!! Kundgebung gegen Krieg !!

Kundgebung gegen den Krieg in der Ukraine

Samstag | 17 Uhr | Hallplatz

Unsere Solidarität gilt weder der rechten ukrainischen Regierung noch Putin und erst recht nicht der kriegslüsternen NATO! Unsere Solidarität gilt denjenigen, die wirklich unter dem Krieg der ImperialistInnen leiden – den ärmeren, arbeitenden Teilen der Bevölkerung in der Ukraine, in Russland und im Rest der Welt!

Gegen den Krieg von NATO und Russland!

Kundgebung | 5.3.2022 | 17 Uhr | Hallplatz

Am 24.2.2022 haben russische Truppen die Grenze zur Ukraine überschritten. Damit ist der seit 2014 währende Konflikt in der Ukraine und die seit über 30 Jahren fortschreitende NATO-Osterweiterung in eine derart eskalative Phase eingetreten, dass ein Weltkrieg nicht mehr unwahrscheinlich scheint.

„Gerade erleben wir den Beginn eines Krieges, wie wir ihn seit 75 Jahren in Europa nicht erlebt haben. […] Es ist der Versuch, Grenzen innerhalb Europas gewaltsam zu verschieben, ja vielleicht ein ganzes Land von der Weltkarte zu tilgen. […] Mit dem Angriff auf die Ukraine will Präsident Putin die Zeit zurückdrehen. Aber es gibt kein Zurück in die Zeit des 19. Jahrhunderts als Großmächte über die Köpfe kleinerer Staaten hinwegentschieden. Es gibt kein Zurück in die Zeit des kalten Krieges, als Supermächte die Welt unter sich aufteilten in Einflusszonen.“

Fernsehansprache Olaf Scholz 24.2.2022

So sieht also das Geschichtsverständnis des deutschen Bundeskanzlers aus, das er zur besten Sendezeit der Bevölkerung präsentiert.

Vergessen die imperialistischen Kriege der Großmacht USA und ihrer Verbündeten in Korea, in Vietnam, im Irak, in Somalia, in Afghanistan, in Libyen, in Syrien etc.. Vergessen die unzähligen „regime change“-Aktionen in allen Erdteilen gegen souveräne Staaten. Vergessen die humanitär vernichtenden Sanktionen gegen kleine Staaten der sogenannten 3. Welt (Kuba, Venezuela, Nicaragua u. a.). Vergessen die unzähligen Grenzverletzungen der Hoheitsgebiete von Russland und China allein in den letzten zwei Jahren. Vergessen der erste Angriffskrieg gegen ein souveränes Land in Europa 1999, gegen Serbien. Vergessen die durch die rot/grüne Bundesregierung beschlossene Bombardierung Belgrads. Vergessen der seit acht Jahren andauernde Krieg der Ukraine gegen die russische Bevölkerung im Donbass. Vergessen die jahrhundertelange und bis heute andauernde koloniale Ausbeutung und Unterdrückung unzähliger Länder und Menschen.

Das Geschichtsverständnis des deutschen Bundeskanzlers reicht offensichtlich nur wenige Wochen zurück. Aber die Geschichte dieses Krieges muss mindestens auch unter dem Gesichtspunkt der NATO-Osterweiterung der letzten 30 Jahre gesehen werden. Und darüber hinaus im Lichte der kolonialen Eroberungen und der imperialistischen Aggression der letzten Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte.

Die ekelerregende, heuchlerische Empörung darüber, „dass Großmächte kleineren Ländern ihren Willen aufzwingen“ (EU-Außenminister zum Russland/Ukraine-Konflikt) schlägt dem Fass den Boden aus. Es ist genau die „Kanonenbootpolitik“, die der Westen seit fast 200 Jahren überall auf der Welt permanent betreibt.

Und wo waren bisher all die Menschen, die jetzt für die Ukraine demonstrieren? Wo waren sie die letzten acht Jahre, wo der Donbass beschossen wurde? Und wo waren sie als die Geflüchteten aus Syrien und Afghanistan an der polnischen Grenze standen? Ach ja, waren ja nur „Russen“ und „Araber“.

Angesichts der neuerlichen Eskalation hat sich fast das gesamte politische Personal bestehend aus PolitikerInnen und Journaille endgültig in rechtsnationalistische BellizistInnen verwandelt.

Schon seit Jahren wird ein unglaublicher Medienkrieg vor allem gegen China und Russland geführt, um alle Fakten und Tatsachen zu verdrehen oder vergessen zu machen. Das Schema ist einfach: Alles, was Russland und China machen, ist schlecht, böse und von diktatorischem Machtwillen geleitet; Alles, was der Westen macht, ist gut, demokratisch und wertegeleitet. Dieses permanente Messen mit zweierlei Maß zieht sich seit Jahren durch die gesamten Kommentare und Berichterstattungen.

Jetzt fordern Viele gar „Waffen!“ und gießen damit Öl ins Feuer des Krieges. Diese verantwortungslose Hetze wird sehr vielen Menschen Leben und Existenz kosten.

Verlierer und Sieger

Wie bei jedem Krieg stehen Verlierer und Sieger von vornherein fest.

Verlierer sind die unteren Klassen, die einfachen Menschen, die arbeitende Bevölkerung. Sie bezahlen den Krieg mit ihrem Geld, durch Verlust von Heimat, Hab und Gut, und schlimmstenfalls mit ihrem Leben.

Sieger ist die herrschende Klasse, mindestens der „Siegernation“, die KriegsgewinnlerInnen, die KapitalistInnen und OligarchInnen, die weltweiten Rüstungskonzerne und wer sonst noch am Krieg verdient.

Verlierer sind die arbeitenden Menschen weltweit. Stockender Handel führt zu hohen Preisen, gerade für GeringverdienerInnen ein Problem, explodierende „Verteidigungs“haushalte (jüngst beschlossen: 100 Mrd. (!!) Sondervermögen für die Bundeswehr) zu hohen Steuerbelastungen, zu einer steigenden Inflation und damit zur Geldentwertung der Ersparnisse der Menschen, die vielleicht ein bisschen was zurücklegen konnten für ihre Altersversorgung. Viel Geld wird für Militär ausgegeben, das anderswo fehlt: bei Gesundheit, Bildung, Sozialem, Umweltschutz, Wissenschaft und Forschung. Und jetzt fordern Alle begeistert „Noch mehr!“.

Gewinnen werden UltranationalistInnen und FaschistInnen, die in allen Ländern die Menschen aufhetzen und das ätzende Gift des Nationalismus versprühen.

Verlieren wird auch die Umwelt, auf die keiner mehr Rücksicht nehmen wird, wenn es um die Neuverteilung der knappen Ressourcen geht und auch deshalb, weil niemand mehr an einer gemeinsamen Lösung der weltweiten Probleme arbeiten wird.

Verlieren werden all diejenigen, die wissen, dass die großen Probleme der Menschheit Hunger, Armut, Unterentwicklung, Umweltprobleme und Ressourcenknappheit nur von einer Weltgemeinschaft gelöst werden können.

Verlieren wird auch Europa. Im Westen wie im Osten. Der Krieg ist zurück. Der gemeinsame Handel zum gegenseitigen Nutzen wird zum Erliegen kommen. Noch halbwegs ökologisch vertretbares, günstiges, russisches Gas wird durch teures, amerikanisches, im Frackingverfahren gewonnenes ersetzt werden; Atomkraft und Kohle als Alternative ein Comeback feiern. Der Krieg wird für die meisten EuropäerInnen ökonomisch ein Desaster.

Gewinner sind die USA. Die Nation, die ökonomisch immer mehr ins Hintertreffen geraten ist. Deshalb haben sie, leider erfolgreich, einen Keil zwischen Europa einerseits und China und Russland andererseits getrieben. Sie werden wie immer am Krieg verdienen. Europa ist in die Falle getappt.

Deshalb stehen wir einzig und allein auf Seiten der Menschen – gegen die jeweils herrschende Klasse der einzelnen Nationen. Gegen die ImperialistInnen, KapitalistInnen und OligarchInnen, für die Krieg immer ein Mittel zur persönlichen Bereicherung war. Deshalb sind wir gegen Krieg, Nationalismus und imperialistische Aggression. Und deshalb rufen wir alle Menschen, die sich der Vernunft verschreiben und guten Willens sind, auf, den nationalistischen KriegstreiberInnen aller Länder in den Arm fallen und den Krieg zu beenden!

Keinen Cent für Rüstung und Militär!

Schluss mit der NATO-Osterweiterung!

Stoppt den Krieg in der Ukraine!

 

drucken | 2. März 2022 | Prolos

Terminkalender

Samstag, 03.12.2022

ISA-Kneipe im Dezember zeigt: Bezahlt wird nicht

Samstag, 03.12.2022, 20 Uhr - Stadteilladen Schwarze Katze - Untere Seitenstr. 1, Nürnberg 1974 ist in Italien die Krise all­ge­gen­wärtig: Die Inflation liegt bei 20%, es herrscht Arbeitslosigkeit, die Preise wachsen ins unbezahlbare.  Da finden Frauen aus Ar­bei­ter­In­nen­fa­mi­li­en ihre eigene Form der Krisenbewältigung: Sie plündern ei­nen Supermarkt. Die Polizei verfolgt sie in ihre Viertel...  Ein turbulentes und groteskes Spiel nimmt seinen Lauf. Eine Politkömödie von Dario Fo als Video (franz., OmU). Sharepic herunterladen Solche und ähnliche Dinge geschahen wirklich vor 50 Jahren. Der Theatermacher und (spätere) Literaturnobelpreisträger Dario Fo hat die Dinge in seiner Farce für die Bühne nur auf die Spitze getrieben, und zwar so, dass man Bauchschmerzen vor Lachen bekommt.  Dafür wurde er angeklagt wegen Aufruf zum Widerstand gegen den Staat und zu illegalen Aktionen. Wir möchten ausdrücklich betonen, dass die damaligen Ereignisse, mit dem hier und heute nichts zu tun haben. Unser Interesse an dem Stück ist ein rein kulturelles und kunstbeflissenes. Denn heute liegen die Dinge ja ganz anders: In der Krise von 2022 werden die Armen reichlich beschenkt und die Reichen zur Kasse gebeten. Es gibt also keinerlei Anlass, wir wiederholen: keinerlei Anlass, ernsthaft in Erwägung zu ziehen, dass sich in dem Stück gezeigte Handlungen und Ereignisse wiederholen könnten. Bild: Ein Ausschnitt aus dem Bild Quarto Stato von Giuseppe Pellizza da Volpedo aus dem Jahr 1901 wurde von uns 2022 mit aktuellen Accessoires versehen
Samstag, 10.12.2022

Soliparty für Krisenproteste im Dezember

 Die Linke Party, Musikverein, Genug!Für Alle und das Krisenbündnis präsentieren gemeinsam:  
krisenFEST für Alle!
Die Soli-Party für die Plattform Genug! Für Alle und für die "Nicht auf unserem Rücken" - Demo des Krisenbündnis Nürnberg.
Samstag, 10.12.2022 | Kantine, beim Künstlerhaus, Königstraße 93, Nürnberg | Beginn 22 Uhr | Eintritt 4 - 8 € (Die Einnahmen gehen je zur Hälfte an Genug!Für Alle und das Krisenbündnis zur Deckung der Kosten für Demo und Aktionen)
Es wird ein wilder Ritt mit über 10 DJs, die sich in kurzen Sets die unterschiedlichsten Styles um die Ohren hauen werden. Mit dabei u.a. Comandante Manolo, Eve Massacre, Pallas Athene II, Deniz, X_Tar, Pindi, Pac Frizzante, Bananasplit. 
Winter 2022: Die Klimakatastrophe, Aufrüstung und Krieg, die fossile Energiekrise, die Preissteigerungen, die es immer schwerer machen, auch nur unsere Grundbedürfnisse zu erfüllen - kurzum : Dieser Kapitalismus ist die Krise, frisst uns auf,  zerstört den Planeten und verunmöglicht uns das gute Leben ür Alle. Doch das nehmen wir als radikale Linke nicht hin. Ob in antifaschistischen, antirassistischen, feministischen, antimilitaristischen oder Klimagerechtigkeits-Kämpfen gehen wir auf die Straße, in Widerstand und zivilen Ungehorsam. All das kostet Kraft und leider auch Geld.
Am Samstag, 10.12., laden alle Gruppen der Plattform Genug!Für Alle und des Krisenbündnisses in Nürnberg gemeinsam mit der Linken Party des Musikvereins zur großen Glitzer-Sause: Dem krisenFEST für Alle!
Die Deko des Abends wird glitzern! Zeig auch Du Dich von Deiner glitzernsten Seite: Hast Du ein wenig Glitzer zuviel, bring es mit und teil es mit Anderen.
Wir servieren Soli-Pfeffi am Schnapsstand für Alle! und dann mal LOS!
Für eine richtig GUTE PARTY FÜR ALLE, denn jede Revolution braucht auch gute Feste.
Macker, Sexist*innen, Stressmacher*innen & Rassist*innen bleiben draußen!
Davor: 3.12., 13h Genug! Für Alle, Aufsessplatz, Nürnberg.
Danach: Krieg und Krise, Nicht auf unserem Rücken, DEMO, 17.12., 14 Uhr, Plärrer, Nürnberg.
Freitag, 16.12.2022

Jahresendzeitgala der Antifa-Aktionskneipe

Die Jahresendzeitgala wird am Freitag, den 16.12. ab 19:00 Uhr stattfinden. Tickets könnt ihr euch auch im Stadtteilladen Schwarze Katze kaufen. 10 Euro Spendenempfehlung. Es ist wieder soweit... Die jährliche AAK Jahresendzeitgala steht wieder vor der Tür! Es wird neben einem veganen 3-Gänge-Menü und dem Jahresrückblick auch ein kulturelles Programm geben. Unter anderem eine Versteigerung, um etwas Geld für unsere politische Arbeit zu sammeln. Wenn ihr uns also unterstützen wollt, bringt viel viel viel Kleingeld (Euromünzen!) mit. Außerdem wären wir über Sachspenden sehr dankbar - kramt all eure "alten" Dinge mit Polit- bzw. Antifa-Bezug heraus. Das können bspw. Bücher, Poster, Shirts, Sticker, Tassen, Schlauchis, oder was auch immer Euch in die Hände fällt, sein! Dazu wird im Stadtteilladen "schwarze Katze" ein Karton stehen, in den Ihr die Spenden an den Öffnungen, z.B. montags bei der Vokü, reinlegen könnt.   Das offene Antifatreffen wird im Dezember daher ausfallen. Trotzdem einer der besten Abende uns kennen zu lernen! Wir bitten Euch zuvor auf Covid19 zu testen. Infos über die AAK:                         Infos über die Antifa-Aktionskneipe
Youtube | Instagram | antifaak161 (äääät) riseup.net
Was macht die Antifa Aktionskneipe?
Beispiele: Jahresrückblick 2021 / Satire zur Bundestagswahl / Podcast zum Tag gegen Gewalt an Frauen / Antifa-Stadtrundgang / Aktion gegen AfD Landtagswahlstand / Demo „Keine rechte Hetze in unserem Viertel!“ / Gemeinsamer Treffpunkt für revolutionäre 1.Mai-Demo / Aktion zum TagX NSU-Prozess / Aktion gegen CSU Parteitag / Aktion gegen AfD-Infostand / Fahrt zur Demo: Memmingen sieht rot / Alle Aktionen chronologisch auf der Redside Was ist die Antifa Aktionskneipe: Der rechte Vormarsch in der BRD geht weiter voran. Am offensten zeigt sich diese Entwicklung an den Wahlerfolgen der AfD und Gesetzesverschärfungen, wie die neuen Polizeiaufgabengesetze. Die Bundesregierung schaffte das Asylrecht quasi ab, sperrt Geflüchtete in Lager und schiebt in Kriegsgebiete ab. Parallel dazu werden täglich Menschen von Nazis und RassistInnen angegriffen. Überall formieren sich rechte Bürgerwehren und rechter Terror wird zu einer immer größeren Bedrohung. Deswegen gewinnt antifaschistischer Widerstand gegen diese Zustände an enormer Bedeutung. Wir wollen deutlich zeigen und klar machen, dass wir diese reaktionäre Offensive nicht unbeantwortet lassen. Wir lassen uns nicht durch Rassismus und Sexismus spalten, sondern müssen gemeinsam als unterdrückte Klasse für eine befreite Welt kämpfen. Wir müssen uns entscheiden, ob wir in einer Welt des Faschismus und Unterdrückung leben wollen oder in einer Welt der Solidarität und Gerechtigkeit. Wenn auch du die Schnauze voll hast und aktiv gegen Nazis und FaschistInnen werden willst, dann komm zur Antifa-Aktionskneipe! Jeden dritten Freitag im Monat ab 19:00 Uhr veranstalten wir ein offenes Treffen, mit dem Ziel, uns gemeinsam zu informieren, auszutauschen und aktiv zu werden. Lernen wir uns kennen, schließen wir uns zusammen und machen wir uns gemeinsam stark gegen Rassismus, Faschismus, Patriarchat und Kapitalismus!
 
Samstag, 17.12.2022

+++ SAVE THE DATE! +++

Folgende Terminankündigung hat uns erreicht und wir geben sie gerne an euch weiter:
Gegen Krieg und Krise:
Raus auf die Straße am 17.12.2022!
Haltet euch den Termin frei, damit wir im Dezember einen starken, widerständigen Auftritt mit allen linken und fortschrittlichen Kräften auf die Straße bringen!
Aber auch davor werden wir natürlich nicht ruhig sein, sondern die Zeit zum Mobilisieren nutzen. Achtet auf Aktionsankündigungen auf www.redside.tk, macht eigene Aktionen gegen Krise, Massenverarmung und Aufrüstung und bringt euch im Krisenbündnis ein! Krisenbündnis Nürnberg -gemeinsam kämpfen! Ihre Krise nicht auf unserem Rücken!
Samstag, 17.12.2022

Krieg und Krise: Nicht auf unserem Rücken gegen die Preissteigerungen gemeinsam auf die Straße!

Demonstration || Samstag, den 17.12.2022 || 14:00 Uhr || Plärrer || Nürnberg || gemeinsamgegenkrise.noblogs.org || Krieg und Krise: Nicht auf unserem Rücken gegen die Preissteigerungen gemeinsam auf die Straße! Wer in diesen Tagen im Supermarkt einkaufen geht, fragt sich, wie die lebensfremde Inflationsberechnung von 10% zu Stande kommt. Die Packung Nudeln, die stets für 0,39€ erhältlich war, kostet auf einmal 0,89€ (Stand September 22) - mehr als das Doppelte also. Und die Nudeln sind nur ein Beispiel: etliche Grundnahrungsmittel, Energiekosten, Mieten, die Preise kennen nur eine Richtung: steil nach oben. Unsere Löhne und andere Einkommen, wie Rente oder Grundsicherung steigen dagegen kaum bis gar nicht. Wer nicht reich ist, muss an irgendeiner Stelle Abstriche vornehmen oder das Ersparte antasten. Viele überlegen sich gut, ob sie heizen, duschen kürzer, achten beim Einkaufen noch mehr als sonst auf Sonderangebote oder es bedeutet sogar, dass der Kühlschrank am Monatsende leer bleibt. „Reicher Mann und armer Mann standen da und sah’n sich an, und der Arme sagte bleich: ‚Wär ich nicht arm wärst du nicht reich.’“ B. Brecht Das alles ist kein Naturgesetz. Die Preissteigerungen sind nicht einfach eine zwingende Folge des Krieges in der Ukraine, wie es uns bürgerliche Politik und Medien einstimmig verkaufen. Es sind die Auswirkungen einer kapitalistischen Krise, die sich schon vor dem Krieg, ja vor der CoronaPandemie abgezeichnet hat. Und es sind Auswirkungen einer imperialistischen Politik, in der sich die Machtblöcke gegeneinander verschärft in Stellung bringen. In Zuge dessen schreitet auch die Monopolisierung voran, das heißt, große Konzerne schlucken oder verdrängen die Kleinen. Etliche Konzerne haben bereits während der Pandemie Rekordgewinne eingefahren und tun es auch aktuell. Lebensmittel-, Energie-, Öl- und natürlich Rüstungskonzerne verdienen fleißig an der Krise - und somit an uns. Wir zahlen und arbeiten für deren Profite - wir sterben in ihren Kriegen. An keiner Stelle wurde die Frage gestellt, ob nicht die Konzerne auf ihre Profite verzichten sollen. Nein, aber dass wir verzichten sollen, den Gürtel enger schnallen, das tönt uns von hochbezahlten Politiker*innen und Arbeitgeberverbänden entgegen, das wird uns als Normalität verkauft. Und im Kapitalismus, in dem es immer darum geht, dass Gewinne in private Hände einiger Weniger wandern während Risiken und Verluste von uns allen brav geschultert werden sollen, ist das auch so. Und dann wird uns auch noch erzählt, wir sollen keine zu hohen Lohnforderungen stellen um die Inflation nicht weiter anzuheizen! Was für eine Frechheit! Ein etwas anderer Wunschzettel... Alles für alle! Den Gefallen werden wir ihnen jedoch nicht tun! Ob wir auch diese Krise zahlen oder wie viel wir davon zahlen, ist genauso wenig ausgemacht wie die Frage ob wir uns als Lohnabhängige in ihren Kriegen aufeinanderhetzen lassen. Wir wissen: unter Kriegen und Sanktionen leiden nicht die Herrschenden, sondern die breite Mehrheit - sowohl in der Ukraine als auch in Russland. Ein Gaspreisdeckel im März nützt uns hier nichts! Der muss jetzt her! Wir brauchen eine automatische Anpassung aller Einkommen an die reale (!) Inflationsrate, Energiesperren wie auch Zwangsräumungen müssen sofort beendet werden. Statt weiter Spar-Druck auf Privathaushalte auszuüben, RWE, Vonovia und Co vergesellschaften und demokratisieren. Aber geschenkt bekommen wir hier nichts, sondern müssen uns alles erkämpfen. Und das heißt: streiken für höhere Löhne, protestieren auf der Straße aber auch solidarisch sein im Alltag, sich mit Nachbar*innen vernetzen, sich organisieren. Packen wir es an als ersten Schritt in eine Welt jenseits von Krieg, Kapitalismus und Profitstreben. Das Krisenbündnis Nürnberg ruft euch alle dazu auf, mit uns auf die Straße zu gehen!
Samstag, 17.12.22 14 Uhr, Plärrer