Gemeinsam gegen Krise und Krieg – Demo 17.12. – 14:00 Uhr Plärrer

Gegen Krise und Krieg || gemeinsam mit uns am 17.12. || um 14:00 Uhr || am Plärrer in Nürnberg || zu demonstrieren!

Gegen Krise und Krieg hilft nur,sich zusammen zu schließen und sich gemeinsam dagegen zu wehren! Auch wenn uns Vertreter*innen der herrschenden Politik vorgaukeln, dass wir durchVerzicht vorerst noch gut über die Runden kommen könnten, z. B. indem wir nicht mehr duschen und heizen sondern einen Pullover mehr anziehen und uns mit dem Waschlappen waschen. Das sind keine Lösungen, das ist blanker Hohn; solche Vorschläge sorgen dafür, dass noch mehr Druck auf der einzelnen Person lastet, dass die Probleme, die wir derzeit alle haben, individualisiert werden und wir uns weiter voneinander entfernen. In der Hoffnung das sich kein
Widerstand regt. Die bisherigen Einmalzahlungen sind nicht mehr als ein schlechter Witz und decken in keinster Weise die Mehrkosten die wir zu tragen haben, da hilft es auch nichts, dass ihr verdammtes Harz IV, das wie ein Damoklesschwert über uns schwebt, nun Bürgergeld heißt oder von der Energiekostenpauschale nach zweiMonaten nichts mehr übrig ist.

Wir möchten nicht, dass jede*r für sich alleine schauen muss, wie er oder sie über die Runden kommt und wir haben keinen Bock, eine Krise auszubaden, um ihre Profite aufrecht zu erhalten oder weiter zu maximieren! Viele Sozialleistungen des Staates, sei es die Rente oder die Krankenversicherung, wurden
von uns der lohnabhängigen Klasse erkämpft und vom Staat nur eingeführt, weil sie einerseits Angst hatten vor enormen Protesten und andererseits, weil kapitalistisches Wirtschaften die Mehrheit verarmt und eine Minderheit immer reicher macht, so dass staatliche Eingriffe nötig sind, um „gute“ Ausbeutungsbedingungen aufrecht erhalten zu können. Dass zeigt uns, wenn wir wirkliche Verbesserungen unserer Lebensbedingungen wollen, müssen wir gemeinsam organisiert von unten Druck machen, denn sonst werden wir nicht mal die kleinsten Reformen durchsetzen.

Warum ist unser heutiger Alltag eine einzige Krise?
Die Wirtschaftskrise, die sich nun anbahnt, ist Ausdruck der innerkapitalistischen Notwendigkeit immer mehr Kapital in den Händen weniger zu konzentrieren. Die dadurch entstandenen Monopole drängen die ihren Interessen dienenden Staaten zu einer Verschärfung der Ausbeutung im eigenenLand und einer expansiven Wirtschaftspolitik nach außen. Daher kommt es zu Wirtschaftskriegen die in letzter Konsequenz internationale Märkte verknappen und damit sämtliche Verbraucherpreise, zu denen wir einkaufen, in dieHöhe schnellen und eine enorme Inflationsentwicklung droht. Dort wo die Durchsetzung von Kapitalinteressen auf Interessen anderer imperialistischer Blöcke trifft wird immer häufiger offener Krieg zum Mittel. Das konnten wir in den letzten Jahrzehnten vermehrt sehen so z.B. in der Ukraine, in Syrien, in Georgien, im Jemen, in Mali, im Irak, in Afghanistan oder Ende der 90er im ehemaligen Jugoslawien Nicht umsonst werden 100.000.000.000 € in die Aufrüstung der Bundeswehr investiert, die Gesellschaft auf Krieg eingestimmt und immer offeneres Werben für die Armee zur Normalität. Das dient nur der Vorbereitung, künftig eigene Wirtschaftsinteressen der BRD noch stärker auch militärisch durchzusetzen. Das ist die logische und mörderische Konsequenz eines Wirtschaftssystems, das nicht darauf ausgerichtet ist Menschen zu dienen und deren Bedürfnisse zu befriedigen sondern blind immer mehr zu produzieren, um die Profite des Kapitals auf Biegen und Brechen zu erhöhen. Dabei sind Inflation, Armut und Krieg die Folgen. Das Problem sind all ihre Kriege, die imperialistische Weltordnung und das kapitalistische System, das in seinem Zwang nach „immer mehr“ auch den Planeten ökologisch an seine Grenzen bringt.

Was wir jetzt merken, ist erst der Anfang dieser Entwicklung. Auf unsere Kosten wurden bereits 2008 die Banken gerettet, wir müssen die Folgen der Coronapandemieausbaden, sollen die Auswirkungen des konzerngemachten Klimawandels tragen und nun, wie sollte es anders sein, als lohnabhängige Klasse die Teuerungen stemmen. All das zahlen wir bereits mit unseren Lebens- und Arbeitsbedingungen, unserer Gesundheit und sinkenden Lebensstandards. Wenn nun die Inflation weiter steigt und sich dementsprechend immer mehr Menschen nicht mal mehrdie Miete leisten können, ist eine teilweise Verelendung in der Breite die Folge. Wir können die erhöhten Gas- und Stromrechnungen nicht einfach so hinnehmen, während die Konzerne weiterhin an Krieg und Krise verdienen! Wir wollen uns zusammen schließenund Kämpfe führen – gemeinsam und so radikal, dass wir uns nicht von ein paar Zugeständnissen vom Staat beschwichtigen lassen! Wir wollen keine kleinen Korrekturen oder bei bloßen Reformen stehen bleiben, sondern die Verhältnisse von Grund auf verändern, die uns tagtäglich geißeln – bis wir endlich in einer Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung leben! Wir rufen euch deshalb auf gegen Krise und Krieg gemeinsam mit uns am 17.12. um 14:00 Uhr am Plärrer in Nürnberg zu demonstrieren!

Du möchtest günstig essen und trinken und dich dabei mit anderen austauschen?
Komm zur Volksküche jeden Montag ab 19:00 Uhr in die Schwarze Katze. Stadtteilladen Schwarze Katze Untere Seitenstr.1 Nbg. Gostenhof

Gerade wenn die Preise steigen und der Druck am Arbeitsplatz auf uns größer wird, ist es notwendig sich für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen. Wenn du Unterstützung beim Kampf im Betrieb brauchst, wende dich an die Initiative solidarischer ArbeiterInnen jeden 1. Samstag im Monat um 19:00 Uhr in der Schwarzen Katze.

In Zeiten der Krise versuchen FaschistInnen und Reaktionäre die Situation für ihre falschen Antworten zu nutzen. Wenn du Faschismus und Rassismus entgegentreten möchtest, komm zum offenen Treffen der Antifaaktionskneipe jeden 3. Freitag im Monat um 19:00 Uhr in der Schwarzen Katze.

Du möchtest dich gegen hohe Mieten, falsche Nebenkostenabrechnungen und andere Zumutungen im Nürnberger Stadtteil Gostenhof wehren und dabei helfen ein rebellisches, widerständiges und solidarisches Viertel mit zu gestalten? Dann komm zum offenen Treffen des Stadtteilclubs Reclaim Gostenhof jeden 4. Samstag im Monat um 19.00 Uhr in der Schwarzen Katze.

drucken | 4. Dezember 2022 | organisierte autonomie (OA)

Terminkalender

Dienstag, 31.01.2023

Gegen die Eskalation der „Gender-Debatte“ - Eine Einladung zum Gespräch

31. Januar 2023 || 18.30 Uhr || SCHWARZE KATZE || Untere Seitenstraße 1 || 90429 Nürnberg || Veranstaltung von Bettina Fellmann & Jörg Finkenberger Warum wird die Debatte um Geschlechtsidentität so emotional geführt? Warum laufen Auseinandersetzungen häufig auf Beleidi-gungen und Übergriffe hinaus? Viele vermeiden, überhaupt über dieses Thema zu reden. Die einen haben Angst, sich dazu zu äu-ßern, weil sie niemanden verletzen möchten – oder nicht selbst angegriffen werden wollen. Andere machen sich über die Ableh-nung lustig, die einige Menschen ihrem körperlichen Geschlecht gegenüber empfinden. Die gesellschaftliche Debatte führt zu einer Blockbildung, bei der die einzelnen Blöcke fortwährend unversöhnlich aufeinander einhauen. Das ist bekanntermaßen nicht nur bei diesem Thema so. Dabei bildet ‚die öffentliche Meinung‘ nicht ab, was die meis-ten wirklich denken. Beides hat fatale Folgen: Die Belange von Frauen stehen genauso auf dem Spiel wie die von homo- und bi-sexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen und ande-ren, deren ‚Rollenverhalten‘ oder sexuelles Begehren verachtet und verfolgt wird. Die Fragen, die diskutiert werden müssen, sind weitreichend: Wie wird in der heutigen Geschlechterordnung patriarchale Herr-schaft ausgeübt? Wie ist es in unserer hochindividualisierten Massengesellschaft um das ‚mit sich identische‘ Selbst bestellt? Was bedeutet geschlechtliche Selbstbestimmung? Welchen Stel-lenwert hat körperliche Unversehrtheit in diesem Zusammen-hang? Die bestehende Gesellschaft weicht, wo es geht, einer Auseinan-dersetzung mit ihren Grundtatsachen aus. Das verhindert die Ab-schaffung menschenfeindlicher Strukturen. Inwieweit kann in die-ser Gemengelage die aktuelle Debatte um Geschlecht und Identi-tät der Befreiung aller zuträglich sein? Um das zu klären, wollen wir von Widerstand und Anpassung reden; von geschlechtsspezi-fischer Gewalt und Flucht in Fiktionen; von Konfliktvermeidung und Verblendungszusammenhängen – und nicht zuletzt von dem Gefühl, falsch beschaffen und nie genug (da) zu sein. Wir haben keine fertigen Antworten. Stattdessen wollen wir ver-suchen, den gestellten Fragen im gemeinsamen Gespräch auf den Grund zu gehen. Bettina Fellmann wird über Identität und Erfahrung reden, sowie über das Verhältnis von vorgestellter und materieller Wirklichkeit, Jörg Finkenberger über Geschlechtskonformität und Selbsthass. Danach offene Diskussion.