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Und wieder ein verrückter Einzeltäter – In Norwegen mordete der antimuslimische Rassismus

Am 22. Juli 2011 waren alle Augen auf Norwegen gerichtet, ein für die Medien eher uninteressantes Land am nördlichen Ende Europas. Anders Behring Breivik, selbsternannter Kreuzzügler und Tempelritter, vollbrachte an jenem Tag den bislang größten antimuslimischen Terrorakt in Europa. Um auf die „Islamisierung“ Europas aufmerksam zu machen, welche eine gemeinsame Verschwörung von „Kulturmarxisten“ und Muslimen sei, ließ Breivik zuerst im Regierungsviertel von Oslo eine Autobombe hochgehen, die acht Menschen tötete und mehrere Gebäude erheblich beschädigte. Anschließend fuhr er in Polizeiuniform und mit einer schusssicheren Weste auf die Insel Utoya, auf der sich das Zeltlager der Jugendorganisation der regierenden sozialdemokratischen Partei Arbeiderpartiet befand. Unter dem Vorwand, sie über den Bombenanschlag in Oslo informieren zu wollen, rief er die meist jugendlichen Anwesenden im Zeltlager zusammen und erschoss danach 69 von ihnen. (mehr …)

drucken | 23. August 2011 | barricada

barricada – Sommer [1] 2011

… nun auch endlich der erste Teil unserer Sommerausgabe im Internet …

Libyen, Krieg und Bürgerkrieg

Die NATO, welche vorgibt die Resolution 1973 des UN Sicherheitsrates und das mit der Resolution 1970 verfügte Waffenembargo durchzusetzen, macht natürlich keine Anstalten, die Aufrüstung der libyschen Rebellen (die etwa von Katar betrieben wird) zu unterbinden. mehr lesen

Nürnberger Kriegstagung trifft auf Protest
Bereits zum 12. Mal trafen sich am 24. und 25. Juni in Nürnberg BerufspolitikerInnen, Miltärs, WirtschaftsvertreterInnen und JournalistInnen zur „Nürnberger Sicherheitstagung“. mehr lesen

30 % Fahrpreiserhöhung? Schweinerei!
Für die nächsten drei Jahre hat sich die Stadt Nürnberg etwas ganz besonderes vorgenommen: Die Fahrpreise im öffentlichen Nahverkehr sollen um bis zu 30% steigen. mehr lesen

Flüchtlinge: Nicht willkommen in GoHo
Im Frühjahr 2012 soll in der Gartenstraße/Kohlenhofstraße in Gostenhof Ost ein Flüchtlingsheim mit circa 240 Betten eröffnet werden. mehr lesen

Die IMK 2011 – alles soll so bleiben wie es ist, nur noch ein wenig schlimmer
Im Juni war es mal wieder soweit: Die Innenministerkonferenz der Länder (IMK) 2011 fand in Frankfurt statt. Auf der Tagesordnung war von der neuen Gefahr der Salafisten (radikal islamische Strömung) über die Verlängerung der Anti- Terrorgesetze, Vorratsdatenspeicherung, Gewalt gegen Polizeibeamte bis zum Umgang mit so genannten Hooligans alles dabei. mehr lesen

drucken | 26. Juli 2011 | barricada

barricada – April 2011

… nicht nur in gut sortierten Infoläden, Kneipen und Buchläden zu finden sondern auch online ….

1. Mai 2011

Um euch einen Überblick über geplante und anstehende Aktivitäten zu geben, haben wir ein Interview mit den Genossinnen Andrea und Julia von der organisierten autonomie geführt, die Auskunft über den Stand der Mobilisierung, inhaltliche Schwerpunkte und vieles mehr gaben. Artikel lesen

Der Angriff auf Libyen

Seit dem 19. März bombardieren imperialistische Mächte die libysche Republik. Artikel lesen

Wehrsportgruppen-Hoffmann wieder auferstanden

Am Samstag, den 2. April, wurden rund 80 AntifaschistInnen Zeuge eines absurden Spektakels in der Nürnberger Südstadt. Artikel lesen

Links in Bewegung – April 2011:

+++ 100 Jahre internationaler Frauenkampftag gegen Gewalt, Sexismus und Patriarchat +++ Infoladen „Benario“ in Fürth eröffnet! +++ Revision im Rausch-Prozess +++

drucken | 23. April 2011 | barricada

barricada – März 2011

… nun gibt es sie auch endlich im Internet …

Schwerpunktthema: Revolutionäre Perspektiven für die „arabische“ Welt

Weitere Themen: +++ Prozess gegen den Neonazi Peter Rausch +++ 100 Jahre internationaler Frauenkampftag +++ Wenn Naziträume platzen – der Neonazigroßaufmarsch in Dresden wurde gestoppt +++ Links in Bewegung — Bundeswehr an Schulen? Ohne uns! — Proteste gegen das alljährliche Kriegstreibertreffen in München — 30 Jahre autonome Politik in Nürnberg +++

drucken | 4. März 2011 | barricada

barricada – Dezember 2010

Das war´s – Linksradikale Aktivitäten des (bald) vergangenen Jahres
2010 war auf jeden Fall ein Jahr, in dem es nicht an großen und kleinen Aktivitäten der Nürnberger radikalen Linken gemangelt hat. Im Gegenteil: Es war so viel los … mehr lesen

Links in Bewegung – Dezember 2010
Mobilität ist teuer – Solidarität kostet nichts! +++ Bundestagsbelagerung gegen das schwarz-gelbe Sparpaket +++ Leyla muss bleiben +++ Dreißigtausend am 13 November in Nürnberg gegen das Sparpaket aktiv +++ mehr lesen

Vertraute Gerüche

Integration, Unterschichten und Untermenschen – Teil2 und Schluss
In der letzten Ausgabe hatten wir Euch einige Gedanken zur Integrationsdebatte und ihren Hintergründen angeboten. Dass dabei wenig von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit die Rede war, hat sicher einige LeserInnen sicher gewundert. Auch in diesem zweiten Teil verzichten wir darauf darzulegen, warum Rassismus schlecht ist. Wir setzen die Überlegung fort, … mehr lesen

drucken | 15. Dezember 2010 | barricada

barricada – November 2010

… die sehr schnell vergriffene Ausgabe ist nun auch endliche online …

Atomausstieg ist Handarbeit
Die Aufkündigung des sogenannten Atomkompromisses durch die Bundesregierung, welche eine Laufzeitverlängerung für die deutschen Atomkraftwerke bedeutet, hat die Anti-Atombewegung wieder verstärkt auf den Plan gerufen. Nachdem die Proteste seit 2003 eigentlich eher stagnierten, erlebt die Bewegung in diesem Jahr ein neues Hoch.
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Stuttgart 21
Proteste gegen ein Prestigeprojekt oder: wie der Bürger zum Chaoten wurde.
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Der Herbst des Sozialtickets
Nachdem es um die Forderung nach einem Sozialticket in der ersten Hälfte dieses Jahres eher ruhig geworden war, legte das Bündnis Sozialticket im September wieder richtig los.
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Links in Bewegung – November 2010

+++ Krach schlagen gegen die soziale Realität +++ Nazis in Nürnberg, Fürth und vor Gericht +++
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Vertraute Gerüche
Die Kosten der Krise wurden gerade erfolgreich vergesellschaftet. Jetzt werden wieder munter Gewinne eingefahren, und die bleiben gefälligst privat. Immer dreister betreiben die Regierungsparteien ihre Umverteilungspolitik  von unten nach oben. Dass sie Politik für die Konzerne machen, versuchen FDP und CDU/CSU oft gar nicht mehr zu verbergen.  Der Unmut über die Regierung wächst merklich, und so manch eine/r erinnert sich noch gut daran, dass es SPD und Grüne waren, die vor zehn Jahren mit ihrer Agenda 2010 die Grundlage für die jetzige schwarz/gelbe Politik geschaffen hatten. Welch ein Zufall, dass gerade in dieser Situation eine Unterschichts-, Werte- und Integrationsdebatte daherkommt, mit einem „tabubrechenden“ Sozialdemokraten als Stichwortgeber. Wer soll aber eigentlich in was integriert werden und wozu? Warum dürfen die Ackermanns und Schaefflers „Parallelgesellschaften“ bilden? Wer rettet Deutschland vor der Selbstabschaffung? Diese „Debatte“ wirft viele Fragen auf. Wir bemühen uns natürlich einige davon zu beantworten.
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drucken | 25. November 2010 | barricada

barricada – August/September 2010

… und diesmal mit folgenden Themen:

Titel_0809_10Bundeswehr wegtreten! Aktionen gegen die Militarisierung der Gesellschaft
Deutschland präsentiert sich heute, an der Seite seiner NATO-Partner, als ein Hauptakteur der zunehmenden weltweiten Militärinterventionen. Mit der wachsenden Konkurrenz um Rohstoffe, Absatzmärkte und billige Arbeitskräfte wächst die Bereitschaft der großen kapitalistischen Staaten und ihrer Bündnisse, ihre Interessen weltweit mit Gewalt durchzusetzen. Und die BRD ist da selbstverständlich keine Ausnahme. Schritt für Schritt wurde die im Kalten Krieg geschaffene antikommunistisch ausgerichtete Massenarmee „Bundeswehr“ zu einer modernen, weltweit einsatzfähigen Interventionstruppe umgeformt. Und sie wird natürlich auch eingesetzt…. [mehr lesen]

Die Kurden in der Türkei – ein Einblick
Es ist mir zwar auf einer Seite nicht möglich die gesamte Geschichte Kurdistans nieder zu schreiben, aber immerhin ein Einblick, der die aktuelle Situation dort ein wenig transparenter macht, soll dem Leser/der Leserin an dieser Stelle ermöglicht werden. [mehr lesen]

Nordirland – ein jahrhunderte alter Konflikt.

Wieder gingen Bilder durch die Presse, die den Widerstand zumeist junger Menschen in Nordirland gegen den alljährlich stattfindenden Marsch der „Oranier“ durch die republikanischen Viertel zeigten. Die Medien deklarieren diesen Konflikt auch nach der langen Zeit des schwelenden Konflikts und auch wider besseren Wissens nach wie vor als religiöse Auseinandersetzung. Dass die Situation in Irland noch nie eine rein religiöse Frage war, ist jedoch mittlerweile weitreichend bekannt. Doch was genau treibt die heutige Jugend auf die Straße? Ist der Schlüssel zu ihrem Hass tatsächlich ein uralter Vertrag zwischen England und Irland? Wollen sie nach wie vor die Wiedervereinigung Irlands? Im Folgenden soll ein kurzer Überblick über die Geschichte des Inselstaates gegeben werden und der Konflikt als das beleuchtet werden, was er schon immer war und auch heute noch ist – eine soziale Frage. [mehr lesen]

Radios laufen, TVs laufen, CDs und MP3s laufen und du kannst im Internet Bücher kaufen.
Der Kapitalismus hält für alle gesellschaftlichen Klassen und Teile der selben Unterhaltung, Kultur und Information bereit und es gibt kein Thema, das sich nicht zur Vermarktung eignet. [mehr lesen]

drucken | 23. August 2010 | barricada

barricada – Juli 2010

lieber zu spät als nie online …

juli2010Das Manko von Bewegungen
Am 9. und 10. Juni fanden in Nürnberg Aktionen zum bundesweiten Bildungsstreik statt. In beiden Städten rief das Bildungsstreikbündnis Nürnberg/Erlangen zur Teilnahme an den Streikdemos auf. In Nürnberg … (mehr lesen)

Klassenkampf und Repression

Zwischen der ausbeutenden Klasse und den ausgebeuteten Klassen herrscht Krieg. Leider erkennen die Herrschenden diesen Umstand nach wie vor klarer als die Beherrschten, was für sie in mehrfacher Hinsicht einen entscheidenden Vorteil darstellt. Menschen, die ihre Möglichkeiten und die Umstände ihrer Existenz nicht erkennen, Menschen die sich gegeneinander ausspielen lassen und dazu gebracht werden können, die Partei ihrer Feinde zu ergreifen, sind leichter beherrschbar. Aufwendige und auf lange Sicht profitsenkende direkte Gewaltanwendung lässt sich reduzieren, wenn ein beträchtlicher Teil der Beherrschten die herrschende Ideologie verinnerlicht hat. (mehr lesen)

Es soll an uns gespart werden
Es ist sicherlich kein Zufall, dass die Bundesregierung ihr Sparpaket so kurz vor der Fußballweltmeisterschaft angekündigt hat. Im nationalen Fußballtaumel ist es halt eben für die meisten ProletarierInnen nicht so wichtig, was „die da oben“ gerade so treiben. Hauptsache die Nationalelf kommt weiter … (mehr lesen)

Die Nordkorea-Auswahl ein WM-Erlebnis das seinesgleichen sucht
Wahre Sturzbäche von Tränen sorgten, wie in zahlreichen anderen Metropolen auch, für Überschwemmungen im Stadtteil Gostenhof und verbannten die EinwohnerInnen so für einige Tage von den Fahrbahnen ihres Stadtteils. (mehr lesen)

Links in Bewegung – Juli 2010
+++ Sommer, Sonne, Subkultur +++ Auf viele Jahre mehr! Alles Gute zum 5. Geburtstag ALF! ++++

drucken | 23. Juli 2010 | barricada

barricada – Mai/Juni 2010

maijuni2010Das war der 1. Mai 2010
revolutionäre 1. Mai Demonstration in Nürnberg stop 2500 Menschen beteiligen sich an der Demo stop lokale Mobilisierung überschattet von faschistisch motiviertem Mordversuch an einem 17 jährigen Antifaschisten stop Empörung über die Rolle der lokalen Polizei und ihr Verhalten macht sich in einer Auseinandersetzung mit Sondereinheiten in Gostenhof Luft stop auch in zahlreichen anderen Städten finden eigenständige Demonstrationen der revolutionären Linken statt stop faschistische Gruppierungen versuchen wie in den vergangenen Jahren, mit staatlicher Genehmigung in mehreren Städten Aufmärsche durchzuführen stop starke antifaschistische Proteste und Blockaden sind die Folge stop alles weitere erfahrt ihr im folgenden Artikel … (mehr lesen)

Fight Back – Nazistrukturen bekämpfen! – „Freies Netz Süd“ zerschlagen!
Am Mittwoch, den 28.4.2010 geschieht in Nürnberg ein brutaler Angriff. Ein Faschist prügelt und tritt am frühen Nachmittag an der U-Bahn Haltestelle Plärrer einen jungen Mann, bis dieser leblos liegenbleibt. (mehr lesen)

Griechenland in Aufruhr! – Ein Signal für die ArbeiterInnen in der EU?

Korrupt sollen sie sein, über ihre Verhältnisse sollen sie gelebt haben. Aber anstatt Einsicht zu zeigen, gehen sie auf die Straße und fordern, entgegen jenem „gesunden Menschenverstand“, wie ihn die Springer-Presse vertritt auch noch, dass an ihnen nicht gespart werden soll. Im Fernsehen kann sich jede/r überzeugen, dass der Protest in Griechenland auch alles andere als gesittet abgeht. In der Krise streiken, „wo es doch ums anpacken geht“? Damit hat der Grieche kein Problem. Banken anzünden, Polizisten verprügeln, das Parlament stürmen? Auch das macht der Grieche gerne. Die Griechen, so muss es den meisten, von jahrzehntelanger Verzichtslogik gebeutelten deutschen SteuerzahlerInnen erscheinen, sind verrückt.
So weit die Propaganda der neoliberalen und der StandortnationalistInnen über die Krise (mehr lesen)

Heisser Sommer reloaded!
Das Ende des letzten Jahres war aufgeheizt: Hunderttausende von SchülerInnen, Azubis und Studierende trugen ihre Wut und ihren Widerstand gegen das Bildungssystem auf die Straße und rund 100 Hochschulen wurden europaweit teils über Monate besetzt gehalten. (mehr lesen)

drucken | 20. Mai 2010 | barricada

barricada – April 2010

… mit folgenden Themen …

titel_april_10Bolivien – Teil 3 und Schluss

Der dritte und letzte Teil unserer Serie über Bolivien. Teil 1 und Teil 2 könnt ihr natürlich online nachlesen ;)

klassenkämpferisch, blutig, feierlich, symbolisch, revolutionär! Die wechselvolle Geschichte des 1-Mai

In dem folgenden Artikel soll es darum gehen, wie der 1. Mai als Kampftag der Arbeiterklasse entstand, wie er Gegenstand zahlreicher Auseinandersetzungen wurde, was das für die ArbeiterInnenbewegung in Deutschland bedeutete und warum es auch dieses Jahr wieder am 1. Mai eine große revolutionäre Demo und ein internationalistisches Straßenfest geben wird.

Auf in einen revolutionären Fürther Frühling!
Anlässlich der Veranstaltungsreihe„revolutionary spring-action 2010“ der Jugendantifa Fürth wollten wir der noch recht neuen Gruppe ein paar Fragen stellen. Im folgenden Interview wird Dieter von der JAF aber nicht nur auf die Veranstaltungsreihe, sondern auch auf die aktuellen Entwicklungen in Fürth eingehen und einen allgemeinen Ausblick auf die geplanten Aktivitäten in nächster Zeit geben.

links in bewegung – April 2010

+++ Demonstration und Umzingelung des Nürnberger Rathauses +++ Tatortabsperrung- die Umzingelung des Nürnberger Rathauses +++ organisierte autonomie bewertet Demonstration und Aktion positiv +++ Feuer und Flamme dem Patriarchat! +++ schwarz-rot in Gostenhof +++

drucken | 5. April 2010 | barricada

barricada – März 2010

… mit folgenden Themen ….

titel_maerz_10Heraus zum 8. März, dem internationalen Frauenkampftag!
„Gegen Sexismus und Patriarchat – Hundert Jahre internationaler Frauenkampftag“ lautet das Motto der diesjährigen linken Aktivitäten zum 8. März, dem internationalen Frauenkampftag in Nürnberg. Linke und linksradikale Gruppen und Frauenprojekte und -vereine rufen zu Aktionen am 8. März und einer Demonstration auf…

Bolivien – Teil 2
In der letzten Ausgabe haben wir uns mit der Gründung und dem allmählichen Niedergang des bolivianischen Nationalstaates beschäftigt. Sogar in Landeskunde haben wir uns ein wenig versucht. Hier nun wie versprochen der zweite Teil unseres kleinen Überblicks zur Geschichte Boliviens…

10 Jahre Bolognaprozess! Für uns kein Grund zu feiern!
Im März 2010 jährt sich nun der Beginn des so genannten Bologna Prozess bereits zum zehnten Male. Im Rahmen dieses Prozesses arbeiten mittlerweile 46 Staaten an der Vereinheitlichung des Hochschulsystems…

Sie kamen nicht durch! Nazi-Großaufmarsch in Dresden verhindert.

Wie es jahrelang staatlicherseits eingeräumt wurde, sollte auch in diesem Jahr ein Nazi-Großaufmarsch, unterstützt von sämtlichen nationalsozialistischen Parteien, Organisationen und sogenannten Kameradschaften, am 13. Februar, anlässlich des Jahrestags der Bombardierung Dresdens im 2. Weltkrieg, stattfinden…

drucken | 5. März 2010 | barricada

barricada – Februar 2010

… mit folgenden Themen …

titel_feb_10Die Krise beenden: Kapitalismus abschaffen!
Ein Interview mit der organisierten autonomie (OA) zur geplanten Demonstration gegen die Folgen der Krise am 6. März in Nürnberg

Bolivien – Teil 1

Manche Länder Lateinamerikas scheinen für die Linke in Mitteleuropa uninteressanter zu sein als andere. Selbst dann, wenn sie Schauplatz wichtiger Entwicklungen sind. Manch andere Länder sind für ein oder zwei Jahrzehnte im Fokus der Metropolenlinken, weil dort eine bedeutende linke Strömung oder eine starke Guerillabewegung existiert und im besten Fall ein wirklich praktizierter proletarischer Internationalismus zustande kommt. Im schlechtesten Fall sind besagte Länder Teilen der Linken in Europa bloße Projektionsflächen für Revolutionsromantik. Die sozialen Bewegungen einiger Länder geraten schon lange zu wenig in unser Blickfeld. Paraguay oder selbst Brasilien sind gute Beispiele hierfür. Leider trifft diese Kritik auch die barricada, wie die Redaktion Ende November in ihrem Erdloch unter Nürnberg erschüttert feststellen musste …

Demo gegen Angriff auf Gewerkschaftsfreiheit
Das Berliner Kino Babylon Mitte ist eine Klitsche, wie es viele gibt: Miese Löhne und üble Arbeitsbedingungen, eine selbstherrliche Geschäftsleitung, die sich über geltendes Recht und die Rechte der Belegschaft hinwegsetzt, ohne mit der Wimper zu zucken. Die Geschäftsführer des Kinos wünschen keine Betriebsratsverseuchung und möchten eine gewerkschaftsfreie Zone im Babylon erhalten …

Neonaziaktivitäten in Nürnberg und Fürth

In den letzten Monaten kam es in Fürth immer wieder zu körperlichen Übergriffen von Nazis auf (vermeintliche) politische GegnerInnen. Auch im neuen Jahr kam es zu Anschlägen …

München Sicherheitskonferenz 2010
Vom 5. bis 7. Februar wollen sich ein weiteres mal Militärs, Kriegsminister der NATO-Staaten und Rüstungslobbyisten zu einer “Sicherheitskonferenz??? in München treffen. Die bürgerlichen Medien werden diese obszöne Traditionsveranstaltung wieder mit legitimierender Hofberichterstattung bedenken…

Links In Bewegung
+++ Demo für ein autonomes Zentrum +++ Frankfurt: Bildungsstreik Demo +++ WEF in Davos +++

drucken | 5. Februar 2010 | barricada

barricada – Januar 2010

… mit folgenden Themen ….

titel_jan_10Bildungsstreik.pause.Zeit für eine kritische Reflexion
barricada führte ein Interview mit zwei am Bildungsstreik beteiligten AktivistInnen, um dazu beizutragen, die Geschehnisse der letzten Monate zu resümieren. Dabei kann selbstverständlich kein Anspruch auf Vollständigkeit gewährleistet werden. Ausgangslage des Interviews ist die derzeitige „Winterpause“ der Streikenden an der GSO Hochschule Nürnberg.

From Hopenhagen to COPenhagen

Die Stimmung im Vorfeld des Klimagipfels in Kopenhagen vom 07.-18. Dezember war in erster Linie erwartungsvoll. Nicht selten fiel der Vergleich mit dem WTO-Gipfel in Seattle 1999, der Initialzündung der Antiglobalisierungsbewegung. Die Hoffnung auf eine erneute, kraftvolle Bewegung, auf globale Vernetzung und vor allem auf die Verbreitung antikapitalistischer Inhalte vor den Augen einer großen Öffentlichkeit war groß. Theoretisch war dies auch berechtigt, …

Fürth: Nazis machen sich erneut lächerlich
Am 19.12.2009 wollte die Gurkentruppe „Freie Nationalisten Nürnberg“, …

Griechenland:  Ein Jahr nach dem Aufstand

Im Dezember 2008 kam es zu den größten Straßenkämpfen in Griechenland seit Jahren. Konkreter Auslöser war die Erschießung des 15jährigen Schülers Alexandros Grigoropoulos am 6. Dezember durch den Polizisten Epaminondas Korkoneas. Nach dem Mord wurden Schulen und Universitäten besetzt, Polizeiwachen und andere Symbole des Staates angegriffen, Banken entglast, Geschäfte geplündert. In fast allen Städten Griechenlands kam es zu Aktionen und Demonstrationen, meist getragen von Jugendlichen. ….

links in Bewegung – Januar 2010
+++ Free Mumia Abu Jamal +++ Mumia Demo in Nürnberg +++ Mumia Abu Jamal im Nürnberger Stadtrat +++ Tønsberg das Weihnachtgeschäft vermießt +++ Sozialticket jetzt! +++ Zu Besuch beim Christkind +++

drucken | 5. Januar 2010 | barricada

Kulturindustrie für Wohnzimmerabenteurer

eine antikapitalistische Annäherung an Computerspiele

„Stockwerk für Stockwerk kämpfe ich mich zum Dach des Reichstages vor. Um mich herum höre ich Gewehrschüsse. Granaten explodieren und Maschinengewehre rattern. Noch eine Treppenwindung, dann müsste es geschafft sein. Vorsichtig umrunde ich geduckt das Geländer, das meine einzige Deckung darstellt. Ein schneller Blick um die Ecke und É verdammt! Zwei SS-Soldaten erwarten mich am Ende der Treppe. Sofort ziehe ich meinen Kopf zurück. Die Deutschen schreien „Achtung! Der Feind!“ und schon höre ich das charakteristische Klimpern einer Granate, die die Treppe herunter rollt. Doch ich behalte die Nerven. In den vielen Stunden zuvor ist mir das oft genug passiert. Ehrlich gesagt, etwa ein halbes Dutzend mal haben mich die Nazis in die Luft gesprengt, mit Blei durchsiebt oder sonst wie ums Eck gebracht. Begleitet von lautem Fluchen blieb mir dann nur, den Spielstand neu zu laden, bis ich es dann schließlich geschafft habe, das Dach des Reichstages zu erreichen und zuzusehen, wie unter dem Jubel Dutzender Sowjetsoldaten die Rote Fahne geschwenkt wird.“ (mehr …)

drucken | 21. Juli 2009 | barricada

Widerstand Lohnt sich!

Für die eigenen Interessen Kämpfen ebenfalls!  Aktionstage von Erwerbslosen in Nürnberg

LeuteZum Auftakt der geplanten Aktionstage wird die Aktionsgemeinschaft Nürnberger Arbeitsloser (ANA) am Freitag 24.07.09 am Weißen Turm im Rahmen einer Pressekonferenz eine Harz IV Zeltstadt eröffnen. Weiter geht es am Samstag dann unter dem Motto: „Arbeitslos nicht wehrlos“. Neben einer Kundgebung und zahlreichen Aktivitäten, plant das Nordbayerische Vernetzungstreffen der Erwerbslosen samt UnterstützerInnen,  in der Nürnberger Innenstadt am zweiten Aktionstag auch eine Demonstration durchzuführen. (mehr …)

drucken | 19. Juli 2009 | barricada

barricada – Juni 2009

… mit folgenden Themen …


60 Jahre Grundgesetz

Deutschland “feiert??? 60 Jahre Grundgesetz. Es heißt, dieses habe “Frieden, Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Sozialstaat und parlamentarische Demokratie??? begründet. [mehr lesen]

Bundesweiter Bildungsstreik 2009
…wie eine Schneeflocke. Eine allein ist harmlos, ein paar Dutzend sind schon ein Schneeball. Wenn du dann nicht aufpasst, hast du ratzfatz eine Lawine in der Hütte. [mehr lesen]

ArbeiterInnenbewegung, Revolution und Tradition – Der 1. Mai 2009
Seit fast 120 Jahren ist der 1. Mai der internationale Kampftag der ArbeiterInnenbewegung. Er wurde auf dem Gründungskongress der Zweiten Internationalen 1889 zum Gedenken an die Opfer des Haymarket Riot in Chicago, wo es um die Durchsetzung des 8-Stunden-Arbeitstages ging, als “Kampftag der Arbeiterbewegung??? ausgerufen. [mehr lesen]

Links in Bewegung – Juni 2009
Lagerschlussverkauf AntirassistischeAktionstage in München +++ Räumung in Erfurt – Spontandemo in Nürnberg +++ Banküberfall – ein Weg aus der Krise? +++ Zu Besuch bei TØNSBERG +++ Aus unserer Reihe zu Besuch bei TØNSBERG – das Monument der Beleidigung +++ [mehr lesen]

drucken | 4. Juni 2009 | redside

barricada – April 2009

… mit folgenden Themen …


Anti-Antifa vor Gericht

Bürgerinitiative Ausländerstopp-Stadtrat Sebastian Schmaus steht am 7. Mai schon wieder vor Gericht. Nein, es geht nicht schon wieder darum, dass er stockbesoffen Auto gefahren ist, weshalb er  vor kurzem zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt wurde. Tatsächlich hat es die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth vor etwa zwei Monaten geschafft, Schmaus einen Strafbefehl wegen seiner Betätigung als Fotograf für die Nazitruppe „Anti-Antifa Nürnberg“ zuzustellen. [mehr lesen]

Unsere Revolution statt eurer Krise! Der 1. Mai steht vor der Tür

Unter dem Motto „Unsere Revolution statt eurer Krise! Banken und Konzerne enteignen und vergesellschaften. Kapitalismus abschaffen!“ rufen zahlreiche Gruppen, Initiativen und Organisationen zur diesjährigen revolutionären 1. Mai-Demonstration in Nürnberg auf. [mehr lesen]

Finanzmarktkrise, Systemkrise, Epochenumbruch oder was? Teil2
Wo sollen wir beginnen mit der Vorgeschichte der aktuellen Krise? Jeder Abschnitt in einem Krisenzyklus fußt auf vorangegangenen ökonomischen und politischen Entwicklungen. Der Streit darüber, auf welchen Zeitpunkt der “Beginn??? der Entwicklung zu setzen ist, aus der die jetzige Weltwirtschaftskrise resultiert, ist also müßig.
Einige Jahrzehnte zurück müssen wir aber schon gehen, … [mehr lesen]

Krise? Welche Krise?
Aufklärungsarbeit zur aktuellen Krise des Kapitalismus leistet natürlich nicht nur diese Zeitung (siehe S. 6), sondern auch einige linksradikale Akteure haben sich dem Thema angenommen. [mehr lesen]

Make NATO History – ein interview zu den aktivitäten gegen den NATO-Gipfel
Am 3. und 4. April trafen sich politisch und militärisch Verantwortliche der NATO in Strasbourg, Kehl und Baden-Baden, um über militärische Strategien zu diskutieren und das 60. Jubiläum der NATO zu feiern. Doch konnten die PolitikerInnen ihre Bereitschaft für die Interessen des Kapitals über Leichen zu gehen nicht ungestört zur Schau stellen. Ca. 30.000 Menschen protestierten vor Ort… [mehr lesen]

Soziale Kämpfe in der Region
Sozialticketbündnis für Nürnberg-Fürth-Erlangen gegründet – Demo für Stromsozialtarif in Fürth [mehr lesen]

drucken | 9. April 2009 | barricada

barricada – März 2009

… mit folgenden Themen …

Finanzmarktkrise, Systemkrise, Epochenumbruch oder was? Teil1
Zeitpunkt und Ausmaß der Weltwirtschaftskrise haben die radikale Linke weitgehend unvorbereitet getroffen und durchaus überrascht. Die bürgerlichen PolitikerInnen machen ihren Job. Sie arbeiten, wie schon immer, so auch in der Krise, im Interesse der KapitalistInnenklasse an der Aufrechterhaltung des profitwirtschaftlichen Systems. Kein politisches Medium, das nicht schon seinen Senf zur Situation abgegeben hätte. [mehr lesen]

Frauenrechte weltweit durchsetzen – auch in Nürnberg
Unter diesem Motto ruft ein von der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen ins Leben gerufenes Bündnis zu einer Demonstration anlässlich des internationalen Frauenkampftages in Nürnberg auf. [mehr lesen]

Fürth – Nazitreffpunkte dicht machen
Neue Staffel – “Kurzbeschreibung
Die Neue Staffel der Serie über den Heimatvertriebenen Fürther Neonazi Fischer und seine Kameraden ist angelaufen. Ihr erinnert euch? [mehr lesen]

Gegen den NATO-Gipfel in Straßburg, Kehl und Baden-Baden
Am 4. April jährt sich zum 60. Mal die Gründung der NATO, dem Militärbündnis der westlichen Industriestaaten. Im Rahmen eines NATO-Gipfels in Straßburg, Baden-Baden und Kehl soll dieses Jubiläum kräftig gefeiert werden. [mehr lesen]

one struggle one fight
AZ muss her & KV bleibt

Knapp 2000 Menschen beteiligten sich am 28. Februar an einer Demonstration für den Erhalt des Kunstvereins (KV), forderten die Stadt Nürnberg auf die Finger von den eh schon wenigen subkulturellen Einrichtungen zu lassen und nach jahrelangen Verhandlungen endlich ein Haus für ein Autonomes Zentrum (AZ) zur Verfügung zu stellen. [mehr lesen]

Mobilität für Alle!
Initiative für ein Sozialticket startet durch
In den letzten Jahren sind die Preise für den öffentlichen Nahverkehr in der Region, sprich im Gebiet des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg (VGN) stark gestiegen.  [mehr leseh]

drucken | 4. März 2009 | barricada

barricada – Februar 2009

… mit folgenden Themen …

Krieg im Gaza Streifen
Am 27. Dezember 2008 begann die israelische Luftwaffe den Gazastreifen anzugreifen. In den Wochen darauf  folgten Vorstöße von Panzer- und Infanterieverbänden. Bis Ende Januar 2009 zerstörte die israelische Armee einen erheblichen Teil der Infrastruktur und der Gebäude im Gazastreifen, über 1300 Menschen sind durch den Angriff ums Leben gekommen, Tausende wurden verletzt. Der überwiegende Teil der Kriegsopfer sind ZivilistInnen. Weltweit protestierten Hunderttausende gegen diesen Krieg. Die Reaktion der Linken in Deutschland allerdings blieb uneinheitlich und sehr schwach. Vor allem unter diesem Gesichtspunkt werden in folgendem Artikel einige Hintergründe und Aspekte des Konflikts erörtert. [mehr lesen]

Geschichte der Autonomen in Nürnberg – Teil 4

In den vorangegangenen Teilen [1, 2 und 3] unserer Reihe zur Geschichte der Nürnberger Autonomen in den 80er Jahren, haben wir deren Entwicklung von den Anfängen in der lokalen Hausbesetzerbewegung, hin zu den militanten Kämpfen gegen die Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf und den ersten klassenkämpferischen Ansätzen vor Ort nachvollzogen. Wir befinden uns nun im Jahre 1988 und setzen unsere Reihe fort. [mehr lesen]

Vergewaltigung in Nürnberger Flüchtlingsheim
Dass Flüchtlinge in Lagern zusammengepfercht, abgeschoben und schikaniert werden gehört in Deutschland zum Alltag. Dass manche Flüchtlinge Opfer  schwerster Verbrechen werden und die Täter straffrei ausgehen, ist ebenso Teil der von den Herrschenden gewollten Normalität.
Ein Beispiel für den nicht alltäglichen Mut eines der Opfer, sich öffentlich zur Wehr zu setzen ist der Vergewaltigungsfall, der im Januar vor dem Nürnberger Landgericht verhandelt wurde. [mehr lesen]

KV bleibt…
Seit der Schließung des KOMM 1997 nahmen in Nürnberg die Möglichkeiten, Kultur frei und unabhängig von kommerziellen Absichten zu gestalten stetig ab. Jetzt ist auch der Kunstverein, eine der letzten selbstverwalteten Bastionen unkommerzieller Kunst in Nürnberg, in seiner Existenz bedroht. [mehr lesen]

Tønsberg – Ein Anlaufpunkt für Nazis und der Widerstand dagegen

In Nürnberg gibt es seit Ende November in der Innenstadt ein Bekleidungsgeschäft, das als Treffpunkt der überregionalen Naziszene fungiert. [mehr lesen]

drucken | 16. Februar 2009 | barricada

barricada – Dezember 2008

… mit folgenden Themen …

Alexis Grigoropoulos- Das war Mord!
Wie alle Geschichten über Polizeigewalt hat auch diese zwei Versionen: die offizielle Version -also die der Polizei- und die inoffizielle Version -die der Augenzeugen [mehr lesen]

Aktionen gegen staatliche Repression in Nürnberg und Fürth
Bereits zum dritten Mal innerhalb von wenigen Wochen wurde vom Landgericht Nürnberg-Fürth ein Urteil des umstrittenen Fürther Jugendrichters Gerd Engelhardt teilweise aufgehoben [mehr lesen]

Geschichte der Autonomen in Nürnberg – Teil 3
Hier nun der dritte Teil unserer Fortsetzungsgeschichte: Militante Kämpfe gegen die Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf, klassenkämpferische Ansätze vor Ort, erste Aktivitäten zum 1. Mai, neue AktivistInnen und Widersprüche in der Bewegung [mehr lesen]

Tønsberg dichtmachen

Ende November eröffnete in Nürnberg ein “Tønsberg???-Laden, der die bei FaschistInnen beliebte Marke Thor Steinar verkauft. Bereits am Tag der Eröffnung protestierten einige Menschen gegen den Laden. Einen Tag später gab es dann die erste größere Kundgebung [mehr lesen]


barricada
– Dezember 2008

drucken | 12. Dezember 2008 | barricada

Antifaschistischer Widerstand in Gräfenberg

Antifaschistische AktionMehr als 300 DemonstrantInnen folgten dem Aufruf antifaschistischer Gruppen aus Nürnberg und Fürth zur gemeinsamen Bündnisdemonstration in Gräfenberg. Unter dem Motto „NS-Verherrlichung stoppen! Kein Fußbreit dem Faschismus!“ hatte ein Bündnis verschiedener linker und autonomer Gruppen, verschiedener Bündnisse gegen Rechtsextremismus aus Nürnberg und Fürth, kirchlichen Initiativen gemeinsam mit dem Gräfenberger Bürgerforum eine Demonstration angemeldet. (mehr …)

drucken | 17. November 2008 | Antifaschistisches Aktionsbündnis

barricada – November 2008

… die Novemberausgabe beschäftigt sich unter anderem mit folgende Themen:

13. Linke Literaturmesse
Vom 14. bis 16. November hat das politisch interessierte Publikum in Nürnberg erneut die Gelegenheit, ausgiebig seiner Leseleidenschaft nachzugehen. Die 13. Linke Literaturmesse öffnet für 18 Stunden ihre Türen … [mehr lesen]

Geschichte der Autonomen in Nürnberg – Teil 2

Im ersten Teil unserer Serie über die Nürnberger Autonomen in den 80er Jahren ließen wir die Häuserkampfbewegung Revue passieren. Hausbesetzungen, Spaßguerilla-Aktivitäten, Demonstrationen und militante Aktionen waren die Ausdrucksformen der Bewegung, aus deren Kernen sich die AktivistInnen der autonomen Gruppen herausbildeten [mehr lesen]

Autonomes Bündnis für Recht, Ordnung und Sicherheit.

Autonome in Anzug und Krawatte, die gegen Berufschaoten aus Wirtschaft, Politik, Justiz und Polizei wettern? Klar: Das autonome Bündnis für Recht, Ordnung und Sicherheit nutzte wieder einmal die Fußgängerzonen [mehr lesen]

Kriminell ist das System und nicht der Widerstand!

Fürth, vor fast genau einem Jahr: In der Nacht vom 2. auf den 3. November wurden vier Jugendliche nach einem Polizeigroßeinsatz und einer regelrechten Hetzjagd auf der Straße verhaftet [mehr lesen]

Links in Bewegung – November
Interview mit dem SchülerInnenbündnis Nürnberg ++ Der größte Jugendaufstand in Italien seit 68 ++ HAUS GESUCHT! [weiter lesen]

barricada – November 2008

drucken | 10. November 2008 | barricada

barricada – Oktober 2008

die Ausgabe welche anfang Oktober erschienen ist wollen wir euch hier in kurz vorstellen und zum Lesen anbieten …


Geschichte der Autonomen in Nürnberg – Teil 1

Die Soziale Revolution, das Ende des Kapitalismus, der Umsturz aller gesellschaftlichen Verhältnisse, die aus dem Menschen ein unterdrücktes und ausgebeutetes Wesen machen, ist in den Metropolen keine Angelegenheit, die sich über Nacht erledigen lässt, und so kann die Autonome Linke auch in unserer Stadt heute auf fast 28 Jahre Klassenkampf zurückblicken [mehr lesen]


Aufgestanden und Hingesetzt in Köln

Vom 19. bis zum 21. September 2008 wollten RassistInnen und NeofaschistInnen aus ganz Europa in Köln einen so genannten „Anti-Islamisierungs-Kongress“ durchführen [mehr lesen]


Gegen die NATO Kriegspolitik

Mitte Oktober soll der Bundestag abstimmen über eine Aufstockung des deutschen Truppenkontingents in Afghanistan [mehr lesen]

Bildet CDRs!
Für das 50. Jahr der Revolution, wollen wir uns anstrengen [mehr lesen]

Dass bisschen Totschlag…

28.August 2008: Im Norden Afghanistans schießt ein deutscher Feldjäger auf ein Fahrzeug, das vor einer Straßensperre gewendet hat und sich nun von ihr entfernt. Mit seinem Maschinengewehr tötet er zwei Kinder und eine Frau [mehr lesen]

drucken | 24. Oktober 2008 | barricada

Schlaglichter aus der Geschichte des antifaschistischen Kampfs in Fürth {Teil 2}

Im ersten Teil unseres Artikels in der letzten Ausgabe haben wir das Augenmerk auf einige Ereignisse in den sechziger und siebziger Jahren gerichtet, Aktivitäten des antifaschistischen Widerstands gegen das faschistische 3. Reich Revue passieren lassen und landeten schließlich in den achziger Jahren. Wie es weiterging und was in Fürth im antifaschistischen Kampf noch so unternommen wurde erfahrt ihr im folgenden.


1989 – Das Fürther Komitee gegen Rechtsradikalismus

Ende des Jahrzehnts kam eine von den bürgerlichen Parteien geführte rassistische Kampagne, die zum Ziel hatte die gesellschaftliche Stimmung für eine fundamentale Änderung des Asylrechts zu schaffen, in Fahrt. Pogrome und gewalttätige Übergriffe gegen Flüchtlinge waren die Folge, Nazigruppen erhielten Zulauf und faschistische Parteien wie Republikaner und DVU erzielten immer höhere Wahlergebnisse.
Um dieser Entwicklung auf lokaler Ebene entgegenzutreten, gründete sich in Fürth ein strömungsübergreifendes Komitee gegen Rechtsradikalismus, in dem unter anderem bürgerliche Kräfte, DKP-Mitglieder, GewerkschafterInnen mitarbeiteten und diverse Aktivitäten durchführten.
Als sich am 10. April Mitglieder und Sympathisanten der DVU im Gasthof Schwarzes Kreuz versammelten, fand vor der Kneipe eine Mahnwache statt, die den versammelten Nazis klar machte das sie unerwünscht sind. Da sich die Teilnehmenden AntifaschistInnen auf der falschen Straßenseite aufstellten, erhielt der Anmelder eine Anzeige.
An einer Kundgebung des Komitees am 1. Juni 1989 vor dem Stadttheater beteiligten sich 200 Menschen. „Keine Rechtsradikalen und Nazis in die Parlamente“ lautete das Motto des  Tages.
Noch am selben Abend protestierten einige AntifaschistInnen in einer Veranstaltung der Republikaner, in der Gaststätte Wienerwald, gegen deren faschistische Hetzreden. Eine junge Antifaschistin wurde von den Ordnern der REPs gewalttätig aus dem Saal entfernt, ein Sprecher des Fürther Komitees, der gegen dieses Vorgehen protestierte, wurde von herbeigerufenen Polizeibeamten entfernt. Gegen beide wurde ein Verfahren eingeleitet.

Es geht auch offensiver – ein kurzer Einschub

Dass sich Fürther AntifaschistInnen auch in dieser Zeit weder durch gewalttätige faschistische Übergriffe noch durch staatliche Repression einschüchtern ließen, beweist eine ganze Reihe von Veranstaltungen der REPs die im Chaos endeten. Ein kleiner Zusammenschluss hatte sich zusammengefunden und wollte sich nicht auf Protest reduzieren lassen. In der Folge wurden zahlreiche REP-Veranstaltungen in Gaststätten durch fantasievolle Aktivitäten gesprengt, AntifaschistInnen applaudierten minutenlang, andere spielten lautstark Karten, es gab Protestrufe und scheinbar Betrunkene hielten Vorträge oder stritten.

Autonome AntifaschistInnenim Fürth der 80er Jahre

Als zu Beginn der 80er Jahre mit der Autonomen Bewegung ein neue politische Strömung den Kampf aufnahm und in immer mehr Bereichen Aktivitäten entwickelte, ging dies selbstverständlich auch an Fürth nicht spurlos vorüber. Einige anarchistische GenossInnen, die von den Ereignissen mitgerissen waren, unternahmen einen ersten Versuch in Fürth so etwas wie eine autonome Bewegung aufzubauen.
Als Treffpunkt und Ort der Gegenöffentlichkeit wurde der nach dem spanischen Anarchisten benannte Durruti Buchladen eröffnet. Einige Zeit konnte sich dieser auch halten und versorgte Interessierte mit antifaschistischer und linker Literatur.
Den wenigen mit der autonomen Linken sympathisierenden Genossinnen in Fürth gelang es jedoch, trotz Teilnahme an allen Aktivitäten der Fürther Linken, weder im antifaschistischen Kampf noch in anderen Bereichen eine gesellschaftlich wahrnehmbare politische Kraft zu werden.

In den 90er Jahren kämpfen AntifaschistInnen in Fürth wie anderswo auch gegen  staatlichen und gesellschaftlichen Rassismus

„Die Änderung des Grundgesetzes beseitigt nicht die Ursachen der Flucht… Sie ändert auch nichts an der perspektivlosen Situation vieler Deutscher“, schrieb das Fürther Komitee gegen Rechtsradikalismus in einer Resolution gegen die geplante Abschaffung des Grundrechts auf Asyl.
Wie oben bereits erwähnt, schürten die bürgerlichen Parteien gezielt den gesellschaftlichen Rassismus an, um die Veränderung des Asylrechts durchzusetzen. Es sollte so aussehen, als ob die bürgerlichen Parteien als vernünftige Mitte eine nicht mehr haltbare und eskalierende Situation verändern müssten. Ziel des ganzen war es, durch die Abschaffung der bestehenden Asylgesetze, den Zuzug von Flüchtlingen auf ein vom Kapital verwertbares Maß zu reduzieren. Übergriffe, Morde und Pogrome und ein Anwachsen des gesellschaftlichen Rassismus waren die Folge dieser Politik.
Die antifaschistischen Aktivitäten in Fürth zu Beginn der 90er Jahre umfassten nur folgerichtig Aktivitäten gegen die REPs und andere faschistische Parteien, Solidaritätsaktionen mit Flüchtlingen und Aktionen gegen staatlichen und gesellschaftlichen Rassismus.
So folgten am 19. Februar 1990 zahlreiche AntifaschistInnen einem Aufruf des Komitees und störten eine rassistische Veranstaltung der REPs in der Fürther Innenstadt. AntifaschistInnen besuchten Flüchtlinge im Lager in Zirndorf und machten gegen einen Naziaufmarsch durch Zirndorf mobil. Zahlreiche Kundgebungen und Aktionen wurden organisiert. Am 28. November 1992 fand unter dem Motto: „Die Mordserie der Nazis muss beendet werden“ eine antifaschistische Demonstration statt. Die Demonstration richtete sich gegen die von Nazis bundesweit und regional verübten Morde und gewalttätigen Übergriffe gegen Flüchtlinge und Andersdenkende und wurde von zahlreichen Autonomen Gruppen aus Nürnberg unterstützt.


Autonomer Antifaschismusim Fürth der 90er Jahre

Im beschriebenen Klima hatte sich eine neue Generation von Autonomen AktivistInnen in Fürth herausgebildet, die sich an den antifaschistischen und antirassistischen Kämpfen  beteiligte. In der Fürther Gustavstraße eröffneten sie Anfang der 90er Jahre als Treffpunkt und Kontaktstelle einen, nach dem deutschen Anarcho-Kommunisten Erich Mühsam benannten, „Eine Welt und Infoladen“. Im Mühsamladen wurden Veranstaltungen durchgeführt, Filme gezeigt, gegessen und gefeiert und es entstand zum ersten mal so etwas wie eine eigenständige autonome Szene in Fürth.
Die GenossInnen organisierten kleinere eigene Aktionen und beteiligten sich an allen möglichen Bündnissen vor Ort und über die Stadtgrenzen hinaus. Es gelang ihnen jedoch nicht ein eigenständiges politisches Profil zu entwickeln und den Sprung von der losen autonomen Subkultur zu einer organisierten, kontinuierlich gesellschaftlich wahrnehmbaren und interventionsfähigen autonomen politischen Kraft zu machen. Ende der 90er Jahre schloss der Mühsam Laden nach internen Querelen und personeller Ausdünnung.

NPD-Aufmärsche am 1. Mai 2000 und 2002

Mit Steinen beworfen, mit Wasser beschüttet, blockiert und ausgelacht wurden die NPD-Nazis bei ihren Versuchen 2001 und 2002 am 1. Mai, den Kampftag der ArbeiterInnenklasse in Fürth für sich zu vereinnahmen. In beiden Jahren stellten sich breite Bündnisse mit Volksfrontcharakter den Nazis entgegen. 2000 wurde der Weg zur Abschlußkundgebung vor dem Bahnhof für die Nazis wirklich lang und für einige auch schmerzhaft. Von allen Seiten von über 2500 AntifaschistInnen bedrängt, angegriffen und immer wieder blockiert erreichten einige hundert angereiste Nazis ihr Ziel nur Dank der für sie den Weg freiprügelnden Polizeisondereinheiten. 2002 mochte sich die Stadtführung so ein Chaos nicht mehr gefallen lassen und wollte einen ordentlichen Aufmarsch garantieren. Die Nazis wurden wiederum mit einem Sonderzug der U-Bahn angekarrt, ihre Route war jedoch hermetisch abgeriegelt. Einige engagierte Fürther GewerkschafterInnen machten bei einem Blockadeversuch Bekanntschaft mit knüppelnden Polizeisondereinheiten. Aus Fenstern geschüttete Wassereimer, sowie insgesamt 4000 – die knapp 400 braunen Kameraden bei ihrer Abschlußkundgebung niederbrüllende – AntifaschistInnen sorgten dafür, dass der Tag dennoch für die angekarrten Nazis kein Erfolg wurde.

Der Untergang des Naziladen Utgard

Am 20. März 1999 eröffnete in der Schreiberstr. 3 in Fürth ein Laden der faschistisches Propagandamaterial vertrieb. Der von dem Faschisten Roland Haser eröffnete Laden diente Nazis aus Fürth und der Region als Anlaufstelle, überlebte jedoch eine längerfristig angelegte Kampagne von AntifaschistInnen nicht.
Ein öffentlich wahrnehmbarer Höhepunkt des Kampfs gegen den Naziladen Utgard war sicherlich die Demonstration am 13. Mai 2000. 300 AntifaschistInnen, darunter zahlreiche Autonome aus Fürth und Nürnberg, zogen, nach einem Konzert am Bahnhofsvorplatz, an dem Nazi-Laden vorbei, in dem sich einige Nazis verschanzten. Elf AntifaschistInnen, die mit anderen im Anschluss an die Demo loszogen um dem Utgard ein Ende zu bereiten, wurden von einer den Laden bewachenden Polizeieinheit festgenommen.
Im Rahmen der Kampagne fand die Demonstration und weitere öffentlichkeitswirksame Aktivitäten statt, aber auch militante AntifaschistInnen agierten. Dem Utgard wurden Pizzas geliefert, Taxis und Schuttkontainer für seinen Müll kamen, Alarmanlagenberater wurden ihm geschickt, und mehrmals wurde trotz Kamera die gesamte Front des Ladens entglast. Schließlich kapitulierten die Nazis und im Utgard gingen die Lichter aus.

Antifaschismus gestern und heute in Fürth

Unsere knappe Auswahl aus der Geschichte des antifaschistischen Kampfs in Fürth zeigt, dass es auch in Fürth den Aktivitäten von AntifaschistInnen zu verdanken ist, dass sich seit der Niederlage des 3. Reichs Nazistrukturen nie wieder längerfristig gesellschaftlich etablieren konnten. Auf den Staat und seine Institutionen, sowie die städtischen Verantwortlichen kann auch hier im antifaschistischen Kampf selbstverständlich nicht gebaut werden. Im Gegenteil gilt doch auch für das bürgerliche Fürth, das sich heute gern öffentlichkeitswirksam den Titel Jerusalem Frankens anheftet, dass weder von einer umfassenden Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit die Rede sein kann, noch dass die städtischen Verantwortlichen ernsthaft in Erwägung ziehen, sich Neonazis und ihren Aktivitäten entgegenstellen.
Es ist das Selbe wie überall in der BRD, Politiker und Polizeisprecher leugnen die Existenz von Nazistrukturen. Städtische Verantwortliche weigern sich Verbote gegen Naziaktivitäten zu erlassen und die VertreterInnen jener Parteien, die in der Hauptstadt beständig Gesetze zur Kontrolle und Überwachen der Bevölkerung erlassen geben vor, ihnen seien die Hände gebunden und weigern sich das Verbot von Nachfolgeorganisationen der NSDAP umfassend durchzusetzen. Auch in Fürth wird FaschistInnen und ihren Organisationen immer wieder ein Recht auf Propaganda durch Aufmärsche eingeräumt, dass die Sondereinheiten der Polizei dann gegen antifaschistischen Widerstand durchsetzen. Auf der anderen Seite werden AntifaschistInnen und deren Aktivitäten kriminalisiert.
Und genau hier liegt auch die große Schwäche des antifaschistischen Kampfes in Fürth seit Gründung der BRD. Sicher, in Fürth steht der Gewerkschaftsapparat relativ weit links und es waren und sind auch immer wieder Bündnisse mit bürgerlichen Organisationen und Institutionen möglich. Dass in diesen Bündnissen jedoch auch jene mitwirken die Aufmärsche genehmigen, und sie auf Kosten einer umfassenden Kritik jener Verhältnisse die die Faschisten und ihre Organisationen erst hervorbringen geschmiedet werden, können radikale Linke nicht gutheißen.
Mit der Antifaschistischen Linken Fürth (ALF) gibt es nun seit einigen Jahren eine eigenständig politisch agierende autonome Kraft. Es bleibt zu hoffen, dass diese längerfristig in der Lage ist den antifaschistischen Kampf in Fürth zu revolutionieren. Der Zusammenhang von Faschismus und Kapitalismus muss aufgezeigt werden, die Verantwortung der Herrschenden Klasse und ihrer VertreterInnen in Politik und Verwaltung für das Treiben der Nazis muss benannt werden und es müssen die Interessen die hinter dem Verhalten des bürgerlichen Staatsapparates stecken offengelegt werden.
Bringen wir die Verhältnisse in Fürth zum Tanzen
Antifaschismus ist rot oder tot. 

Quelle: barricada, Dezember 2007

drucken | 17. März 2008 | redside

Das autonome Jahr 2007 – was war los in Nürnberg und sonst wo

Ein Jahr geht zu Ende und es ist Zeit kurz durchzuatmen und das Vergangene Revue passieren zu lassen, damit Erfolge nicht übersehen und aus Fehlern die richtigen Schlüsse gezogen werden. Die nürnberger radikale Linke war 2007 auf jeden Fall gar nicht faul und ist ihrer Aufgabe, die Kritik an den herrschenden Verhältnissen zuzuspitzen, gemessen an den Kräfteverhältnissen, sicherlich gerecht geworden. Es gab so viele Aktivitäten, bei denen nürnberger radikale Linke eine Rolle spielten, dass der Autor dieser Zeilen schweren Herzens eine Auswahl treffen musste.

Zu Beginn des Jahres wagten sich viele Nürnberger Revolutionäre aus ihrem Stadtteil, ja sogar Nürnberg, heraus, und gingen Skifahren in Davos oder Shoppen in München. Das schöne daran: Der Skiurlaub in Davos ließ sich prima mit dem Widerstand gegen das World-Economic-Forum, das jährlich im Januar dort stattfindet, verbinden und in München konnte, wie jeden Februar, gegen die so genannte Sicherheitskonferenz demonstriert werden. Andere, die nicht so weit reisen wollten, unterstützten in den Wintermonaten in Gräfenberg den wachsenden Widerstand der dortigen Bevölkerung gegen unzählige Naziaufmärsche. So gelang es gute Kontakte zu den AktivistInnen in Gräfenberg aufzubauen.

Für einen kleinen Skandal sorgte die Nürnberger Polizei Anfang März. Eine etwa 80 TeilnehmerInnen umfassende Spontandemonstration gegen die Räumung des Kopenhagener Jugendzentrums Ungdomshuset wurde in der Nürnberger Innenstadt von der Polizei gewaltsam aufgelöst und 46 meist jugendliche Personen in Gewahrsam genommen und dann stundenlang in der Polizeiwache schikaniert. Fast alle Gefangenen wurden erkennungsdienstlich behandelt, etliche mussten sich vor  Polizisten nackt ausziehen. Klein blieb dieser Skandal nur, weil die Nürnberger Mainstreampresse zwar zuerst für ihre Verhältnisse relativ objektiv berichtete, dann aber schnell das Interesse verlor. Aber auch die radikale Linke unternahm zu wenig, um die Kritik am Verhalten der Systembüttel in die Öffentlichkeit zu tragen.

Vom revolutionären 1. Mai in Nürnberg…
Eine feste Konstante im Terminkalender (nicht nur) der Nürnberger radikalen Linken ist die revolutionäre 1. Mai-Demonstration und das internationalistische Straßenfest, die von der organisierten autonomie (OA) vorbereitet und vom revolutionären 1. Mai-Bündnis getragen werden.
Mit über 3000 TeilnehmerInnen liefen dieses Jahr auf der revolutionären 1. Mai-Demonstration mehr Menschen als jemals zuvor.  Die Provokation der NPD, am 1. Mai marschieren zu wollen, sorgte für zusätzliche Motivation, am 1. Mai zu zeigen, wem die Straße gehört.
Die Demonstration, die dieses Jahr unter dem Motto stand „Es geht auch ohne Ausbeutung und Unterdrückung! Es geht auch ohne Kapitalismus! Faschismus bekämpfen! Für die soziale Revolution weltweit!“, zog zielstrebig in die Südstadt, wo die Nazis ihren Marsch beginnen wollten. Nach der Demonstration blieben Tausende AntifaschistInnen vor Ort und versuchten die FaschistInnen am marschieren zu hindern. Doch mal wieder war von den zuständigen Behörden beschlossen worden, den Aufmarsch von etwa 150 Rassisten und Antisemiten mit allen Mitteln durchzusetzen. Die gesamte Route des Naziaufmarsch war durch Gitter und Polizei-Spezialeinheiten abgeriegelt worden. Jeder Versuch, sich den Nazis in den Weg zu stellen, wurde mit Gewalt unterdrückt. Doch trotz des umfassenden Schutzes der den Nazis gewährt wurde, beeilten sie sich ihren Aufmarsch schnell zu Ende zu bringen und absolvierten ihre rund kilometerlange Marschroute in rekordverdächtigen 24 Minuten, wobei sie mehrmals fliegenden Gegenständen ausweichen mussten. Dass Nürnberg nicht nur ein heißes Pflaster für NPD-Faschisten ist, musste auch der jetzige Ministerpräsident und damalige bayerische Innenminister Günther Beckstein feststellen. Seine Person wurde vor der Lorenzkirche, auf der bürgerlichen Kundgebung, von der überwiegenden Mehrheit der anwesenden Nazi-GegnerInnen mit lautstarken Mißfallensäußerungen begrüßt. Sogar Gegenstände sollen auf Beckstein geworfen worden sein. Nachdem die Nazis endlich wieder von der Polizei in die eigens für sie bereitgestellte U-Bahn begleitet worden waren, feierten noch Tausende auf dem internationalistischen Straßenfest in Gostenhof.

… zum G8-Gipfel nach Heiligendamm!
Gleichzeitig war der revolutionäre 1. Mai in Nürnberg auch der Auftakt der heißen Phase lokaler (Mobilisierungs-)Aktivitäten gegen den G8-Gipfel, der vom 6. bis zum 8. Juni an der Ostseeküste in Heiligendamm stattfand. Initiiert vom Sozialforum Nürnberg bereitete ein breites Bündnis, dem sich über 35 Gruppen, Organisationen und Initiativen aus Nürnberg, Fürth und Erlangen anschlossen, vielfältige Aktivitäten gegen den G8-Gipfel vor. Das Spektrum der beteiligten Gruppen reichte von revolutionären Linken über einzelne Gewerkschaftsgliederungen bis zu christlichen Gruppen. Eine vom Bündnis herausgegebene Broschüre dokumentierte eindrucksvoll die über 40 thematischen Veranstaltungen der einzelnen Bündnisgruppen und die vom Bündnis selbst vorbereitete Veranstaltungsreihe. Auch wenn bei dieser Flut an Veranstaltungen natürlich die meisten nicht so gut besucht waren, wurde doch erreicht, dass die Kritik an der Politik der G8 in Nürnberg breit wahrnehmbar wurde. Viele der beteiligten Gruppen resümierten aber, dass weniger Veranstaltungen mit schärferer Schwerpunktsetzung vielleicht besser gewesen wären. Zum Abschluss der lokalen Mobilisierung nach Heiligendamm demonstrierten rund 500 Menschen unter dem Motto „Gemeinsam gegen den G8-Gipfel – eine andere Welt ist möglich und nötig“ durch die Nürnberger Innenstadt und Johannis. Der Demonstration war allerdings zuvor von der Stadt Nürnberg verboten worden, direkt zum global agierenden Pharmakonzern Novartis in der Roonstraße zu ziehen, da Unbekannte zuvor die Fassade der deutschen Konzernzentrale mit roter Farbe verziert hatten. Novartis klagte zu dieser Zeit gerade in Indien gegen billige Nachahmeprodukte, die es auch ärmeren kranken Menschen ermöglichen zu Überleben. Um also den Konzern vor weiterer Kritik zu schützen, unterstellte die Stadt Nürnberg kurzerhand die im lokalen Anti-G8-Bündnis aktive organisierte autonomie hätte sich zu dem Farbanschlag bekannt. Es fanden sich Richter, die diesem Lügenmärchen glauben schenkten, als das Bündnis gegen das Verbot klagte.

Trotz aller Hetze – Gostenhof rulez!

Aber nicht nur Ordnungsamt, Polizei und Justiz versuchten im Vorfeld des G8-Gipfels alles zu tun um linke KritikerInnen der G8 zu diskreditieren. Auch die Nürnberger Lokalpresse spielte bereitwillig mit, allen voran die Nürnberger Nachrichten. Besonders schlimm hetzte die Systempresse gegen BesucherInnen des von Radio Z initiierten Stadtteil-Events „Gostenhof rulez“, das am 11. Mai stattfand. Von brennenden Straßen und gewalttätigen Autonomen schwadronierte die Nürnberger Systempresse, während die Anwesenden nur pöbelnde und sinnlos herum rennende Polizisten wahrnehmen konnten. Grund des polizeilichen Massenauflaufs soll ein Lagerfeuer am Rande der Mittleren Kanalstraße gewesen sein, das irgendwann von selbst ausging. Da die „Krawalle in Gostenhof“ sich nur in der Fantasie von Provinz-JournalistInnen abgespielt hatten, musste die AZ zur Bebilderung ihres wahnhaften Artikels auf ein Archivbild aus Berlin (!) zurückgreifen. Bezeichnend ist, dass die Nürnberger Journallie zwar jederzeit Autonome herbeifantasieren kann, wenn es gilt einen absolut sinnlosen Polizeieinsatz zu rechtfertigen, aber über die von Autonomen organisierte revolutionäre 1. Mai Demonstration regelmäßig kaum ein Wort verliert. Auch ein gewaltfreies Aktionstraining, das die Gruppe radikale Linke (RL) in der Desi veranstaltete, sorgte für Stoff, aus dem die NN-Redakteurin Sabine Stoll während der Proteste gegen den G8-Gipfel einen Enthüllungsbericht bastelte, der allerdings nur enthüllte, dass seine Autorin weder Flugblätter lesen, noch kulturelle Codes verstehen kann. Die Hip-Hop-Combo „Kurzer Prozeß“, die im Artikel ebenfalls erwähnt wurde, widmete ihr ein Dankeslied mit dem Titel „liebe Sabine“ – schon heute ein Klassiker.

Während sich in Nürnberg die Repression gegen G8-KritikerInnen im Vorfeld des Gipfels in Grenzen hielt, durchsuchte das BKA im Norden zahlreichen linke Läden, Büros und Wohnungen von AktivistInnen. Doch die peinliche, aber für Betroffene durchaus sehr lästige Aktion des BKAs lieferte nicht nur keine Beweise gegen die Bewegung, sondern gab der Mobilisierung nach Heiligendamm noch einen gehörigen Schub. Tausende demonstrierten bundesweit gegen die Repression des Staates und jeder, der oder die noch zweifelte, ob sie nach Rostock/Heiligendamm fahren sollten, entschied sich spätestens jetzt dafür.

7 Tage an der Ostsee

Über die Woche des Widerstands gegen den G8-Gipfel rund um Heiligendamm vom 2. bis zum 8. Juni könnte hier so vieles stehen. Klar ist, das war das linke Top-Event des Jahres 2007 und ein Erfolg für die radikale Linke. Da aber schon so viel dazu geschrieben wurde, hat sich der Autor dieser Zeilen sich für die Kurzform entschieden:
Am 2. Juni demonstrieren etwa 60000 Menschen in Rostock gegen die Politik der G8-Staaten. Mit dabei rund 8000 Linksradikale, fast alle vermummt. Sah es zunächst so aus, als würde sich die Polizei an die Absprachen halten und die Demonstration und die Abschlusskundgebung nicht angreifen, widerlegte ein organisierter Angriff der Ordnungshüter auf die Demonstration diese grundnaive Annahme. Es folgt eine wilde Straßenschlacht am Rand der Abschlusskundgebung und darauf heftige Debatten. Teile der radikalen Linken sangen sogar im Chor der Medien mit, die die Verantwortung für die Straßenschlacht in Rostock auf den „Schwarzen Block“ oder „eine wilde Mischung aus Hooligans, Jugendlichen aus der Gegend und Leuten aus dem Ausland“ schieben wollten. Und manche wollten sogar deshalb die geplanten Blockaden des G8-Gipfels zum Presse-Foto-Shooting umfunktionieren. Doch das Block-G8-Bündnis traf die richtige Entscheidung und zu Beginn des Gipfels war der Landweg zum Tagungsort fast vollständig blockiert. Zu Recht wurde danach noch monatelang (nicht nur) in der radikalen Linken von dieser erfolgreiche Massenaktion geschwärmt.
Nach Heiligendamm beschäftigten sich viele Nürnberger Autonome lieber mit sich selbst und fuhren in den Urlaub. Wieder zurück, musste nüchtern festgestellt werden, dass die G8-Mobilisierung die radikale Linke viel Kraft gekostet hatte und so war bei der bundesweiten Demonstration gegen die Verlängerung des Afghanistaneinsatzes der Bundeswehr am 15. September die bundesweite radikale Linke kaum wahrnehmbar.
Stärker sichtbar und vor allem auch handlungsfähiger waren linksradikale Kräfte eine Woche später, als etwa 15000 Menschen in Berlin gegen Überwachung und Repression demonstrierten. Erfolgreich wehrten sich Hunderte gegen Polizeikontrollen und schwächelten dann später leider etwas, als die Polizei – wie in Berlin wohl üblich – den linksradikalen „Kein Friede“-Block immer wieder wegen angeblichen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz angriff.

Erfolg in Fürth …
Eine erfolgreiche Kampagne gegen Nazitreffpunkte organisierte die Antifaschistische Linke Fürth zusammen mit dem Antifaschistischen Aktionsbündnis Nürnberg Anfang Oktober. Den ganzen Monat hindurch wurde in Fürth durch Infostände und Veranstaltungen die Öffentlichkeit über Naziumtriebe in Fürther Kneipen aufgeklärt. Die Wirtin der am häufigsten von Nazis besuchten Kneipe „Grüner Automat“ sagte aufgrund des durch die Kampagne aufgebauten politischen Druckes schon vor dem Höhepunkt der Aktivitäten zu, keine NPD-Veranstaltungen mehr zu dulden. Seitdem wurden in der Kneipe keine Nazis mehr gesichtet. Diesen Erfolg feierten wenige Tage später rund 120 Menschen mit einer sehr gut besuchten antifaschistischen Kundgebung vor dem „Grünen Automaten“. Am 3. November demonstrierten dann zum gelungenen vorläufigen Abschluss der Kampagne über 400 AntifaschistInnen durch Fürth und konnten sich über viele ermutigende Gesten der Fürther Bevölkerung freuen. Am gleichen Tag zogen 7000, aus ganz Bayern herangekarrte, türkische NationalistInnen durch Nürnberg um für einen Angriff des türkischen Militärs auf PKK-Stellungen im Nordirak Stimmung zu machen. Für Kontroversen sorgte die Teilnahme eines SPD-Stadtrates an der Demonstration, auf der hundertfach faschistische Grüße gezeigt und Parolen skandiert wurden. Zwei Wochen später protestierten rund 700 NürnbergerInnen gegen diese Art von Kriegshetze. Aufgerufen hatte ein breites Bündnis türkischer, kurdischer und deutscher Gruppen, Parteien und Organisationen.

… macht Bullen wild

Dass das erfolgreiche Engagement radikaler Linker in Fürth der Polizei ein Dorn im Auge ist, die Aussagen Fürther Polizisten zufolge mit Nazis besser klar kommt, als mit Menschen die auf rechte Umtriebe aufmerksam machen, wundert kaum. So sind vor allem jugendliche Fürther Antifas in den letzten Monaten vermehrt zur Zielscheibe polizeilicher Repression geworden, während prügelnde Nazis erst gar nicht verfolgt werden. Anlässlich eines Nazi-Infostandes am 17. November in Fürth wurden zahlreiche jugendliche Nazi-GegnerInnen mit haarsträubenden Begründungen von der Polizei in Gewahrsam genommen. Als einige Jugendliche, offensichtlich angewidert vom Verhalten der Polizei, sich entfernen wollten, wurden sie plötzlich von Nazis mit Faustschlägen in einer Seitenstraße attackiert. Rätsel: Was hat die Fürther Polizei wohl daraufhin getan? Die Antwort ist so einfach, wie naheliegend: Natürlich die angegriffenen Jugendlichen in Gewahrsam genommen und die Schläger-Nazis erst gar nicht verfolgt. Ein Umstand, der nicht nur in Fürth für Empörung weit über linksradikale Kreise hinaus gesorgt hat.

Ausbildungsplätze für alle und ein runder Geburtstag

Am 24. November demonstrierten in Nürnberg etwa 2500 DGB-Jugendliche im Rahmen eines Aktionstages unter dem Motto „Für Ausbildung und Übernahme“. Rund 150 Menschen beteiligten sich an einem von der SDAJ initiierten antikapitalistischen Block, in dem auch mit Abstand am meisten Transparente mitgeführt wurden. Dass der DGB – und fast alle Einzelgewerkschaften – allerdings nach mehreren Monaten Vorbereitung nur 2500 Jugendliche aus ganz Bayern mobilisieren kann mutete schon etwas seltsam an, vor allem weil in Bayern zehntausende Ausbildungsplätze fehlen. Während das Bierzelt auf dem DGB-Aktionstag – trotz Konzert – sehr leer blieb, obwohl Tausende Jugendliche dorthin demonstriert waren, war dieses Verhältnis bei einer Party am 30. November anders herum. An diesem Tag wurde die Autonome Jugendantifa (AJA) nämlich 10 Jahre alt und feierte dies mit einer gut besuchten Jubelparade unter dem Motto „Love AJA – hate capitalism“, an der sich etwa 150 Menschen beteiligten und einer noch viel besser besuchten Party mit Konzert in der Desi. Und mit herzlichen Glückwünschen an die AJA, die wohl eine der ältesten noch existierenden Autonomen Gruppen in Nürnberg ist, endet hier auch schon der Jahresrückblick 2007. Zeit, wieder nach vorne zu schauen und auch im nächsten Jahr weiter damit fortzufahren, alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist.

Quelle: barricada, Dezember 2007

drucken | 17. März 2008 | barricada

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Termine

Mittwoch, 30.11.2022

Proteste gegen die IMK22 in München - gemeinsame Anfahrt aus Nürnberg

IM Folgenden dokumentieren wir einen Aufruf, der uns erreicht hat: Proteste gegen die IMK22 in München - gemeinsame Anfahrt aus Nürnberg 30.11.22 | 18.00 | antirassistische Demo | Zugtreffpunkt aus Nbg: 14:55, Osthalle/Hauptbahnhof Vom 30. November bis 02. Dezember treffen sich die politisch Verantwortlichen der Polizei- und Sicherheitsbehörden im Rahmen der Innenminister*innenkonferenz in München. Auf dieser wird über die Innere Sicherheit diskutiert. Wessen Sicherheit? Welche Sicherheit? Wer wird geschützt? Den Innenministerien von Bund & Länder unterstehen neben Polizei, Verfassungsschutz, Bamf sowie Ausländerbehörden - alle maßgeblicher Teil des Repressionsapparats in Deutschland. Von autoritären Polizeiaufgabengesetzen über rassistische, klassistische & sexistische Polizeigewalt zu systemischer & struktureller Gewalt gegen marginalisierte Gruppen - der reaktionäre Sicherheitsfetisch deutscher Behörden trifft uns alle! Insbesonders aber geflüchtete Menschen, BIPoC, Obdachlose, suchtkranke Personen, Jugendliche o. linke Strukturen. Dabei geht es dem Staat nicht um die Sicherheit der Einzelnen, sondern um sein Weiter-Funktionieren. Also den Schutz des kapitalistischen Systems. Dieses Jahr ist Bayern gastgebendes Bundesland. Nach der Frühjahrskonferenz in Würzburg, tagen die Innenminister*innen nun in München. Dass Bayern die diesjährige IMK ausrichtet, passt wie die Faust aufs Auge. Gilt Bayern nicht selten als föderales Vorbild für besonders repressives Vorgehen der Behörden. ANKER-Zentren, Abschiebungen nach Afghanistan, repressive Interpretation des BTMG o. Kriminalisierung von kurdischen Protesten & Symbolen - die Liste bayerischer Schweinereien ist lang. Doch das ist natürlich alles keine bayerische Spezialität, sondern bundesweite Phänomene einer repressiven Law-and-Order-Politik. Deshalb: Nein zur Konferenz der Innenminister*innen! Kampf den Sicherheitsbehörden - denn wir haben ein Sicherheitsproblem. Deshalb fordern wir echte Sicherheit für Alle: Verfassungsschutz abschaffen, Defund the police, keine Lagerpflicht, ANKER-Zentren abschaffen, Bleiberecht für Alle! Raus zur Protesten gegen die #IMK202! 30.11.22 | 18.00 | antirassistische Demo | Geschwister-Scholl-Platz/München, Zugtreffpunkt aus Nbg: 14:55, Osthalle Proteste gegen die IMK22 in München - gemeinsame Anfahrt aus Nürnberg 30.11.22 | 18.00 | antirassistische Demo | Zugtreffpunkt aus Nbg: 14:55, Osthalle/Hauptbahnhof Vom 30. November bis 02. Dezember treffen sich die politisch Verantwortlichen der Polizei- und Sicherheitsbehörden im Rahmen der Innenminister*innenkonferenz in München. Auf dieser wird über die Innere Sicherheit diskutiert. Wessen Sicherheit? Welche Sicherheit? Wer wird geschützt? Den Innenministerien von Bund & Länder unterstehen neben Polizei, Verfassungsschutz, Bamf sowie Ausländerbehörden - alle maßgeblicher Teil des Repressionsapparats in Deutschland. Von autoritären Polizeiaufgabengesetzen über rassistische, klassistische & sexistische Polizeigewalt zu systemischer & struktureller Gewalt gegen marginalisierte Gruppen - der reaktionäre Sicherheitsfetisch deutscher Behörden trifft uns alle! Insbesonders aber geflüchtete Menschen, BIPoC, Obdachlose, suchtkranke Personen, Jugendliche o. linke Strukturen. Dabei geht es dem Staat nicht um die Sicherheit der Einzelnen, sondern um sein Weiter-Funktionieren. Also den Schutz des kapitalistischen Systems. Dieses Jahr ist Bayern gastgebendes Bundesland. Nach der Frühjahrskonferenz in Würzburg, tagen die Innenminister*innen nun in München. Dass Bayern die diesjährige IMK ausrichtet, passt wie die Faust aufs Auge. Gilt Bayern nicht selten als föderales Vorbild für besonders repressives Vorgehen der Behörden. ANKER-Zentren, Abschiebungen nach Afghanistan, repressive Interpretation des BTMG o. Kriminalisierung von kurdischen Protesten & Symbolen - die Liste bayerischer Schweinereien ist lang. Doch das ist natürlich alles keine bayerische Spezialität, sondern bundesweite Phänomene einer repressiven Law-and-Order-Politik. Deshalb: Nein zur Konferenz der Innenminister*innen! Kampf den Sicherheitsbehörden - denn wir haben ein Sicherheitsproblem. Deshalb fordern wir echte Sicherheit für Alle: Verfassungsschutz abschaffen, Defund the police, keine Lagerpflicht, ANKER-Zentren abschaffen, Bleiberecht für Alle! Raus zur Protesten gegen die #IMK202! 30.11.22 | 18.00 | antirassistische Demo | Geschwister-Scholl-Platz/München, Zugtreffpunkt aus Nbg: 14:55, Osthalle
Samstag, 03.12.2022

ISA-Kneipe im Dezember zeigt: Bezahlt wird nicht

Samstag, 03.12.2022, 20 Uhr - Stadteilladen Schwarze Katze - Untere Seitenstr. 1, Nürnberg 1974 ist in Italien die Krise all­ge­gen­wärtig: Die Inflation liegt bei 20%, es herrscht Arbeitslosigkeit, die Preise wachsen ins unbezahlbare.  Da finden Frauen aus Ar­bei­ter­In­nen­fa­mi­li­en ihre eigene Form der Krisenbewältigung: Sie plündern ei­nen Supermarkt. Die Polizei verfolgt sie in ihre Viertel...  Ein turbulentes und groteskes Spiel nimmt seinen Lauf. Eine Politkömödie von Dario Fo als Video (franz., OmU). Sharepic herunterladen Solche und ähnliche Dinge geschahen wirklich vor 50 Jahren. Der Theatermacher und (spätere) Literaturnobelpreisträger Dario Fo hat die Dinge in seiner Farce für die Bühne nur auf die Spitze getrieben, und zwar so, dass man Bauchschmerzen vor Lachen bekommt.  Dafür wurde er angeklagt wegen Aufruf zum Widerstand gegen den Staat und zu illegalen Aktionen. Wir möchten ausdrücklich betonen, dass die damaligen Ereignisse, mit dem hier und heute nichts zu tun haben. Unser Interesse an dem Stück ist ein rein kulturelles und kunstbeflissenes. Denn heute liegen die Dinge ja ganz anders: In der Krise von 2022 werden die Armen reichlich beschenkt und die Reichen zur Kasse gebeten. Es gibt also keinerlei Anlass, wir wiederholen: keinerlei Anlass, ernsthaft in Erwägung zu ziehen, dass sich in dem Stück gezeigte Handlungen und Ereignisse wiederholen könnten. Bild: Ein Ausschnitt aus dem Bild Quarto Stato von Giuseppe Pellizza da Volpedo aus dem Jahr 1901 wurde von uns 2022 mit aktuellen Accessoires versehen
Samstag, 17.12.2022

+++ SAVE THE DATE! +++

Folgende Terminankündigung hat uns erreicht und wir geben sie gerne an euch weiter:
Gegen Krieg und Krise:
Raus auf die Straße am 17.12.2022!
Haltet euch den Termin frei, damit wir im Dezember einen starken, widerständigen Auftritt mit allen linken und fortschrittlichen Kräften auf die Straße bringen!
Aber auch davor werden wir natürlich nicht ruhig sein, sondern die Zeit zum Mobilisieren nutzen. Achtet auf Aktionsankündigungen auf www.redside.tk, macht eigene Aktionen gegen Krise, Massenverarmung und Aufrüstung und bringt euch im Krisenbündnis ein! Krisenbündnis Nürnberg -gemeinsam kämpfen! Ihre Krise nicht auf unserem Rücken!
Samstag, 17.12.2022

Krieg und Krise: Nicht auf unserem Rücken gegen die Preissteigerungen gemeinsam auf die Straße!

Demonstration || Samstag, den 17.12.2022 || 14:00 Uhr || Plärrer || Nürnberg || gemeinsamgegenkrise.noblogs.org || Krieg und Krise: Nicht auf unserem Rücken gegen die Preissteigerungen gemeinsam auf die Straße! Wer in diesen Tagen im Supermarkt einkaufen geht, fragt sich, wie die lebensfremde Inflationsberechnung von 10% zu Stande kommt. Die Packung Nudeln, die stets für 0,39€ erhältlich war, kostet auf einmal 0,89€ (Stand September 22) - mehr als das Doppelte also. Und die Nudeln sind nur ein Beispiel: etliche Grundnahrungsmittel, Energiekosten, Mieten, die Preise kennen nur eine Richtung: steil nach oben. Unsere Löhne und andere Einkommen, wie Rente oder Grundsicherung steigen dagegen kaum bis gar nicht. Wer nicht reich ist, muss an irgendeiner Stelle Abstriche vornehmen oder das Ersparte antasten. Viele überlegen sich gut, ob sie heizen, duschen kürzer, achten beim Einkaufen noch mehr als sonst auf Sonderangebote oder es bedeutet sogar, dass der Kühlschrank am Monatsende leer bleibt. „Reicher Mann und armer Mann standen da und sah’n sich an, und der Arme sagte bleich: ‚Wär ich nicht arm wärst du nicht reich.’“ B. Brecht Das alles ist kein Naturgesetz. Die Preissteigerungen sind nicht einfach eine zwingende Folge des Krieges in der Ukraine, wie es uns bürgerliche Politik und Medien einstimmig verkaufen. Es sind die Auswirkungen einer kapitalistischen Krise, die sich schon vor dem Krieg, ja vor der CoronaPandemie abgezeichnet hat. Und es sind Auswirkungen einer imperialistischen Politik, in der sich die Machtblöcke gegeneinander verschärft in Stellung bringen. In Zuge dessen schreitet auch die Monopolisierung voran, das heißt, große Konzerne schlucken oder verdrängen die Kleinen. Etliche Konzerne haben bereits während der Pandemie Rekordgewinne eingefahren und tun es auch aktuell. Lebensmittel-, Energie-, Öl- und natürlich Rüstungskonzerne verdienen fleißig an der Krise - und somit an uns. Wir zahlen und arbeiten für deren Profite - wir sterben in ihren Kriegen. An keiner Stelle wurde die Frage gestellt, ob nicht die Konzerne auf ihre Profite verzichten sollen. Nein, aber dass wir verzichten sollen, den Gürtel enger schnallen, das tönt uns von hochbezahlten Politiker*innen und Arbeitgeberverbänden entgegen, das wird uns als Normalität verkauft. Und im Kapitalismus, in dem es immer darum geht, dass Gewinne in private Hände einiger Weniger wandern während Risiken und Verluste von uns allen brav geschultert werden sollen, ist das auch so. Und dann wird uns auch noch erzählt, wir sollen keine zu hohen Lohnforderungen stellen um die Inflation nicht weiter anzuheizen! Was für eine Frechheit! Ein etwas anderer Wunschzettel... Alles für alle! Den Gefallen werden wir ihnen jedoch nicht tun! Ob wir auch diese Krise zahlen oder wie viel wir davon zahlen, ist genauso wenig ausgemacht wie die Frage ob wir uns als Lohnabhängige in ihren Kriegen aufeinanderhetzen lassen. Wir wissen: unter Kriegen und Sanktionen leiden nicht die Herrschenden, sondern die breite Mehrheit - sowohl in der Ukraine als auch in Russland. Ein Gaspreisdeckel im März nützt uns hier nichts! Der muss jetzt her! Wir brauchen eine automatische Anpassung aller Einkommen an die reale (!) Inflationsrate, Energiesperren wie auch Zwangsräumungen müssen sofort beendet werden. Statt weiter Spar-Druck auf Privathaushalte auszuüben, RWE, Vonovia und Co vergesellschaften und demokratisieren. Aber geschenkt bekommen wir hier nichts, sondern müssen uns alles erkämpfen. Und das heißt: streiken für höhere Löhne, protestieren auf der Straße aber auch solidarisch sein im Alltag, sich mit Nachbar*innen vernetzen, sich organisieren. Packen wir es an als ersten Schritt in eine Welt jenseits von Krieg, Kapitalismus und Profitstreben. Das Krisenbündnis Nürnberg ruft euch alle dazu auf, mit uns auf die Straße zu gehen!
Samstag, 17.12.22 14 Uhr, Plärrer  

Was war los

28.11.1966
W?hrend eines Auslandsaufenthalts des K?nigs Ntare V. erkl?rt Burundis Premier Michel Micombero die Monarchie f?r abgeschafft und proklamiert sich selbst zum Staatspr?sidenten.