Lützerath soll leben

Lützerath soll leben

Auf die Straße am Donnerstag, 05.012023, 16 Uhr, Nürnberg, Jakobsplatz

Seit zwei Jahren leisten Menschen in Lützerath den Widerstand gegen den Abbau von Braunkohle und  gegen die Zerstörung unserer Lebensgrundlage.

Unter Federführung grüner PolitikerInnen wurde dem Engergiekonzern RWE die Genehmigung erteilt das Dorf abzureissen, um die darunter liegende Kohle auszubeuten. Nun begann die Polizei mit der Räumung des Dorfes und entfernte die Barrikaden auf den Zufahrtswegen.

Dagegen wird es heute bundesweit Proteste geben. Uns erreichte ein Aufruf für Nürnberg, den wir gerne weitergeben.

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Die erste Barrikade in Lützerath ist gefallen! Tag X ist da !

Zusammen mit Friday For Future Nürnberg gehen wir heute spontan auf die Straße.
Donnerstag, 05.012023, 16 Uhr, Jakobsplatz !

Lasst uns zusammen unsere Wut und Empörung auf die Straße tragen!

In Lützerath zeigt sich deutlicher als sonst: Der fossile Kapitalismus interessiert sich weder für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen, noch für (Klima-) Gerechtigkeit. Den Kapitalismus nur grün anstreichen wird nicht helfen. Koloniale Kontinuitäten, Ausbeutung von Menschen und Ressourcen werden mit ein wenig netter Rhetorik fortgesetzt. Deshalb überrascht es uns nicht, dass die Grüne Partei der Räumung grünes Licht gegeben hat, Lützerath, und damit die 1,5 Grad Grenze, gewaltvoll räumen zu lassen.

Wenn ihr es schafft: ihr werdet am dringendsten gebraucht in Lützi vor Ort. Ansonsten kommt auf unsere Demo am Donnerstag, den 5.1. um 16 Uhr, Start ist am Jakobsplatz. Zeigen wir gemeinsam Solidarität gegenüber den Aktivisti die das Dorf verteidigen werden !

Kommt Alle ! Das ist wichtig !

Ende Gelände Nürnberg

drucken | 5. Januar 2023 | redside

Terminkalender

Dienstag, 31.01.2023

Gegen die Eskalation der „Gender-Debatte“ - Eine Einladung zum Gespräch

31. Januar 2023 || 18.30 Uhr || SCHWARZE KATZE || Untere Seitenstraße 1 || 90429 Nürnberg || Veranstaltung von Bettina Fellmann & Jörg Finkenberger Warum wird die Debatte um Geschlechtsidentität so emotional geführt? Warum laufen Auseinandersetzungen häufig auf Beleidi-gungen und Übergriffe hinaus? Viele vermeiden, überhaupt über dieses Thema zu reden. Die einen haben Angst, sich dazu zu äu-ßern, weil sie niemanden verletzen möchten – oder nicht selbst angegriffen werden wollen. Andere machen sich über die Ableh-nung lustig, die einige Menschen ihrem körperlichen Geschlecht gegenüber empfinden. Die gesellschaftliche Debatte führt zu einer Blockbildung, bei der die einzelnen Blöcke fortwährend unversöhnlich aufeinander einhauen. Das ist bekanntermaßen nicht nur bei diesem Thema so. Dabei bildet ‚die öffentliche Meinung‘ nicht ab, was die meis-ten wirklich denken. Beides hat fatale Folgen: Die Belange von Frauen stehen genauso auf dem Spiel wie die von homo- und bi-sexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen und ande-ren, deren ‚Rollenverhalten‘ oder sexuelles Begehren verachtet und verfolgt wird. Die Fragen, die diskutiert werden müssen, sind weitreichend: Wie wird in der heutigen Geschlechterordnung patriarchale Herr-schaft ausgeübt? Wie ist es in unserer hochindividualisierten Massengesellschaft um das ‚mit sich identische‘ Selbst bestellt? Was bedeutet geschlechtliche Selbstbestimmung? Welchen Stel-lenwert hat körperliche Unversehrtheit in diesem Zusammen-hang? Die bestehende Gesellschaft weicht, wo es geht, einer Auseinan-dersetzung mit ihren Grundtatsachen aus. Das verhindert die Ab-schaffung menschenfeindlicher Strukturen. Inwieweit kann in die-ser Gemengelage die aktuelle Debatte um Geschlecht und Identi-tät der Befreiung aller zuträglich sein? Um das zu klären, wollen wir von Widerstand und Anpassung reden; von geschlechtsspezi-fischer Gewalt und Flucht in Fiktionen; von Konfliktvermeidung und Verblendungszusammenhängen – und nicht zuletzt von dem Gefühl, falsch beschaffen und nie genug (da) zu sein. Wir haben keine fertigen Antworten. Stattdessen wollen wir ver-suchen, den gestellten Fragen im gemeinsamen Gespräch auf den Grund zu gehen. Bettina Fellmann wird über Identität und Erfahrung reden, sowie über das Verhältnis von vorgestellter und materieller Wirklichkeit, Jörg Finkenberger über Geschlechtskonformität und Selbsthass. Danach offene Diskussion.