Und Tschüss vonovia…

Und Tschüss vonovia…

Wie berichtet, haben sich die MieterInnen und WohnungseigentümerInnen in Neuselsbrunn massiv und ausdauernd gegen den Immobilienhai vonovia gewehrt. (Siehe Bericht) Quasi über Nacht rissen diese den BewohnerInnen die Fassaden von den Häusern – mitten im Winter. Die Folgen: Schimmel in den Wohnungen, explodierende Kosten, die die vonovia mit den Rücklagen der BewohnerInnen deckte und jede Menge Ärger mit der Treuhandverwaltung der vonovia.

Ganovia nannten die Protestierenden daher den Immobilienmogul, sie organisierten kreative Kundgebungen, machten medial mobil und beschritten begleitend auch den juristischen Weg. Der Druck und die Gegenwehr zeigten Wirkung: letztlich erkannte sogar das Nürnberger Amtsgericht der vonovia die Verwaltungshoheit ab, da diese sich nie wirksam hatten beauftragen lassen. Mit der bei vielen vonovia-MieterInnen bekannten Gutsherrenart fielen sie in diesem Fall ganz schön auf die Nase. In einer EigentümerInnen-Versammlung im Februar haben die BewohnerInnen die vonovia als Hausverwaltung abgesägt. Wir finden die Gegenwehr und die Ausdauer der NeuselsbrunnerInnen vorbildlich. Sie haben einen wichtigen Schritt getan indem sie Bestrebungen der vonovia, zusätzlich zu den MieterInnen auch noch kleine WohnungseigentümerInnen zu schikanieren, gleich zu Beginn einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht haben. Wir von der Initiative Mietenwahnsinn stoppen, wünschen den NeuselsbrunnerInnen für die Zukunft viel Erfolg und alles Gute! Bleibt kämpferisch und solidarisch.

drucken | 4. März 2019 | organisierte autonomie (OA)