Klage erfolgreich! Es lebe der 1. Mai!

1.Mai || 2021 || 11:30 Uhr || Rosenau

Wie wir gerade erfahren haben, hat das Verwaltungsgericht verfügt, dass der Klage unserer AnmelderInnen entsprochen wurde und wir morgen laufen dürfen! Die Stadt ist somit in ihrem Versuch, den revolutionären 1. Mai repressiv zu beschränken, gescheitert!

Wichtig für euch alle ist jetzt: wir dürfen in 200er Blöcken mit je mindestens 20 Meter Abstand laufen! Abstände und Masken (wir empfehlen weiterhin FFP2 Masken) nehmen wir als selbstverständlich. Für Menschen, die aus gesundheitlich attestierten Gründen keine Masken tragen können, sind Visiere vorgeschrieben – aber das dürfte bei uns ja eher weniger das Thema sein.

Da wir alle einen kämpferischen und zugleich einen Pandemie-sicheren revolutionären 1. Mai wollen, haltet euch bitte an das Hygienekonzept. Packt euch einen Regenschutz ein und los geht`s! Wir sehen uns morgen um 11:30 Uhr in der Rosenau! Auftakt, Demoroute:

11:30 Uhr Rosenau Auftaktkundgebung

12:30 Uhr Demobeginn –> Obere Turnstraße –> Spittlertorgraben –> Plärrer –> Frauentorgraben –> Celtisunterführung –> Pillenreuther Straße –> Wölckernstraße –> Landgrabenstraße –> An den Rampen –> Steinbühler Tunnel –> Steinbühler Straße –> Plärrer –> Abschlusskundgebung ca. 14:00 Uhr, Genauer Ort noch offen

drucken | 30. April 2021 | organisierte autonomie (OA)

Terminkalender

Samstag, 16.10.2021

United against repression: Demo am 16. Oktober um 14:30 Uhr am Veit-Stoß-Platz

Folgenden Demoaufruf geben wir gerne an euch weiter. Teilt ihn und verbreitet ihn: Ob Nürnberg, bundesweit oder international – United against repression! Freiheit für Jan! Der jüngste Jamnitzer-Prozess gegen unsere beiden Genossen ist nun abgeschlossen. Während einer der Angeklagten im Berufungsprozess Anfang Februar eine Geldstrafe und 10 Monate Knaststrafe auf 3 Jahre Bewährung bekommen hat, wurde vom anderen Angeklagten in Revision gegangen. Die Revision wurde nun vom Oberlandesgericht München abgelehnt, somit wird eine Haftstrafe von einem Jahr und zwei Monaten rechtskräftig. Zur Erinnerung: Der Jamnitzer Platz in Nürnberg ist ein Ort, wo sich die Widersprüche und Konflikte besonders stark zeigen, die der Gentrifizierungsprozess im Viertel mit sich bringt. Kontrollen und Schikanen durch die Polizei stehen dort auf der Tagesordnung. Zum Prozess kam es, nachdem sich nach einer weiteren Polizeimaßnahme spontan eine Menschenmenge solidarisiert hatte und sich die Cops daraufhin zurückziehen musste. Einem der Angeklagten wurde Rädelsführerschaft, dem Anderen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung vorgeworfen. Seitens Staatsanwaltschaft, Staatsschutz und Polizei wurde der Prozess höchst politisch geführt. Ein klarer Verurteilungswille wurde mitunter dadurch deutlich, dass einer der Angeklagten an besagtem Abend nicht mal vor Ort war. Dafür gab es einen glaubwürdigen Zeugen, doch dies hielt die Justiz nicht davon ab, ein hartes Urteil zu sprechen. Zwei Schuldige mussten her, an denen ein Exempel statuiert werden konnte. Dieser Fall steht exemplarisch für eine Entwicklung, die sich weltweit abzeichnet: Linke Aktivist*innen werden kriminalisiert und müssen mit Repression rechnen, allein weil sie die bestehenden Verhältnisse ankreiden und sich für eine befreite Gesellschaft einsetzen. Dabei kommen teils absurde Mittel und immer repressivere Methoden zum Einsatz. Bayern erfüllt immer wieder eine Vorreiterrolle für eine bundesweite Verschärfung der Polizeiaufgabengesetze, Lina in Leipzig wird im Heli abgeholt, 1. Mai-Demos auf der ganzen Welt werden brutal aufgelöst, in Kolumbien wird auf Demonstrierende geschossen. Der Staat scheut keine Mittel, die bestehende Ordnung aufrecht- und linke und emanzipatorische Proteste kleinzuhalten. Wir sind weiterhin solidarisch mit Jan und allen anderen, die Aufgrund ihres Aktivismus, ihres Aussehens, ihrer Herkunft, ihrer Armut, ihres Geschlechts oder anderen Gründen zur Zielscheibe der Polizei werden. Unsere Antwort auf diese besorgniserregenden Entwicklungen war, ist und bleibt unsere uneingeschränkte Solidarität mit allen Kämpfen und Kämpfenden gegen die rassistische und sexistische Klassengesellschaft. Nur mit vereinten Kräften können wir diesen überwinden und gemeinsam werden wir unsere Wut auf die Straße tragen. Denn wir lassen uns nicht einschüchtern und stehen weiterhin solidarisch füreinander ein – jetzt erst recht! Kommt mit uns zusammen auf die Straße – gegen jede Form von Herrschaft und Unterdrückung und für eine Welt, in der wir alle gewaltfrei leben können! Freiheit für Jan und alle Anderen!