Teil 3: Geschichte des revolutionären 1. Mai in Nürnberg

Im dritten und finalen Teil der Geschichte des revolutionären ersten Mai in Nürnberg schauen wir auf die Jahre 2001 bis 2019 zurück. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Jahr 2008, in welchem ein (vorläufig) letztes Mal Nazis in Nürnberg eine erste Mai Demo durchführten. Die Jahre danach sind zum Teil nicht mehr erwähnt bzw. wesentlich kürzer gehalten, da sie sich sehr ähnelten, sowohl was TeilnehmerInnenzahl als auch was den Ausdruck betraf. Das wird dieses Jahr wohl kaum so sein. Dieses Jahr wird der revolutionäre 1. Mai in Nürnberg und dem Rest der Welt so sein, wie noch nie. Man darf also gespannt sein. In diesem Sinne: Viel Spaß beim lesen heute und morgen gemeinsam auf die Straße, selbst ein Teil unserer Geschichte werden ;-)

 

2001 waren die Bullen auf Konfrontationskurs und stressten neben den üblichen Schikanen mit der Durchsuchung des Lautis. Hinter dem Polizeipräsidium griffen dann die USKler den an der Spitze laufenden autonomen Block an, um Transparente zu beschlagnahmen. Man lies sich jedoch nicht lange aufhalten, was auch der Einsatzleitung nicht entging, die daraufhin die Provokation beendete. Im Anschluss feierten 1500 Menschen bei dem Auftritt einer Polit-Ska-Band auf dem internationalistischen Straßenfest.

2002 waren es diesmal nur vierhundert Menschen auf der Demo, da erneut ein Naziaufmarsch in Fürth angemeldet worden war. Nach Vorverlegung des Auftakts taten es die FaschistInnen es einem gleich, trotzdem fuhren viele nach der Demo nach Fürth, wo ein unglaubliches Aufmarschieren der Ordnungsmacht verunmöglichte zu blockieren. Auf dem Straßenfest trafen sich alle zum gemeinsamen Beisammensein. Die Bullen waren durch ihren Erfolg in Fürth etwas vorwitzig geworden und nahmen einige Personen in der Umgebung fest. Daraufhin besetzten circa 300 Personen die Fürther Straße, es flogen einige Gegenstände, doch das USK zog sich dann doch zurück um nicht in eine für sie unkontrollierbare Eskalation zu geraten.

2003 erreichte man mit circa 980 Menschen das erste Mal fast die 1000er Grenze

2004 ebenfalls circa 1000 Menschen. Man ist mittlerweile die zweitgrößte revolutionäre Mai Demo in der BRD (nach Berlin). Die organisierte autonomie und das aus zahlreichen linken und internationalistischen Gruppen bestehende Mai Bündnis bewerten die Demo als vollen Erfolg. Einziges Manko dieses Jahr ist, dass einige Antideutsche Nestbeschmutzer am Rand während einer internationalistischen Rede denken langweilen und Israel Fahnen schwenken zu müssen. Diese gehen nach Aufforderung. Das intern. Fest wartet dieses Jahr mit fünf Bands auf und trotz einiger Provokationen der Polizei bleibt es dieses Jahr ruhig

2005 erneut Naziaufmarsch in Nürnberg. Die rev. 1. Mai Demo läuft zur Rute der Faschisten und zahlreiche Menschen beteiligen sich. Es waren am Schluss wohl 3000 und damit erstmals mehr als die sozialpartnerschaftlich ausgelegte Demo des DGB. Am Schluss angekommen folgten Angriffe der Bullen, erst auf die Demo und dann auf Blockierende. Man wehrt sich und kann eine Blockade mit 500 Menschen halten. Die Nazis werden umgeleitete und können so noch bis zu ihrem Endkundgebungsort gelangen. An diesem Tag legten die Cops mal wieder ein absolut gewalttätiges Verhalten gegen AktivistInnen an den Tag. Nach der Action feierten 2500 Leute auf dem Straßenfest.

2006 nahmen 1400 Menschen an der rev. Demo teil. AnwohnerInnen hängten Transparente, die sich solidarisch mit der Demo und ihren Forderungen erklärten, aus ihren Fenstern und 100 rote und schwarze Luftballons wurden in Gostenhof über der Demo aus den Fenstern geworfen. Weiter wurden Grußbotschaften aus München und der Schweiz verlesen, sowie auf die Proteste gegen den G8 Gipfel 2007 in Heiligendamm mobilisiert.Nach der Demo fand im Stadtteil Gostenhof das internationalistische Straßenfest statt, welches ganz selbstverständlicher Teil der Stadtteilkultur geworden ist, ohne etwas von seinem Flair einzubüßen.

2007 stand erneut ein Naziaufmarsch auf der Tagesordnung. Man zog also diesmal mit beeindruckenden 3000 Leuten los. Nach Abschluss der inzwischen traditionellen revolutionären 1. Mai Demo gingen viele der Teilnehmerinnen weiter zum Annapark in der Südstadt. Dort versammelten sich 150 Witzfiguren, die mit Flaschen und Steinen beworfen wurden. Danach ging‘s für die Faschos im Dauerlauf zum Lorenzer Platz. Die Route wurde weiträumig abgesperrt aber trotzdem begleitete die Nazis lauter Protest. Am Abschluss versammelten sich mehrere tausend GegendemonstrantInnen. Hier wollte unter anderem der Abschiebeminister Beckstein eine Rede halten, was laut Medienberichten mit einem Flaschenwurf quittiert wurde. Die NN zeigten unterdessen eine inzwischen gängige Praxis, sie ignorierten die größte Mai Demo in Nürnberg und ihre Inhalte nahezu komplett und verglich aktive Antifas mit Nazis.
Aus diesem Anlass heraus wurde von der organisierten autonomie (OA) ein Flugblatt erstellt und mit zahlreichen Gruppen in einer Auflage von 30 000 Stück mit herausgegeben. Dieses Flugi wurde dann als Postwurfsendung an Nürnberg Haushalte verteilt.

2008 wagten sich vorerst ein letztes Mal Faschos am 1. Mai nach Nürnberg. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt der Demo auf antifaschistischen Aktivitäten und unter dem Motto „Nazis stoppen! Ausbeutung und Unterdrückung beenden! Kapitalismus abschaffen! Es gibt keine Alternative zur sozialen Revolution” beteiligten sich über 4000 Menschen an der Demo. Die Stadt hatte für den 1. Mai mal wieder einen faschistischen Aufmarsch der NPD genehmigt. Diesmal wollten sie mit allen Mitteln durchsetzen, dass die Nazis ohne Störungen laufen können, im Gegensatz zu den vorherigen Jahren. Treffpunkt für alle AntifaschistInnen, die direkt an die Naziroute gehen wollten, um gegen die Nazis zu protestieren war, aufgrund der konsequenten, über Jahre bewiesenen antifaschistischen Haltung, die revolutionäre 1. Mai-Demonstration. An der Spitze der Demonstration befand sich ein riesiger autonomer Block, an dem sich auch Gruppen aus Süddeutschland beteiligten. Die Demo war insgesamt eine bunte Mischung aus organisierten Linksradikalen, SchülerInnen, GewerkschafterInnen, Erwerbslosen, türkischen Organisationen, Menschen aus dem Sozialforum Nürnberg und vielen anderen.
Am Rande der Demonstration, wo ständig Flugblätter verteilt wurden, kam es immer wieder zu Sympathiebekundungen von AnwohnerInnen und PassantInnen, die sich auch teilweise der Demo anschlossen.
Als sich die Demonstration dem Abschlusskundgebungsplatz in der Nähe der Naziroute näherte, versperrte die Polizei unvermittelt illegal die genehmigte Route. Die DemoteilnehmerInnen ließen sich jedoch nicht einschüchtern und durchbrachen die Polizeiketten.

Als die revolutionäre 1. Mai Demonstration an dem angemeldeten Abschlusskundgebungsort angekommen war machte die Polizei deutlich, dass sie bereit war, unter Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray den Naziaufmarsch durchzuprügeln. Viele DemonstrationsteilnehmerInnen versuchten die Absperrgitter der Polizei zu überwinden und die Route der Nazis zu blockieren. Doch die Polizei-Spezialeinheit USK verhinderte dies durch wildes Prügeln und dem Einsatz von Pfefferspray. Kurz darauf stürmte das USK den vorderen Lautsprecherwagen der Demonstration, auf dem zu diesem Zeitpunkt Verletzte versorgt wurden, schnitt die Kabel der Anlage durch, warf Teile derselben in blinder Zerstörungswut auf den Boden und prügelte auf die Menschen auf dem LKW ein. Mindestens zwei Menschen mussten danach mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Weiter wurden Sanitäter von der Polizei daran gehindert Verletzte zu versorgen.

Solidarisch zeigten sich jedoch einige AnwohnerInnen, die die Demonstranten mit Wasser aus ihren Wohnungen versorgten, auch, um Verletzungen durch Pfefferspray behandeln zu können.
Nach der Stürmung des Lautsprecherwagens wurde die Demonstration für beendet erklärt und die TeilnehmerInnen verteilen sich entlang Naziroute. Dabei wurde AntifaschistInnen der Zugang zur weiter nördlich, ebenfalls an der Naziroute gelegenen Kundgebung des gemäßigt linken Bündnisses „Nürnberger Bündnis gegen den NPD-Aufmarsch am 1. Mai 2008“ von der Polizei verwehrt. Dieses Bündnis hatte dazu aufgerufen, die Nazis zu blockieren und konnte etwa 500 Menschen mobilisieren..
Im Verlauf des Tages kam es zu mehreren Versuchen, die Naziroute zu blockieren und zwar aus dem gesamten Spektrum der GegendemonstrantInnen. Auf die Naziroute kamen jedoch nur Kleingruppen und wurden dann auch sehr schnell weg geprügelt.
Dennoch gab es an der gesamten Naziroute lautstarken Protest und auch die Hauptkundgebung der NPD, die etwa 1500 Nationalsozialisten heran gekarrt hatte, wurde unter Protest von etwa 4000 GegendemonstrantInnen abgehalten.
Nachdem die Nazis abgezogen waren feierten noch Tausende auf dem internationalistischen Straßenfest in Gostenhof.
Obwohl es aufgrund des unbedingten Willens von Stadt und Staat, Nazipropaganda zu ermöglichen, nicht gelungen war den Naziaufmarsch zu blockieren, war der 1. Mai ein Riesenerfolg für die Nürnberger radikale Linke: In den nächsten Jahren gab es in Nürnberg keine Aufmarschversuche von Nazis am 1. Mai mehr, die TeilnehmerInnenzahl war so groß wie nie zuvor, die Presse konnte die Demo und die antifaschistischen Aktivitäten nicht mehr verschweigen und trotz aller Widrigkeiten und Repression fand nach der ganzen Action das internationalistische Straßenfest statt. Das Verhalten von Stadt und Staat wurde zudem breit kritisiert. Angesichts dessen, dass zum ersten Mal seit 1945 ein nationalsozialistischer Großaufmarsch nahezu unbehelligt durch Nürnberg marschieren konnte, allerdings viel zu wenig.

In den folgenden Jahren zogen es Faschisten vor am 1. Mai Nürnberg und Umgebung fern zu bleiben. Die Teilnehmerzahl pendelte sich bis 2016 bei 2500 ein, während 2016 3000 und 2017 sogar erneut 4000 DemonstrantInnen teilnahmen. 2018 waren es 3000 Menschen, die an der revolutionären 1. Mai Demonstration teil nahmen, aber seht selbst wie das aussah. 2019 hatte dieselbe TeilnehmerInnenzahl. Inhaltlich ging es dieses Jahr nach vorne. Unter dem Motto „Gemeinsam in die revolutionäre Offensive“ lief man durch Nürnberg. Unterwegs solidarisierte man sich mittels eines Hochtransparentes mit der Roten Hilfe und zündete Rauchfackeln. Man stellte sich somit nochmal ganz klar auf die Seite der Solidaritätsorganisation, um welche es zuletzt aufregend wurde, da aus der Politik Verbotsforderungen geäußert wurden. Im Anschluss an die Demo wurde auf dem Straßenfest noch bis in den Abend hinein gefeiert.


Über Jahre erkämpfte man verknotete Seitentransparente. Gerade in den letzten Jahren wurden bestehende Freiräume, die die Bullen durch starke Zurückhaltung ließen, für militante Aktionen wie Farbangriffe auf Bundespolizei und das Maritim, Sprühereien aus dem Block heraus und nicht zuletzt der Angriff auf eine Zeitarbeitsfirma genutzt. Zudem wird die kämpferische Stimmung visuell immer wieder durch Rauchwolken in unterschiedlichsten Farben und durch bengalische Fackeln betont.
In diesem Sinne: Der Kampf geht weiter – für ein revolutionäres 2020 – Heraus zum 1. Mai

 

1. Mai 2012

Demo 2015

Demospitze ’17

Demo ’17

Bundespolizei mit Farbe 2017

Demospitze 2019

 

 

drucken | 30. April 2020 | organisierte autonomie (OA)

Terminkalender

Mittwoch, 30.09.2020

30.09.2020 - Ambulanz für politische Demenz: Was ist mit den KollegInnen des Servicebetriebs im Klinikum Nürnberg?

Im März 2020, kurz vor der Kommunalwahl wird der CSU-Oberbürgermeister-Kandidat Marcus König im Rahmen einer Diskussionsrunde der KandidatInnen gefragt, ob er eine Wiedereingliederung des Servicebetriebs ins Klinikum Nürnberg befürwortet. Diese Frage beantwortet er mit ja. September 2020: Marcus König ist inzwischen seit über einem halben Jahr Oberbürgermeister, die Kolleginnen und Kollegen des Servicebetriebs hingegen warten noch darauf, dass der Ankündigung auch konkrete Taten folgen. Zeit den Oberbürgermeister an seine Wahlversprechen zu erinnern, meinen die Initiative solidarische ArbeiterInnen und die Initiative Gesundheit statt Profit und stellen ihre Ambulanz für politische Demenz am Rathausplatz auf. Denn gegen politische Demenz hilft langfristig nur regelmäßiges Gedächtnistraining. Im Gegensatz zur Krankheit Demenz ist die politische Demenz auch leicht heilbar. Mi., 30.09.2020 | 14:30 Uhr | Rathausplatz Nürnberg Flugblatt als PDF  
Samstag, 03.10.2020

Update: Am 3. Oktober dem III. Weg den Weg versperren!

+++Update+++ Wir fahren als Autokorso nach Berlin! Alle Interessierten, die noch keinen Autoplatz haben, können sich während der üblichen Öffnungszeiten des Stadtteilladen Schwarze Katze an die Leute hinter dem Tresen wenden. Dort bekommt ihr dann Infos zu Abfahrt bzw. Treffpunkt und Autoplätze

Am 3. Oktober dem III. Weg den Weg versperren!

Die Nazi-Partei Der III. Weg ruft für den 3. Oktober 2020 zu einer Demonstration auf und will am „Tag der deutschen Einheit“ ihren am 1. Mai Corona-bedingt ausgefallenen Aufmarsch nachholen. An diesem Tag wollen die FaschistInnen sich mit ihrer pseudo-antikapitalistischen und pseudo-sozialen Rhetorik als Partei der „kleinen Leute“ darstellen.

Die Demonstration soll an einem für die deutsche Rechte historisch wichtigen Tag stattfinden. Die Annexion der DDR und die damit verbundene Wiedervereinigung Deutschlands befeuerte erneut die Großmachtsfantasien des deutschen Kapitals und der FaschistInnen. Darauf folgte in den 90er Jahren eine Serie von Brandanschlägen und Pogromen sowie die Gründung neuer Kameradschaften, in denen sich die MörderInnen des NSU sozialisierten und in deren Tradition der III. Weg steht.

Die militante Nazipartei Der III. Weg

Der III. Weg ist die Nachfolgeorganisation der beiden verbotenen Nazi-Gruppierungen Fränkische Aktionsfront (FAF) und Freies Netz Süd (FNS). Beide waren militante faschistische Kameradschaften, deren Kader sich mit der Gründung der Partei der III. Weg eine neue Struktur gegeben haben.

Beispielhaft für die Kontinuität dieser Kader steht Matthias Fischer, der allen drei Organisationen angehörte bzw. bis heute angehört. Fischer hat lange Zeit im Raum Nürnberg gewohnt und war von Anfang an einer von vielen UnterstützerInnen der rechten Terrororganisation Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). Bereits Mitte der 90er Jahre übernachteten Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in seiner Nürnberger WG.

Geheimdienst unterstützt rechte Mörder

Fischers Aktivitäten blieben bis heute ungeahndet. Dies liegt nicht zuletzt an der Vertuschungsarbeit des Verfassungsschutzes. Das ist Alltag für diese Behörde, viel zu viele Beispiele sind uns bekannt, bei denen sie ihre Finger im Spiel hatte, wenn es um rassistische Morde ging. Von Solingen bis Lübcke, allzu oft war der VS mit dabei. Es wird allerhöchste Zeit, nicht nur den direkt mordenden FaschistInnen, sondern auch ihren HelferInnen das Handwerk zu legen. Wir können uns dabei nicht auf staatliche Ansätze verlassen, die vorgeblich die Gefahr von Rechts erkannt haben und nun gegen sie vorgehen möchten, denn diejenigen, die das erzählen, sind dieselben, die den Mördern Unterstützung in jeder erdenklichen Form zukommen lassen. Wir müssen den Widerstand selbst organisieren und gemeinsam als organisierte lohnabhängige Klasse rassistischer, chauvinistischer Hetze und Spaltung eine klare Absage erteilen.

Der kapitalistische Staat und die Nazis

Nazis haben für den kapitalistischen Staat eine wichtige Funktion. Unter anderem versuchen sie, die Arbeiterklasse entlang rassistischer Kriterien zu spalten. Die „deutschen“ ArbeiterInnen sollen sich mit den „deutschen“ Unternehmen und dem „deutschen“ Vorstandvorsitzenden solidarisieren und nicht mit den „türkischen“ ArbeiterInnen. Wenn die ausländische Kollegin oder die vor Krieg Geflüchteten für alle möglichen gesellschaftlichen Missstände verantwortlich gemacht werden und nicht das ausbeuterische und zerstörerische kapitalistische System, dann haben sie eine wichtige Funktion für genau dieses System erfüllt.

Die Mitglieder des III. Wegs bezeichnen sich als nationale SozialistenInnen. FaschistInnen an der Macht haben jedoch noch nie in der Geschichte die Interessen der Lohnabhängigen vertreten.

Gesellschaftlicher Rassismus

Dennoch fällt rassistische Propaganda in Teilen der Gesellschaft auf fruchtbaren Boden. Wenn Nazis Geflüchtete angreifen und in Angst und Schrecken versetzen, ist das genau das, was RassistInnen sich wünschen – und was der deutsche Staat mit seiner Politik tagtäglich exekutiert. Eine solche „Opposition“ ist dem Kapitalismus nützlich. Daran ändert auch nichts, dass der bürgerliche Rechtsstaat von Zeit zu Zeit gegen Nazis vorgeht. Er tut dies in der Regel nur, wenn er sich durch den Druck der Öffentlichkeit dazu genötigt sieht.

Es liegt an uns

Es liegt also an uns, dem III. Weg auch am 3. Oktober eine Niederlage beizubringen. Am 1. Mai haben sie das selbst getan, außer ein paar aufgehängten Transparenten brachten sie nichts zu Stande. Die revolutionäre Linke hingegen brachte trotz Corona-Pandemie in vielen Städten tausende Menschen auf die Straße, um gegen das kapitalistische System zu demonstrieren. Wir kämpfen tatsächlich für ein besseres Morgen und zwar für alle, die in diesem System zu den Unterdrückten gehören. Wir werden all denjenigen, die auf Spaltung und nationalistischen Wahn setzen, die mit ihrer menschenverachtenden Propaganda die Köpfe der Menschen vergiften wollen, keine ruhige Minute lassen. Nur gemeinsam als organisierte, kämpfende lohnabhängige Klasse ist es möglich, dieses System zu überwinden. Deshalb lasst uns am 3. Oktober den Feinden der Freiheit den Weg versperren, ihre Demonstration mit allen uns möglichen Mitteln stören und unseren Forderungen lautstark Ausdruck verleihen.

Hoch die internationale Solidarität!

Rassismus spaltet – Klassenkampf vereint!

Kein Fußbreit den Faschisten – für die soziale Revolution!

Die militante Nazipartei Der III. Weg

Der III. Weg ist die Nachfolgeorganisation der beiden verbotenen Nazi-Gruppierungen Fränkische Aktionsfront (FAF) und Freies Netz Süd (FNS). Beide waren militante faschistische Kameradschaften, deren Kader sich mit der Gründung der Partei der III. Weg eine neue Struktur gegeben haben.

Beispielhaft für die Kontinuität dieser Kader steht Matthias Fischer, der allen drei Organisationen angehörte bzw. bis heute angehört. Fischer hat lange Zeit im Raum Nürnberg gewohnt und war von Anfang an einer von vielen UnterstützerInnen der rechten Terrororganisation Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). Bereits Mitte der 90er Jahre übernachteten Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in seiner Nürnberger WG.

Geheimdienst unterstützt rechte Mörder

Fischers Aktivitäten blieben bis heute ungeahndet. Dies liegt nicht zuletzt an der Vertuschungsarbeit des Verfassungsschutzes. Das ist Alltag für diese Behörde, viel zu viele Beispiele sind uns bekannt, bei denen sie ihre Finger im Spiel hatte, wenn es um rassistische Morde ging. Von Solingen bis Lübcke, allzu oft war der VS mit dabei. Es wird allerhöchste Zeit, nicht nur den direkt mordenden FaschistInnen, sondern auch ihren HelferInnen das Handwerk zu legen. Wir können uns dabei nicht auf staatliche Ansätze verlassen, die vorgeblich die Gefahr von Rechts erkannt haben und nun gegen sie vorgehen möchten, denn diejenigen, die das erzählen, sind dieselben, die den Mördern Unterstützung in jeder erdenklichen Form zukommen lassen. Wir müssen den Widerstand selbst organisieren und gemeinsam als organisierte lohnabhängige Klasse rassistischer, chauvinistischer Hetze und Spaltung eine klare Absage erteilen.

Der kapitalistische Staat und die Nazis

Nazis haben für den kapitalistischen Staat eine wichtige Funktion. Unter anderem versuchen sie, die Arbeiterklasse entlang rassistischer Kriterien zu spalten. Die „deutschen“ ArbeiterInnen sollen sich mit den „deutschen“ Unternehmen und dem „deutschen“ Vorstandvorsitzenden solidarisieren und nicht mit den „türkischen“ ArbeiterInnen. Wenn die ausländische Kollegin oder die vor Krieg Geflüchteten für alle möglichen gesellschaftlichen Missstände verantwortlich gemacht werden und nicht das ausbeuterische und zerstörerische kapitalistische System, dann haben sie eine wichtige Funktion für genau dieses System erfüllt.

Die Mitglieder des III. Wegs bezeichnen sich als nationale SozialistenInnen. FaschistInnen an der Macht haben jedoch noch nie in der Geschichte die Interessen der Lohnabhängigen vertreten.

Gesellschaftlicher Rassismus

Dennoch fällt rassistische Propaganda in Teilen der Gesellschaft auf fruchtbaren Boden. Wenn Nazis Geflüchtete angreifen und in Angst und Schrecken versetzen, ist das genau das, was RassistInnen sich wünschen – und was der deutsche Staat mit seiner Politik tagtäglich exekutiert. Eine solche „Opposition“ ist dem Kapitalismus nützlich. Daran ändert auch nichts, dass der bürgerliche Rechtsstaat von Zeit zu Zeit gegen Nazis vorgeht. Er tut dies in der Regel nur, wenn er sich durch den Druck der Öffentlichkeit dazu genötigt sieht.

Es liegt an uns

Es liegt also an uns, dem III. Weg auch am 3. Oktober eine Niederlage beizubringen. Am 1. Mai haben sie das selbst getan, außer ein paar aufgehängten Transparenten brachten sie nichts zu Stande. Die revolutionäre Linke hingegen brachte trotz Corona-Pandemie in vielen Städten tausende Menschen auf die Straße, um gegen das kapitalistische System zu demonstrieren. Wir kämpfen tatsächlich für ein besseres Morgen und zwar für alle, die in diesem System zu den Unterdrückten gehören. Wir werden all denjenigen, die auf Spaltung und nationalistischen Wahn setzen, die mit ihrer menschenverachtenden Propaganda die Köpfe der Menschen vergiften wollen, keine ruhige Minute lassen. Nur gemeinsam als organisierte, kämpfende lohnabhängige Klasse ist es möglich, dieses System zu überwinden. Deshalb lasst uns am 3. Oktober den Feinden der Freiheit den Weg versperren, ihre Demonstration mit allen uns möglichen Mitteln stören und unseren Forderungen lautstark Ausdruck verleihen.

Hoch die internationale Solidarität!

Rassismus spaltet – Klassenkampf vereint!

Kein Fußbreit den Faschisten – für die soziale Revolution!