Solidarität mit der kurdischen Bewegung!

Solidarität mit der kurdischen Bewegung!

Am 22.12.2022 wurden in Nürnberg das Medya Volkshaus, wie auch zwei Privatwohnungen durchsucht. Dabei wurde der Genosse Tahir Köcer nach §129a & b festgenommen. Dieser Repressionsschlag ist Ausdruck der immer stärker kurdenfeindlichen Politik in Deutschland. Die Repressionsorgane machen sich zum verlängerten Arm des AKP-Regimes, dass derzeit innenpolitisch massiv angeschlagen ist. Doch damit werden sie die AKP nicht retten können.

Wir sollten aber nicht vergessen, dass dieser Schlag nicht nur für außenpolitische Ziele erfolgt ist, er galt auch der linken Bewegung in Deutschland.

Getroffen hat es das Medya Volkshaus und Tahir Köcer – gemeint sind wir Alle.

Wir rufen daher zur Solidaritätskundgebung mit der kurdischen Bewegung auf, um zu zeigen – wir lassen uns nicht spalten.

Samstag, 07.01

15 Uhr Medya Volkshaus

Forsthofstraße 36 nahe Tram Schweigerstraße / Wodanstraße

 

Nach der Kundgebung wird es gemeinsam im Medya Volkshaus Essen und Tee geben. Beenden möchten wir die Kundgebung mit dem gemeinsamen Singen der Internationalen und des Solidaritätsliedes.

https://anfdeutsch.com/aktuelles/razzien-in-nurnberg-kurdischer-aktivist-tahir-kocer-festgenommen-35552

https://anfdeutsch.com/aktuelles/129b-prozesse-verhandlungstermine-gegen-kurdische-aktivisten-35668

https://anfdeutsch.com/aktuelles/kon-med-verurteilt-festnahme-von-tahir-kocer-35565

https://anfdeutsch.com/aktuelles/azadI-durchsuchungen-in-nurnberg-und-hannover-tahir-kocer-verhaftet-35568

drucken | 31. Dezember 2022 | Rote Hilfe - OG Nürnberg

Terminkalender

Dienstag, 31.01.2023

Gegen die Eskalation der „Gender-Debatte“ - Eine Einladung zum Gespräch

31. Januar 2023 || 18.30 Uhr || SCHWARZE KATZE || Untere Seitenstraße 1 || 90429 Nürnberg || Veranstaltung von Bettina Fellmann & Jörg Finkenberger Warum wird die Debatte um Geschlechtsidentität so emotional geführt? Warum laufen Auseinandersetzungen häufig auf Beleidi-gungen und Übergriffe hinaus? Viele vermeiden, überhaupt über dieses Thema zu reden. Die einen haben Angst, sich dazu zu äu-ßern, weil sie niemanden verletzen möchten – oder nicht selbst angegriffen werden wollen. Andere machen sich über die Ableh-nung lustig, die einige Menschen ihrem körperlichen Geschlecht gegenüber empfinden. Die gesellschaftliche Debatte führt zu einer Blockbildung, bei der die einzelnen Blöcke fortwährend unversöhnlich aufeinander einhauen. Das ist bekanntermaßen nicht nur bei diesem Thema so. Dabei bildet ‚die öffentliche Meinung‘ nicht ab, was die meis-ten wirklich denken. Beides hat fatale Folgen: Die Belange von Frauen stehen genauso auf dem Spiel wie die von homo- und bi-sexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen und ande-ren, deren ‚Rollenverhalten‘ oder sexuelles Begehren verachtet und verfolgt wird. Die Fragen, die diskutiert werden müssen, sind weitreichend: Wie wird in der heutigen Geschlechterordnung patriarchale Herr-schaft ausgeübt? Wie ist es in unserer hochindividualisierten Massengesellschaft um das ‚mit sich identische‘ Selbst bestellt? Was bedeutet geschlechtliche Selbstbestimmung? Welchen Stel-lenwert hat körperliche Unversehrtheit in diesem Zusammen-hang? Die bestehende Gesellschaft weicht, wo es geht, einer Auseinan-dersetzung mit ihren Grundtatsachen aus. Das verhindert die Ab-schaffung menschenfeindlicher Strukturen. Inwieweit kann in die-ser Gemengelage die aktuelle Debatte um Geschlecht und Identi-tät der Befreiung aller zuträglich sein? Um das zu klären, wollen wir von Widerstand und Anpassung reden; von geschlechtsspezi-fischer Gewalt und Flucht in Fiktionen; von Konfliktvermeidung und Verblendungszusammenhängen – und nicht zuletzt von dem Gefühl, falsch beschaffen und nie genug (da) zu sein. Wir haben keine fertigen Antworten. Stattdessen wollen wir ver-suchen, den gestellten Fragen im gemeinsamen Gespräch auf den Grund zu gehen. Bettina Fellmann wird über Identität und Erfahrung reden, sowie über das Verhältnis von vorgestellter und materieller Wirklichkeit, Jörg Finkenberger über Geschlechtskonformität und Selbsthass. Danach offene Diskussion.