Frauen in der Fränkischen Aktionsfront

Die Frauen in der Fränkischen Aktionsfront (Frauen in der FAF) gründeten sich als eigenständige Frauengruppe innerhalb der FAF im Jahr 2001. Grund für die Gründung war, nach eigenen Angaben, die Feststellung, dass „Frauen und Mädels, die bisher in politischen Zusammenhängen tätig waren, meist als Anhängsel der Männer bzw. auch als nicht vollwertige politische Personen (…) wahrgenommen wurden“. Ihnen solle nun ein „politischer Freiraum“ geschaffen werden, um „diese reaktionären Strukturen aufzubrechen“. Über die Gruppenstruktur sagen Vertreterinnen der Frauen in der FAF in einem Interview, dass „keiner die Chefin“ sei.
Erstmals öffentlich aufgetreten sind die Frauen in der FAF durch eine maßgeblich von ihnen organisierte Kundgebung unter dem Motto „Justiz verharmlost Kindersex!
Vertreterin der „Frauen“ ist/war Renate Donath aus Nürnberg, die als presserechtlich Verantwortliche bei Veröffentlichungen auftritt. Sie kandidierte im Jahr 2002 auf der Liste der rechtsextremen Bürgerinitiative Ausländerstopp für den Nürnberger Stadtrat.

Weitere lesenswerte Artikel:

drucken | 16. Mai 2010 | Antifaschistisches Aktionsbündnis

Terminkalender

Dienstag, 31.01.2023

Gegen die Eskalation der „Gender-Debatte“ - Eine Einladung zum Gespräch

31. Januar 2023 || 18.30 Uhr || SCHWARZE KATZE || Untere Seitenstraße 1 || 90429 Nürnberg || Veranstaltung von Bettina Fellmann & Jörg Finkenberger Warum wird die Debatte um Geschlechtsidentität so emotional geführt? Warum laufen Auseinandersetzungen häufig auf Beleidi-gungen und Übergriffe hinaus? Viele vermeiden, überhaupt über dieses Thema zu reden. Die einen haben Angst, sich dazu zu äu-ßern, weil sie niemanden verletzen möchten – oder nicht selbst angegriffen werden wollen. Andere machen sich über die Ableh-nung lustig, die einige Menschen ihrem körperlichen Geschlecht gegenüber empfinden. Die gesellschaftliche Debatte führt zu einer Blockbildung, bei der die einzelnen Blöcke fortwährend unversöhnlich aufeinander einhauen. Das ist bekanntermaßen nicht nur bei diesem Thema so. Dabei bildet ‚die öffentliche Meinung‘ nicht ab, was die meis-ten wirklich denken. Beides hat fatale Folgen: Die Belange von Frauen stehen genauso auf dem Spiel wie die von homo- und bi-sexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen und ande-ren, deren ‚Rollenverhalten‘ oder sexuelles Begehren verachtet und verfolgt wird. Die Fragen, die diskutiert werden müssen, sind weitreichend: Wie wird in der heutigen Geschlechterordnung patriarchale Herr-schaft ausgeübt? Wie ist es in unserer hochindividualisierten Massengesellschaft um das ‚mit sich identische‘ Selbst bestellt? Was bedeutet geschlechtliche Selbstbestimmung? Welchen Stel-lenwert hat körperliche Unversehrtheit in diesem Zusammen-hang? Die bestehende Gesellschaft weicht, wo es geht, einer Auseinan-dersetzung mit ihren Grundtatsachen aus. Das verhindert die Ab-schaffung menschenfeindlicher Strukturen. Inwieweit kann in die-ser Gemengelage die aktuelle Debatte um Geschlecht und Identi-tät der Befreiung aller zuträglich sein? Um das zu klären, wollen wir von Widerstand und Anpassung reden; von geschlechtsspezi-fischer Gewalt und Flucht in Fiktionen; von Konfliktvermeidung und Verblendungszusammenhängen – und nicht zuletzt von dem Gefühl, falsch beschaffen und nie genug (da) zu sein. Wir haben keine fertigen Antworten. Stattdessen wollen wir ver-suchen, den gestellten Fragen im gemeinsamen Gespräch auf den Grund zu gehen. Bettina Fellmann wird über Identität und Erfahrung reden, sowie über das Verhältnis von vorgestellter und materieller Wirklichkeit, Jörg Finkenberger über Geschlechtskonformität und Selbsthass. Danach offene Diskussion.