch bei grundlegenden Fragen. Gerne formulieren wir auch mit euch ein Schreiben an den Vermieter oder die Vermieterin wenn ihr die Miete gerade nicht mehr bezahlen könnt. Aus Infektionsschutzgründen müsst ihr bitte vorher anrufen um einen Termin zu machen, einen Mundschutz tragen und auf den Mindestabstand achten. Anrufen könnt ihr jeden Montag zwischen 17 und 19 Uhr. Telefon: 0152 12253026 Bringt bitte den auszufüllenden Antrag und alle nötigen Unterlagen mit. Sich das holen, was einem zusteht um sich zumindest über Wasser zu halten und sich dabei gegenseitig zu unterstützen: das sind wichtige erste Schritte aber sie können nur der Anfang sein. Uns steht als lohnabhängige Klasse ein massiver Kampf bevor. Denn wer soll am Schluss den Gürtel enger schnallen? Wer soll am Schluss die Milliarden wieder einsparen? Wenn wir wollen, dass sich wirklich etwas ändert, wenn wir wollen, dass eine Gesellschaft nicht für Konzerne, Patente, Profite und Dividenden zugerichtet wird sondern auf unsere Bedürfnisse als Mehrheit der Menschen dann müssen wir uns gemeinsam und solidarisch wehren: gegen Kündigungen, gegen Mieterhöhungen, gegen alle Angriffe auf uns. Gemeinsam und solidarisch: #sozialeRevolutionmachen Die Ausfüllhilfe wird erst einmal im Mai und im Juni statt finden.
Montag, 22.06.2020

Ausfüllhilfe im Stadtteil-Laden Schwarze Katze

Millionen in Kurzarbeit, Tausende können ihre Miete nicht mehr zahlen, etliche verlieren ihre Jobs. Während Konzerne weiterhin Milliardenhilfen hinterher geschmissen bekommen obwohl sie an ihre Aktionäre nach wie vor fette Dividenden ausschütten, können viele betroffene Menschen lediglich das mickrige Existenzminimum beantragen: KünstlerInnen, Solo-Selbstständige, aber auch etliche Menschen, die einen Mini-Job verloren haben oder anderweitig aufstocken müssen. Doch auch die Beantragung von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) oder anderen Leistungen ist für viele Menschen eine Hürde. Schnell ist im Antrag etwas falsch ausgefüllt. Die Bürokratensprache ist für die allermeisten Menschen schwer zu verstehen.  Deswegen unterstützen wir uns gegenseitig beim Ausfüllen von Anträgen und soweit möglich auch bei grundlegenden Fragen. Gerne formulieren wir auch mit euch ein Schreiben an den Vermieter oder die Vermieterin wenn ihr die Miete gerade nicht mehr bezahlen könnt. Aus Infektionsschutzgründen müsst ihr bitte vorher anrufen um einen Termin zu machen, einen Mundschutz tragen und auf den Mindestabstand achten. Anrufen könnt ihr jeden Montag zwischen 17 und 19 Uhr. Telefon: 0152 12253026 Bringt bitte den auszufüllenden Antrag und alle nötigen Unterlagen mit. Sich das holen, was einem zusteht um sich zumindest über Wasser zu halten und sich dabei gegenseitig zu unterstützen: das sind wichtige erste Schritte aber sie können nur der Anfang sein. Uns steht als lohnabhängige Klasse ein massiver Kampf bevor. Denn wer soll am Schluss den Gürtel enger schnallen? Wer soll am Schluss die Milliarden wieder einsparen? Wenn wir wollen, dass sich wirklich etwas ändert, wenn wir wollen, dass eine Gesellschaft nicht für Konzerne, Patente, Profite und Dividenden zugerichtet wird sondern auf unsere Bedürfnisse als Mehrheit der Menschen dann müssen wir uns gemeinsam und solidarisch wehren: gegen Kündigungen, gegen Mieterhöhungen, gegen alle Angriffe auf uns. Gemeinsam und solidarisch: #sozialeRevolutionmachen Die Ausfüllhilfe wird erst einmal im Mai und im Juni statt finden.
Montag, 29.06.2020

Ausfüllhilfe im Stadtteil-Laden Schwarze Katze

Millionen in Kurzarbeit, Tausende können ihre Miete nicht mehr zahlen, etliche verlieren ihre Jobs. Während Konzerne weiterhin Milliardenhilfen hinterher geschmissen bekommen obwohl sie an ihre Aktionäre nach wie vor fette Dividenden ausschütten, können viele betroffene Menschen lediglich das mickrige Existenzminimum beantragen: KünstlerInnen, Solo-Selbstständige, aber auch etliche Menschen, die einen Mini-Job verloren haben oder anderweitig aufstocken müssen. Doch auch die Beantragung von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) oder anderen Leistungen ist für viele Menschen eine Hürde. Schnell ist im Antrag etwas falsch ausgefüllt. Die Bürokratensprache ist für die allermeisten Menschen schwer zu verstehen.  Deswegen unterstützen wir uns gegenseitig beim Ausfüllen von Anträgen und soweit möglich auch bei grundlegenden Fragen. Gerne formulieren wir auch mit euch ein Schreiben an den Vermieter oder die Vermieterin wenn ihr die Miete gerade nicht mehr bezahlen könnt. Aus Infektionsschutzgründen müsst ihr bitte vorher anrufen um einen Termin zu machen, einen Mundschutz tragen und auf den Mindestabstand achten. Anrufen könnt ihr jeden Montag zwischen 17 und 19 Uhr. Telefon: 0152 12253026 Bringt bitte den auszufüllenden Antrag und alle nötigen Unterlagen mit. Sich das holen, was einem zusteht um sich zumindest über Wasser zu halten und sich dabei gegenseitig zu unterstützen: das sind wichtige erste Schritte aber sie können nur der Anfang sein. Uns steht als lohnabhängige Klasse ein massiver Kampf bevor. Denn wer soll am Schluss den Gürtel enger schnallen? Wer soll am Schluss die Milliarden wieder einsparen? Wenn wir wollen, dass sich wirklich etwas ändert, wenn wir wollen, dass eine Gesellschaft nicht für Konzerne, Patente, Profite und Dividenden zugerichtet wird sondern auf unsere Bedürfnisse als Mehrheit der Menschen dann müssen wir uns gemeinsam und solidarisch wehren: gegen Kündigungen, gegen Mieterhöhungen, gegen alle Angriffe auf uns. Gemeinsam und solidarisch: #sozialeRevolutionmachen Die Ausfüllhilfe wird erst einmal im Mai und im Juni statt finden.