No Deportation – Nowhere! Widerstand und Deportationen..

No Deportation – Nowhere! Widerstand und Deportationen..

Am Dienstag den 13.11. wurden vom Flughafen Haale/Saale aus 40 Menschen nach Afghanistan deportiert. Der 18 Charterflug konnte trotz zahlreichen Demos gegen die Abschiebungen nicht verhindert werden. Auch in Nürnberg sind wir auf die Straße – gegen alle Abschiebungen.

mach mit! Organisier dich gegen Deportationen und Fluchtursachen! 
Offenes internationalistisches Treffen „come-fight-stay-TOGETHER“
Jeden ersten Sonntag im Monat, 13:00 Uhr, schwarze Katze, Untere Seitenstraße 1, Nürnberg Gostenhof

No Deportation – Nowhere. Unter diesem Motto demonstrierten rund 150 Menschen am Montag in der Nürnberger Innenstadt, rund 60 fanden sich am Dienstag zu einer geplanten Flashmob Aktion am Flughafen in Ziegelstein ein. Aufgerufen hatte das offene internationalistische Treffen „come-fight-stay-TOGETHER!

Die Demo wurde von extrem emotionalen Berichten Geflüchteter und Menschen, die mit Geflüchteten arbeiten eröffnet, die aus erster Hand von ihren Erfahrungen mit der deutschen Abschiebeindustrie und der permanenten Angst berichteten. Im Anschluss zog die  kämpferische Demonstration, die rund zur Hälfte aus Geflüchteten aus allen möglichen Gegenden bestand, vom Hauptbahnhof über die Lorenzkirche zum Weißen Turm. height=Im Zentrum der Redebeiträge und  Parolen stand die Ablehnung der rassistischen Asylpolitik als Ganzes und machte klar, dass internationalistisches Handeln und internationale Solidarität ein universelles Recht zu kommen, gehen und bleiben für alle zum Ziel haben. Am Ende warten sich alle TeilnehmerInnen einig: der Widerstand gegen die rassistische Abschiebepolitik, den zunehmenden Umbau des Asylrechts zu einem Verwertungsinstrument und die kontinuierlich weiter bestehende Verursachung von Fluchtursachen wird so schnell nicht aufhören! Wir werden weiter auf die Straße gehen – und die nächste Gelegenheit dazu gab es direkt am Folgetag.

height=Rund 60 Menschen fanden sich an dem Treffpunkt an der U-Bahn Ziegelstein ein, wo sie unangenehmerweise bereits von einer Gruppe herumlungernder Abschiebehelfer (auch bekannt als Polizisten) erwartet wurden. Der geplante Flashmob wurde kurzerhand in eine Kundgebung umgewidmet, die vor dem Flughafen stattfinden sollte. Mit der U-Bahn begab sich die mobile Kundgebung (nicht ohne lautstarke Untermalung) zum Flughafen. Vor Ort begaben sich dann doch einige AktivistInnen in den Flughafen und verteilten Flugblätter, was dann aber wiederum von der Polizei unterbunden wurde. Nichtsdestotrotz erhielt die Kundgebung viel Unterstützung und Zuspruch und zeigte sich kämpferisch gegenüber der rigiden und rassistischen Abschiebepolitik des deutschen Staates. Auch hierbei stand wieder im Mittelpunkt, dass die Aktion sich gegen jede Abschiebung richtet – und gegen eine deutsche Politik, die global Fluchtursachen schafft – weil sie die Interessen „der Wirtschaft“ über die Interessen der Menschen stellt, kurzum weil sie den Imperialismus vorantreibt – mit allen Folgen: Naturzerstörung, Krieg, Armut, Hunger… Solange das so weitergeht – so lange werden Menschen fliehen – und so lange werden wir Solidarität von unten organisieren!

 height=Das diese Demos den Abschiebeflug nicht verhindern konnten und noch weitere folgen sollen steigert nur unsere Wut und unseren Willen Widerstand zu entwickeln. Wir gehen weiter auf die Straße – gegen jede Abschiebung, bis alle bleiben – weil es keinen Grund mehr gibt zu fliehen!

 

come fight stay – TOGETHER!

right to come – right to go – right to stay – now and for everybody!

drucken | 15. November 2018 | redside