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Samstag, 12.12.2020

Kultur braucht Freiräume – Projekt 31 erhalten

Das Projekt31 ist bedroht. Ein auslaufender Mietvertag, kapitalistische Investoren & steigende Bodenpreise machen nicht nur dem P31 zu schaffen sondern betreffen alle Freiräumen in der Region. Zeit dagegen etwas zu tun und den Projekten den Rücken zu stärken! Kommt am 12.12 14 Uhr zum Aufseßplatz und zeigt Eure Solidarität. Kein Tag ohne autonomes Zentrum! Im Folgenden dokumentieren wir den Aufruf des Projekt31 zur Demonstration:

Kultur braucht Freiräume – Projekt 31 erhalten

Mit Vorfreude auf das heutige Konzert kommst du zum Projekt 31. Schon auf dem Hof empfängt dich der köstliche Duft von veganem Essen, du begrüßt deine Freund*innen und holst dir eine Apfelschorle… Doch dein Traum findet ein jähes Ende und du stehst auf einem grauen, kalten Parkplatz wo früher unser Freiraum, das Projekt 31 war.

Dies könnte bald Wirklichkeit werden, denn unser Gelände wurde von einer Investmentfirma gekauft, welche ab Anfang Februar 2021 Eigentumswohnungen in den Hof bauen und unser Projekt in einen Parkplatz verwandeln will. Wir versuchen auf der mietrechtlichen Ebene und durch Gespräche mit Vertreter*innen von Stadt und Politik unsere Zukunft zu sichern, doch allein darauf können wir uns nicht verlassen. Deshalb versuchen wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln den Erhalt unseres selbstverwalteten Jugend- und Kulturzentrums zu sichern. Das Projekt 31 braucht eine Zukunft! Lasst und deswegen am 12.12. gemeinsam auf die Straße gehen! 

  Verdrängung unkommerzieller Räume  

Das Projekt 31 ist ein unkommerzieller Ort. Ein Raum, in dem eine Alternative zu den bestehenden Verhältnissen gelebt und geübt wird. Der Versuch, einen Freiraum zu schaffen, ohne Hierarchien, Diskriminierungen, Abwertungen. Ein Ort um sich zu vernetzen, auszuprobieren, zu begegnen. Ganz ohne Leistungsdruck oder Konsumzwang.

Solche Orte werden allerdings immer seltener. Inverstor*innen kaufen und kaufen, werden immer reicher, denn es geht dabei ausschließlich um Gewinnmaximierung, darum noch mehr Geld aus allem rauszuholen.

Die Mieten steigen und steigen für die Bewohner*innen der Stadt Nürnberg. Wer sich das nicht leisten kann, hat in dieser Logik auch keinen Platz verdient, wird verdrängt – wohin auch immer, das interessiert nicht. Selbst öffentliche Plätze werden privatisiert oder unliebsames Klientel durch Ordnungsamt und Polizei vertrieben. Durch die Verdichtung der Stadt gibt es keinen bezahlbaren Raum für Kulturschaffende – aber für Bürokomplexe wie die GFK finden sich große Areale. Damit noch mehr Pendler*innen angezogen werden, im Berufsverkehr in unserem Viertel stecken bleiben und uns wortwörtlich die Luft zum Atmen nehmen.

Wir leben in einer Gesellschaft, in der Interessen von Mehrwert und Kapital über den Interessen der Menschen und ihren Bedürfnissen stehen. Einen Raum erhalten nicht die, die ihn nutzen und bespielen wollen, sondern die mit dem meisten Geld.

Diese Prozesse spielen sich nicht nur rund um das Projekt 31 ab, sondern überall. Egal ob mensch nach Berlin, Leipzig, Köln oder eben Nürnberg schaut – das Bild ist das gleiche: Wegnahme der Räume, fehlende finanzielle Ressourcen, politische Angriffe und Delegitimationsversuche. Denn es ist nicht nur die katastrophale Situation auf dem Immobilienmarkt dafür verantwortlich, sondern es geht auch um politische Interessen und Prioritäten. In einer zunehmend autoritären Gesellschaft, die immer weiter nach rechts rückt, werden auch Orte, die sich dem Widersetzen immer stärker bedroht. Während faschistische Tendenzen innerhalb der Gesellschaft immer deutlicher zutage treten, werden linke Räume deutschlandweit platt gemacht.

Kämpfe um den Erhalt von Räumen wie dem Projekt 31 sind somit immer auch Kämpfe für eine offene, antifaschistische und emanzipatorische Gesellschaft.

  Kultur von unten – Stadt für Alle  

Doch die Verdrängung von unkommerziellen, offenen Räumen führt notwendigerweise zu dem Ausschluss vieler Menschen aus der Öffentlichkeit, Teilhabe am kulturellen Leben wird zum Privileg. Der Mangel an bezahlbaren Proberäumen, Ateliers und anderen Kulturräumen ist seit Jahren bekannt, geändert hat sich nichts. Der alltägliche Kampf, genug Geld für die Miete aufbringen zu können, geht auf Kosten der Kreativität und der Freude an kreativen Prozessen.

Die mit der Corona-Pandemie einhergehende Wirtschaftskrise verschärft die Situation vieler Kulturschaffender zusätzlich. Doch anstatt die bestehende Kulturlandschaft zu unterstützen, agiert die Stadt oft im luftleeren Raum, verpulvert beispielsweise Geld für Wasserspiele auf einer neu errichteten Bühne am Dutzendteich für ein Publikum das Platz auf Tret- und Schlauchbooten einnimmt. Dies steht in krassem Widerspruch dazu, wie tatenlos zugeschaut wird, wie unkommerzielle kulturelle Räume verdrängt werden. Anstatt genug zentrale Orte für Kunst und Kultur zur Verfügung zu stellen und die Bedürfnisse der Kulturschaffenden ernst zu nehmen, bewirbt sich die Stadt lieber zur Kulturhauptstadt 2025. Es widerstrebt uns jedoch zutiefst in Wettbewerb mit anderen Städten und anderen Kulturläden zu treten und gegen sie zu konkurrieren. Kultur darf nicht zum Prestige-Objekt verkommen und ist erst recht kein Siegespokal den es zu gewinnen gilt.

Es geht um den Erhalt von kulturellen Räumen, genauso wie um bezahlbaren Wohnraum. Es geht um mehr Grünflächen in der Stadt, mehr Orte der Begegnung ohne Konsumzwang. Kurzum: Wir wollen eine Stadt für alle und eine Kultur von unten! Wir sind viele und wenn wir gemeinsam kämpfen, können wir auch gewinnen.

  Lasst uns auf die Straße gehen!  

Wo sollen sich Menschen kennen lernen, sich organisieren, sich politisch bilden, wenn es keine Räume gibt, an denen sie sich treffen können? Wie sollen Ideen entwickelt und Gedanken ausgetauscht werden, wenn immer Aufsichtspersonen anwesend sind, die jederzeit repressiv eingreifen können? Wie soll Eigeninitiative und Verantwortung geübt werden, wenn es hauptsächlich Räume gibt, an denen die Dinge von oben herab mit Hierarchien geregelt werden?

Geht gemeinsam mit uns am 12.12. auf die Straße, um zu zeigen, dass das Projekt 31 nicht verschwinden darf!

Denn kein Freiraum in Nürnberg oder sonst wo darf verschwinden! Im Gegenteil – wir brauchen noch viel mehr davon!

Wir wollen nicht mehr um unsere Zukunft bangen! Wir wollen eine Perspektive – und diese wollen wir selbst gestalten!

Don‘t go breaking my heart – Freiräume erhalten! Kommt mit uns auf die Straße! 12.12.2020 um 14 Uhr am Aufseßplatz Nürnberg  

Unterstützt von: Kneipenkollektiv Arsch & Friedrich, Bunkersyndikat, Initiative Mietenwahnsinn stoppen, Casablanca Filmkunsttheater, Radio – Z , Organisierte Autonomie, feministisches Konzertkollektiv Arsch & Frida, Armed with a Mind, Revolutionär organisierte Jugendaktion, Gruppe Antithese, Kunstverein, Infoladen Benario, Stadtteilzentrum Desi, FLINT* Komitee – für einen feminstischen Streik, 8. März Bündnis Nürnberg, Falken Nürnberg, Auf der Suche – Anarchistische Gruppe Nürnberg, Initiative Kunst braucht Raum, Zentrum Wiesengrund Erlangen, Antifaschistische Initiative – Das Schweigen durchbrechen, Interventionistische Linke Nürnberg, Trouble in Paradise, Wagenburg Kristallpalast, Sänders e.V., Mops von Gostenhof, Der Gostenhofer Dorfschulze, Krähengarten, Musikverein, AG Wohnen des Sozialforums Nürnberg, Z-Bau – Haus für Gegenwartskultur, Politbande, Kulturliga, Cafe Kaya, Club Stereo, Eat-the-Beat e.V., E-Werk Erlangen, KulturKellerei, Kulturort Badstraße 8, Kunstkeller 027, MUZ Club, Mata Hari Bar, Nasty Entertainment, Die Rakete, nbg-breaks e.V.

We’re back!

Die AJA ist endlich wieder online. Vieles ist neu, zum Beispiel ein Newsletter. Wer sich mit seiner/ihrer Emailadresse einträgt wird monatlich von uns über Radio- und Infocafétermine und die jeweiligen Themen informiert. Praktisch oder? (mehr …)

drucken | 19. April 2007 | antifaschistische initiative [das schweigen durchbrechen]

Stop G8. Kapitalismus. Imperialismus. Krieg.

Stop G8. Kapitalismus. Imperialismus. Krieg.Die Mobilisierung gegen den G8-Gipfel läuft vielerorts auf Hochtouren. Bundesweite und regionale Bündnisse wurden und werden gebildet, Veranstaltungen organisiert, unzählige Flyer, Flugblätter und Plakate veröffentlicht. Die Ansprüche und Ziele der Mobilisierung variieren dabei ebenso wie die verschiedenen politischen Positionierungen. Fest steht, dass die gemeinsame Praxis zu den Anti-G8 Protesten viele AktivistInnen zusammenbringen kann, Debatten geführt, neue Erfahrungen gemacht und Ideen ausprobiert werden können. Damit dies auch für linke Aktivitäten über den G8 hinaus Auswirkungen hat, die Mobilisierung nicht als kurzes Strohfeuer nach den Aktionswochen wieder erlischt, gilt es sie von vorneherein längerfristig anzulegen.
Dass eine allgemeine und diffuse Ablehung der herrschenden Politik der G8-Staaten nützlich ist, um breite Bündnisse bilden zu können, aber nicht ausreicht um Perspektiven zu entwickeln, die über die aktuellen Verhältnisse hinausreichen, versteht sich eigentlich ebenfalls von selbst. Stattdessen können die Debatten zur Mobilisierung so geführt werden, dass sie tatsächliche Analysen, Positionen und Strategien hervorbringen, die sowohl den Prozess innerhalb der antikapitalistischen Linken voranbringen als auch während den Protesten sichtbar gemacht und breit vermittelt werden können.

AktivistInnen aus Stuttgart haben das bundesweite Anti-G8 Bündnis für eine Revolutionäre Perspektive mitinitiiert und in Stuttgart lokal versucht Strukturen zu schaffen, die ihren Ansprüchen an die Mobilisierung gerecht werden: Workshops und AGs zu verschiedenen Bereichen der Mobilisierungen bestehen ebenso wie überregionale Diskussionszusammenhänge und Vernetzungen. Alles soll, soweit es sich in der Praxis bewährt, über den G8-Gipfel hinaus weiterentwickelt werden.

Auf der Veranstaltung werden eine Einschätzung der Bedeutung des G8-Gipfels, der momentanen politischen Situation in der er stattfindet und der Protestbewegung, sowie die möglichen Perspektiven für die Revolutionäre Linke Thema sein.

Datum: Di. 24.4.07
Beginn: 20:00 Uhr
Ort: Metroproletan Archiv&Bibliothek | Eberhardshofstr. 11 HH, Nürnberg-Gostenhof

drucken | 17. April 2007 | organisierte autonomie (OA)

Lesung: Wir sind überall- weltweit. unwiderstehlich. antikapitalistisch.

Das Buchcover
wir sind überall ist eine Geschichtensammlung. Geschichten, die von Aktivisten an der Front des Widerstandskampfes gegen Kapitalismus und wirtschaftliche Globalisierung verfasst wurden. Geschichten des Kampfes und der Rebellion von Mitgliedern der Bewegung der Bewegungen, die auf jedem Kontinent Fuß fasst. Diese Geschichten, die jeweils in Wort und Bild erzählt werden, wurden zwischen 2001 und 2003 von einem Kollektiv, bestehend aus Aktivisten, Autoren,
Künstlern und allen, die eine tiefe Verbindung zur Bewegung verspüren, gesammelt. Das Buch erforscht und feiert das, was Aktivisten, Wissenschaftler und Medien nun als die „antikapitalistische“ Bewegung bezeichnen. Eine der größten Stärken dieser Bewegung ist ihr Vermögen, die Idee eines globalen politischen Projekts wieder aufleben zu lassen. Ein Projekt, das sich durch die Ideen von Autonomie, Ökologie, Demokratie, Selbstverwaltung und direkter Aktion definiert. Diese Ideen werden in Wir sind überall ausgekundschaftet.

Die Veranstaltung bietet eine Lesung mit der Übersetzerin der deutschen Ausgabe und anschließender Diskussion.

Datum: Di. 17.04.2007
Beginn: 20 Uhr
Ort: Desi, Nürnberg, Brückenstr. 23

eine Veranstaltung der organisierte autonomie im Rahmen des revolutionären 1.Mai und der lokalen Mobilisierung gegen den G8-Gipfel

Die Kritiken zum Buch:
„wir sind überall ist das erste Buch, das die überschäumende Kreativität und das radikale Denken dieser weltweiten Protestbewegungen wahrhaftig einfängt und darstellt.“.
— Naomi Klein

„Dieses Buch ist wie die antikapitalistische Bewegung selbst: chaotisch, lyrisch und überschwänglich. Ideen und Geschichten aus allen Teilen der Welt füllen die Seiten. … Schon beim Lesen kann man die Rufe der Menge hören: Unser Widerstand ist so grenzübergreifend wie das Kapital. Wir sind überall. Wir werden gewinnen.‘ “
— The Ecologist

„Hierbei handelt es sich um ein authentisches Dokument der Revolution.“
— The Times, London

„Je nach Einstellung ist dieses ziegelsteinförmige Handbuch eine Waffe, um das Getriebe der weltweiten Ausbeutung zu zerstören, oder ein Stein, um ihn an den Kopf geworfen zu bekommen ….“
— Luther Blissett

mehr zum Buch:
http://www.weareeverywhere.de/

drucken | 15. April 2007 | organisierte autonomie (OA)

Revolutionärer 1.Mai 2007: „Es geht auch ohne Ausbeutung und Unterdrückung! Es geht auch ohne Kapitalismus! Faschismus bekämpfen! Für die soziale Revolution!“

1. Mai 2007In diesem Jahr wird ein inhaltlicher Schwerpunkt der 1. Mai-Demo das G8-Treffen (ehemals „Weltwirtschaftsgipfel“) sein, das Anfang Juni im mecklenburg-vorpommerschen Heiligendamm stattfinden wird. Weiter gilt es antifaschistisch aktiv zu werden, denn:
Die NPD hat für den 1. Mai in Nürnberg einen Aufmarsch angemeldet. Dieser soll ab 13 Uhr vom Maffeiplatz über Hauptbahnhof zur Lorenzerstraße bis hinter die Lorenzkirche, also dem Lorenzer Platz führen.

Wie schon vor zwei Jahren werden wir uns aber auf jeden Fall sowohl den Nazis in den Weg stellen, als auch unsere eigene revolutionäre 1.Mai-Demo und im Anschluß daran das internationalistische Straßenfest in Gostenhof durchführen.

Im letzten Jahr beteiligten sich an die 1300 Menschen an der Demo und feierten anschließend auf dem internationalistischen Straßenfest in Gostenhof. Der letzte Naziaufmarsch im Oktober konnte von mehreren tausend AntifaschistInnen erfolgreich gestoppt werden. An diese Erfolge wollen wir auch dieses Jahr wieder anknüpfen.

Deshalb raus auf die Straße:

Revolutionäre 1.Mai-Demo und Naziaufmarsch verhindern
Beginn: 11:00 Uhr
Demoauftakt: Bauerngasse/ Ecke Gostenhofer Hauptstraße

danach feiern:
Internationalistisches Strassenfest der autonomen Gruppen
Beginn: 14:00 Uhr
Ort:
Müllnerstr. /Ecke Adam-Klein-Str. neben dem Nachbarschaftshaus Gostenhof.

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drucken | 1. April 2007 | organisierte autonomie (OA)

BUKO 30: macht # netze

BUKO30Dieses Jahr findet nun schon zum 30. mal der Kongress der „Bundeskooardination Internationalismus“ (BUKO) vom 06. bis 09. April in Leipzig statt, der damit auf eine lange und wechselhafte Bewegungsgeschichte zurückblicken kann (BUKO wird 30).

In diesem Jahr steht der BUKO30 im engen inhaltlichen Bezug zum G8-Gipfel und zu den Protesten gegen ihn und beabsichtigt Perspektiven und Praxis miteinander zu verknüpfen. Dabei möchte er sich vor allem im Zuge der diesjährigen Großmobilisierung weitgehend ausgeblendete Themen (wie z.B. Feminismus und Antisemitismus) annehmen. Die inhaltlichen Knotenpunkt werden bisher unter den Arbeitstitel „Energie“, „Migration“, „Militarismus“, „Ökonomisierung und Privatisierung“ sowie „Geschlecht-Macht-Politik“, „Widerstand und Organisierung“ und „unerwünschte Anschlüsse“ vorbereitet. Das ganze findet vom 06. bis 09. April in der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, Campus Jahnalle (Jahnalle 59, 04109 Leipzig) statt.

Weitere Informationen zum BUKO30:

drucken | 21. März 2007 | redside

Freiheit für alle politischen Gefangenen

18.03Der 18. März wurde 1923 zum „Internationalen Tag der Hilfe für die politischen Gefangenen“ von der Internationalen Roten Hilfe (IRH) erklärt.
Dieses Datum geht zurück auf den „Tag der Pariser Commune“ und erinnert zum einen an den ersten Sieg der kommunistischen Bewegung und zum anderen an die Opfer durch die Reaktion, deren Rache 25000 Menschen das Leben kostete. Weitere 3000 starben in den Knästen und 13700 wurden zu meist lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt.

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drucken | 16. März 2007 | redside

Zum Tag der politischen Gefangenen

Film+++Konzert+++Party

Erst Film, dann Konzert mit den Commandantes

Commandantes Brot und Freiheit

dann Party!

Freiheit für alle politischen Gefangenen!

Wann: 16.03.2007, 21:00 Uhr
Wo: Kunstverein Nürnberg, Frankenstr. 200

drucken | 13. März 2007 | organisierte autonomie (OA)

Veranstaltung zur aktuellen Situation im Baskenland

mit zwei Vertretern der Jugendorganisation SEGI

In Euskadi setzt der spanische Staat die Repression gegen die linke Unabhängigkeitsbewegung weiter fort, doch der Widerstand geht weiter.

Zwei Vertreter der von Repression betroffenen Jugendorganisation Segi informieren.

Donnerstag, 15. März 2007, 20.00 Uhr
Archiv Metroproletan, Eberhardshofstr. 11 Hinterhaus, Nürnberg-Gostenhof

Veranstalterin: organisierte autonomie (OA)

drucken | 7. März 2007 | organisierte autonomie (OA)

Gegen die Delegitimierung jeglicher Kapitalismuskritik

Keine Delegitimierung von Kapitalismuskritik!
freiheit
Solidarität mit den politischen Gefangenen!
Bereits seit mehreren Monaten betreiben die Medien in der BRD eine beispiellose Meinungshetzte gegen die Freilassung der letzten Gefangenen aus der roten Armee Fraktion. Von Reueeingeständnissen und Mitwirkung an der Ergreifung der „Mittäter“ ist da die Rede, von Schuldeingestäund Entschuldigungen. Den Höhepunkt erreichte die Hetze inzwischen im Laufe der Berichterstattung über Christian Klars kapitalismuskritisches Grußwort an die Rosa Luxemburg Konferenz. Seine Kapitalismuskritik führte zu einem Empörungssturm bei den BRD PolitikerInnen und gipfelte in Aussagen Stoibers, wie er solle nie wieder aus der Haft entlasssen werden. Durch diese Aussagen versuchen Medien und PolitikerInnen offensiv jede Kapitalismuskritik zu delegitimieren!
Doch Kritik am bestehenden System ist nicht im geringsten delegitim, sondern notwendig!
Am Samstag den 10.03.2007 in Nürnberg eine Kundgebung gegen die Meinungshetze und die Delegitimierung jeglicher Kapitalismuskritik statt!
Linke Politik verteidigen!
Finger weg von unserer Geschichte!
Freiheit für Christian Klar und alle politischen Gefangenen!
Vollenden wir die Niederlage der Pläne des Kapitals und machen die Tür für eine andere Zukunft auf !

Samstag, 10.03.2007
16:30 Uhr
Lorenzkirche

Flugblatt zur Kundgebung

drucken | 6. März 2007 | radikale Linke

Ungdomshuset in Kopenhagen geräumt!

Spontandemo in Nürnberg 

Am Montag den 05. März fand auch in Nürnberg eine spontane Solidaritätsdemo statt. Die Polizei löste diese Gewaltsam auf und nahm dabei 46 Personen fest.

Weiteres dazu findet ihr auf indymedia

drucken | 6. März 2007 | redside

Ungdomshuset in Kopenhagen geräumt

Ungdomshuset blir!Am Morgen des 01. März drangen mehrere, mit schweren Gerät aufgefahrene Polizeieinheiten in das autonome Zentrum Ungdomshuset ein um dieses zu räumen.
Bei dem Polizeieinsatz gegen das seit 1981 besetzten Jugendhaus in Kopenhagen wurden zahlreiche DemonstrantInnen verletzt und bis zu 160 Personen festgenommen. Aus Solidarität kam es international zu spontanen Demonstrationen darunter in Hamburg, Hannover, Stuttgart, Berlin, Wien, Oslo, Stockholm, Göteburg, Karlsruhe, Bremen, Göttingen, Marburg und München.

Aktuelle Informationen: Indymedia

drucken | 1. März 2007 | redside

Antifa-Kaffeefahrt 2007

kaffeefahrt07.jpgAm heutigen Samstag fand im Rahmen der bayernweiten Kampagne „Nazis unplugged.Rechten Strukturen den Saft abdrehen.“ eine Kaffeefahrt des Antifaschistischen Aktionsbündnis Nürnberg in Nürnberg und Fürth statt.

Dabei wurden von nahezu 90 AntifaschistInnen sechs Ziele angefahren. Es handelte sich dabei um Norman W. Kempken, Fred Ballschuh, Christian Wilke, Frank Miksch, Matthias Fischer, alles führende Kader der rechtsextremen und neofaschistischen Szene sowie um die Gaststätte „Deutscher Adler“ in Fürth, welche als Neonazitreffpunkt fungiert.

Hier findet ihr das Flugblatt zur Kaffeefahrt (PDF)

Hier findet ihr den Jingle des Antifasistischen Aktionsbündnis zur Kaffeefahrt (MP3)

Hier geht es zum Bericht über die Kaffeefahrt

drucken | 24. Februar 2007 | Antifaschistisches Aktionsbündnis

Erneuter Naziaufmarsch in Gräfenberg

Wie das Bürgerforum Gräfenberg berichtet haben Neonazis der NPD Jugendgruppe „Junge Nationaldemokraten Bayerns“ rund um Stella Ruff vor am Freitag, den 23.02.2007 um 18:30 Uhr zum wiederholten Male in Gräfenberg aufzulaufen. Dieses mal möchten sie nun nicht mehr gegen einen Bauzaun demonstrieren sondern gegen angebliche „linksradikale Umtriebe in Gräfenberg“.
Unter anderem hat das Bürgerforum Gräfenberg ab 18:00 Uhr eine Gegenveranstaltung auf dem Marktplatz angemeldet.

Kommt zahlreich und stellt euch den Nazis auf ihrem Weg entgegen.

Fr, 23.02.2007, 18:00 Uhr | Marktplatz | Gräfenberg

drucken | 20. Februar 2007 | organisierte autonomie (OA)

Luxus für alle! Kapitalismus abschaffen!

luxusAm 24.02.2007 wird sich die deutsche Elite aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft unter der Schirmherrschaft von Helmut Kohl in Frankfurt am Main treffen um den deutschen Opernball 2007 zu zelebrieren. An diesem Tag wird es neben einem roten Teppich, blitzenden Fotoapparaten und viel Blaulicht auch noch eine breite Protest- demonstration für eine gerechte Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums geben.

Sa, 24.2.2007, 15:00 Uhr | Hauptbahnhof | Frankfurt/Main

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drucken | 18. Februar 2007 | redside

Solidarität mit dem baskischen Jugendverband Segi

Der Druck auf die linke Bewegung im Baskenland nimmt weiter zu. Der Oberste Gerichtshof in Madrid hat nach dem Bruch der Waffenruhe der baskischen Untergrundorganisation ETA (Baskenland und Freiheit) drei linke Jugendorganisationen als „terroristisch“ verurteilt. Somit werden linke Jugendgruppen im Baskenland weiter kriminalisiert. Der letzte Jugendverband SEGI hat(te) ähnlich wie seine Vorgänger Jarrai und Haika mehrere tausend Mitglieder und ein Umfeld von zehntausenden Jugendlichen. Obwohl SEGI auf der „EU-Terrorliste“ steht, arbeiten sie im französischen Teil des Baskenlandes legal weiter und ist auch im spanischen Teil des Baskenland präsent. Mit einer Petition sucht SEGI internationale Unterstützung [www.gazteriaurrera.org].
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drucken | 13. Februar 2007 | redside

Neuer PGP-Key der organisierten autonomie

2006 ist vorbei und wir haben einen neuen Schlüssel. Bitte bringt Euch auf den neuesten Stand, wenn ihr uns verschlüsselt mailen wollt.

Den neuen öffentlichen Schlüssel findet ihr hier

drucken | 11. Februar 2007 | organisierte autonomie (OA)

Dem Naziaufmarsch am 13. Februar in Dresden entgegentreten!

nsstoppen.gifAuch dieses Jahr soll es den alljährlichen Nazigroßaufmarsch in Dresden geben. Neonazis nutzen seit mehreren Jahren den Jahrestag der Bombardierung auf Dresden, um ihre geschichtsrevisionistischen Parolen auf die Strasse zu tragen. Die Gegenproteste wachsen von Jahr zu Jahr an. Am 13. Februar 2007 wird es darum eine bundesweite antifaschistische Demonstration sowie eine Blockade geben, die sich gegen das Nazispektakel richtet. Unterstützt wird der Protest von der Kampagne NS Verherrlichung stoppen!, die auch bereits gegen die Aufmärsche in Wunsiedel und Halbe mobilisiert haben. Mehr Infos bei Antifa-Venceremos und dem “Blockadebündnis???.

Dienstag 13.2.07 Antifa-Demo: 16 Uhr * Dr. Külz-Ring (Altmarktgalerie).

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drucken | 1. Februar 2007 | redside

Antirepressionsdemo am 03. Februar in Erlangen

Wie schon berichtet kam es zu den ersten Repressionsschlägen des Staatsapparates im Vorfeld des G8 Gipfels und der diesjährigen NATO-Sicherheitskonferenz. Nach den Hausdurchsuchungen in München wurde auch 22.01 das selbstverwaltete Jugendhaus in Erlangen durchsucht. Bei dieser Durchsuchung ging es wie bei den anderen in München um einen Flyer der in Zusammenhang mit der NATO-Sicherheitskonferenz in München und aktivitäten während des G8 Gipfels steht. In diesem soll offenbar der Tatbestand des „Aufruf zu Straftaten“ erfüllt werden.

Aus diesem Anlass findet am Samstag den 03.Februar um 15:30 Uhr eine Antirepressionsdemonstration in Erlagen statt.

Treffpunkt: 15:00 Uhr am Martin-Luther-Platz in Erlangen

drucken | 1. Februar 2007 | organisierte autonomie (OA)

Erste Repressionsschläge im Vorfeld des G8-Gipfels

No NATOAm heutigen Mittwoch kam es zu den ersten größeren Repressionsschlägen im Vorfeld des kommenden G8 Gipfels im Sommer in Heiligendam.
Dabei wurden an diesem Tag mehrere Objekte darunter das Kafe Marat, der Basis-Buchladen, die selbstverwalteten Räume im ehemaligen Tröpferlbad, das Druckwerk München nebst angrenzenden Büroräumen linker Projekte, der Kulturladen Westend sowie die Räumlichkeiten einiger Einzelpersonen von der bayrischen Staatspolizei in München druchsucht.
Der Vorwurf gegen die Betroffenen GenossInnen lautet “Aufforderung zu Straftaten???. Dieser Vorwurf des BRD-Polizeistaates bezieht sich auf eine geplante Blockade des Flughafens Rostock-Laage.
Beschlagnahmt wurden bei dieser Razzia unter anderem Flyer mit dem linksradikalen SiKo-Aufruf “G8 und SiKo angreifen??? sowie Broschüren mit einem Zwischenstand zu 5 Jahren SiKo-Mobilisierung.

Diese Razzien sind als ein klarer Schlag der herrschenden Klasse gegen die linksradikale Mobilisierung gegen den kommenden G8 Gipfel zu sehen.

Trotz anwachsender Repression gilt nach wie vor:

Flughafen Rostock-Laage stürmen und blockieren !
G8 und SiKo angreifen !
NATO zerschlagen !

für die soziale Revolution

drucken | 20. Januar 2007 | redside

Verantstaltung über Sacco und Vanzetti

vanzettiVor 80 Jahren wurden die 2 Anarchisten Sacco und Vanzetti, trotz klarer Beweise für ihre Unschuld, von der Amerikanischen Justiz durch den Elektrischen Stuhl ermordet. Aus solidarität für die Beiden gingen damals Weltweit Millionen Menschen auf die Strasse, allein im Berliner Lustgarten solidarisierten sich mehr als 120000 Menschen und skandierten dort “Freiheit für Nick und Bart???. Und auch wir vergessen nicht was damals geschah und solidarisieren uns mit allen linken Politischen Gefangen weltweit. Nach einem kurzen einleitenden Referat wird der Film “Sacco und Vanzetti??? gezeigt, der Film zeigt beeindruckend wie und warum es damals zu diesem skandalösem Urteil kam.

Veranstaltung: 26.01 2007, Gewerkschafshaus Fürth, Königswarther Str. 14
Veranstalterin: Antifaschistische Linke Fürth

drucken | 1. Januar 2007 | redside

NATO-Kriegskonferenz und G8 angreifen!

Von München nach Heiligendamm

Wie jedes Jahr findet im Februar die „Münchner Konferenz für Sicherheitspolitik“ statt, einSiKo2007 Treffen von RegierungsvertreterInnen der NATO-Staaten und rund 200 hochkarätigen Militärstrategen, Generälen und Rüstungsexperten. Die versammelten EU- und NATO-RepräsentantInnen, die Krieg- und Außenminister der imperialistischen Zentren wollen der Öffentlichkeit vorgaukeln, bei dieser Konfernez gehe es um die Wahrung des Friedens auf der Welt und um interationale Sicherheit. Doch das Gegenteil ist der Fall, sie planen die nächsten Kriege!
Der Krieg ist mitlerweile schon gesellschaftlicher Dauerzustand geworden, fast alle gesellschaftlichen Bereiche werden der Logik der Militarisierung unterworfen. Der Krieg findet nicht im Fernsehn statt, sondern an den Grenzen, in den Flüchtlingslagern, in von Landminen gespickten und von (u.a. Uranmunition) vergifteten Regionen. Der permanente Krieg kennt keine räumlichen und zeitlichen Grenzen und verschafften den imperialistischen Staaten mit seiner brutalität und aggresivität den Zugang zu Märkten und Rohstoffen und sichert damit die neokoloniale Aufteilung der Welt und den Fortbestand des globalen Kapitalismus.

  • Setzen wir hier, in der Rüstungsmetropole München, ein lautes und deutliches Zeichen des Widerstands gegen die Weltordnung der KriegsplanerInnen!
  • Zeigen wir ihnen, dass sie hier wie anderswo unerwünscht sind! Wer weltweit Kriege führt, darf sich nirgendwo sicher fühlen!

Beteiligt euch am Samstag, den 10.02.2007 an der Großdemonstration um 12 Uhr am Marienplatz.

Antiimperialistischer Kampf bleibt und ist notwendig !
SiKo angreifen — NATO zerschlagen !

drucken | 27. Dezember 2006 | redside

Geheimdienste abschaffen! Weg mit den Berufsverboten!

Am 27. Januar findet in Mannheim eine überregionale Demonstration gegen Berufsverbote im Allgemeinen und das nunmehr seit drei Jahren bestehende Berufsverbot gegen unseren Genossen Michael statt. Für das Berufsverbot ausschlaggebend war seine Mitgliedschaft in der Antifaschistischen Initiative Heidelberg, von der er nicht bereit war, sich zu distanzieren.

Treffpunkt: 13 Uhr, Paradeplatz, Mannheim

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drucken | 26. Dezember 2006 | redside

LL Demonstration am 14.Januar in Berlin

LL-2007Auch dieses Jahr findet am 14. Januar 2007 die jährliche LL-Demo in Gedenken an die beiden ermordeten MitbegründerInnen der KPD Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht statt, deren Kampf gegen das kapitialistische System und für die revolutionäre Umwälzung der Verhältnisse hin zu einer klassenlosen Gesellschaft steht.
Unter anderem wird es auf der Demonstration auch wieder einen Internationalistischen und einen Antifa-Block geben. Der Antifa-Block steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Fight the Players! Fight the game! Make capitalism history!“ und stellt in diesem Jahr einen Teil der internationalen Mobilisierung gegen den G8-Gipfel im Sommer 2007 in Heiligendamm dar.
Die LL-Demo startet am Sonntag um 10 Uhr vom Frankfurter Tor zur Gedenkstätte der Sozialisten. Den Aufruf findet Ihr hier

Weitere Termine an diesem Wochenende in Berlin:

  • 13.1.07 Samstag Rosa-Luxemburg-Konferenz
  • 13.1.07 Samstag Antifa-Soli-Party ab 21 Uhr Party im Kato
  • 14.1.07 Sonntag Liebknecht-Luxemburg-Demo um 10 Uhr ab Frankfurter Tor

drucken | 20. Dezember 2006 | redside

Bonzen treffen statt Bonzentreffen – Smash WEF

Am 27. Januar 2007 findet in Basel (Schweiz) die Anti-Wef-Demo unter dem Motto: „WEF, NATO, G8: Die Treffen der Kriegstreiber und Sozialabbauer angreifen! Kapitalismus überwinden!“ statt.

smash wefIn Davos findet das jährliche Treffen des Word Economic Forum (WEF) mit seinen VertreterInnen der größten multinationalen Großkonzere sowie deren politischen InteressensvertreterInnen der imperialistischen Staaten statt, auf deren Agend Krieg und Sozialabbau steht. Das WEF 2007 spricht dabei von einem „The shifting power equation“, der Verschiebung des Machtgleichgewichts, was sich vor allem im Kampf um die Neuaufteilung von wirschaftlichen und politischen Einflusssphären wiederspiegelt. Ein solches Treffen bietet vielerlei Ansatzpunkte für Protest und Widerstand. Deshalb ruft auch ein breites Bündnis zu einer grossen Demonstration am 27. Januar nach Basel auf.

Weitere Informationen dazu bekommt ihr hier oder am Sonntag den 7. Januar um 15 Uhr im Infocafè der Autonomen Jugendantifa.

drucken | 20. Dezember 2006 | redside

Heldengedenken raus aus den Köpfen

Wir gedenken den Opfern des Naziregimes
Naziaufmarsch am 16.12 in Gräfenberg stoppen!

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drucken | 7. Dezember 2006 | Antifaschistisches Aktionsbündnis

Termine

Samstag, 12.12.2020

Kultur braucht Freiräume – Projekt 31 erhalten

Das Projekt31 ist bedroht. Ein auslaufender Mietvertag, kapitalistische Investoren & steigende Bodenpreise machen nicht nur dem P31 zu schaffen sondern betreffen alle Freiräumen in der Region. Zeit dagegen etwas zu tun und den Projekten den Rücken zu stärken! Kommt am 12.12 14 Uhr zum Aufseßplatz und zeigt Eure Solidarität. Kein Tag ohne autonomes Zentrum! Im Folgenden dokumentieren wir den Aufruf des Projekt31 zur Demonstration:

Kultur braucht Freiräume – Projekt 31 erhalten

Mit Vorfreude auf das heutige Konzert kommst du zum Projekt 31. Schon auf dem Hof empfängt dich der köstliche Duft von veganem Essen, du begrüßt deine Freund*innen und holst dir eine Apfelschorle… Doch dein Traum findet ein jähes Ende und du stehst auf einem grauen, kalten Parkplatz wo früher unser Freiraum, das Projekt 31 war.

Dies könnte bald Wirklichkeit werden, denn unser Gelände wurde von einer Investmentfirma gekauft, welche ab Anfang Februar 2021 Eigentumswohnungen in den Hof bauen und unser Projekt in einen Parkplatz verwandeln will. Wir versuchen auf der mietrechtlichen Ebene und durch Gespräche mit Vertreter*innen von Stadt und Politik unsere Zukunft zu sichern, doch allein darauf können wir uns nicht verlassen. Deshalb versuchen wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln den Erhalt unseres selbstverwalteten Jugend- und Kulturzentrums zu sichern. Das Projekt 31 braucht eine Zukunft! Lasst und deswegen am 12.12. gemeinsam auf die Straße gehen! 

  Verdrängung unkommerzieller Räume  

Das Projekt 31 ist ein unkommerzieller Ort. Ein Raum, in dem eine Alternative zu den bestehenden Verhältnissen gelebt und geübt wird. Der Versuch, einen Freiraum zu schaffen, ohne Hierarchien, Diskriminierungen, Abwertungen. Ein Ort um sich zu vernetzen, auszuprobieren, zu begegnen. Ganz ohne Leistungsdruck oder Konsumzwang.

Solche Orte werden allerdings immer seltener. Inverstor*innen kaufen und kaufen, werden immer reicher, denn es geht dabei ausschließlich um Gewinnmaximierung, darum noch mehr Geld aus allem rauszuholen.

Die Mieten steigen und steigen für die Bewohner*innen der Stadt Nürnberg. Wer sich das nicht leisten kann, hat in dieser Logik auch keinen Platz verdient, wird verdrängt – wohin auch immer, das interessiert nicht. Selbst öffentliche Plätze werden privatisiert oder unliebsames Klientel durch Ordnungsamt und Polizei vertrieben. Durch die Verdichtung der Stadt gibt es keinen bezahlbaren Raum für Kulturschaffende – aber für Bürokomplexe wie die GFK finden sich große Areale. Damit noch mehr Pendler*innen angezogen werden, im Berufsverkehr in unserem Viertel stecken bleiben und uns wortwörtlich die Luft zum Atmen nehmen.

Wir leben in einer Gesellschaft, in der Interessen von Mehrwert und Kapital über den Interessen der Menschen und ihren Bedürfnissen stehen. Einen Raum erhalten nicht die, die ihn nutzen und bespielen wollen, sondern die mit dem meisten Geld.

Diese Prozesse spielen sich nicht nur rund um das Projekt 31 ab, sondern überall. Egal ob mensch nach Berlin, Leipzig, Köln oder eben Nürnberg schaut – das Bild ist das gleiche: Wegnahme der Räume, fehlende finanzielle Ressourcen, politische Angriffe und Delegitimationsversuche. Denn es ist nicht nur die katastrophale Situation auf dem Immobilienmarkt dafür verantwortlich, sondern es geht auch um politische Interessen und Prioritäten. In einer zunehmend autoritären Gesellschaft, die immer weiter nach rechts rückt, werden auch Orte, die sich dem Widersetzen immer stärker bedroht. Während faschistische Tendenzen innerhalb der Gesellschaft immer deutlicher zutage treten, werden linke Räume deutschlandweit platt gemacht.

Kämpfe um den Erhalt von Räumen wie dem Projekt 31 sind somit immer auch Kämpfe für eine offene, antifaschistische und emanzipatorische Gesellschaft.

  Kultur von unten – Stadt für Alle  

Doch die Verdrängung von unkommerziellen, offenen Räumen führt notwendigerweise zu dem Ausschluss vieler Menschen aus der Öffentlichkeit, Teilhabe am kulturellen Leben wird zum Privileg. Der Mangel an bezahlbaren Proberäumen, Ateliers und anderen Kulturräumen ist seit Jahren bekannt, geändert hat sich nichts. Der alltägliche Kampf, genug Geld für die Miete aufbringen zu können, geht auf Kosten der Kreativität und der Freude an kreativen Prozessen.

Die mit der Corona-Pandemie einhergehende Wirtschaftskrise verschärft die Situation vieler Kulturschaffender zusätzlich. Doch anstatt die bestehende Kulturlandschaft zu unterstützen, agiert die Stadt oft im luftleeren Raum, verpulvert beispielsweise Geld für Wasserspiele auf einer neu errichteten Bühne am Dutzendteich für ein Publikum das Platz auf Tret- und Schlauchbooten einnimmt. Dies steht in krassem Widerspruch dazu, wie tatenlos zugeschaut wird, wie unkommerzielle kulturelle Räume verdrängt werden. Anstatt genug zentrale Orte für Kunst und Kultur zur Verfügung zu stellen und die Bedürfnisse der Kulturschaffenden ernst zu nehmen, bewirbt sich die Stadt lieber zur Kulturhauptstadt 2025. Es widerstrebt uns jedoch zutiefst in Wettbewerb mit anderen Städten und anderen Kulturläden zu treten und gegen sie zu konkurrieren. Kultur darf nicht zum Prestige-Objekt verkommen und ist erst recht kein Siegespokal den es zu gewinnen gilt.

Es geht um den Erhalt von kulturellen Räumen, genauso wie um bezahlbaren Wohnraum. Es geht um mehr Grünflächen in der Stadt, mehr Orte der Begegnung ohne Konsumzwang. Kurzum: Wir wollen eine Stadt für alle und eine Kultur von unten! Wir sind viele und wenn wir gemeinsam kämpfen, können wir auch gewinnen.

  Lasst uns auf die Straße gehen!  

Wo sollen sich Menschen kennen lernen, sich organisieren, sich politisch bilden, wenn es keine Räume gibt, an denen sie sich treffen können? Wie sollen Ideen entwickelt und Gedanken ausgetauscht werden, wenn immer Aufsichtspersonen anwesend sind, die jederzeit repressiv eingreifen können? Wie soll Eigeninitiative und Verantwortung geübt werden, wenn es hauptsächlich Räume gibt, an denen die Dinge von oben herab mit Hierarchien geregelt werden?

Geht gemeinsam mit uns am 12.12. auf die Straße, um zu zeigen, dass das Projekt 31 nicht verschwinden darf!

Denn kein Freiraum in Nürnberg oder sonst wo darf verschwinden! Im Gegenteil – wir brauchen noch viel mehr davon!

Wir wollen nicht mehr um unsere Zukunft bangen! Wir wollen eine Perspektive – und diese wollen wir selbst gestalten!

Don‘t go breaking my heart – Freiräume erhalten! Kommt mit uns auf die Straße! 12.12.2020 um 14 Uhr am Aufseßplatz Nürnberg  

Unterstützt von: Kneipenkollektiv Arsch & Friedrich, Bunkersyndikat, Initiative Mietenwahnsinn stoppen, Casablanca Filmkunsttheater, Radio – Z , Organisierte Autonomie, feministisches Konzertkollektiv Arsch & Frida, Armed with a Mind, Revolutionär organisierte Jugendaktion, Gruppe Antithese, Kunstverein, Infoladen Benario, Stadtteilzentrum Desi, FLINT* Komitee – für einen feminstischen Streik, 8. März Bündnis Nürnberg, Falken Nürnberg, Auf der Suche – Anarchistische Gruppe Nürnberg, Initiative Kunst braucht Raum, Zentrum Wiesengrund Erlangen, Antifaschistische Initiative – Das Schweigen durchbrechen, Interventionistische Linke Nürnberg, Trouble in Paradise, Wagenburg Kristallpalast, Sänders e.V., Mops von Gostenhof, Der Gostenhofer Dorfschulze, Krähengarten, Musikverein, AG Wohnen des Sozialforums Nürnberg, Z-Bau – Haus für Gegenwartskultur, Politbande, Kulturliga, Cafe Kaya, Club Stereo, Eat-the-Beat e.V., E-Werk Erlangen, KulturKellerei, Kulturort Badstraße 8, Kunstkeller 027, MUZ Club, Mata Hari Bar, Nasty Entertainment, Die Rakete, nbg-breaks e.V.

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