Stadt reagiert auf den Protest für die Sanierung des Bolzplatzes in der Austraße Gostenhof

Stadt reagiert auf den Protest für die Sanierung des Bolzplatzes in der Austraße Gostenhof

Nachdem die Stadt Nürnberg den einzigen Bolzplatz im Stadtteil vor mehr als zwei Jahren geschlossen hat und immer wieder die dringend benötigten Reparaturen verschob, kommt nun endlich Bewegung in die Sache. Einige BewohnerInnen Gostenhofs hatten durch Schilder, Flyer und Protestaktionen zusammen mit der Initiative Mietenwahnsinn stoppen und der Organisierten Autonomie darauf aufmerksam gemacht, das es ihnen reicht zum x-ten Mal auf einen neuen Eröffnungstermin vertröstet zu werden. So hätte der Platz laut Stadt Nürnberg bereits vor über einem Jahr fertig sein sollen. Auch danach wurden immer wieder Bautermine verschoben während Kinder, Jugendliche und Erwachsene immer noch keine Möglichkeit haben, in Gostenhof auf einem guten Platz Fußball zu spielen. Der Gipfel war, als vor kurzem bekannt wurde, dass die Stadt Nürnberg das Geld für den Umbau komplett gestrichen hatte. Doch der Protest hat nun offensichtlich dazu geführt, dass der 3. Bürgermeister Vogel Ende November verkündete, plötzlich doch noch eine Finanzierungsmöglichkeit gefunden zu haben. So soll es sogar eine Beleuchtung geben; leider nicht um auch im Dunkeln noch gut spielen zu können, sondern aus Misstrauen vor den BewohnerInnen Gostenhofs, denn sie könnten den Platz ja sonst kaputt machen. Aber was sie uns auch erst mal versprechen mögen: Wir bleiben weiter am Ball und hören erst auf zu nerven wenn der Platz auch wirklich da ist. Denn wir Wissen ja aus den letzten 2 Jahren, nur weil es gesagt ist wird es noch lange nicht von der Stadt eingehalten. Wir hoffen sie wollen jetzt nicht noch vollkommen den Vogel abschießen und uns noch weiter hinhalten. Es zeigt sich mal wieder, egal bei ob bei kleinen oder großen Dingen, wenn wir uns gemeinsam zusammentun können wir was Bewegen! Sport Frei!

drucken | 21. Dezember 2020 | organisierte autonomie (OA)

Terminkalender

Samstag, 16.10.2021

United against repression: Demo am 16. Oktober um 14:30 Uhr am Veit-Stoß-Platz

Folgenden Demoaufruf geben wir gerne an euch weiter. Teilt ihn und verbreitet ihn: Ob Nürnberg, bundesweit oder international – United against repression! Freiheit für Jan! Der jüngste Jamnitzer-Prozess gegen unsere beiden Genossen ist nun abgeschlossen. Während einer der Angeklagten im Berufungsprozess Anfang Februar eine Geldstrafe und 10 Monate Knaststrafe auf 3 Jahre Bewährung bekommen hat, wurde vom anderen Angeklagten in Revision gegangen. Die Revision wurde nun vom Oberlandesgericht München abgelehnt, somit wird eine Haftstrafe von einem Jahr und zwei Monaten rechtskräftig. Zur Erinnerung: Der Jamnitzer Platz in Nürnberg ist ein Ort, wo sich die Widersprüche und Konflikte besonders stark zeigen, die der Gentrifizierungsprozess im Viertel mit sich bringt. Kontrollen und Schikanen durch die Polizei stehen dort auf der Tagesordnung. Zum Prozess kam es, nachdem sich nach einer weiteren Polizeimaßnahme spontan eine Menschenmenge solidarisiert hatte und sich die Cops daraufhin zurückziehen musste. Einem der Angeklagten wurde Rädelsführerschaft, dem Anderen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung vorgeworfen. Seitens Staatsanwaltschaft, Staatsschutz und Polizei wurde der Prozess höchst politisch geführt. Ein klarer Verurteilungswille wurde mitunter dadurch deutlich, dass einer der Angeklagten an besagtem Abend nicht mal vor Ort war. Dafür gab es einen glaubwürdigen Zeugen, doch dies hielt die Justiz nicht davon ab, ein hartes Urteil zu sprechen. Zwei Schuldige mussten her, an denen ein Exempel statuiert werden konnte. Dieser Fall steht exemplarisch für eine Entwicklung, die sich weltweit abzeichnet: Linke Aktivist*innen werden kriminalisiert und müssen mit Repression rechnen, allein weil sie die bestehenden Verhältnisse ankreiden und sich für eine befreite Gesellschaft einsetzen. Dabei kommen teils absurde Mittel und immer repressivere Methoden zum Einsatz. Bayern erfüllt immer wieder eine Vorreiterrolle für eine bundesweite Verschärfung der Polizeiaufgabengesetze, Lina in Leipzig wird im Heli abgeholt, 1. Mai-Demos auf der ganzen Welt werden brutal aufgelöst, in Kolumbien wird auf Demonstrierende geschossen. Der Staat scheut keine Mittel, die bestehende Ordnung aufrecht- und linke und emanzipatorische Proteste kleinzuhalten. Wir sind weiterhin solidarisch mit Jan und allen anderen, die Aufgrund ihres Aktivismus, ihres Aussehens, ihrer Herkunft, ihrer Armut, ihres Geschlechts oder anderen Gründen zur Zielscheibe der Polizei werden. Unsere Antwort auf diese besorgniserregenden Entwicklungen war, ist und bleibt unsere uneingeschränkte Solidarität mit allen Kämpfen und Kämpfenden gegen die rassistische und sexistische Klassengesellschaft. Nur mit vereinten Kräften können wir diesen überwinden und gemeinsam werden wir unsere Wut auf die Straße tragen. Denn wir lassen uns nicht einschüchtern und stehen weiterhin solidarisch füreinander ein – jetzt erst recht! Kommt mit uns zusammen auf die Straße – gegen jede Form von Herrschaft und Unterdrückung und für eine Welt, in der wir alle gewaltfrei leben können! Freiheit für Jan und alle Anderen!