Wir haben gesiegt!

Wir haben gesiegt!

Im folgenden dokumentieren wir den Aufruf des Solikreises Jamnitzer zur Demo am 9.07.2022 um 15:00 Uhr vor der JVA Bayreuth um die Freilassung von Jan zu feiern aber auch um die Haftbedingungen der in Bayreuth Inhaftierten zu thematisieren. Von Nürnberg aus gibt es am Tag einen Zugtreffpunkt um 13:12 Uhr an der Osthalle des Nürnberger Hauptbahnhofs für eine gemeinsame Anreise.

 

Am 6 Mai wurde Jan aus der Haft entlassen. Monate lang hat der Solikreis Jamnitzerplatz alle Register gezogen und auf die Repressionsorgane dieses Staates Druck ausgeübt. Wir haben Kundgebungen, Demonstrationen, Infostände und Broschüren abgehalten und verfasst, die diesen dreisten und politisch motivierten Repressionsakt der BRD gegen uns linke Kräfte in seiner Absurdität entlarvten.

Der Staatsapparat war überfordert von derartiger Solidarität und versuchte durch lächerliche Manöver, wie der Verlegung Jans von Nürnberg nach Bayreuth den Druck abzuschwächen. Auch wurde Jan regelmäßig drangsaliert, indem man ihn z.B. in den berüchtigten A0 Trakt sperrte. Doch alle Versuche den Protest zu unterbinden und Jan zu brechen scheiterten. Bei unseren Kundgebungen vor dem Knast hörten uns etliche Gefangene und freuten sich über die solidarischen Menschen von außen, die ihre untragbare Situation öffentlich anprangerten. An den Free Jan Aktionen konnte man eindrucksvoll beobachten, was für eine mächtige Waffe Solidarität ist. Diese Solidarität hat sich bezahlt gemacht! Ursprünglich sollte Jan ein Jahr und vier Monate im Knast weggesperrt werden. Nicht nur, dass wir es geschafft haben durch den Druck von Innen und Außen Jan auf 2/3 rauszuholen, was bei Erststrafen üblich ist – Nein! – Wir haben es geschafft, dass die Justizbehörden sich gezwungen sahen Jan auf die Hälfte der Strafe aus ihren Fängen zu entlassen. Derartige Entwicklungen passieren sonst nur bei ca. 1,5 Prozent aller Inhaftierten. Zu groß waren der Druck und die unangenehmen Wahrheiten über die Zustände im Bayreuther Knast, welche von uns aufgedeckt wurden. Jan ist somit wieder, wie es sich gehört in Freiheit.

Nichtsdestotrotz müssen nach wie vor hunderte Gefangene die Zustände in der JVA Bayreuth ertragen. Wir waren bei unseren Recherchen selbst überrascht und schockiert, wie schlimm die Arbeitsbedingungen in der JVA Bayreuth sind und wie krass Gefangene über die Betriebe von „Haftsache“ ausgebeutet werden. Haftsache ist das Label für die Produkte, die Gefangene in bayerischen Knästen produzieren müssen. Dass die Bedingungen tatsächlich schlimm sind, zeigt dass sich derzeit sogar das bürgerliche Bundesverfassungsgericht mit den Löhnen für Gefangene beschäftigt. Unsere Solidarität darf sich daher nicht nur an unsere eigenen Leute richten, sondern muss das System der Repression und Bestrafung dieses verkommenen Staates angreifen und die totale Institution Knast überwinden.

Kommt daher alle am 09.07.2022 um 15 Uhr zur Kundgebung vor der JVA und anschließender Demonstration nach Bayreuth! Bringen wir das Knastsystem zum Einsturz!

drucken | 27. Juni 2022 | redside

Terminkalender

Samstag, 01.10.2022

Auf die Straße gegen Krise und Krieg!

Am 1. Oktober auf die Straße gegen Krise und Krieg. Auf zur Mahnwache des Aktionsbündnis gegen Krieg und Hochrüstung! Danach gemeinsam zur Demo von #nichtallein Samstag | 1. Oktober | 11:30-12:30 | Lorenzkirche   Hier der Aufruf: Wir verurteilen den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine wie wir jeden Angriffskrieg verurteilen und stehen an der Seite aller Opfer dieses Krieges. Der bisherige Kriegsverlauf zeigt, immer mehr Waffen verlängern nur das Leid und Sterben. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich durch Waffenlieferungen, Ausbildung ukrainischer Soldaten im Westen und Bereitstellen von westlichen Geheimdienst- informationen für das ukrainische Militär der Krieg immer mehr zu einem Waffengang zwischen Russland und NATO entwickelt. Sanktionen zum Wohle der Menschen beenden Auch die Sanktionen gegen Russland beenden offenkundig den Krieg nicht. Sie sind vielmehr Teil einer gefährlichen Eskalationsspirale und treiben mit den zu erwartenden Gegensanktionen die Preise, vor allem für Energie und Lebensmittel, nach oben. Der Krieg wird für die meisten Europäer*innen ökonomisch ein Desaster. Für die Menschen des sogenannten „Globalen Südens“ werden die Folgen noch brutaler sein. Steigende Preise auf Grundnahrungsmittel bedeutet dort Hunger, mit der Folge, dass noch mehr Menschen ihre Heimat verlassen müssen 100 Milliarden für unsere Zukunft statt für Waffen Kurz nach Beginn des Krieges verkündete Bundeskanzler Scholz eine „Zeitenwende“ und das bisher größte Aufrüstungsprogramm für unser Land. Kernpunkt ist das ins Grundgesetz geschriebene „Sondervermögen Bundeswehr“ in Höhe von hundert Milliarden EUR. Dabei ist die Bundesrepublik bereits jetzt weltweit an 7. Stelle bei den Rüstungsausgaben. Somit besteht die akute Gefahr, dass die BRD aktiv mithilft eine neue Rüstungsspirale in Gang zu setzen. Das ist äußerst gefährlich. Außerdem wird doch dieses Geld bei uns und weltweit dringend zur Lösung der anstehenden Zukunftsaufgaben benötigt.
Samstag, 01.10.2022

01.Oktober Kundgebung und Demonstration für bezahlbare Lebensmittel und Heizung

An diesem Samstag, den 1. Oktober veranstaltet „nicht allein! Initiative soziale Sicherheit“ eine Demonstration unter dem Motto „Für bezahlbare Lebensmittel und Heizung“. Angesicht der immer heftiger werdenden Inflation, der Abwälzung der Krisenkosten auf die Rücken der Lohnabhängigen (wie etwa durch die sogenannte „Energie-Umlage“) und den damit verbundenen Erhöhung unserer Lebenserhaltungskosten wollen wir uns dieser notwendigen Initiative anschließen und dabei betonen, dass die Krise keine Ausnahmeerscheinung im Kapitalismus, sondern eine zwangsläufige Erscheinung der kapitalistischen Wirtschaftsweise ist. Dementsprechend werden wir dort für eine Überwindung der Verhältnisse, die schon immer Krise, Ausbeutung und soziale Ungleichheit bedeutet haben einstehen und für eine Perspektive jenseits von Privateigentum und Profit werben. Kommt am Samstag den 01.Oktober gemeinsam mit uns auf die Straße. Zeigen wir gemeinsam, dass wir nicht bereit sind die Krisenkosten der Herrschenden zu tragen und dass wir für eine Zukunft ohne Lohnarbeit, Kapital und Krisen kämpfen! Wir treffen uns am Demoauftakt um 14 Uhr auf dem Nelson-Mandela-Platz!
Montag, 03.10.2022

Preise runter - Einkommen rauf! - Infokundgebung 03.Oktober - 15:00 Uhr Jamnitzer

Preise runter - Einkommen rauf! || Infokundgebung || 03.Oktober || 15:00 Uhr || Jamnitzer +++ steigende Energiepreise +++ Inflation +++ Hohe Miete +++ Steigende Lebensmittelpreise +++ Niedrige löhne?! +++ Lasst uns protestieren, quatschen und austauschen! 03. Oktober, 15:00 Uhr am Jamnitzerplatz! Wer Essen hat, das nicht gebraucht wird, bringt es mit, wer Essen braucht kommt vorbei und nimmt sich was. Raus aus der Vereinzelung, schließen wir uns zusammen! ... denn "alleine bin ich machtlos" dachten sich hunderttausende! - Fällt bei Regen aus -