Aufruf der Münchner Gewerkschaftslinken zum ersten Mai

Im folgenden dokumentieren wir den Aufruf zum ersten Mai der Münchner Gewerkschaftslinken, die insbesondere die Burgfriedens-Politik des DGB in Krisenzeiten kritisieren. Sie fordern unter anderem die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes und einen höheren Mindestlohn.

Heraus zum 1. Mai – dem internationalen Tag der ArbeiterInnenbewegung

Aufruf der Münchner Gewerkschaftslinken – Vernetzung kämpferische Gewerkschaften (VKG)


Treffpunkt: 10.00 Uhr am DGB-Haus, Schwanthalerstr. 64, U4/5 Theresienwiese

Wie und unter welchen Auflagen der 1. Mai abläuft, hängt unter anderem von den zuständigen Behörden ab und kann sich erst kurz davor entscheiden. Schaut deshalb auf unseren Blog: muenchnergewerkschaftslinke.wordpress.com

Wenn ihr, eure Betriebsgruppe oder Gewerkschaftsgliederung ebenfalls zum 1. Mai kommt, dann schreibt uns eine Mail: gewerkstammtischmuc@yahoo.de und wir veröffentlichen dies auf unserem Blog

Die DGB Gewerkschaften haben dieses Jahr die 1. Mai Kundgebungen und Demonstrationen im vorauseilendem Gehorsam in Bezug auf die kommenden Maßnahmen der Bundes- und Landesregierungen bereits vor Wochen abgesagt. Die Antwort des DGB auf die Corona-Krise heißt Burgfrieden.

Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände haben sich in Krisenzeiten stets gemeinsam und verantwortungsvoll für das Gemeinwohl eingesetzt. (…) Konflikte und Interessen-Gegensätze bleiben bestehen, aber in besonderen Situationen werden sie hinten angestellt.“ (Gemeinsame Presseerklärung von DGB und BDA vom 13.03.2020)

Dabei wird die Krise gerade jetzt auf dem Rücken der arbeitenden und lohnabhängigen Teile der Bevölkerung voll abgewälzt. In diesen Zeiten brauchen wir Gewerkschaften, die in angemessener Form und gerade auch am 1. Mai klar Stellung beziehen.

Sicher sind Verhaltensregeln wie 1,5m Abstand halten, in die Armbeuge Niesen und Husten, häufiges Händewaschen, Atemschutzmasken und das Durchbrechen von Infektionsketten durch Testen und Isolierung und Quarantäne für Infizierte und deren Kontaktumfeld absolut sinnvoll und notwendig.

Aber ein Verzicht auf unser Demonstrations- und Versammlungsrecht ist der falsche Weg:

Denn wir müssen bereits jetzt feststellen, dass die Regierenden im Bund und in den Ländern und ganz besonders in Bayern die CSU diesen Notstand dazu nutzen von der ArbeiterInnenbewegung hart erkämpfte demokratische und soziale Errungenschaften zu schleifen:

So hat Bayern in einer Allgemeinverfügung vom 17.03.2020 das Arbeitszeitgesetz außer Kraft gesetzt. Es darf jetzt mehr als 10 Stunden pro Tag gearbeitet werden, die Pausen wurden verkürzt. Die Bundesregierung plant eine solche Einschränkung auch auf Bundesebene. Dies wird gerade im Krankenhausbereich, in dem schon seit Jahren Personalmangel herrscht und die KollegInnen jetzt einer besonderen Belastung ausgesetzt sind zu Burnouts, vermehrten Ansteckungsgefahr und anderen gesundheitlichen Schäden führen. Aber auch bei den KollegInnen im Einzelhandel und bei der Post wird dies die Folge sein.

Gesundheitsminister Spahn hat am 04. März die von ver.di-KollegInnen erkämpfte und immer noch völlig unzureichende Personaluntergrenze für bestimmte Stationen in den Krankenhäusern aufgehoben. Dies führt nicht zu mehr Personal, das ist nur eine Verschiebung des seit Jahren herrschenden Personalmangels.

Ebenso in Bayern ist das Ladenschlussgesetz ausgesetzt worden. Die KollegInnen des Einzelhandels werden von den Regierenden heuchlerisch als Heldinnen des Alltags abgefeiert und dürfen als Anerkennung dafür am Sonntag gleich bis 22.00 Uhr im Laden stehen.

Am 13.03. ist das Sonntagsfahrverbot für LKW‘s in Bayern komplett aufgehoben worden.

Wir fordern die sofortige Rücknahme dieser Verordnungen!

Zum Kontaktverbot

Die von der Bundesregierung verhängte und in Bayern verschärfte Ausgangssperre bzw. Versammlungsverbot wurde in erster Linie aus Angst vor dem völligen Zusammenbruch des Gesundheitssystems bei einer hohen Infiziertenrate erlassen. Die Millionen KollegInnen, die täglich mit dem öffentlichen Nahverkehr in die Arbeit fahren müssen und oft ohne ausreichenden Schutz vor Ansteckung arbeiten müssen, machen die herrschende Ausgangssperre in der Freizeit fragwürdig. Die Corona-Pandemie zeigt wie im Brennglas auf, dass ein auf Profit ausgerichtetes und von kapitalistischen Konzernen betriebenes Gesundheitssystem im krassen Gegensatz zu einer guten gesundheitlichen Daseinsfürsorge steht.

Kampf gegen Privatisierung und für die Rekommunalisierung der Krankenhäuser unter Kontrolle der Beschäftigten!

Sofort und dauerhaft 500.- € mehr für die KollegInnen in der Pflege und in den Krankenhäusern!

Ausgangssperre und Versammlungsverbot sind nichts Anderes als die Einführung von Notstandsgesetzen, die bestimmte demokratische Grundrechte außer Kraft setzen und bei denen durchaus die Gefahr besteht, dass sie auch nach überstandener Coronakrise zumindest zum Teil weiterbestehen können, um so den Widerstand in der Bevölkerung einzudämmen. Ein selbstbestimmter und verantwortungsvoller Umgang der Corona-Pandemie vermittelt durch Aufklärung, Empfehlungen und das zur Verfügung stellen von ausreichender (nicht vorhandener) Schutzausrüstung an die Beschäftigten wie ihn z.B. die schwedische Regierung verfolgt [2], wird von Oben nicht nur misstrauisch beäugt. Vielerorts wurden selbstorganisierte Demos und Kundgebungen durch die Polizei gewaltsam aufgelöst. [3]

Sofortige Lockerung der Ausgangssperre und des Versammlungsverbotes!

Die kommende Wirtschaftskrise

Das durch die Bundesregierung erzwungene Herunterfahren des Wirtschaftslebens wird seine Spuren noch lange hinterlassen. Selbst bürgerliche Ökonomen prognostizieren ein Minuswachstum von 7 – 10 %, das tiefer sein wird als das der großen Wirtschaftskrise von 2008/2009: Zu befürchten ist, dass es nicht bei der Kurzarbeit bleiben wird, sondern dass die kommende Wirtschaftskrise zu weiteren Massenentlassungen und Betriebsschließungen führen wird. Die Corona-Pandemie ist aber nicht die Ursache hierfür, sondern nur der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringen wird [4] Luftfahrtkonzerne wie Lufthansa, Handelskonzerne wie Kaufhof/Karstadt schlittern schon seit geraumer Zeit immer wieder an der Pleite vorbei. Die Automobilkonzerne, unter Druck wegen der Umstellung auf den E-Motor und der Digitalisierung 4.0, werden die Corona-Pandemie dazu ausnutzen die Belegschaften weiter unter Druck zu setzen und zu verkleinern. Auf diesen Kampf müssen wir uns als Gewerkschafterinnen vorbereiten.

Anstatt Massenentlassung und Kurzarbeit null: Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich

Arbeitsplätze verteidigen: Verstaatlichung von Betrieben, die entlassen wollen, unter demokratischer Kontrolle und Verwaltung der arbeitenden Bevölkerung, um die Produktion gesellschaftlich sinnvoll planen zu können!

Anhebung des Mindestlohns auf 12.-€ die Stunde!

Auch die Bundesregierung hat mit ihrem Hilfspaket mehr als deutlich gemacht, auf wessen Seite sie steht: 400 Mrd. Für die Großkonzerne, 50 Mrd. für kleinere Unternehmen. Aufstockung des Kurzarbeitergeldes von 60 bzw. 67% des letzten Nettogehalts Fehlanzeige. Und dies alles finanziert aus Steuergeldern und den Beiträgen der Arbeitslosenversicherung. Also sollen wie immer wir zahlen. Immerhin haben Verdi im öffentlichen Dienst und bei einigen Verlagen und die NGG in der Systemgastronomie die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf 90 % teilweise sogar 100 % erreicht.

Allgemeine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf 90%!

Wiedereinführung der Vermögenssteuer und höhere Besteuerung der Kapitalerträge!

Die Reichen, Großkonzerne und Banken sollen für ihre Krise zahlen!

Die Krise wird kommen und die Unternehmer und Regierungen bereiten sich bereits darauf vor und werden uns die Krise zahlen lassen!

Das kann nur bekämpft werden, wenn sich die Gewerkschaften jetzt dazu entscheiden, auch einen Kampf gegen die Angriffe durch die Unternehmer und Regierungen zu führen und damit dazu beitragen, dass eine gesellschaftliche Bewegung gegen die kommende Wirtschaftskrise aufgebaut werden kann.

Denn eines ist klar: die Abwälzung der Krisenlasten auf uns können nur abgewehrt und die Forderungen können nur durchgesetzt werden, wenn wir genügend Druck aus den Betrieben und auf der Straße aufbauen.

Nicht auf unserem Rücken!

Organisiert euch in den Gewerkschaften!

Gewerkschaften müssen wieder zu Kampforganisationen der Belegschaften werden!

Für Streiks und Demonstrationen!

Zeigen wir am 1. Mai, dass wir das von den Gewerkschaftsverantwortlichen fordern!

Zeigen wir am 1. Mai, dass wir bereit sind, uns gegen die kommenden Angriffe auf unseren Lohn, auf unsere Existenz und auf unsere Arbeitsbedingungen zur Wehr zu setzen!

drucken | 27. April 2020 | organisierte autonomie (OA)

Terminkalender

Montag, 08.06.2020

Ausfüllhilfe im Stadtteil-Laden Schwarze Katze

Millionen in Kurzarbeit, Tausende können ihre Miete nicht mehr zahlen, etliche verlieren ihre Jobs. Während Konzerne weiterhin Milliardenhilfen hinterher geschmissen bekommen obwohl sie an ihre Aktionäre nach wie vor fette Dividenden ausschütten, können viele betroffene Menschen lediglich das mickrige Existenzminimum beantragen: KünstlerInnen, Solo-Selbstständige, aber auch etliche Menschen, die einen Mini-Job verloren haben oder anderweitig aufstocken müssen. Doch auch die Beantragung von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) oder anderen Leistungen ist für viele Menschen eine Hürde. Schnell ist im Antrag etwas falsch ausgefüllt. Die Bürokratensprache ist für die allermeisten Menschen schwer zu verstehen.  Deswegen unterstützen wir uns gegenseitig beim Ausfüllen von Anträgen und soweit möglich auch bei grundlegenden Fragen. Gerne formulieren wir auch mit euch ein Schreiben an den Vermieter oder die Vermieterin wenn ihr die Miete gerade nicht mehr bezahlen könnt. Aus Infektionsschutzgründen müsst ihr bitte vorher anrufen um einen Termin zu machen, einen Mundschutz tragen und auf den Mindestabstand achten. Anrufen könnt ihr jeden Montag zwischen 17 und 19 Uhr. Telefon: 0152 12253026 Bringt bitte den auszufüllenden Antrag und alle nötigen Unterlagen mit. Sich das holen, was einem zusteht um sich zumindest über Wasser zu halten und sich dabei gegenseitig zu unterstützen: das sind wichtige erste Schritte aber sie können nur der Anfang sein. Uns steht als lohnabhängige Klasse ein massiver Kampf bevor. Denn wer soll am Schluss den Gürtel enger schnallen? Wer soll am Schluss die Milliarden wieder einsparen? Wenn wir wollen, dass sich wirklich etwas ändert, wenn wir wollen, dass eine Gesellschaft nicht für Konzerne, Patente, Profite und Dividenden zugerichtet wird sondern auf unsere Bedürfnisse als Mehrheit der Menschen dann müssen wir uns gemeinsam und solidarisch wehren: gegen Kündigungen, gegen Mieterhöhungen, gegen alle Angriffe auf uns. Gemeinsam und solidarisch: #sozialeRevolutionmachen Die Ausfüllhilfe wird erst einmal im Mai und im Juni statt finden.
Montag, 08.06.2020

Vokü to go - 08. Juni 2020

Nach langer Schließzeit freuen wir uns euch mitteilen zu können, dass die Montags Vokü in der Schwarzen Katze für euch am Montag den 08.Juni eine Vokü to go an bietet. Ihr könnt zwischen 19:00 und 21:00 Uhr vorbei kommen und euer Essen abholen. Wir freuen uns auf euch.
Mittwoch, 10.06.2020

Aufruf zur solidarischen Prozessbegleitung am Mittwoch, den 10.06.2020 um 8:00 Uhr am Amtsgericht Nürnberg: Unsere Solidarität gegen ihre Geflüchtetenpolitik! Unsere Solidarität gegen ihre Repression!

Sturmgewehre, Explosionen und Kampfmontur – was nach einem Kriegsszenario klingt, von dem man meist nur aus den Nachrichten hört, spielte sich im März 2019 mitten in einer Wohnsiedlung in Nürnberg ab. Wir wollen berichten, was vorgefallen ist, und warum ein Genosse jetzt vor Gericht erscheinen muss.

Am 19. März 2019 beorderte die Ausländerbehörde die Polizei nach Gostenhof, um einen jungen Mann mit psychischer Erkrankung nach Afghanistan abzuschieben. Aus Angst flüchtete der Schüler in einen Hinterhof, woraufhin USK (Unterstützungskommando) und SEK (Sondereinsatzkommando) anrückten und den gesamten Häuserblock abriegelten. Über zwei Stunden belagerten die Sondereinheiten in militärischer Kampfmontur und mit Sturmgewehren das ganze Viertel. Unter Einsatz von Blendschockgranaten nahmen sie den unter enormem psychischem Druck stehenden Mann fest. Durch die Gewalteinwirkung der Polizei war er verletzt worden und musste anschließend in ärztliche Behandlung. Letztlich konnte der geplante Abschiebeflug nicht stattfinden, da der junge Mann aufgrund seines psychischen Zustandes, verschlimmert durch die martialische Festnahme, nicht reisefähig war. Das zeigt einmal mehr, dass Abschiebungen Menschen in akute Lebensgefahr bringen – nicht nur aufgrund der Gefahren in den Ländern, in die sie abgeschoben werden, sondern auch aufgrund der Gewalt und Traumatisierungen, die Geflüchtete bei Abschiebungen erfahren.

Am selben Abend kamen über 600 Menschen in Gostenhof zusammen, um unter dem Motto „Hände weg von unseren Nachbar*innen – Abschiebungen stoppen hier und überall – Gostenhof ist solidarisch“ zu demonstrieren.

Im Verlauf der Demonstration schlossen sich immer mehr Menschen an, um ein Zeichen gegen den brutalen Auftritt des SEK und die unmenschliche Abschiebepraxis in Deutschland zu setzen. In der Fürther Straße wurde der Demonstrationszug von behelmten Polizist*innen unter Einsatz massiver Gewalt plötzlich gestoppt. Dabei erlitten mehrere Teilnehmer*innen Verletzungen durch Knüppelschläge, unter anderem am Kopf. Erst nach längeren Auseinandersetzungen und Verhandlungen konnte die Demonstration weitergehen.

Im Nachgang der Demonstration bekam ein Genosse eine Vorladung, in der fälschlicherweise behauptet wird, er habe eine Bengalfackel auf Polizist*innen geworfen und somit eine versuchte gefährliche Körperverletzung begangen. Dieser Vorwurf basiert einzig auf der Aussage eines USK-Beamten, der in Zivil im Demonstrationszug mitgelaufen war.

In den letzten Jahren sorgte das USK immer wieder für handfeste Skandale: Seien es Neonazi-Aufkleber in einem USK-Fahrzeug 2014 in Würzburg, rechtsextreme und antisemitische Chatverläufe des Münchner USK 2019, oder jede Menge Kriegswaffenmunition des USK, die bei dem mutmaßlichen Rechtsterroristen Marko G. gefunden wurde. Eine Objektivität des USK in Bezug auf linke Demonstrant*innen kann mindestens angezweifelt werden. Umso verheerender ist, dass erstmalig ein Versammlungsteilnehmer aufgrund der Aussage eines einzelnen Beamten, der verdeckt an einer Demonstration teilgenommen hat, angeklagt wird. Folglich läuft jeder Mensch, der das Grundrecht auf Demonstrationsfreiheit wahrnehmen möchte, Gefahr, Opfer willkürlicher und falscher Behauptungen einzelner Beamt*innen zu werden.

Dass die Beweislage wacklig ist, zeigt der Strafbefehl gegen den Angeklagten, in dem ihm (im Gegensatz zur vorherigen Vorladung) nur noch ein Verstoß gegen das Versammlungsrecht vorgeworfen wird. Er soll jedoch beinahe 5000€ Strafe zahlen und wäre vorbestraft – für eine Tat, die er nicht begangen hat und für die es außer falscher Behauptungen eines Polizisten keine Beweise gibt.

Wir lassen uns von solchen Einschüchterungsversuchen nicht beeindrucken und halten zusammen! Unsere Solidarität gegen ihre Geflüchtetenpolitik! Unsere Solidarität gegen ihre Repression!

Wir halten zusammen! Unsere Solidarität gegen ihre Repression!

Treffpunkt: Am 10.06.2020 um 08:00 Uhr vor dem Nürnberger Amtsgericht (Fürther Str. 110)

Solidarische Prozessbegleitung: Um 09:00 Uhr im Sitzungssaal 62, im EG des Amtsgerichts Nürnberg (Achtung: Aufgrund der Hygienemaßnahmen wegen Covid- 19 werden beim Einlass in das Gerichtsgebäude persönliche Daten erhoben und gespeichert!)

Montag, 15.06.2020

Ausfüllhilfe im Stadtteil-Laden Schwarze Katze

Millionen in Kurzarbeit, Tausende können ihre Miete nicht mehr zahlen, etliche verlieren ihre Jobs. Während Konzerne weiterhin Milliardenhilfen hinterher geschmissen bekommen obwohl sie an ihre Aktionäre nach wie vor fette Dividenden ausschütten, können viele betroffene Menschen lediglich das mickrige Existenzminimum beantragen: KünstlerInnen, Solo-Selbstständige, aber auch etliche Menschen, die einen Mini-Job verloren haben oder anderweitig aufstocken müssen. Doch auch die Beantragung von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) oder anderen Leistungen ist für viele Menschen eine Hürde. Schnell ist im Antrag etwas falsch ausgefüllt. Die Bürokratensprache ist für die allermeisten Menschen schwer zu verstehen.  Deswegen unterstützen wir uns gegenseitig beim Ausfüllen von Anträgen und soweit möglich auch bei grundlegenden Fragen. Gerne formulieren wir auch mit euch ein Schreiben an den Vermieter oder die Vermieterin wenn ihr die Miete gerade nicht mehr bezahlen könnt. Aus Infektionsschutzgründen müsst ihr bitte vorher anrufen um einen Termin zu machen, einen Mundschutz tragen und auf den Mindestabstand achten. Anrufen könnt ihr jeden Montag zwischen 17 und 19 Uhr. Telefon: 0152 12253026 Bringt bitte den auszufüllenden Antrag und alle nötigen Unterlagen mit. Sich das holen, was einem zusteht um sich zumindest über Wasser zu halten und sich dabei gegenseitig zu unterstützen: das sind wichtige erste Schritte aber sie können nur der Anfang sein. Uns steht als lohnabhängige Klasse ein massiver Kampf bevor. Denn wer soll am Schluss den Gürtel enger schnallen? Wer soll am Schluss die Milliarden wieder einsparen? Wenn wir wollen, dass sich wirklich etwas ändert, wenn wir wollen, dass eine Gesellschaft nicht für Konzerne, Patente, Profite und Dividenden zugerichtet wird sondern auf unsere Bedürfnisse als Mehrheit der Menschen dann müssen wir uns gemeinsam und solidarisch wehren: gegen Kündigungen, gegen Mieterhöhungen, gegen alle Angriffe auf uns. Gemeinsam und solidarisch: #sozialeRevolutionmachen Die Ausfüllhilfe wird erst einmal im Mai und im Juni statt finden.
Montag, 22.06.2020

Ausfüllhilfe im Stadtteil-Laden Schwarze Katze

Millionen in Kurzarbeit, Tausende können ihre Miete nicht mehr zahlen, etliche verlieren ihre Jobs. Während Konzerne weiterhin Milliardenhilfen hinterher geschmissen bekommen obwohl sie an ihre Aktionäre nach wie vor fette Dividenden ausschütten, können viele betroffene Menschen lediglich das mickrige Existenzminimum beantragen: KünstlerInnen, Solo-Selbstständige, aber auch etliche Menschen, die einen Mini-Job verloren haben oder anderweitig aufstocken müssen. Doch auch die Beantragung von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) oder anderen Leistungen ist für viele Menschen eine Hürde. Schnell ist im Antrag etwas falsch ausgefüllt. Die Bürokratensprache ist für die allermeisten Menschen schwer zu verstehen.  Deswegen unterstützen wir uns gegenseitig beim Ausfüllen von Anträgen und soweit möglich auch bei grundlegenden Fragen. Gerne formulieren wir auch mit euch ein Schreiben an den Vermieter oder die Vermieterin wenn ihr die Miete gerade nicht mehr bezahlen könnt. Aus Infektionsschutzgründen müsst ihr bitte vorher anrufen um einen Termin zu machen, einen Mundschutz tragen und auf den Mindestabstand achten. Anrufen könnt ihr jeden Montag zwischen 17 und 19 Uhr. Telefon: 0152 12253026 Bringt bitte den auszufüllenden Antrag und alle nötigen Unterlagen mit. Sich das holen, was einem zusteht um sich zumindest über Wasser zu halten und sich dabei gegenseitig zu unterstützen: das sind wichtige erste Schritte aber sie können nur der Anfang sein. Uns steht als lohnabhängige Klasse ein massiver Kampf bevor. Denn wer soll am Schluss den Gürtel enger schnallen? Wer soll am Schluss die Milliarden wieder einsparen? Wenn wir wollen, dass sich wirklich etwas ändert, wenn wir wollen, dass eine Gesellschaft nicht für Konzerne, Patente, Profite und Dividenden zugerichtet wird sondern auf unsere Bedürfnisse als Mehrheit der Menschen dann müssen wir uns gemeinsam und solidarisch wehren: gegen Kündigungen, gegen Mieterhöhungen, gegen alle Angriffe auf uns. Gemeinsam und solidarisch: #sozialeRevolutionmachen Die Ausfüllhilfe wird erst einmal im Mai und im Juni statt finden.
Montag, 29.06.2020

Ausfüllhilfe im Stadtteil-Laden Schwarze Katze

Millionen in Kurzarbeit, Tausende können ihre Miete nicht mehr zahlen, etliche verlieren ihre Jobs. Während Konzerne weiterhin Milliardenhilfen hinterher geschmissen bekommen obwohl sie an ihre Aktionäre nach wie vor fette Dividenden ausschütten, können viele betroffene Menschen lediglich das mickrige Existenzminimum beantragen: KünstlerInnen, Solo-Selbstständige, aber auch etliche Menschen, die einen Mini-Job verloren haben oder anderweitig aufstocken müssen. Doch auch die Beantragung von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) oder anderen Leistungen ist für viele Menschen eine Hürde. Schnell ist im Antrag etwas falsch ausgefüllt. Die Bürokratensprache ist für die allermeisten Menschen schwer zu verstehen.  Deswegen unterstützen wir uns gegenseitig beim Ausfüllen von Anträgen und soweit möglich auch bei grundlegenden Fragen. Gerne formulieren wir auch mit euch ein Schreiben an den Vermieter oder die Vermieterin wenn ihr die Miete gerade nicht mehr bezahlen könnt. Aus Infektionsschutzgründen müsst ihr bitte vorher anrufen um einen Termin zu machen, einen Mundschutz tragen und auf den Mindestabstand achten. Anrufen könnt ihr jeden Montag zwischen 17 und 19 Uhr. Telefon: 0152 12253026 Bringt bitte den auszufüllenden Antrag und alle nötigen Unterlagen mit. Sich das holen, was einem zusteht um sich zumindest über Wasser zu halten und sich dabei gegenseitig zu unterstützen: das sind wichtige erste Schritte aber sie können nur der Anfang sein. Uns steht als lohnabhängige Klasse ein massiver Kampf bevor. Denn wer soll am Schluss den Gürtel enger schnallen? Wer soll am Schluss die Milliarden wieder einsparen? Wenn wir wollen, dass sich wirklich etwas ändert, wenn wir wollen, dass eine Gesellschaft nicht für Konzerne, Patente, Profite und Dividenden zugerichtet wird sondern auf unsere Bedürfnisse als Mehrheit der Menschen dann müssen wir uns gemeinsam und solidarisch wehren: gegen Kündigungen, gegen Mieterhöhungen, gegen alle Angriffe auf uns. Gemeinsam und solidarisch: #sozialeRevolutionmachen Die Ausfüllhilfe wird erst einmal im Mai und im Juni statt finden.