Programm zum 18.03

Programm zum 18.03

Auch in diesem Jahr stehen in Nürnberg wieder zahlreiche Veranstaltungen rund um den Tag der politischen Gefangenen an. Den Auftakt macht die rote Hilfe, die am Mittwoch, 09.03 bei Radio Revolution die Geschichte des 18.03 erklärt. Weiter geht es am Donnerstag, 17.03 mit einer Veranstaltung mehrerer Gruppen zu 50 Jahre Berufsverbot. Wir diskutieren mit Betroffenen der Berufsverbote, mehr Infos findet Ihr hier.

Ähnlich hochkarätig geht es weiter:

9. März – 17 Uhr

Beitrag zur Geschichte des 18.03.

Radio Z 95,8 Rote Hilfe Nürnberg/Fürth/Erlangen

 

17. März – 19 Uhr

50 Jahre Radikalenerlass – Gespräch mit Betroffenen von Berufsverboten

Dialog der Kulturen Nürnberg

Rote Hilfe Nürnberg, DKP Nürnberg, Freidenker, SDAJ Nürnberg

 

18. März – 14 Uhr

Infostand zu politischen Gefangenen, Jan & der JVA Bayreuth

Maximilianstraße Bayreuth – SDS Bayreuth

 

18. März – 19 Uhr

Antirepression Solitresen mit Filmvorführung: „von der Beraubung der Zeit“

Projekt 31 Nürnberg – Auf der Suche Nürnberg

 

19. März – 15 Uhr

Freiheit für alle politischen Gefangenen – Kundgebung

Jakobsplatz Nürnberg –  Rote Hilfe Nürnberg/Fürth/Erlangen

 

21. März – 20 Uhr

Vortrag „Was tun, wenn´s brennt?“

Projekt 31 Nürnberg – Rote Hilfe Nürnberg/Fürth/Erlangen

 

22. März – 19 Uhr

Vortrag soziale Repression im Alltag

Schwarze Katze Nürnberg – Organisierte Autonomie

 

23. März – 19 Uhr

Vortrag Knastkritik von Criminals4Freedom Berlin

Projekt 31 – Auf der Suche Nürnberg

 

25. März – 19 Uhr

Vortrag „politische Gefangene im Polizeistaat“

vom Netzwerk Freiheit für politische Gefangene Magdeburg

Schwarze Katze Nürnberg – Prolos

 

26. März – 13:12 Uhr

Demonstration Bahnhof Bayreuth zur JVA

Zugtreffpunkt Nürnberg: 13:12 Uhr Osthalle Hbf

Auftakt Bayreuth 15 Uhr

Solikreis Jamnitzer & SDS Bayreuth

 

drucken | 9. März 2022 | Rote Hilfe - OG Nürnberg

Terminkalender

Dienstag, 31.01.2023

Gegen die Eskalation der „Gender-Debatte“ - Eine Einladung zum Gespräch

31. Januar 2023 || 18.30 Uhr || SCHWARZE KATZE || Untere Seitenstraße 1 || 90429 Nürnberg || Veranstaltung von Bettina Fellmann & Jörg Finkenberger Warum wird die Debatte um Geschlechtsidentität so emotional geführt? Warum laufen Auseinandersetzungen häufig auf Beleidi-gungen und Übergriffe hinaus? Viele vermeiden, überhaupt über dieses Thema zu reden. Die einen haben Angst, sich dazu zu äu-ßern, weil sie niemanden verletzen möchten – oder nicht selbst angegriffen werden wollen. Andere machen sich über die Ableh-nung lustig, die einige Menschen ihrem körperlichen Geschlecht gegenüber empfinden. Die gesellschaftliche Debatte führt zu einer Blockbildung, bei der die einzelnen Blöcke fortwährend unversöhnlich aufeinander einhauen. Das ist bekanntermaßen nicht nur bei diesem Thema so. Dabei bildet ‚die öffentliche Meinung‘ nicht ab, was die meis-ten wirklich denken. Beides hat fatale Folgen: Die Belange von Frauen stehen genauso auf dem Spiel wie die von homo- und bi-sexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen und ande-ren, deren ‚Rollenverhalten‘ oder sexuelles Begehren verachtet und verfolgt wird. Die Fragen, die diskutiert werden müssen, sind weitreichend: Wie wird in der heutigen Geschlechterordnung patriarchale Herr-schaft ausgeübt? Wie ist es in unserer hochindividualisierten Massengesellschaft um das ‚mit sich identische‘ Selbst bestellt? Was bedeutet geschlechtliche Selbstbestimmung? Welchen Stel-lenwert hat körperliche Unversehrtheit in diesem Zusammen-hang? Die bestehende Gesellschaft weicht, wo es geht, einer Auseinan-dersetzung mit ihren Grundtatsachen aus. Das verhindert die Ab-schaffung menschenfeindlicher Strukturen. Inwieweit kann in die-ser Gemengelage die aktuelle Debatte um Geschlecht und Identi-tät der Befreiung aller zuträglich sein? Um das zu klären, wollen wir von Widerstand und Anpassung reden; von geschlechtsspezi-fischer Gewalt und Flucht in Fiktionen; von Konfliktvermeidung und Verblendungszusammenhängen – und nicht zuletzt von dem Gefühl, falsch beschaffen und nie genug (da) zu sein. Wir haben keine fertigen Antworten. Stattdessen wollen wir ver-suchen, den gestellten Fragen im gemeinsamen Gespräch auf den Grund zu gehen. Bettina Fellmann wird über Identität und Erfahrung reden, sowie über das Verhältnis von vorgestellter und materieller Wirklichkeit, Jörg Finkenberger über Geschlechtskonformität und Selbsthass. Danach offene Diskussion.