Archive – Autor

Bericht vom zweiten Prozesstag gegen eine Mietaktivistin

Am Mittwoch, den 22. Mai fand der zweite Prozesstag gegen eine Mietaktivistin statt. Zur Erinnerung: sie wurde wegen des öffentlichen Aufrufs zu Straftaten angeklagt. Am selben Tag einer Demonstration gegen Mietenwahnsinn und Sozialabbau wurden damals mehrere Häuser in Nürnberg scheinbesetzt. Die AktivistInnen hatten der Abschlusskundgebung der Demo ein solidarisches Grußwort zukommen lassen. Ursprünglich wurde der Mietaktivistin vorgeworfen, sie habe im Anschluss an das Verlesens dieses Grußwortes selbst zu Besetzungen aufgerufen.

Bereits beim ersten Prozesstag hatte der leitende Ermittler und einzige akten-bekannte Zeuge – ein Staatsschutzpolizist – schon ausgesagt, sie habe doch nur gelesen. Allerdings stand der kämpferische Ton der Rednerin dann plötzlich im Mittelpunkt des Interesses von Richterin und Staatsanwaltschaft.

Auch der zweite Prozesstag begann mit fast beispielloser Lächerlichkeit. (mehr …)

drucken | 17. Juni 2019 | organisierte autonomie (OA)

Antifa-Aktionskneipe im Juni – Vortrag über Nazisstrukturen in der Region

Antifa-Aktionskneipe im Juni – Vortrag über Nazisstrukturen in der Region

Antifa-Aktionskneipe 21.06.2019 – 19:00Uhr – 20:00Uhr Offenes Antifatreffen – Ab 20:00Uhr Vortrag über Nazistrukturen in der Region

In der Antifa-Kneipe im Juni beschäftigen wir uns mit den Nazi-Strukturen in der Region. Im Vortrag werden unter Anderem die Fragen geklärt welche Neonaziorganisationen gibt es hier? Was ist ihre Strategie? Wer sind die Führenden Köpfe? und Welche antifaschistischen Aktionen waren in der Vergangenheit erfolgreich gegen die FaschistInnen? Vor dem Vortrag gibt es von 19-20Uhr, für alle die Aktiv werden wollen gegen Rechts, das Offene Antifatreffen  und wie immer Leckere Volxküche und Kühle Getränke.

Was macht die Antifa Aktionskneipe? (mehr …)

drucken | 4. Juni 2019 | organisierte autonomie (OA)

Zum 31. Mai: Zwei Jahre nach den Ereignissen am Berliner Platz

Zum 31. Mai: Zwei Jahre nach den Ereignissen am Berliner Platz

Vor zwei Jahren, am 31. Mai 2017, sollte Asif N. aus dem Klassenzimmer der Berufsschule, die er besuchte, abgeschoben werden. Seine MitschülerInnen solidarisierten sich sofort und verhinderten die Abfahrt des Polizeiwagens durch eine Sitzblockade. Über zwei Stunden konnte so die Deportation nach Afghanistan verhindert werden. Die Blockade und der Protest gegen die Abschiebung wuchs in den zwei Stunden auf etwa 300 Menschen an. Aufgrund der damaligen politischen Linie der bayerischen Regierung wurde die Abschiebung von der Polizei nicht abgebrochen. Stattdessen wurde Verstärkung geholt, um die Abschiebung mit roher Gewalt durchzusetzen. Mit dem Eintreffen der Erlanger Bereitschaftspolizeieinheit änderte sich das Vorgehen der Polizei. Die Polizei prügelte AktivistInnen mit Schlagstöcken und setzte Pfefferspray ein. Letztlich gelang der Abtransport des Berufsschülers. Bereits vor den Ereignissen am Berliner Platz war ein erneuter Anschlag in der Hauptstadt Afghanistans bekannt. Wir können wohl vermuten, dass vor diesem Hintergrund der eindrucksvolle Protest in Kombination mit der medial präsenten Polizeigewalt dazu führten, dass die für diesen Tag geplante Sammelabschiebung nach Afghanistan durch die Bundesregierung ausgesetzt wurde. Durch dieses Zusammenspiel von Ereignissen war eine Abschiebung in ein Kriegsgebiet nicht mehr zu rechtfertigen. (mehr …)

drucken | 30. Mai 2019 | organisierte autonomie (OA)

Hinterhof-Flohmarkt im Zeichen der Solidarität

Am 18.Mai und am 25.Mai fand in Gostenhof der Hinterhof-Flohmarkt statt. AktivistInnen der organisierten autonomie und der Initiative Mietenwahnsinn stoppen nutzten die Gelegenheit und machten zum nun schon dritten Mal im Stadtteilladen Schwarze Katze die Pforten auf.

Im Laufe des Tages kamen so etliche Interessierte in die Räume, teils zum ersten Mal, teils bekannte Gesichter, die sich informieren, Trödel kaufen, einfach nur einen Kaffee trinken oder Kuchen essen wollten. Bei schönem Wetter wurde sich ausgetauscht und diskutiert.

Die Einnahmen kamen in diesem Jahr der Mietaktivistin zugute, die für das zitieren eines solidarischen Grußwortes einen Prozess wegen des Vorwurfes „Aufruf zu Straftaten“ hat. Wir wollen uns bei denjenigen Bedanken, die ihre Sachen zum verkauf gespendet und so die Mietaktivist unterstützt haben. Das Verfahren ist allerdings noch nicht vorbei, nach zwei Prozesstagen, ist das Verfahren jetzt ausgesetzt. Es finden 

Nachermittlungen durch die Justiz statt, bei denen sie nun doch irgendwas für ihre lächerliche Farce finden und dass bis zur Verurteilung weiter treiben wollen.

Während des Flohmarktes hingen AktivistInnen gut sichtbar Plakate im Stadtteil zu den Themen Miete, Antifaschismus und Lohnabhängigkeit auf.

Ebenso wurde auf die Veranstaltung „Stadtteilclub reclaim Gostenhof zu Thema: Enteignen – verkollektivieren – vergesellschaften!?“ im Stadtteilladen Schwarze Katze aufmerksam gemacht.

 

 

drucken | 27. Mai 2019 | organisierte autonomie (OA)

Nazipropaganda? Muss man nicht Aushalten! AntifaschistInnen demonstrieren gegen Stadtreklame und SPD.

Gestern am 22. Mai 2019 Demonstrierten über 30 Personen gegen die Unterstützung von Nazipropaganda durch die Nürnberger Stadtreklame und die nürnberger SPD. Das Unternehmen hatte über 300 Plakate der Neonazipartei NPD auf ihren kommerziellen Werbeflächen plakatiert. Die Stadtreklame macht mit den Neonaziplakaten Gewinn und hing die Plakate der NPD in der Nähe des NSU-Tatorts Scharrerstraße und am Platz der Opfer des Faschismus auf.

Auf der Kundgebung vor dem Nürnberger Rathaus wurde mit Transparenten und Flugblättern auf diesen Skandal Hingewiesen und Gefordert, dass die Stadtreklame sofort die Plakate überkleben soll und keine Aufträge von Faschisten mehr annehmen soll. In einem Redebeitrag der Organisierten Autonomie wurde außerdem darauf Hingewiesen das die SPD einen Großen personellen wie institutionellen Einfluss auf die Stadtreklame hat, den die Sozialdemokraten aber nicht nutzen um etwas gegen die Wahlplakate der Faschisten zu unternehmen. (mehr …)

drucken | 23. Mai 2019 | organisierte autonomie (OA)

Kundgebung gegen Unterstützung der NPD durch SPD und Stadtreklame – „Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda! Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen!“

Kundgebung gegen Unterstützung der NPD durch SPD und Stadtreklame – „Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda! Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen!“

+++ Kundgebung Nürnberger Rathaus +++ Mittwoch, 22.5. +++ 17:30 Uhr +++ Paralell läuft die Sitzung des Stadtrats +++ Auf die Straße gegen Nazipropaganda! +++

SPD und Stadtreklame unterstützen NPD!

Hunderte Plakate der Neonazipartei NPD kleben im Nürnberger Stadtgebiet. Es sind nicht die üblichen Wahlplakate an Laternen und Bäumen sondern auf kommerziellen Werbeflächen der Stadtreklame Nürnberg GmbH. Die zutiefst rassis­tischen Plakate der NPD hängen extra hoch an Litfaßsäulen und Plakatwänden, wohl um es Menschen zu erschweren die Neonazi-Hetze zu entfernen. Zusätzlich ist es ein Skandal, dass NPD Werbung auch am Platz der Opfer des Faschis­mus und in der Scharrerstraße plakatiert sind. Hier wurde Ismail Yaşar von den Rechtsterroristen des NSU ermordet. In der Stadt der Reichsparteitage und NSU Morde darf eine Partei, die in der direkten Nachfolge der NSDAP steht, nun ungestört Propaganda machen für ihr menschenverachtendes Weltbild.

Wie kann das sein? (mehr …)

drucken | 21. Mai 2019 | organisierte autonomie (OA)

Kundgebung gegen Unterstützung der NPD durch SPD und Stadtreklame

Kundgebung gegen Unterstützung der NPD durch SPD und Stadtreklame

+++ Kundgebung Nürnberger Rathaus +++ Mittwoch, 22.5. +++ 17:30 Uhr +++

Im Nürnberger Stadtbild kleben auf Litfaßsäulen und Plakatwänden der Stadtreklame Nürnberg über 400 Plakate der Neonazipartei NPD. Im Gegensatz zu den „normalen“ Wahlplakaten am Laternenmast handelt es sich hierbei um kommerzielle Werbeflächen und nicht um staatlich bereitgestellte Möglichkeiten zur Wahlwerbung. Doch wie nun AntifaschistInnen auf Indymedia veröffentlicht haben und die Bild Zeitung, sowie Radio Z  berichtet haben, profitiert auch die SPD von den Werbeaufträgen der NPD. Die SPD ist über eine Firma zu 50% an der Stadtreklame beteiligt und verdient so an jedem geklebten Plakat der Stadtreklame mit. Schon seit Jahren wird in jedem Wahlkampf von der Stadtreklame Werbung für die NPD und auch für die AfD geklebt. (mehr …)

drucken | 20. Mai 2019 | organisierte autonomie (OA)

Unsere Solidarität – gegen ihre Repression.. Papierflieger senden Botschaft ans Amtsgericht

Unsere Solidarität – gegen ihre Repression.. Papierflieger senden Botschaft ans Amtsgericht

Wir dokumentieren den Bericht des 8.Märzbündnis zur Mal- und Bastelaktion am 17.05…

Über 30 AktivistInnen, darunter zahlreiche geflüchtete Frauen, solidarisierten sich heute in aller Frühe mit der angeklagten Anmelderin, die wegen Papierfliegern vor Gericht stehen sollte. In einer angeleiteten Bastelaktion wurden zahlreiche Papierflieger gefaltet und mit politischen Forderungen wie „Kein Mensch ist illegal! Bleiberecht überall!“, „Stop deportation!“, „Frauen und Kinder raus aus den Lagern!“ beschriftet.

(mehr …)

drucken | 18. Mai 2019 | organisierte autonomie (OA)

Radio Revolution April / Mai

Die April Sendung von Radio Revolution widmet sich anläßlich des 25. Geburtstags des Antifa-Aktionsbündnis Nürnberg der Geschichte des AAB.

Die Mai Sendung dreht sich Thematisch um das Fight Back Festival.

In beiden Sendungen gibt es zusätzlich wie immer die Antifa-News.

„Radio Revolution – Nachrichten aus Antifa und Bewegung!“

(mehr …)

drucken | 17. Mai 2019 | organisierte autonomie (OA)

25.Mai: Stadtteilclub reclaim Gostenhof zu Thema: Enteignen – verkollektivieren – vergesellschaften!?

Samstag 25.Mai’19 || ab 19:00 Uhr || im Stadtteil-Laden Schwarze Katze || Untere Seitenstr. 1 am Jamnitzerplatz

19 bis 20 Uhr: offenes Treffen und offene Anlaufstelle der Initiative Mietenwahnsinn stoppen || Veranstaltungsbeginn: 20:15 Uhr.

Seit einigen Monaten wird bundesweit in den Medien so wie in großen Teilen der Bevölkerung über die Enteignung von Unternehmen diskutiert um den immer größer werdenden sozialen Widersprüchen im Kapitalismus Herr zu werden. Ob im Rahmen der Berliner Kampagne „Deutsche Wohnen & Co enteignen“, die es sich zum Ziel gesetzt hat ein Volksbegehren zur Enteignung von Immobilienkonzernen durchzusetzen oder PolitikerInnen, die Wahlkampf betreiben: die „Heilige Kuh“ Privateigentum wird wieder zunehmend in Frage gestellt. Anlass genug für uns um im kommenden Stadtteilclub der Geschichte, den Formen und aktuellen Perspektiven von Enteignung nachzugehen und ihre Bedeutung, wie auch Möglichkeiten für unseren Alltag zu diskutieren.

drucken | 15. Mai 2019 | organisierte autonomie (OA)

Skandalöser Prozess gegen Mietaktivistin wird am 22. Mai um 08:30 Uhr fortgesetzt! Kundgebung und solidarische Prozessbegleitung ab 07:45 Uhr vor dem Amtsgericht Nürnberg

Skandalöser Prozess gegen Mietaktivistin wird am 22. Mai um 08:30 Uhr fortgesetzt! Kundgebung und solidarische Prozessbegleitung ab 07:45 Uhr vor dem Amtsgericht Nürnberg

Am 02. Mai wurde eine Mietaktivistin vor Gericht gezerrt. Ihr wird vorgeworfen, bei der Demonstration am 14. Juli 2018 unter dem Motto „Auf die Straße gegen Sozialabbau und Mietenwahnsinn! Mieten runter – Einkommen rauf! Kapitalismus abschaffen!“ öffentlich zu Straftaten aufgerufen zu haben. Konkret soll sie ein solidarisches Grußwort verlesen haben, das der Demonstration von AktivistInnen zugespielt wurde, die an jenem Tag unter dem Namen „Sektionbesteztwas“ mehrere Häuser in Nürnberg symbolisch besetzt hatten. Im Anschluss an das Verlesen soll sie selbst einen Aufruf zur Besetzung von Leerstand hinzugefügt haben – so die Anklage, die sich einzig und allein auf die Zeugenaussage eines Nürnberger Staatsschutzpolizisten beruft. Pikant, dass dieser einzige Zeuge auch noch der leitende Ermittler ist. Wenn es nach ihm geht, würde er wohl auch noch gleich den Richter spielen wollen. (mehr …)

drucken | 14. Mai 2019 | organisierte autonomie (OA)

Antifa-Aktionskneipe im Mai: Vortrag Was ist Antifa?

Antifa-Aktionskneipe am 17.05.2019 – ab 19:00Uhr offenes Antifatreffen – ab 20:00 Uhr Kurzvortrag Was ist Antifa? – Stadtteilladen Schwarze Katze – Untere Seitenstraße 1.

Nach unserem Antifa-Stadtrundgang und unserer Beteiligung am revolutionären 1.Mai strebt die Antifa-Aktionskneipe nach neuen Taten. Deshalb kommt Alle zum offenen Antifatreffen ab 19Uhr und plant fleißig mit!

Danach gibt es im Anschluss  ab 20Uhr einen kurzen Vortrag „Was ist Antifa?“: Gegründet wurde die antifaschistische Aktion 1932 als Sammlungsbewegung gegen den aufziehenden Faschismus in Deutschland. Trotz den Bemühungen der historischen Antifa konnte die Machtübertragung an die Nsdap nicht verhindert werden. Aber nach dem 2. Weltkrieg nahmen dann verschiedene Linke Gruppen den Kampf gegen den wiedererstarkenden Faschismus in der BRD auf. Heute ist angesichts der reaktionären Offensive des Staatsapparats und den Wahlerfolgen faschistischer Parteien in ganz Europa antifaschistische Politik wichtiger denn je. Im Vortrag geht es um die Geschichte, Theorie und Praxis der Antifaschistischen Bewegung in Deutschland.

Was macht die Antifa Aktionskneipe?

(mehr …)

drucken | 10. Mai 2019 | organisierte autonomie (OA)

Vorherige Seite

Was war los

18.06.1975
Andreas Baader verliest vor Gericht eine Erkl?rung der Stammheimer Gefangenen betreffend Isolationshaft und Folter. Anlass ist der Antrag der Verteidiger auf Anh?rung medizinischer Sachverst?ndiger und - damit zusammenh?ngend - Einstellung des Verfahrens wegen Verhandlungsunf?higkeit der Angeklagten infolge der Isolationshaft. Inhalt der Erkl?rung, deren Verlesung durch das Gericht 17-mal unterbrochen wird: Folter - kein revolution?rer Kampfbegriff; Aufkl?rung ?ber Folter ist letztlich gegen die Gefangenen gerichtet, wenn sie nicht mit der Propaganda des bewaffneten Kampfes verbunden wird.

Terminkalender

Juni 2019
Mo Di Mi Do Fr Sa So
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930