Geschichte wird gemacht

Aufruf zum antikapitalistischen Block auf der Demonstration des DGB am 13.11.2010

Kapitel I

Es war einmal vor langer langer Zeit. Die Menschen befanden sich wieder einmal in einer von den Konzernen und Wirtschaftsbossen produzierten Krise. Mächtige Tyrannen regierten die Welt. Die Angestellten der Tyrannen jener Tage wurden PolitikerInnen genannt, und Polizei, Militär und Justiz. Gemeinsam brachten sie die Mehrheit der Menschen dazu, den Interessen der kleinen Minderheit zu dienen, denen die Fabriken und andere Produktionsmittel gehörten. Verzweiflung und Perspektivlosigkeit machten sich bei den Menschen breit. Die Bevölkerung war bereits geschunden und desillusioniert von lang anhaltenden Perioden voller Massenarbeitslosigkeit, unsicheren und miserablen Arbeitsverhältnissen und steigenden Lebenshaltungskosten. Der Kampf um Bildung, Gesundheit und soziale Sicherheit war an der Tagesordnung. Die einst von und für die Menschen gegründeten Organisationen der ArbeiterInnen waren seit langer Zeit schon vom allumfassenden System des damals herrschenden Kapitalismus einverleibt worden. In den Köpfen der Menschen herrschte Angst und Verzweiflung, denn sie waren abhängig von der Gnade und der Willkür erbarmungsloser Profitsuchender. Sie waren gezwungen, ihre Arbeitskraft zu verkaufen um zu überleben, und obwohl sie es waren, die alle Reichtümer gesellschaftlich produzierten, eigneten sich die KapitalistInnen fast alles privat an. Diejenigen, die keinen Käufer für ihre Arbeitskraft fanden, galten den Herrschenden als überflüssig, ebenso wie alle Menschen, die zu wenig hatten, um als KonsumentIn am Markt teilnehmen zu können.

solidarityAus ihrer Verzweiflung heraus schlossen viele Menschen, teils mit großem Unbehagen, teilweise aus Überzeugung, ein Bündnis mit den Herrschenden. Sie glaubten, von deren Gunst profitieren zu können indem sie sich als williges Arbeitswerkzeug benutzen ließen. Die Mächtigen hatten sich zunächst großzügig gezeigt und die unkritische Masse mit Almosen bedacht. Während die für den Markt Überflüssigen in den ärmeren Gegenden der Welt dem Tod überlassen wurden, ließen die Reichen in den Metropolen noch ein paar Krümel vom Tisch fallen, und viele Menschen waren froh, dass sie einen kleinen Teil des von ihnen selbst produzierten Reichtums behalten durften. Jedoch alle, die es wagten sich zu widersetzten wurden erbarmungslos verfolgt.

Und so begab es sich, dass nach und nach in den Köpfen der Menschen der Glaube an ein gerechtes Leben ohne Abhängigkeit und Unterdrückung verschwand. Die Bildungsfabriken garantierten in jener Zeit den stetigen Fluss unpolitischer, unkritischer und williger Individuen. Diese waren bereit sich dem gnadenlosen Konkurrenzkampf zu stellen und sogar für ihre Herren in fremden Ländern zu töten und zu stehlen und dabei ihr Leben zu lassen. Lange Zeit glaubten die Menschen, dieser Zustand sei ein Naturgesetz. Die Herrschenden nutzen diese Phase der Hoffnungslosigkeit um ihre Macht durch gigantische Armeen und Sicherheitsapparate, durch Überwachung und verschärfte Gesetzgebungen fast unangreifbar zu machen. Den Mächtigen war in langen Kämpfen abgetrotzt worden, dass sie ihre Lohnsklaven in einem gewissen Maße am von der Bevölkerung produzierten Reichtum teilhaben ließen. Doch auch dies wurde zunehmend in Frage gestellt. Zu sicher glaubten sich die Herrschenden ihrer Macht.

Kapitel II

Die Bevölkerung jedoch misstraute der Regierung. Die Regierenden misstrauten der Bevölkerung. Immer weniger fielen auf die leeren Versprechen der Herrschenden herein. Die Wahlkampfprogramme quollen über vor scheinbarem Tatendrang, und viele gingen brav zur Wahl und entschieden sich, aus einem überaus üppigen Angebot von Farben. Doch trauriger weise steckten hinter all diesen Farben allesamt VertreterInnen ein und desselben Systems. Etwa hundert Tage lang hielten die GewinnerInnen der jeweiligen Wahl an ihrer Wahlpropaganda fest, bevor sie mit großem Bedauern verkündeten, dass ein Phänomen namens Sachzwang ihnen es unmöglich machen würde die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern. Die Bedingungen für die Herrschenden aber wurden jedesmal verbessert, und die Reichen wurden immer reicher, die Armen jedoch immer ärmer. Dies geschah in all den Krisen, die das System der Tyrannen hervorbrachte, und dies geschah in den Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs, der diesen Krisen folgte. Denn die Verluste der KapitalistInnen wurden vergesellschaftet, ihre Gewinne blieben natürlich privat. Den Herrschenden schien dies alles unvermeidlich und unabänderlich. Denn es gab eine Macht, die war noch finsterer und kälter als die Herzen der Tyrannen, und der ganze Erdkreis fürchtete sie. Und diese Macht, der sich auch die Mächtigen beugten, wurde Markt genannt. Die Herrschenden und ihre Diener behaupteten in Zeiten des Aufschwungs, der Markt sei von tiefer Weisheit und regle alles, wenn man ihn nur gewähren ließe. Und sie huldigten dem Markt und versuchten ihn gnädig zu stimmen. Als es sich nun zutrug, dass die WählerInnen in Deutschland Parteien namens Grüne und Sozialdemokraten an die Regierung brachten, setzten diese alles daran, den Willen des Marktes geschehen zu lassen. Sie täten dies zum Wohle der Bevölkerung, behaupteten sie, doch sie zeigten dabei besonders großen Eifer. Sie fingen an, Soldaten für die Interessen der KapitalistInnen in Kriege zu schicken und sie begannen einen politischen Feldzug gegen die Interessen der Lohnabhängigen.

general_strikeDer Umgangston wurde rauer. Die Zeit des Lebens, in der ein Mensch sich ausbeuten lassen muss, wurde nochmals um 2 Jahre verlängert. Die Zugeständnisse der Herrschenden kamen immer seltener und wurden schließlich ganz eingestellt. Die Paläste der Mächtigen waren davon nicht betroffen. Damals finanzierte sich der sogenannte Sozialstaat, den ArbeiterInnen über die Jahrhunderte den KapitalistInnen abgerungenen hatten, mit den Steuerzahlungen der Menschen, deren Löhne und Gehälter immer niedriger wurden. Diese reichten bald nicht mehr aus, um die Krisenverluste der KapitalistInnen auszugleichen und gleichzeitig den Apparat aufrechtzuerhalten. Und so geschah es in jenen Tagen, dass die herrschende Klasse beschloss, ihre PolitikerInnen ein Sparpaket ausrufen zu lassen. Dies beinhaltete den finanziellen Bankrott der Städte und Kommunen, die nun an all jenen Ecken und Enden Einsparungen vornehmen mussten.

Die Herrschenden, die zu jener Zeit die Arbeit vergaben und die Gewinne für sich beanspruchten bekamen einen weiteren Freibrief sich nicht mehr am Allgemeinwohl beteiligen zu müssen. Sie erhielten gar die Erlaubnis, aus der solidarischen Finanzierung der Krankenversicherung auszusteigen. Leiharbeit sollte weiter ausgebaut werden sowie den kommenden Generationen die Möglichkeit genommen werden ihre Existenz in unbefristeten Arbeitsverhältnissen bestreiten zu können. Außerdem dachten sich die grausamen Tyrannen, dass man in diesem Sparpaket auch all den Menschen die keinen Verwendungszweck in ihrer Produktionslogik mehr besitzen das Elterngeld komplett streichen könne. Die „Überflüssigen“ jener Tage konnten bis zu diesem Zeitpunkt auf bestimmte Pflichtleistungen zurückgreifen um überhaupt noch überleben zu können. Die Pflichtleistungen sollten in diesem Sparpaket zu Ermessensleistungen von blutleeren BürokratInnen in den Arbeitsagenturen werden, deren politischer Auftrag es war, den Menschen das Leben dadurch zur Hölle zu machen. 80 Milliarden Euro sollte der Raubzug der Herrschenden einbringen. Einen Großteil davon sollten die ArbeiterInnen beitragen.

Kapitel III

Wohl kaum jemand hätte in diesen dunklen Tagen geglaubt, dahin zu kommen wo wir heute stehen. Der zunächst aufkeimende Protest gab den Menschen neuen Mut. Das Vertrauen darauf, dass „die da oben“ es schon richten würden, verschwand allmählich. Die Menschen begannen neue Hoffnung zu schöpfen. In Schulen, Universitäten, Betrieben und in den Schlangen vor den Arbeitsagenturen fingen sie an sich auszutauschen, sich gegenseitig von ihrem Leid und von der gigantischen Ungerechtigkeit, die ihnen begegnet war, zu berichten. Die dadurch gewonnen Erkenntnisse ermutigten die Menschen sich zusammenzuschließen.
Die Demonstrationen jener Tage wurden größer und größer. Die Herrschenden waren darauf vorbereitet. Schließlich hatten sie ihre Polizei und Geheimdienste mehr und mehr zusammengeführt und den Einsatz des Militärs im Inneren vorausschauend geplant. Und so antworteten sie mit ihrer Polizei und schließlich auch mit der Armee. Sie änderten Gesetze. Sie verfolgten Menschen. Sie versuchten ein weiteres mal Rassismus und Nationalismus zu schüren, um die Menschen zu spalten. Doch diesmal ließen sich die Unterdrückten nicht gegeneinander ausspielen. Über alle Unterschiede und Grenzen hinweg schlossen sie sich zusammen. Und anstatt den Kampf für ein besseres Leben zu brechen, führten alle Angriffe der Herrschenden zu einer vorher niemals erlebten Einheit. Sozialrevolutionäre Organisationen schossen aus dem Boden. Die Forderung jener Tage lautete „Kapitalismus abschaffen“. Die Zeit verging und die Menschen wurden zunehmend selbstbewusster. Die Veränderung war zum Greifen nahe. Die Hetze und die Versprechungen der Herrschenden wurden von der Bevölkerung verhöhnt. Diesmal sollte es um mehr gehen als ein größeres Stück vom Kuchen. Es ging um die Abschaffung einer Wirtschaftsweise, die nicht funktioniert und für die meisten Menschen Unsicherheit und Elend bedeutet. Es ging um den Kampf für eine Gesellschaft, in der die Produktionsmittel allen gehören und kollektiv verwaltet werden. Eine Gesellschaft, in der die Wirtschaft den Bedürfnissen aller Menschen dient.

revolutionDie Abhängigkeit vom System nahm stetig ab. Die Menschen hatten bereits begonnen, sich zu organisieren und zu wehren. Immer mehr führten sie ihre Teilbereichskämpfe zusammen. Immer mehr gingen sie über Abwehrkämpfe hinaus. Nun besetzten die ArbeiterInnen die Betriebe und enteigneten die KapitalistInnen. StudentInnen und SchülerInnen besetzten die Bildungseinrichtungen und fingen an, sie nach ihren ureigensten Interessen zu organisieren. In jener Zeit entfaltete sich eine unglaubliche Dynamik, Kreativität und Lebensfreude, welche die freien Menschen im Kampf gegen die Verhältnisse zu mächtigen Gegnern der Tyrannen machte. Große ökologische Krisen bedrohten zu jener Zeit die Existenz der Menschheit. Doch die unausweichlich scheinende Katastrophe konnte im letzten Moment abgewendet werden, indem das System, das die Umweltzerstörung hervorbrachte, beseitigt wurde. Als schließlich die Herrschenden entmachtet waren, führten die Menschen ihren Kampf um ein besseres Leben stetig fort. Die vorher von den Mächtigen festgelegten Grenzen, welche die Menschen in Nationen gespalten hatten, verschwammen. Überall auf der Welt begannen sich Menschen zu erheben um ein selbstbestimmtes Leben einzufordern in dem es keine Ausbeutung und Unterdrückung mehr gab.
Und so beendete die Menschheit alle Krisen und ward zum ersten mal in ihrer Geschichte wirklich frei.

Epilog

Erst kürzlich entdeckte ein Wanderer im vormaligen Hoheitsgebiet der Schweiz in einer Höhle tief in den Alpen ein Dutzend ehemaliger Wirtschaftsbosse. Diese hatten sich nach der Revolution aus Angst vor den von ihnen einst Ausgebeuteten dort versteckt. Nach mehrstündigen Befragungen durch HistorikerInnen eines lokalen Landkollektivs erklärten sich die Manager bereit, die Geschichte ihrer Untaten aufzuschreiben, damit sie künftig als Aufklärungsmaterial über die Verbrechen des Kapitalismus verwendet werden kann.
Kommt zum antikapitalistischen Block.

Lasst uns endlich anfangen Geschichte zu schreiben.
Stehen wir gemeinsam auf für unsere eigenen Interessen, für die Interessen der großen Mehrheit der Menschheit. Beginnen wir gemeinsam, unsere Kämpfe zusammenzuführen und Protest in Widerstand zu wandeln. Verhindern wir gemeinsam das „Sparpaket“ der Schwarz/Gelben Bundesregierung ohne dabei das Ganze aus dem Auge zu verlieren.

Für eine radikale Umwälzung der Verhältnisse.
Für die Soziale Revolution. Kapitalismus abschaffen!
Für eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung!

Eine Initiative der organisierten autonomie (OA)

Es rufen auf:
OA – organisierte autonomie, ROJA – Revolutionär organisierte Jugendaktion, DKP – Deutsche kommunistische Partei Nürnberg, SDAJ – Sozialistische deutsche Arbeiterjugend Nürnberg

Die Durchführung der Demo unterstützen:
AJA – Autonome Jugendantifa, ALF – Antifaschistische Linke Fürth, RL – Radikale Linke, FAU – Freie Arbeiterunion Nürnberg

drucken | 7. November 2010 | organisierte autonomie (OA)

Terminkalender

Samstag, 11.12.2021

La Noche Roja - Kneipenquiz Edition

  Am 11.12. zur Primetime um 20:15 Uhr veranstalten wir im Rahmen unserer La Noche Roja ein digitales Kneipenquiz! Zusätzlich wird es ein leckeres veganes 3-Gänge-Menü geben, was ihr euch zwischen 18:30 Uhr und 19:30 Uhr in der Schwarzen Katze abholen könnt! Ihr könnt euch natürlich auch nur Essen bestellen, ohne beim Quiz mitzumachen!         Vorspeise: tba Hauptspeise: vegane Roulade + Kloß + Rotkohl Nachspeise: veganer Brwonie .. Und das für nur schlappe 6€! Wenn ihr nicht so viel Geld hat, oder sogar mehr zahlen wollt, geht das natürlich auch klar! Und so macht ihr mit: 1. Meldet euch mit eurem Teamnamen von eurer maximal 5-köpfigen Crew unter quiznight161@gmail.com an. Wenn ihr auch etwas essen wollt, schreibt dazu wie viele Portionen ihr braucht, wann ihr es ca. abholen wollt und ob ihr eure eigenen Behälter mitbringt! 2. Ihr bekommt rechtzeitig eine E-Mail mit dem Link zum Livestream und einem Dokument bei dem ihr eure Antworten eintragen müsst. 3. Erstellt euch am besten schonmal einen Twitch-Account. Das gestaltet das Quiz interaktiver! 4. Schummeln ist scheiße! Anmeldung & Essenbestellung geht bis zum 10.12. 17 Uhr PS: Letztes Jahr gab es ein paar technische Probleme, die wir aber dieses Jahr behoben haben und das Quiz sogar noch besser gestaltet haben ;) Seid gespannt!    
Freitag, 17.12.2021

Entlastung jetzt – der notwendige Kampf der Krankenhausbewegung

Veranstaltung: Freitag, 17. Dezember, 19 Uhr, Nachbarschaftshaus Gostenhof Wichtig: Aufgrund der Coronalage ist die Zahl der Teilnehmer beschränkt. Informationen zur Anmeldung und Teilnahme werden in den kommenden Tagen hier veröffentlicht. Auf deine Teilnahme per Videokonferenz freuen wir uns: https://videokonferenz.die-linke.de/b/luk-rz1-q7j-cfq Trotz zugespitzter Lage werden die Mahnungen der Be­schäf­tig­ten im Gesundheitswesen nicht gehört. Ihre For­de­run­gen werden auch von der neu­en Re­gie­rung missachtet. Nun sind sie in der ganzen Republik in Be­we­­gung. Was tun, um un­se­re Ziele durch­zuset­zen und auf Dauer ein Ge­­sund­heits­wesen jen­seits von Pro­fit­den­ken zu erreichen? Es diskutieren: Anja Voigt, Sprecherin der Ber­li­ner Kran­ken­haus­be­we­gung Antje Hauptmann, Fachpflegekraft aus Nürnberg Martin Schmalzbauer, Ver.di, Fachbereich 03 Anja Schmailzl, Krankenpflegerin, Initiative Gesundheit statt Profit Seit Jahrzehnten herrscht Pflegenotstand. Die von oben ver­ord­ne­te Profitor­ien­tie­rung von Kliniken und Pfle­ge­ein­rich­tung­en führt zu Unterbesetzung, damit zu Ar­beits­druck und Ar­beits­­be­ding­­ung­en, unter denen so manche mensch­liche Hand­­­lung und Für­­sorge auf der Strecke blei­ben muss. Die ak­tu­elle Pan­de­mie­wel­­­le füllt wie­der die Intensivstationen. Ob­wohl dies erst der An­fang sein dürf­te, sind die Ge­sund­heits­ar­bei­terInnen bereits jetzt am Limit. Zwar ha­ben sich die Be­­schäf­tig­ten mit War­nung­en wieder und wieder an die Po­li­tik gewandt. Ihre kon­­kre­ten For­derungen nach Maß­nah­men, die den Pfle­ge­notstand beenden können, hat die künf­tige Re­gie­­rung je­doch missachtet. Statt des­sen prä­sen­tiert sie zum The­­ma nur Wischiwaschi und vages Ge­schwätz. Doch längst hat sich bundesweit eine Kranken­haus­be­we­gung gebildet, die für per­sonelle Entlastung, gegen Pro­fit­o­ri­en­tie­rung im Gesundheitswesen und für ein so­li­da­ri­sches Ge­sund­heits­sys­tem streitet. Statt auf politische Par­teien verlässt sie sich lieber auf die eigenen Kräfte. Erfolge aus eigener Kraft erzielt Erfolglos ist dieser Kampf nicht. So wurde zum Bei­spiel in Berlin, Nürnberg und andernorts die Wie­der­ein­glie­de­rung der Ser­vice­be­schäf­tigten in den TvöD erreicht, die bisher Hungerlöhne er­hiel­ten. Damit wurde eine jahr­zehntelange Spal­tung der Be­schäf­tigten beendet, die auch dem Pa­tien­ten­wohl schadete. Auch im Kampf um Entlastung wurden Ergebnisse er­zielt. Kol­le­gIn­­nen der Ber­li­ner Charité hatten bereits im letzten Jahr­zehnt da­zu erheblich beigetragen. Nun ha­ben sich in Ber­lin Be­schäf­tig­te beim Kran­ken­haus­kon­zern Vivantes und der Cha­­rite zu einer ge­mein­sa­men Be­we­gung zu­sam­men­ge­schlos­sen. Mit ihrem sechs Wo­­ch­en dau­ernden erfolgreichen Streik haben sie vor kurzem bun­­­desweit Auf­merk­samkeit erregt. Ein Erfolg mit hoher Aus­strah­lung. Von einem solidarischen Gesundheitssystem, in dem Be­schäf­tig­te ger­­ne arbeiten und das sich Patientinnen und Pa­tien­ten wünschen, sind wir aber noch weit ent­fernt. Noch be­stim­men Pro­fit­druck den Alltag in Kliniken und Pfle­­­­geein­rich­tun­g­­­­en. Wie kön­nen wir un­se­re Kräfte wirksam einsetzen und un­sere Ziele erreichen?
Freitag, 17.12.2021

Antifa-Aktionskneipe im Dezember

VIRTUELLE JAHRESENDZEITGALA DER ANTIFA-AKTIONSKNEIPE AM 17.12.2021 Die traditionelle und pompöse Jahresendzeitgala der Antifa-Aktionskneipe findet auch dieses Jahr wieder online statt. Bevor ihr euch den virtuellen Jahresrückblick vor euren Bildschirmen reinzieht, könnt ihr euch heute und nächsten Montag, den 13.12., in der Vokü (untere Seitenstrasse 1, ab 19 Uhr) ein veganes Menü to go reservieren. Die Tickets gibt's am Tresen. Als Vorgeschmack könnt ihr hier nochmal in den Jahresrückblick 2020 rein schauen. Veganes Menü to go (Spende: 6 €, Abholung 19-21 Uhr, bringt eigene Behälter mit): Wintersalat - Gulasch mit Pfannenknödeln & Blaukraut - Bratapfeltaschen – kleine Überraschung Jahresrückblick: 20 Uhr Premiere, link folgt auf redside.tk, Instagram oder bei Abholung des Menüs.

Infos über die Antifa-Aktionskneipe

Youtube | Instagram | antifaak161 (äääät) riseup.net
Was macht die Antifa Aktionskneipe?
Beispiele: Satire zur Bundestagswahl / Jahresrückblick 2020 / Podcast zum Tag gegen Gewalt an Frauen / Antifa-Stadtrundgang / Aktion gegen AfD Landtagswahlstand / Demo „Keine rechte Hetze in unserem Viertel!“ / Gemeinsamer Treffpunkt für revolutionäre 1.Mai-Demo / Aktion zum TagX NSU-Prozess / Aktion gegen CSU Parteitag / Aktion gegen AfD-Infostand / Fahrt zur Demo: Memmingen sieht rot / Alle Aktionen chronologisch auf der Redside Was ist die Antifa Aktionskneipe: Der rechte Vormarsch in der BRD geht weiter voran. Am offensten zeigt sich diese Entwicklung an den Wahlerfolgen der AfD und Gesetzesverschärfungen, wie die neuen Polizeiaufgabengesetze. Die Bundesregierung schaffte das Asylrecht quasi ab, sperrt Geflüchtete in Lager und schiebt in Kriegsgebiete ab. Parallel dazu werden täglich Menschen von Nazis und RassistInnen angegriffen. Überall formieren sich rechte Bürgerwehren und rechter Terror wird zu einer immer größeren Bedrohung. Deswegen gewinnt antifaschistischer Widerstand gegen diese Zustände an enormer Bedeutung. Wir wollen deutlich zeigen und klar machen, dass wir diese reaktionäre Offensive nicht unbeantwortet lassen. Wir lassen uns nicht durch Rassismus und Sexismus spalten, sondern müssen gemeinsam als unterdrückte Klasse für eine befreite Welt kämpfen. Wir müssen uns entscheiden, ob wir in einer Welt des Faschismus und Unterdrückung leben wollen oder in einer Welt der Solidarität und Gerechtigkeit. Wenn auch du die Schnauze voll hast und aktiv gegen Nazis und FaschistInnen werden willst, dann komm zur Antifa-Aktionskneipe! Jeden dritten Freitag im Monat ab 19:00 Uhr veranstalten wir ein offenes Treffen, mit dem Ziel, uns gemeinsam zu informieren, auszutauschen und aktiv zu werden. Lernen wir uns kennen, schließen wir uns zusammen und machen wir uns gemeinsam stark gegen Rassismus, Faschismus, Patriarchat und Kapitalismus!