Junge Welt Leseinitiative gründet sich +++ Einladung zur Übertragung der Rosa Luxemburg Konferenz 2023 am 14. Januar in der Schwarzen Katze

Folgende Nachricht hat uns erreicht und wir teilen sie gerne mit euch:

Bald ist es soweit, die 28. Rosa Luxemburg Konferenz steht vor der Tür. Doch für Alle, die dieses Jahr nicht nach Berlin fahren können, werden wir diese in Nürnberg live streamen. Wir planen am Samstag, 14.01 im Stadtteilladen Schwarze Katze den Stream der RLK zu veranstalten.

Vor Ort gibt es neben Getränken & Glühwein, noch ganztägig ein Buffet zur leiblichen Versorgung. Ab 09:30 Uhr soll es los gehen. Gestreamt wird den ganzen Tag. Die Veranstaltung ist als offene Veranstaltung geplant, daher kann jederzeit dazu gestoßen werden.

Das aktuelle Programm der RLK findet sich hier: https://www.jungewelt.de/rlk/de/node/161.programm.html

Stadtteilladen Schwarze Katze

Untere Seitenstraße 1
90443 Nürnberg

Doch am 14.01 soll es nicht nur um die RLK in Berlin gehen. Auch hier in Nürnberg tut sich einiges. Wir freuen uns bekannt geben zu können, dass sich nun offiziell eine Leserinitiative der jungen Welt gründen wird. Am 14.01 wollen wir uns auch über die Situation und Gruppe hier in Nürnberg austauschen. Wenn Du Lust hast bei der Initiative mitzuhelfen und Dich auszutauschen, komm gern am 14.01 zur Veranstaltung dazu. Dort können wir alles weitere besprechen.

Du hast Fragen oder Anmerkungen?

Dann schreib uns gerne unter: leser-nbg@systemli.org

Leserinitiative Nürnberg der jW

drucken | 8. Januar 2023 | redside

Terminkalender

Dienstag, 31.01.2023

Gegen die Eskalation der „Gender-Debatte“ - Eine Einladung zum Gespräch

31. Januar 2023 || 18.30 Uhr || SCHWARZE KATZE || Untere Seitenstraße 1 || 90429 Nürnberg || Veranstaltung von Bettina Fellmann & Jörg Finkenberger Warum wird die Debatte um Geschlechtsidentität so emotional geführt? Warum laufen Auseinandersetzungen häufig auf Beleidi-gungen und Übergriffe hinaus? Viele vermeiden, überhaupt über dieses Thema zu reden. Die einen haben Angst, sich dazu zu äu-ßern, weil sie niemanden verletzen möchten – oder nicht selbst angegriffen werden wollen. Andere machen sich über die Ableh-nung lustig, die einige Menschen ihrem körperlichen Geschlecht gegenüber empfinden. Die gesellschaftliche Debatte führt zu einer Blockbildung, bei der die einzelnen Blöcke fortwährend unversöhnlich aufeinander einhauen. Das ist bekanntermaßen nicht nur bei diesem Thema so. Dabei bildet ‚die öffentliche Meinung‘ nicht ab, was die meis-ten wirklich denken. Beides hat fatale Folgen: Die Belange von Frauen stehen genauso auf dem Spiel wie die von homo- und bi-sexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen und ande-ren, deren ‚Rollenverhalten‘ oder sexuelles Begehren verachtet und verfolgt wird. Die Fragen, die diskutiert werden müssen, sind weitreichend: Wie wird in der heutigen Geschlechterordnung patriarchale Herr-schaft ausgeübt? Wie ist es in unserer hochindividualisierten Massengesellschaft um das ‚mit sich identische‘ Selbst bestellt? Was bedeutet geschlechtliche Selbstbestimmung? Welchen Stel-lenwert hat körperliche Unversehrtheit in diesem Zusammen-hang? Die bestehende Gesellschaft weicht, wo es geht, einer Auseinan-dersetzung mit ihren Grundtatsachen aus. Das verhindert die Ab-schaffung menschenfeindlicher Strukturen. Inwieweit kann in die-ser Gemengelage die aktuelle Debatte um Geschlecht und Identi-tät der Befreiung aller zuträglich sein? Um das zu klären, wollen wir von Widerstand und Anpassung reden; von geschlechtsspezi-fischer Gewalt und Flucht in Fiktionen; von Konfliktvermeidung und Verblendungszusammenhängen – und nicht zuletzt von dem Gefühl, falsch beschaffen und nie genug (da) zu sein. Wir haben keine fertigen Antworten. Stattdessen wollen wir ver-suchen, den gestellten Fragen im gemeinsamen Gespräch auf den Grund zu gehen. Bettina Fellmann wird über Identität und Erfahrung reden, sowie über das Verhältnis von vorgestellter und materieller Wirklichkeit, Jörg Finkenberger über Geschlechtskonformität und Selbsthass. Danach offene Diskussion.