Mietrebellen – Widerstand gegen den Ausverkauf der Stadt

Sa., 25.10.2014 | 20 Uhr | Schwarzen Katze (Untere Seitenstraße 1)

mietrebellenWir sollen verdrängt und wegstrukturiert werden. Unsere Wohnungen drohen verkauft oder luxussaniert zu werden, die Mieten steigen. Die Situation in Gostenhof spitzt sich mehr und mehr zu. In der Umfrage: „Gostenhof ist gefragt – Antworten müssen her!“ fühlten sich 53%, also über die Hälfte der über 1000 Befragten, von der Entwicklung im Stadtteil bedroht. Bezahlbarer Wohnraum wird den Profitinteressen von EigentümerInnen und Immobilienfirmen geopfert. Unser Interesse zählt nicht. Doch nicht nur die Seite des Kapitals rüstet sich für den Ausverkauf von Wohnraum als Spekulationsobjekt, auch der Widerstand gegen diese Logik nimmt mehr und mehr zu.

90% der Befragten sprachen sich im Zuge der Umfrage für den Kampf um unser Viertel aus. Viele von ihnen waren auch bereit, sich persönlich einzubringen. Doch vielen fehlen die Perspektiven, die Ideen, um unseren Wohnraum zu retten. Der Film „Mietrebellen – Widerstand gegen den Ausverkauf der Stadt!“ zeigt auf, wie die Menschen in Berlin sich gegen die Verdrängung in den Vierteln wehren, wie sie um ein Seniorenzentrum kämpfen, Zwangsräumungen abwehren und gegen steigende Mieten kämpfen. Zwar ist Berlin nicht Nürnberg, Kreuzberg nicht Gostenhof. Aber da Umstrukturierung und Verdrängung in Berlin schon länger von statten gehen, ist auch der Kampf dagegen schon weiter fortgeschritten. Und auch wenn sich die Situation nicht 1:1 auf uns hier übertragen lässt, so sind doch die Funktionsweisen des kapitalistischen Marktes dieselben. Auch in Kreuzberg, Friedrichshain und Neukölln werden alteingesessene MieterInnen aus ihren alten Wohnungen verdrängt, um diese aufzupolieren und sie dann an finanzkräftigere MieterInnen oder KäuferInnen weiter zu verscherbeln. Ziel ist also, den Profit zu steigern – egal ob in Nürnberg, Berlin oder einer anderen x-beliebigen Stadt im kapitalistischen Wirtschaftssystem.

 Beispiele aus Berlin können für uns Inspiration sein. Erfolge aus anderen Städten und Ländern können uns auch im Kampf hier vor Ort weiter bringen. Wir haben erst angefangen und stehen noch am Anfang einer starken Bewegung gegen Umstrukturierung und Verdrängung. Aber viele von uns wollen es sich nicht länger hinnehmen, dass mit unserem Dach über dem Kopf Geschäfte gemacht werden. Kommt also am Samstag, den 25.Oktober um 19 Uhr in den Stadtteilladen „Schwarze Katze“. Gemeinsam werden wir den Film „Mietrebellen – Widerstand gegen den Ausverkauf der Stadt“ anschauen und anschließend über Perspektiven und Ideen für den Kampf um unser Viertel diskutieren. Für das leibliche Wohl ist selbstverständlich gesorgt.

drucken | 6. Oktober 2014 | organisierte autonomie (OA)