Termine

Samstag, 31.10.2020

trotz alledem LINKE LITERATUR WEGEN CORONA 2020 OHNE MESSE 31.10.2020 Beginn: 17 Uhr, Kulturwerkstatt auf AEG

Die Überschrift macht es ja schon deutlich, wir sind da - wie jedes Jahr - und versorgen Euch mit Inhalten, Analysen, Informationen, mit Theorie und praxisorientierten Vorstellungen, mit Philosophie und Interessantem, mit News aus dem kapitalistischen Alltag, aus gesellschaftlichen Auseinandersetzungen und Bewegungen, eben mit allem was linke Verlage und Redaktionen so zu bieten haben. Linke Literatur 2020, präsentiert ohne Messe - Corona macht es möglich. Unser diesjähriges Programm umfasst zwei große Podiumsveranstaltungen, in deren Rahmen die über unseren Köpfen schwebende Krise der kapitalistischen Wirtschaftsweise, wie die in den krisenhaften Zeiten sich ausbreitenden Kämpfe und sozialen Bewegungen aus Blickwinkeln verschiedener AutorInnen unter die Lupe genommen werden sollen. * ACHTUNG – ACHTUNG – ACHTUNG  - Eine Voranmeldung zu den Veranstaltungen ist zwingend erforderlich! Eine Linke Literaturmesse wie wir sie kennen, mit Ständen von Verlagen und Redaktionen und einem dazu gehörenden, über ein ganzes Haus verteilten Veranstaltungsprogramm ist, unter den von der Virusbekämpfung diktierten Maßnahmen, nicht machbar. Wir mussten Umdenken und freuen uns, euch trotz alledem, ein diesen Bedingungen, aber auch den politischen Anforderungen der Zeit Rechnung tragendes Programm, für das Jahr 2020 präsentieren zu können. Unser diesjähriges Programm umfasst zwei große Podiumsveranstaltungen, in deren Rahmen die über unseren Köpfen schwebende Krise der kapitalistischen Wirtschaftsweise, wie die in den krisenhaften Zeiten sich ausbreitenden Kämpfe und sozialen Bewegungen aus Blickwinkeln verschiedener AutorInnen unter die Lupe genommen werden sollen. Wie immer, wird auch das Programm der "Linke Literatur wegen Corona 2020 ohne Messe", von zahlreichen linken Verlagen und Zeitschriftenredaktionen und ihren Autoren und Autorinnen unterstützt. Beide Podiumsveranstaltungen verfügen über ein coronabedingtes Hygienekonzept, das den Vorgaben der Kulturwerkstatt auf AEG entspricht. Die VeranstalterInnen: Metroproletan Archiv & Bibliothek und Libresso Kulturverein * ACHTUNG – ACHTUNG – ACHTUNG      Eine Voranmeldung zu den Veranstaltungen ist zwingend erforderlich! Eine Voranmeldung per Email ist aufgrund der Corona-Bestimmungen der Kulturwerkstatt auf AEG zwingend erforderlich. Die per Antwort-E-Mail zugeschickte Platzbestätigung verliert bei Nicht-Erscheinen 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn ihre Gültigkeit. Am Einlass wird die Anmeldung abgefragt. Ansonsten gelten in den Veranstaltungsräumen die üblichen Abstandregeln, Maskenpflicht etc.      Anmelden könnt ihr euch unter: reservierung_literaturmesse@posteo.de           Angeben müsst ihr euren Namen und eure Emailadresse. PODIUM I Samstag | 31. Oktober | 17 Uhr Krise! – Ist der Kapitalismus unheilbar krank? Absatzkrise, Klimakrise, Coronakrise, Krise der politischen Eliten, Krise hier, Krise da und unter allem – von vielen noch gar nicht richtig bemerkt – wabert die sich zunehmend schneller ausbreitende, umfassende Wirtschaftskrise – genauer eine Krise der kapitalistischen Wirtschaftsweise. Zyklische Krise? Überproduktionskrise? Weltwirtschaftskrise? In was stecken wir da drin? Womit haben wir es da zu tun? Was kommt da noch auf uns zu? Wie sehen die Pläne der herrschenden Klasse aus? Sollen es wie immer wir ausbaden? Soll erneut die auf Lohnarbeit und andere kleine Einkommen angewiesene Mehrheit sogenannte Rettungspakete für Banken und Konzerne finanzieren, mit deren Hilfe deren Privatbesitzer ihre Gewinne sichern? Soll einmal mehr die Mehrheit die Verluste bezahlen, während eine Minderheit damit beschäftigt ist, die gemachten Gewinne auszugeben? Sinken einmal mehr unsere Löhne und andere kleine Einkommen? Steigen die Mieten, verschlechtern sich Arbeitsbedingungen und die soziale Absicherung? Welches Ausmaß wird das Ganze haben? Werden erneut in besonderer Weise Frauen mit den Folgen der Krise konfrontiert? Ist ein weiterer Rechtsruck des Staatsapparates zu erwarten? Was passiert mit all den Einschränkungen unserer Rechte während der Corona-Pandemie? Müsste sich die Linke hier nicht längst deutlicher positionieren? Welche Teile der Lohnabhängigen sind heute schon von den Folgen der Krise betroffen, welche wird es morgen treffen? Was ist zu tun? Die Krise aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten, analysieren, Auswirkungen, Perspektiven und Möglichkeiten präsentieren – ist die Aufgabe von: Hannes Hofbauer Verleger – Promedia Verlag, Autor – lunapark21, undogmatischer Marxist Werner Rätz Autor VSA-Verlag und Bewegungslinker, in Attac und anderen Projekten aktiv Gisela Notz Autorin AG Spak, Schmetterling Verlag, TAZ und junge Welt, Herausgeberin des Wandkalenders Wegbereiterinnen, marxistische Feministin Wolf Wetzel Autor – Telepolis, PapyRossa Verlag, recherchierte zum NSU, hat seine Wurzeln in der Autonomen Linken PODIUM II Samstag | 31. Oktober | 20 Uhr Gesellschaftliche Zuspitzung, Kämpfe zwischen den Klassen und soziale Bewegungen in Zeiten der Krise In Zeiten in denen sich verschiedene Krisen überlappen, ein krisenhafter Zustand den nächsten jagt, kann und muss vor dem Hintergrund der voranschreitenden Krise der kapitalistischen Wirtschaftsweise ein Zustand dauerhafter Krisenhaftigkeit der westlichen Gesellschaftsordnung diagnostiziert werden. An allen Ecken und Enden knirscht und kracht es. Aufstände, Bürgerkriege riesige Fluchtbewegungen, Umweltkatastrophen, zusammenbrechende Staaten, aus vielen Teilen der Welt kennen wir das. Doch heute in einer Zeit, in der die negativen Auswirkungen der kapitalistischen Wirtschaftsweise in wachsendem Maß auch wieder die Mehrheit der Bevölkerung in den Industriestaaten direkt treffen, eine Zeit, in der die Verhältnisse den Menschen die eigene Lage klarer vor Augen führen, brechen auch in den Metropolen zahlreiche gesellschaftliche Konflikte auf. Arbeitskämpfe, Unruhen in Vorstädten, Gelbwesten in Frankreich, Bewegung für Seenotrettung, Fridays for Future, Frauenstreiks in der Schweiz und anderen Staaten, Unabhängigkeitsbewegungen in Spanien, Black Lives Matter in den USA kennen wir alle. Aber auch in Deutschland gerät einiges in Bewegung. Kämpfe von MieterInnen, Arbeitskämpfe von prekär Beschäftigten, Kämpfe im Gesundheitswesen, in der Fleischindustrie, Bewegungen gegen Rassismus und Kämpfe von Flüchtlingen, Kämpfe gegen Klimawandel, für Frauenrechte, gegen schärfere Polizeigesetze, gegen Nazis auf der Straße, in Sicherheitsbehörden und in Parlamenten. Im Rahmen unseres zweiten Podiums wollen wir uns Klassenkämpfen und Bewegungen zuwenden und von diesen und über diese berichten. Eingeladen haben wir zu den Themen: Mieterkämpfe, Stadtteilarbeit und Recht auf Stadt Matthias Coers Filmemacher – Mietrebellen, Autor Edition Assemblage und Aktivist der Mietrechtsbewegung Arbeitsbedingungen und andere Skandale rund um die Fleischindustrie und die Kämpfe dagegen Dieter Wegner Autor – System Tönnies, Buchmacherei und Aktivist – Jour Fixe – Gewerkschaftslinke Hamburg Arbeitskämpfe und andere Konflikte im und ums Gesundheitswesen Kalle Kunkel Autor – Zeitschrift LuXemburg, in der Kampagne „ Krankenhaus statt Fabrik“ aktiv, Ver.di und Aktivist im Arbeitskampf an der Berliner Charité Rassismus – Black Lives Matter und die Denkmalsturzbewegung in Europa Lou Marin Verlag Graswurzelrevolution, Herausgeber antirassistischer Literatur, Anarchist und Aktivist Klimakrise – Demonstrationen, Schul-Streiks, Blockaden, Besetzungen – die Bewegung der KlimaaktivistInnen Emily Laquer Aktivistin Interventionistische Linke und Ende Gelände, Kommunistin im 21. Jahrhundert
Samstag, 07.11.2020

Nach dem Klatschen die Klatsche?

Auch nach der 2. Verhandlungsrunde bleiben die Verantwortlichen im öffentlichen Dienst bei ihrer Haltung, dass die Forderungen der Beschäftigten übertrieben wären. Während die Gewerkschaft Ver.di moderate 4,8 % Lohnerhöhung fordert, beharrt die Gegenseite auf einer Nullrunde. Kommt also nach dem Klatschen die Klatsche? Es liegt wie immer an den Beschäftigten selbst und an denen, die mit Ihnen solidarisch sind. Die Initiative Solidarische ArbeiterInnen (ISA) lädt ein zur Diskussion: Am Samstag, den 7. November ab 19:00 Uhr: Anlaufstelle gegen Arbeitsunrecht ab 20:00 Uhr: Stand der Tarifauseinandersetzung des öffentlichen Dienstes (TVÖD): Was fordert die Gewerkschaft ver.di? – Sind das vernünftige Forderungen? Finden sich die Forderungen der Beschäftigten darin wieder? Ort: Stadtteilladen Schwarze Katze, Seitenstr. 1 Die ISA-Kneipe findet jeden 1. Samstag im Monat im Stadtteilladen Schwarze Katze, Seitenstr. 1 statt. Alle die sich über klassenkämpferische Gegenwehr austauschen und diese in der Praxis vernetzen wollen sind herzlich willkommen.
Mittwoch, 11.11.2020

Radio Revolution im Oktober 2020

Für die Oktober Sendung von Radio Revolution wurde sich mit den Themen "Kritisches Gedenken" und antifaschistischer Geschichtsaufarbeitung auseinandergesetzt. In einem anderen Beitrag geht es um Polizeigewalt, "Straftäter in Uniform" oder strukturelle Gewalt. Wie immer gibt es gute Musik auf die Ohren und die wichtigsten Neuigkeiten. Die nächste Sendung könnt Ihr wieder am 11. November im Stoffwechsel auf Radio Z 95,8Mhz hören. Radio Revolution läuft am 2. Mittwoch im Monat zwischen 17 und 18 Uhr. Vergangene Sendungen könnt ihr euch auf https://www.mixcloud.com/RadioRevolutionNBG/ anhören. https://www.mixcloud.com/RadioRevolutionNBG/sendung-radio-revolution-oktober-2020/

Auf zum antikapitalistischen Block auf der DGB-Demo in München!

Am 21. Oktober veranstaltet der Deutsche Gewerkschaftsbund Demonstrationen in Berlin, Dortmund, Frankfurt, Stuttgart und München.

Die organisierte autonomie (OA) ruft dazu auf, sich am antikapitalistischen Block des Münchner Strike!-Bündnisses zu beteiligen.

Keine Illusionen! – Kapitalismus ist nicht reformierbar! – Für die soziale Revolution!

Kommt zum antikapitalistischen Block auf der DGB-Demo in München.

Samstag, 21. Oktober 06

Auftakt: 12.00 Uhr, vor dem DGB-Haus, Schwanthalerstr. 64, München

Aufruf der OA

Kostenlose Karten für den DGB-Sonderzug ab Nürnberg können ab 9. Oktober jeden Montag von 19.00 bis 22.00 Uhr im Stadtteilladen Schwarze Katze in der Mittleren Kanalstr. 19 abgeholt werden. Abfahrt ab Nürnberg-Hbf 8.30 Uhr 

 

drucken | 4. Oktober 2006 | organisierte autonomie (OA)

Keine Illusionen! Ausbeutung ist nicht reformierbar

Antikapitalistischer Block auf Sozialraubsdemo am 21.10 in München 

Am 21.10 findet in München, Berlin, Stuttgart und Hannover ein DGB-Aktionstag unter dem Motto "Das geht besser – aber nicht von alleine"  statt. In München wird eine große Demo stattfinden, bei der auch die Gewerkschaftslinke zu einem eigenen Block mobilisiert. Und auch die revolutionäre Linke wird natürlich nicht fehlen: unter dem Motto "Keine Illusionen – Ausbeutung ist nicht reformierbar – Für die soziale Revolution" rufen linksradikale Gruppen aus München zum antikapitalistischen Block auf, um dem DGB und seiner Stellvertreterpolitik eigene Inhalte entgegenzusetzen. Denn der Kapitalismus ist nicht reformierbar, wie uns das die Reden auf den Aktionstagen der Gewerkschaften immer wieder weismachen wollen. Um etwas zu verändern gibt es nur eine Möglichkeit: den Kapitalismus abschaffen und die bestehenden Verhältnisse radikal umwerfen!

Alles für alle!

Nieder mit dem Kapitalismus!

Auch aus Nürnberg fahren wir natürlich nach München, um uns am antikapitalistischen Block zu beteiligen. Der DGB stellt sogar noch kostenlos die Busse dazu…

Achtet auf Flyer und weitere Ankündigungen auf der redside! 

drucken | 18. September 2006 | radikale Linke

Knast – Infotour

Am Dienstag, den 10.10.06 findet im Nürnberger SicherungsverwahrungMetroproletan Archiv&Bibliothek eine Veranstaltung zu Knast und Selbstorganisation/Widerstand mit Referenten vom Autonomen Knastprojekt/Köln statt.

Beginn um 20:00 Uhr
Der Eintritt ist frei, Spenden sind sehr willkommen!

Mit Euch diskutieren werden

  • Gerhard, knastgeschädigter Exil-Bayer
  • Michel, knastbedrohter Punk aus dem Hunsrück

Beide sind Mitglieder des Autonomen Knastprojekts Köln und geben auch die"Unbequeme Nachrichten- Zeitung gegen Anstalten aller Art" heraus.

Die Themen des Abends sind:Unterglas

  • "Der Wettlauf um den schärfsten Knast?" (Förderalismusreform – Abschaffung des Bundesstrafvollzugsgesetzes)
  • Nazis im Knast – Antifa-Arbeit "drinnen" und "draußen"- Repression und Widerstand im Strafvollzug
  • Dazu wird es eine Wanderausstellung des Karikaturisten Finni geben, der seit 13 Jahren (!) in Isolationshaft sitzt.

drucken | 17. September 2006 | redside

1. Infobrief zu der antifaschistischen Demonstration gegen den Naziaufmarsch durch Gostenhof am Samstag, den 14.10.2006

Hallo AntifaschistInnen!

Der Neonazi Christian Malcoci hat unter dem Titel: "Recht statt Rache – Revision der Nürnberger Prozesse" einen Aufmarsch in Nürnberg angemeldet. Dieser soll von dem Justizgebäude, wo nach der Niederlage des faschistischen 3. Reichs die Prozesse gegen deutsche Kriegsverbrecher stattfanden, bis zum Nürnberger Hauptbahnhof führen. Nach Aussagen Malcocis soll es sich bei der geplanten Provokation um eine "zentrale Demonstration" so genannter freier Kräfte handeln, die von der NPD unterstützt wird.

Ziele der Nazis
Durch die Auswahl des historischen Ortes – Gerichtsgebäude in dem die Nürnberger Prozesse stattfanden – versuchen die Nazis sich bundesweit in die Schlagzeilen zu bringen. Sollte dieser Ort für die Nazis als Aufmarschpunkt, unter diesem Revisionistischen Motto zur Verfügung stehen, würde dies eine neue Qualität der Verherrlichung des Nationalsozialismus darstellen.
Dass die Route des geplanten Aufmarsches durch den Stadtteil Gostenhof führt, ist für die Nazis sicher ein wichtiger Nebeneffekt. Gostenhof, ein Stadtteil in dem ArbeiterInnen, Erwerbslose, StudentInnen, KünstlerInnen, Flüchtlinge und MigrantInnen aus verschiedensten Teilen der Welt, ohne größere Probleme zusammenleben ist den Nazis ein Dorn im Auge. Da darüber hinaus die radikale Linke hier eine gewisse Verankerung besitzt, und Gostenhof sich immer wieder als ungesundes Pflaster für Nazis aller Schattierungen erwiesen hat, ist das, von den FaschistInnen zu meist als Zeckenstadtteil bezeichnete, Viertel und seine BewohnerInnen bereits in der Vergangenheit immer mal wieder Ziel neonazistischer Propaganda, Provokationen und Einschüchterungsversuche geworden.

Geplante Gegenaktivitäten
Für uns ist es selbstverständlich das wir einen FaschistInnenaufmarsch in dieser Stadt nicht hinnehmen und erst recht nicht wenn dieser durch Gostenhof, den Stadtteil in dem viele von uns leben und in dem wir seit Jahren politisch aktiv sind und Stadtteilarbeit machen, führen soll. Dass wir uns auf ein durch die Stadt angekündigtes Verbot nicht verlassen, ist ebenfalls selbstverständlich.

Der geplante Tagesablauf
Bevor die Nazis loslaufen wollen wir mit einer antifaschistischen Demonstration zeigen, dass die Nazis in Gostenhof nicht willkommen sind. Weil wir mit der Demonstration die Bevölkerung des Stadtteils ansprechen wollen, ist der Aufruf bewusst für diesen Zweck geschrieben. Bislang ist es uns gelungen, über 80 UnterstützerInnen, von der Metzgerei an der Ecke bis zur Antifa-Gruppe, für die Demonstration zu gewinnen. Die Demonstration soll deshalb auch keine typische "Autonomen-Demo" sein, sondern Ausdruck des gemeinsamen antifaschistischen Konsens im Stadtteil über Szene- und Klassengrenzen hinweg. Den Aufruf findet ihr im Anhang.

Im Anschluss an die Demonstration wollen wir uns den Nazis aktiv an ihrem Auftaktplatz und entlang ihrer Route entgegenstellen. So sollen in der Nähe des Auftaktplatzes der Nazis und entlang der Route verschiedene Kundgebungen (u.a. mit ZeitzeugInnen) stattfinden. Diese Kundgebungen sollen als Anlaufstellen für AntifaschistInnen fungieren, und können deshalb zu Ausgangspunkten verschiedenster Widerstandsaktionen werden. Zur Gestaltung dieser Kundgebungen und zahlreicher anderer antifaschistischer Aktionen wurde ein Bündnis ins Leben gerufen, dass sich bemüht verschiedensten Projekten, Initiativen und Gruppen die Möglichkeit zu geben, sich mit eigenen Ideen an den Gegenaktivitäten zu beteiligen.

Mit antifaschistischen Grüßen
Antifaschistisches Aktionsbündnis und organisierte autonomie (OA)

drucken | Continue | 17. September 2006 | organisierte autonomie (OA)

¡Alerta Antifascista!

Neonazis wollen am 14. Oktober in Nürnberg aufmarschieren

Für Samstag, den 14. Oktober 2006 hat der Neonazi Christian Malcoci einen Aufmarsch angemeldet. Die Marschroute der Nazis soll vom Amtsgericht in der Fürther Straße, in dem die Nürnberger Prozesse stattfanden, zum Hauptbahnhof gehen.

Diesen Aufmarsch gilt es gemeinsam und entschlossen entgegen zu treten.

Kein Fußbreit den FaschistInnen! – No Pasaran!

Achtet auf weitere Ankündigungen

*** ERGÄNZUNG ***

Eine Sonderseite zum Naziaufmarsch am 14. Oktober wurde eingerichtet.

Sie ist erreichbar unter: nazistopp.tk

drucken | 8. September 2006 | organisierte autonomie (OA)

Antifaschistischer Aktionstag – 19.08 in Wunsiedel

Wunsiedel- für viele mittlerweile Synonym für den hier alljährlich geplanten Rudolf-Hess-Gedenkmarsch. 2000 AntifaschistInnen kamen im letzten Jahr zu einem Antifaschistischen Aktionstag zusammen – den Nazis war der Aufmarsch wenige Tage zuvor verboten worden. Sie irrten an diesem Tag hauptsächlich auf verschiedenen Autobahnen umher, marschierten jeweils mit einigen hundert Leuten in verschiedenen Orten, wie z.B. Nürnberg, Peine oder Berlin. Einen zentralen Rudolf-Hess-Marsch wie in den Jahren zuvor mit bis zu 4800 Alt- und Neonazis hat es im letzten Jahr nicht gegeben.

Auch in diesem Jahr scheint den Nazis der Weg durch Wunsiedel zunächst mal verscchlossen. Am 18.07.2006 wurde der vom altbekannten Hamburger Neonazi-Anwalt Jürgen Rieger angemeldete "Rudolf-Hess-Gedenkmarsch" vom Verwaltungsgericht Bayreuth verboten. Die nächste Instanz ist der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in München, danach ginge das Verfahren zum Bundesverfassungsgericht. Zwischenzeitlich hatten verschiedene Kräfte aus der rechten Szene potenzielle Ersatzveranstaltungen angemeldet. In Fulda meldeten die "Freien Kräfte Hessen" einen Aufmarsch gegen den §130 StGB an, der in diesem wie im letzten Jahr als Grundlage für das Verbot des Aufmarschs in Wunsiedel dient. Auch dieser Aufmarsch wurde jedoch in der vergangenen Woche verboten, da eine gedankliche Nähe zu den Erinnerungsfeiern für Hitlerstellvertreter Rudolf Hess offensichtlich sei. In Jena ist ebenfalls für den 19.08. eine Anmeldung aus dem Kreis der Freien Kameradschaften erfolgt. Schon lange geplant ist eine Kundgebung und Demonstration am 19.08. in München, angemeldet vom bekannten Münchner Neonazi Norman Bordin (NPD). Für den 17. August 2006 hat Bordin außerdem eine Mahnwache unter dem Motto "Rudolf Heß – Märtyrer des Friedens" von 17 bis 22 Uhr auf dem Münchner Marienplatz und ein Konzert im nahe gelegenen Dorfen angemeldet. Ob der neue §130 Abs. 4 auch in diesem Jahr vor dem Bundesverfassungsgericht standhalten wird ist noch unklar.Eins ist jedoch mit Sicherheit klar: Sollte es einen zentralen Aufmarsch zum Gedenken an Hitlerstellvertreter Rudolf Hess geben, werden wir da sein und den Alt – und Neonazis unseren antifaschistischen Protest entgegenhalten – egal ob in Wunsiedel oder anderswo!

Wir, die Kampagne NS-Verherrlichung stoppen!, werden auch in diesem Jahr einen Antifaschistischen Aktionstag mit Kundgebung und Demonstration veranstalten,um einfür alle mal klar zu machen:

Nazis und ihre braune Ideologie bekommen keinen einzigen Platz – weder in Wunsiedel noch irgendwo anders!

Ab Nürnberg fährt am 19. August ein Bus nach Wunsiedel.

Sollte der Hess Gedekmarsch an einem anderen Ort stattfinden wird der Bus natürlich dorthin fahren.

Karten für den Bus gibt es jetzt schon im Libresso (Bauerngasse 14) zu kaufen.

ab 9 Uhr, Platz vor dem Gymnasium, Wunsiedel

Infos unter: NS-Verherrlichung-stoppen.tk

drucken | Continue | 9. August 2006 | redside

G8-Xtra Nr. 2 erschienen

G8-Xtra ist eine Zeitung die die Mobilisierung gegen den G8-Gipfel 2007 begleiten und unterstützen soll. Sie erscheint unregelmäßig und wird kostenlos verteilt. Die Zeitung wird von Redaktionen, lokalen Gruppen, bundesweiten Projekten und vielen Einzelnen gemacht, die im Netzwerk Interventionistische Linke zusammenarbeiten.Die zweite Ausgabe der Zeitung hat 4 Seiten und ist in einer Auflage von 100.000 Stück gedruckt worden.

G8-Xtra Nr. 2 als PDF lesen

Mehr zum G8 Gipfel in Heiligendam

Zur Anti-G8 Mobilisierungsseite der Interventionistischen Linken

drucken | 5. August 2006 | radikale Linke

Sommerfest!

Das Archiv Metroproletan feiert

Das Archiv Metroproletan lädt dazu ein:

Grillvergnügen +++ entspanntes Hof-Chillen +++ lesen und lesen lassen

LIVE-KONZERT mit Parallelgesellschaft: mal Schlager, mal Punk – Bonner Aufstand gegen die Leitkultur

LIVE-KONZERT mit Linksradikaler Liedertafel: aus Nürnberg, mit alten und neuen Liedern des antifaschistischen und antikapitalistischen Widerstands

LESUNG von Stefan Ebertsch: Kurzgeschichten Linksradikaler Liedertafel

Samstag, den 12. August 2006, ab 17 Uhr im Metroproletan Archiv & Bibliothek, Eberhardshofstraße 11 Hinterhof, Nürnberg-Gostenhof

drucken | 1. August 2006 | redside

Der Konflikt in Chiapas

Zapatista

Am 1. Januar 1994 besetzte die „Nationale Zapatistische Befreiungsarmee“ (EZLN) überraschend sieben Bezirkshauptsitze im mexikanischen Bundesstaat Chiapas. Von den Balkonen der eingenommenen Verwaltungszentren wird von maskierten KämpferInnen die „Erste Erklärung aus dem Lacandonischen Urwald“ verlesen. Diese beginnt mit den Worten „HOY DECIMOS ¡BASTA!“ (Heute sagen wir: es reicht!). In dieser „Ersten Erklärung“ wurde das mexikanische Volk aufgerufen, sich dem Aufstand gegen die Unterdrücker anzuschließen. Die überwiegend aus indianischstämmigen Mitgliedern bestehenden Zapatistas stellten sich gegen undemokratische und rassistische mexikanische Verhältnisse. Nach nur wenigen Tagen offenem Konflikt zwischen zapatistischen Einheiten und der mexikanischen Armee erklärten die Zapatistas eine einseitige Waffenruhe. Seitdem beschränken sie sich auf passiven Widerstand und begannen, ihre Gemeinden autonom und basisdemokratisch zu organisieren. Seitens der mexikanischen Armee und paramilitärischer Gruppen kommt es bis heute zu systematischen Menschenrechtsverletzungen gegenüber zapatistischen Gemeinden. Deshalb halten sich seitdem auf ausdrücklichen Wunsch der Zapatistas MenschenrechtsbeobachterInnen im Konfliktgebiet auf. Der Referent war als Menschenrechtsbeobachter in Chiapas und wird einen kurzen Überblick über den Konflikt in Chiapas, die politische Entwicklung Mexikos und die Rolle der BeobachterInnen geben.

Di., 01.08.2006 – 20.00 – Metroproletan, Archiv&Bibliothek, Eberhardshofstr. 11 (Hinterhaus) – Nürnberg-Gostenhof

drucken | 27. Juli 2006 | organisierte autonomie (OA)

Wir wollen Alles

Gemeinsamer Block linksradikaler Gruppen und Initiativen auf der bundesweiten Demonstration am 3.6. in Berlin

Kämpfen wie in Frankreich + Alles für Alle + Freedom of Movement + Globale soziale Rechte + Kapitalismus abschaffen + Wiederentwaffnung jetzt + Recht auf Legalisierung + Bildung für alles + Gegen Zeitarbeit und Arbeitszeit + Weg mit Hartz IV & Agenda 2010 + Keine Zwangsumzüge Wir wollen Alles+++

Für den 3. Juni 2006 rufen Protagonisten der außerparlamentarischen Bewegung zu einer "Demonstration gegen Massenentlassungen, Sozialabbau, innere Aufrüstung und Krieg" auf.
Auch revolutionäre, antikapitalistische Gruppen werden sich mit einem gemeinsamen Block an dieser bundesweiten Demonstration beteiligen. Gemeinsam werden wir kämpferisch und entschlossen für das Recht auf ein schönes und selbstbestimmtes Leben streiten.

Bus aus Nürnberg

Zur Demonstration wird ein Bus aus Nürnberg fahren:
Abfahrt: 03.06.06, 6.00 Uhr, Rothenburger Strasse

ACHTUNG: Der Bus aus Nürnberg ist voll. Mitfahrgelegenheiten gibt's noch in Erlangen.

Sonderseite zum "Wir-wollen-Alles-Block"

drucken | 30. April 2006 | organisierte autonomie (OA)

Nürnberg: Der UPS-Betriebsratsvorsitzende und die Neonazis von der „Anti-Antifa“

Der Betriebsratsvorsitzende der Nürnberger Niederlassung von United Parcel Service (UPS), Tobias Dede, nutzt rechtsextremistische Websites, um Gewerkschafter und Betriebsratskollegen zu diffamieren. Mit einer Schrift, die die ver.di Betriebsgruppe diskreditieren soll, wandte er sich Anfang März 2006 an die Belegschaft.
Diffamierungen und Schikanen gegenüber GewerkschafterInnen sind bei UPS Deutschland weder neu noch außergewöhnlich. Neu in diesem Fall ist allerdings, dass der Betriebsratsvorsitzende sich der Agitation und der Inhalte einer rechtsextremistischen Website bedient und offen Nazi-Websites als Informationsquelle empfiehlt.

Harte Bandagen gegen Gewerkschafter

Manipulation von Betriebsratswahlen und systematische Schikanen – der Gewerkschaft ver.di zu Folge wird beim Paketzustelldienst UPS mit harten Bandagen gegen GewerkschafterInnen und engagierte Betriebsräte vorgegangen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, gewerkschaftliche Aktivitäten im Betrieb und Betriebsratsgründungen zu verhindern und, wo letzteres nicht mehr möglich ist, den Betriebsrat mit hörigen MitarbeiterInnen zu besetzen. Entsprechendes berichten Kolleginnen und Kollegen aus allen UPS-Niederlassungen, in denen ver.di aktiv ist.
Auch in der Nürnberger UPS-Niederlassung ist es nach Angaben der dortigen ver.di-Liste traurige Tradition geworden, dass immer unmittelbar vor Betriebsratswahlen bizarre, diffamierende Flugblätter erscheinen, die Angst vor der Gewerkschaft und deren Aktivisten im Betrieb schüren sollen. Mittlerweile, so die GewerkschafterInnen, ist dabei offenbar jedes Mittel, jede Lüge recht, um eine Betriebsratsmehrheit zu verhindern, die den Kolleginnen und Kollegen verpflichtet ist.

Falsche Behauptungen und Informationen der "Anti-Antifa" als Quelle

Bei UPS Nürnberg verstieg sich der dortige Betriebsratsvorsitzende Tobias Dede unmittelbar vor der Betriebsratswahl Anfang März 2006 dazu, die Inhalte rechtsextremistischer Internetseiten für seine eigene Agitation gegen die Gewerkschafter im Betrieb zu nutzen. In Anspielung auf die Publikation der ver.di-Betriebsgruppe, die "Das wahre Päckchen" heißt, verteilte er im Betrieb eine achtseitige Schrift mit dem Titel "Das wahre wahre Päckchen". Bereits im letzten Betriebsratswahlkampf 2004 hatte Dede eine gleichnamige Broschüre herausgegeben, in der er mit falschen Behauptungen gegen Gewerkschaft und deren Aktivisten polemisiert hatte.
Für seine jetzige Schrift vom März 2006 bediente sich UPS-Supervisor Dede vor allem eines Artikels, den die rechtsextremistische "Anti-Antifa Nürnberg" über zwei UPS-Betriebsräte der ver.di-Liste und andere Gewerkschafter etwa ein Jahr zuvor ins Internet gestellt hatte. Bei der "Anti-Antifa Nürnberg" handelt es sich um einen Zusammenschluss von Neonazis, die vermeintliche und tatsächliche AntifaschistInnen öffentlich diffamieren, angreifen und einzuschüchtern versuchen. Zu diesem Zweck veröffentlichte sie zahlreiche Berichte im Internet, mit denen bestimmte Personen für die lokale Naziszene als politische Gegner angeprangert werden sollten. Opfer solcher Veröffentlichungen, denen in der Vergangenheit bereits mehrfach rechtsextremistische Anschläge folgten, waren in der Nürnberger Region unter anderem bereits liberale LehrerInnen, Journalisten, antifaschistische Jugendliche – und eben engagierte Gewerkschafter. Organisatorisch ist die "Anti-Antifa Nürnberg" der inzwischen verbotenen "Fränkischen Aktionsfront" (FAF) zuzuordnen, auf deren Homepage sie ihre Artikel publizierte. Die FAF, eine der militantesten Nazi-Kameradschaften in der Bundesrepublik, wurde aufgrund ihrer Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus im Frühjahr 2004 vom bayerischen Innenministerium verboten. Ihre Strukturen hat heute die mittelfränkische NPD übernommen. Seitdem betreibt die "Anti-Antifa" eine eigenständige Homepage. Gute Kontakte unterhielt sie außerdem zu der ihr ideologisch nahestehenden, terroristischen "Kameradschaft Süd", einer Münchener Nazigruppe, die 2003 einen Bombenanschlag auf die Grundsteinlegung des dortigen, jüdischen Gemeindezentrums geplant hatte.

Argumentation von Neonazis

Der Text der "Anti-Antifa Nürnberg" über die Nürnberger Gewerkschafter, auf den der UPS-Betriebsratsvorsitzende Dede bei der Abfassung seiner Schrift zurückgriff, erschien erstmals im Frühjahr 2005 auf der Neonazi-Homepage "Die Kommenden". Damals wehrten sich Betroffene dagegen und auf eine Intervention von Jugendschutz.Net hin konnte erreicht werden, dass der Provider die Homepage aus dem Netz nahm. Wenig später jedoch wurde die Homepage der "Anti-Antifa Nürnberg", zu deren Besuch der UPS-Betriebsratsvorsitzende aufruft, erneut ins Internet gestellt – nämlich von dem amerikanischen Neonazi Gary Lauck, dem Kopf der NSDAP/AO (Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei/ Auslands- und Aufbauorganisation). Neben seinem Versand für Nazidevotionalien und rechtsextremistisches, antisemitisches und rassistisches Propagandamaterial ist Lauck vor allem dafür berüchtigt, dass er entsprechende Websites vor allem europäischer Nazis hostet.
In seiner Broschüre macht sich der Betriebsratsvorsitzende Dede nun die Argumentation der Neonazis zu eigen. Er übernimmt damit die Agitation und Propaganda von Rechtsextremisten, seine Methode ist offensichtlich von den von ihm benutzten Naziseiten abgeschaut. Die betroffenen Gewerkschafter will er als Mitglieder der Organisierten Autonomie Nürnberg (OA) brandmarken
Beispielsweise erklärt er: "Aber was sagt [Name eines Betriebsratskollegen] selber dazu? Einige Zitate aus dem Internet, die ihm zugeordnet werden:" – und zwar zugeordnet werden von den besagten Neonazis. Die Internet-Publikationen der Faschisten stellt Dede als verlässliche Informationsquelle dar, wenn er schreibt: "Wir nutzen die sehr detaillierten Recherchen auf der zitierten rechtsextremen Website. Nahezu alles, was wir überprüften und überprüfen konnten, und das war nicht wenig, stimmte bis ins Detail." Er übernimmt ganze Absätze wortwörtlich aus dem Artikel der rechtsextremistischen "Anti-Antifa Nürnberg" und fordert sogar die UPS-Belegschaft mehrfach zum Besuch von Nazi-Websites auf – unter Angabe der entsprechenden Internetadressen.
Schon des öfteren folgten auf die besagten "Anti-Antifa"-Berichte Angriffe auf von den Nazis "geoutete" Personen und Einrichtungen. UPS-Supervisor Dede schreibt selbst über die Methoden seiner "Informanten": "…Gegner werden identifiziert, im Internet abgebildet und verortet und dann machen sich die kriminellen Kräfte auf den Weg." Dennoch hat er keine Hemmungen, die Veröffentlichungen der Nazis weiterzuverbreiten und zu bewerben.

Kontakte zu Rechtsextremisten?

Aber darüber hinaus bedient er sich nicht nur der Propaganda der rechtsextremistischen "Anti-Antifa" für seine Zwecke, er arbeitet ihr auch zu. Zum einen ist es ein willkommenes Geschenk an die militante Naziszene, dass ein UPS-Betriebsratsvorsitzender ihre Agitation weiterverbreitet und ihre Internetseiten als Informationsquelle empfiehlt. Zum anderen leistet er selber "Aufklärungsarbeit" im Sinne der "Anti-Antifa", wenn er beispielsweise einen Betriebsratskollegen, der den Nazis nicht als angeblicher Linker bekannt war, unter Nennung seines vollen Namens als politisch links einordnet. Dede verwendet den typischen "Anti-Antifa"-Jargon, indem er schreibt, in diesem Kollegen hätten "mache schon länger einen verkappten Altkommunisten" gesehen.
Zwar distanziert sich der Verfasser wenige Male formelhaft von den Inhalten der rechtsextremistischen Internetseiten und weist sogar auf ihren fragwürdigen Wahrheitsgehalt hin, allerdings nur um im selben Zuge ihre Wahrheit zu suggerieren und Argumentationen und Zuschreibungen als wahr zu übernehmen. Wir wissen nicht, ob es direkte Kontakte zwischen Dede und der "Anti-Antifa Nürnberg" gibt. Dass auf der von Gary Lauck gehosteten "Anti-Antifa"-Website die Story über die Nürnberger Kollegen aber rechtzeitig zum Erscheinen der Dede-Publikation wieder auf die Startseite gesetzt wurde, legt diese Vermutung allerdings nahe.

Solidarität mit den betroffenen Gewerkschaftern!

GewerkschafterInnen sind bei UPS schon einiges gewohnt. Gerichtsbekannt ist, dass in Stuttgart Privatdetektive engagiert wurden, die die Tochter des dortigen gewerkschaftlich orientierten Betriebsratsvorsitzenden beschatteten. In Gustavsburg mussten Betriebsräte die Auszahlung von monatelang vorenthaltenem Lohn gerichtlich durchsetzen – nur zwei Beispiele aus einer langen Liste. Mit der (direkten oder indirekten) Zusammenarbeit mit Neonazis wurde allerdings eine weitere Grenze überschritten, die keine Firma, kein Kollege zu überschreiten hat. Auf das Konto deutscher Neonazis gehen zahlreiche Anschläge und Morde sowie unzählige Angriffe auf vermeintliche und tatsächliche Linke, Jüdinnen und Juden, MigrantInnen und Homosexuelle. Jede Zusammenarbeit mit solchen Kräften verbietet sich, nicht nur, aber gerade in Deutschland.
Derartige Maßnahmen gegen Gewerkschaft und GewerkschafterInnen im Betrieb stellen eine völlig neue Qualität dar, ein ähnlicher Fall ist uns bisher nicht bekannt. Das Übernehmen von Naziagitation im Kampf gegen GewerkschafterInnen zeugt von einer moralischen und politischen Verkommenheit, die der offiziellen Firmenethik des Paketzustelldienstes vollkommen widerspricht. Die betroffenen Kollegen brauchen deswegen Öffentlichkeit und Solidarität! Unverständlich bleibt, dass der freigestellte Betriebsrat Tobias Dede weiterhin als Vorgesetzter und als Betriebsratsvorsitzender für UPS tätig ist. Außerdem steht eine öffentliche Reaktion seines Arbeitgebers UPS auf Dedes Vorgehen bis heute aus. Wir fordern daher dazu auf, Protestmails an UPS – tellus@upsforum.com – zu schicken.

Antifaschistisches Aktionsbündnis Nürnberg
April 2006

Kontakt:
Antifaschistisches Aktionsbündnis Nürnberg
c/o Libresso
Bauerngasse 14
90443 Nürnberg
aabnbg@web.de

Ansprechpartner für Nachfragen:
fred@labournet.info

Weitere Informationen über das Vorgehen gegen Gewerkschaft und Betriebsräte bei UPS auf
http://www.netzwerkit.de/galeere
http://www.labournet.de/branchen/dienstleistung/tw/ups/index.html

drucken | Continue | 27. April 2006 | Antifaschistisches Aktionsbündnis

Veranstaltungsreihe zum 1. Mai 2006

Die Rückkehr des Streiks
Di., 18.4.06, Metroproletan Archiv+Bibliothek, Eberhardshofstr.11 HH, Gostenhof, 19.30 Uhr. mehr

Schwarzbuch Hartz IV. Sozialer Angriff und Widerstand – Eine Zwischenbilanz
Fr., 21.4.06, Metroproletan Archiv+Bibliothek, Eberhardshofstr.11 HH, Gostenhof, 19.30 Uhr. mehr

Der wilde Streik bei Opel Bochum und die Vorgeschichte
Mi. 26.4.06, Metroproletan Archiv+Bibliothek, Eberhardshofstr.11 HH, Gostenhof, 19.30 Uhr. mehr

Ausnahmezustand in der Banlieue – Aufstand der SchülerInnen und Studierenden – Generalstreik in Frankreich gegen CPE
Fr. 28.4.06, Stadtteilladen Schwarze Katze, Mittlere Kanalstr.19, Gostenhof, 20 Uhr.
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Eine Initiative der organisierten autonomie (OA)

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Revolutionärer 1. Mai 2006

streiken.besetzen.enteignen
Kapitalismus abschaffen! Für die soziale Revolution!

revolutionärer 1. MaiSeit Jahren läuft ein groß angelegter Angriff auf erkämpfte Rechte, Löhne und soziale Sicherung. Die mageren demokratischen Möglichkeiten werden weiter eingeschränkt. Staatliche überwachung, Kontrolle und Repression werden gezielt vorangetrieben und Angriffskriege zählen heute zum normalen Mittel der Aussenpolitik kapitalistischer Metropolenstaaten. Wir haben die Wahl zwischen Resignation und Kampf gegen die Verhältnisse.Doch Resignation kann sich angesichts der dreisten Verbrechen der Herrschenden eigentlich niemand mehr leisten. Die Unzufriedenheit mit einem Wirtschaftssystem, das für die Mehrheit der Menschen Ausbeutung und Unterdrückung bedeutet, das jährlich vielen Millionen den Tod bringt, wächst.
Eine grundlegend andere Welt jenseits des Kapitalismus ist nicht nur möglich, sie ist dringend nötig und muss erkämpft werden! Genau für diesen Kampf steht unsere jährliche revolutionäre 1. Mai Demonstration.

zum Aufruf der organisierten autonomie (OA) als PDF

Revolutionäre 1. Mai Demo:
12.00 Uhr Bauerngasse/Gostenhofer Hauptstr. [Nürnberg]

Internationalistisches Strassenfest:
ab 14.00 Uhr neben dem Nachbarschaftshaus Gostenhof
mit einem Liedermacher aus Gostenhof, Ausstellung, Bücher- und Infotischen, Kaffee+Kuchen, Döner+Schorle, Bratwurst+Bier, Veganes/Vegetarisches+Mojito und Rogue Steady Orchestra (Ska aus Göttingen) | MC Mal Eleve (Irie Revoltes) + Rebell Voice Sound (Heidelberg) | VOSS (HC aus Dijon, F) | respublika (Funkcore aus Nbg.)

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Nürnberg: Solidaritätsdemo zur AEG

Etwa 240 Menschen demonstrierten unter dem Motto: „Streik bei AEG! Gostenhof, ein Stadtteil und seine FreundInnen zeigen sich solidarisch… AEG bleibt – Electroluxbosse gebt endlich auf!“ vom Nürnberger Stadtteil Gostenhof zu zu den Streikposten bei der AEG. Die DemonstrantInnen wurden herzlich im Streikzelt aufgenommen
An der Demonstration beteiligten sich neben den „üblichen Verdächtigen“, also linken Gruppen, auch zahlreiche BewohnerInnen des Stadtteils. Die von der organisierten autonomie initiierte Demonstration wurde immer wieder von AnwohnerInnen und PassantInnen mit Beifall begrüßt. Dies ist kein Wunder, sondern Ausdruck der breit verankerten Solidarität mit der streikenden AEG-Belegschaft.

Bei der AEG angekommen fand eine gemeinsame Streikversammlung statt, bei der Jürgen Wechsler, Streikleiter und 2. Bevollmächtigter der IG-Metall Nürnberg, Harald Dix, Betriebsratsvorsitzender bei AEG Nürnberg und ein Vertreter der organisierten autonomie (OA) im vollbesetzten Zelt der Streikenden sprachen. Der Vertreter der OA betonte in seinem Redebeitrag die Solidarität der BewohnerInnen des Stadtteils Gostenhof mit den Streikenden. Unter donnerndem Applaus der Anwesenden sagte er: „Wir lassen uns nicht länger in Arbeitende und Erwerbslose, in Junge und Alte, in Deutsche und Nicht-Deutsche und in Beschäftigte an unterschiedlichen Standorten spalten. Ab jetzt wehren wir uns gemeinsam! Eine Gesellschaft in der die Produktion dafür da ist unsere Bedürfnisse, die Bedürfnisse aller, zu befriedigen ist ein Ziel, für das es sich zu kämpfen lohnt. Eine andere Welt ist möglich und nötig.“

Über 1000 Euro für die Streikkasse übergeben

Im Anschluß an die Redebeiträg übergaben Vertreter der organisierten autonomie über 1000 Euro, die von den 90 UnterzeichnerInnen des Demonstrationsaufrufes, ein breites Spektrum von linken Gruppen, Vereinen, Läden und Gaststätten, gespendet worden waren. Die kämpferische Streikversammlung endete mit einem Auftritt des gostenhofer Chors „Linksradikale Liedertafel“.

Fazit des Tages: Von einem Bröckeln der Streikfront kann keine Rede sein. Im Gegenteil! Und die Streikenden können sich darüber hinaus einer breiten Solidarität sicher sein. Die Elektroluxbosse täten gut daran, den berechtigten Forderungen der Streikenden endlich nachzugeben.

Wir denken, dass diese Demo, die im Stadtteil Gostenhof wirklich verankert war, ein Beispiel ist, das in anderen Städten aufgegriffen werden kann. Mit einer solchen Aktion ist es möglich, auch ohne im Betrieb selbst präsent zu sein, an Betriebskämpfen unterstützend teilzunehmen, ohne dabei auf eigene revolutionäre Positionen und Inhalte zu verzichten.

Bitte beachtet auch die Electrolux-Boykott-Kampgne des Sozialforums Nürnberg: www.jobkiller-electrolux.de

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Nbg-Gostenhof: Soli-Stadtteil-Demo zur AEG

Soli-Stadteil-Demo zur AEG 18.02.06Die Solidarität mit den streikenden AEG-ArbeiterInnen in Nürnberg reißt nicht ab. Während die Electrolux-Boykottkampagne dem Konzern langsam richtig teuer kommt, macht jetzt ein ganzer Stadtteil mobil. Über 80 politische Gruppen, Kulturinitiativen und Läden aus Nbg.-Gostenhof rufen für Samstag den 18.2.05 zu einer Stadtteildemo auf. Die UnterstützerInnenliste reicht vom Antifaschistischen Aktionsbündnis über die Metzgerei Weilepp, Katjas Zooeckla, türkische und italienische Lebensmittelmärkte über die griechischen Kneipen bis zu Ultras Gostenhof. Die Demo soll durch Gostenhof zur AEG ziehen wo eine stattliche Spende für die Streikkasse übergeben werden soll.

Die Mobilisierung läuft und der Stadtteil ist flächendeckend mit Aufrufen bestückt. Heute findet ein Infostand vor der Norma in Gostenhof-West statt und morgen einer vor dem Marktkauf am Plärrer.

Kommt zahlreich zur Demo. Sa. 18.2.06, 12 Uhr, Kernstr./Ecke Volprechtstr. (vor Planungskneipe). Auch FreundInnen des Stadtteils sind herzlich willkommen

Der Aufruf und die UnterstützerInnenliste:
Wir erklären unsere Solidarität mit den Streikenden AEG-Beschäftigen, spenden für die Streikkasse und rufen zur Demonstration auf:

Üstel Markt, Cardamon, Concrete Jungle, Musikzentrale, Artelier, Weilepp Metzgerei, Willich, Ludwigsapotheke, Hemdendienst, KROWIS Puppenbühne, KFZ Strohmeier, ATILIM Geschenkeladen, Linksradikale Liedertafel, Computerdoktor, Pension Ost, Babylonverein, Änderungsschneiderei Semiha Kumlu, Ultras Gostenhof, Anarchisten Nürnberg, Orient Express, Lotto Totto Bernd Richter, Archiv & Bibliothek Metroproletan, World of Sleep, Italienischer Markt Biancardi, AGIF, Feinkost Ceylan, Gostenhofer Literatur- und Kulturverein e.V., Baskent Dönerhaus, Antifaschistisches Aktionsbündnis Nürnberg, Planungskneipe, Libertad Nürnberg, Deniz Obst Gemüse Feinkost, Karawane für die Rechte von Flüchtlingen und MigrantInnen, Stadtteilladen Schwarze Katze, Translationsite, Halk Kültür Evi, CopyFactory, MC Kuhle Wampe, [solid´] Nbg., Palmengarten, Streiberger Farben, VAPCA Volksküche, Gostenhofer Buchhandlung, Panne e.V., Gem.Praxis Dr. Beß u. Dr. Geiger, Al Sindbad Restaurant, Fernandel, Tsiouka Evagelia, Baris Früchte-Gemüse, Marmara Kultur e.V., Fahrradkiste, Handy-Mobile.com, Schwarzer Adler, Katja´s Zooeck´la, Ti-Ming musikal. Späterziehung, Essentielles Rational-Museum, Netzwerk IT, Taurus 2004, Climb High Franken, Junge HumanistInnen Nbg., Pils- und Dartstube Masia, Fenerbahce Fan Club, Autonome Jugend Antifa, Zentralcafé im K4, Antifaschistische Linke Fürth, JoJo Music, Solidarität International Nbg., Computerecke, Salon Regina, Radikale Linke (RL), CityDruck, Internationales Frauen & Mädchenzentrum, >stadt-barkasse-nürnberg< kunstfaxtransport (autonome nürnberger akademie), AURA e.V., Balazzo Brozzi, Desi Kneipe, El Turco, Schülerbündnis Nbg., Teile der Belegschaft der Bäckerei Gabsteiger, Palais Schaumburg, Aktivspielplatz Gostenhof e.V., Linke-T-Shirts.de, Sozialforum Nbg., WASG Nbg./ Fü/ Mfr., DKP Nbg., Libresso, IG Motor-Camping Gostenhof

Aufruf:

Streik bei AEG
Gostenhof,ein Stadtteil und seine FreundInnen zeigen sich solidarisch
AEG bleibt – Electroluxbosse gebt endlich auf

Demonstration zur Unterstützung der Streikenden
Samstag 18. Februar 12 Uhr Kernstr. Ecke Volprechtstr.
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drucken | 16. Februar 2006 | organisierte autonomie (OA)

1200 Menschen gegen Sozialraub

Demospite 29.10Am revolutionären-antikapitalistischen Block, zu dem die organisierte autonomie mit zahlreichen anderen Gruppen und Organisationen mobilisierte, beteiligten sich 650 Menschen.

Heute, am 29.10.2005 veranstaltete das Sozialforum Nürnberg eine Demonstration unter dem Motto „Wir wehren uns gemeinsam! Veränderung erfordert Bewegung! Eine andere Welt ist möglich und nötig!“


Mit der Demonstration wurde auf regionaler Ebene an die im November 2004, im Rahmen der bundesweiten Sozialproteste, durchgeführte Demonstration zur „Bundesagentur für Arbeit“ angeknüpft.


Abwählen 29.10Auf der Auftaktkundgebung vor der Nürnberger Lorenzkirche gab es neben drei Reden auch Infostände zahlreicher Gruppen und Organisationen. Am Infostand der organisierten autonomie, der für einiges Aufsehen sorgte und unter dem Motto „Abwählen!“ stand, konnten Politiker wie Merkel, Stoiber und Clement per Ballwurf „abgewählt“ werden. Neben zahlreichen DemonstrantInnen nutzten auch einige PassantInnen die Gelegenheit, den Charaktermasken des kapitalistischen Systems an der Wurfbude eine reinzuballern. Nachdem SprecherInnen des Sozialforums die VersammlungsteilnehmerInnen begrüßt hatten, sprach eine Kollegin von AEG über die aktuelle Situation im Betrieb (die AEG-Belegschaft Nürnberg kämpft gegen die Schließung des Werks).


Eine Vertreterin der Nürnberger Erwerbslosen Initiative „ANA“ erklärte in ihrem Redebeitrag, dass es nicht auf Detailverbesserungen z.B. bei Hartz IV ankomme, sondern es ihnen um ein gutes, menschenwürdiges Leben gehe. Ob dies im Kapitalismus möglich sei, dürfe bezweifelt werden!


Ein Sprecher der organisierten autonomie rief zum Widerstand gegen die Kahlschlagspolitik der großen Koalition auf. Er betonte die Notwendigkeit vom Protest zum gesellschaftlichen Widerstand zu kommen und forderte unter Applaus der Teilnehmenden zum solidarischen Kampf gegen ein unvernünftiges Wirtschaftssystem mit Namen Kapitalismus auf, daß der der Großen Mehrheit der Weltbevölkerung nichts als Aubeutung, Unterdrückung, Hunger, Elend und Krieg zu bieten hat.


In kämpferischer Stimmung setzte sich der Demonstrationszug nun in Bewegung. An der Spitze, direkt hinter dem Fronttransparent des Sozialforum Nürnberg der revolutionär-antikapitalistische Block, der unter dem Motto lief, „Wir sind mit der Gesamtsituation unzufrieden!“ Kapitalismus abschaffen! Alles für Alle!“.


Auf Zwischenkundgebung solidarisierte sich unter anderen die StudentInnengruppe „AK gegen Bildungsklau“ mit anderen von Sozialraub betroffenen Bevölkerungsgruppen und forderten ein kostenfreies Studium. Die Jugendorganisation Solid ging auf die Situation von SchülerInnen ein und eine RednerIn aus München berichtete über den Streik der dortigen Infinion-Belegschaft.

Die Demonstration verlief lautstark, vor allem der antikapitalistische Block war unübersehbar.

Ihren Abschluss fand die Demonstration am Hallplatz, wo mit einem Agit-Prop-Theaterstück noch einmal der Arbeitskampf bei AEG thematisiert wurde.


Alles in allem eine gelungene regionale Demonstration. Überraschend die relativ hohe TeilnehmerInnenzahl, angesichts der bundesweit derzeit geringen Straßenpräsenz im Themenbereich soziale Realität.

Eine Vertreterin der organisierten autonomie sagte: „Die Demonstration ist in ihrer Gesamtheit ein Schritt auf dem Weg in Richtung eines kontinuierlichen Widerstands gestützt auf Basisinitiativen und eigenständige Mobiliiserung der revolutionären Linken. Es ist gelungen Erwerbslose, StudentInnen, Lohnarbeitende und SchülerInnen solidarisch für ihre gemeinsamen Interessen auf die Strasse zu bringen, in diese Richtung werden wir weiterarbeiten.“


Vor, während und nach der Demonstration wurden 5 Menschen von den Bullen vorübergehend in Gewahrsam genommen. Laut Angaben des Ermittlungsausschuss sind zum jetzigen Zeitpunkt alle wieder raus aus dem Knast.

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Weg mit dem Nazitreff in Zabo!

Reichswald dichtmachen!

In Nürnbergs Osten macht sich die Neonaziszene breit. Im Stadtteil Zerzabelshof trifft sich jeden Freitag Abend ungestört die regionale Naziszene in der Gaststätte „Reichswald“. Im Hinterzimmer der Kneipe in der Zerzabelshofer Hauptstrasse 2 wird dabei wöchentlich in dummdeutscher Manier gesoffen, agitiert, geplant und organisiert. Wir, das Antifaschistische Aktionsbündnis Nürnberg arbeiten seit März 05 an einer breit angelegten Kampagne zur Schließung des Nazitreffpunktes. Höhepunkt wird eine überregionale Demonstration zum „Reichswald“ am 2.Juli 2005 sein. Macht sicher, dass ihr am Start seid!

60 Jahre nach der Befreiung vom deutschen Faschismus bleibt Antifaschismus aufgrund gesellschaftlicher Tendenzen weiterhin ein Thema: In Sachsen zieht die neofaschistische NPD in den Landtag ein. Gleichzeitig gelingt es der NPD einen Schulterschluß zwischen ihnen, anderen rechtsextremen Parteien und den freien Kameradschaften zu schließen. Ausdruck findet dieser Aufschwung in der wachsenden Präsenz von Neonazis in der Öffentlichkeit. Traurige Höhepunkte sind die wachsende Zahl der rechtsextremen Übergriffe und die aktuellen Nazimorde von Dortmund, München und Schwerte.
Auch in Nürnberg lässt sich wieder eine gesteigerte Aktivität der rechten Szene wahrnehmen. Nach dem Verbot der Fränkischen Aktionsfront (FAF) im Januar vergangen Jahres, scheint die rechte Szene Morgenluft gewittert zu haben. Reaktiviert wurde der Bund Frankenland e.V., der als Schnittstelle zwischen NPD und freien Kameradschaften fungiert. Während der ehemalige FAF-Kader Mathias Fischer in Fürth eine NPD-Ortsgruppe aufbaut, zeigen die Faschos in den Nürnberger Stadtteilen Gleishammer, Zerzabelshof und Mögeldorf verstärkt Präsenz. Vermehrt werden in diesen Stadtteilen Naziaufkleber geklebt und es kommt immer wieder zu Übergriffen auf ausländisch aussehende Personen. Eine zentrale Rolle spielt hierbei die Gaststädte „Reichswald“, wo sich seit über einem Jahr regelmäßig jeden Freitag Abend Neonazis treffen. Als die Kneipe im März 2005 im Rahmen einer Antifa-Kaffeefahrt (Indymedia; Antifa-Kaffeefahrt 2005) öffentlich gemacht wurde, bezogen rund 40 Neonazis im Biergarten der Kneipe Stellung für ihren Treffpunkt. Der Bund Frankenland e.V. hatte im Vorfeld Flugblätter gegen „Linksterrorismus“ verteilt weil die Kneipe bereits zweimal von Antifas besprüht worden war. Regelmäßig bis zu seiner Festnahme war auch der Anti-Antifa – Aktivist Norman Kempken im Reichswald. Nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung vor der Kneipe am 23.4.05 sitzt dieser jedoch in U-Haft.
Informelle Nazitreffpunkte wie Kneipen werden zur Agitation, Organisation und als Anlaufstelle für Neue genutzt. Sie stellen einen wichtigen Punkt für die Infrastruktur organisierter Neonazis dar. Deswegen halten wir es für richtig, ganz konkret auf die Schließung der Kneipe Reichswald hinzuarbeiten, um aufgebaute Nazistrukturen zu zerschlagen.

Doch den Blick alleine auf Neonazis zu richten und diese anzugreifen ist bei weitem nicht ausreichend. So sind doch organisierte Neonazis nur der militante Arm einer generellen Rechtsentwicklung dieser Gesellschaft. Ausdruck findet diese Rechtsentwicklung in der rassistischen Flüchtlingspolitik, einem neuen deutschen Nationalismus, dem Abbau des Sozialstaates und die weltweite Beteiligung der Bundeswehr an Kriegseinsätzen.
Die herrschenden politischen Verhältnisse betreiben einen aktiven Ausbau der Festung Europa, was zu einer rigideren Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen und Asylsuchenden führt. „Auffanglager“ sollen Flüchtlinge an den Außengrenzen der EU zum umkehren zwingen. Gleichzeitig findet eine Umdeutung der deutschen Geschichte statt. Anlässlich der Gedenkveranstaltung zur Bombardierung Dresdens werden Täter zu Opfern stilisiert. Dabei wird komplett ausgeblendet, dass der deutsche Faschismus nur wegen seiner breiten Massenbasis so erfolgreich war. „Nicht trotz sondern wegen Auschwitz“ (vgl. deutscher Außenminister J. Fischer) wurde es unter der rotgrünen Bundesregierung möglich sich am völkerrechtswidrigen Angriffskrieg 1999 gegen das ehemalige Jugoslavien zu beteiligen. Weiterhin wird die Bundeswehr zu einer Interventionsarmee umstrukturiert, um weltweit „humanitäre Politik“ durchzusetzen. Die „historische Verantwortung“ legitimiert dabei das neue deutsche Großmachtstreben. So wird eine der wichtigsten Lehren aus dem deutschen Faschismus -Nie wieder Krieg!- mit Füssen getreten, wenn es denn die Ökonomie erfordert.

Das kapitalistische System der Ausbeutung benötigt, um zu funktionieren, Menschen verschiedener Wertigkeiten. Dabei werden Rassismus, Nationalismus, Antisemitismus und das Patriarchat verwendet, um Menschen im Sinne des Kapitals verwertbar zu machen und zu spalten. Genauso wie 1933 der Faschismus einer Herrschaftsoption für das Kapital war, bleibt diese Möglichkeit auch heute noch offen, sollten die kapitalistischen Widersprüche sich verschärfen. Wir sagen dieser Entwicklung, wie diesen Verhältnissen den Kampf an und setzen uns ein für eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung. Im konkreten Fall heißt das zunächst den Nazitreff Reichswald in Zabo dichtzumachen, Faschisten jeglicher Färbung radikal und beständig den Kampf anzusagen, Widerstand gegen Rassismus, Antisemitismus, Nationalismus und Krieg zu leisten, und zwar auf allen Ebenen – mit allen Mitteln.

drucken | Continue | 14. Juni 2005 | Antifaschistisches Aktionsbündnis

„Dummdeutsche“ Parolen im „Reichswald“

Immer freitags treffen sich Neonazis in einer griechischen Gaststätte — Widerstand wächst

Gegen die Gaststätte „Reichswald“ in Zerzabelshof, seit Monaten Treffpunkt von Neonazis, hat sich ein Bündnis aus antifaschistischen Gruppierungen gebildet. Mit dem Ziel, den Wirt zum Zusperren zu zwingen. Auch dem SPD-Ortsverein und dem Vorstadtverein Zabo sind die Umtriebe im „Reichswald“ ein Dorn im Auge. Der Wirt aber? Der sitzt zwischen allen Stühlen und bangt um seine Existenz.

Mit vielen Gästen scheint der Inhaber der Gaststätte selbst an einem warmen Sommerabend nicht zu rechnen. Auf den Plastiktischen und -stühlen im von Birken beschatteten Biergarten liegt dick der Blütenstaub. Eine Speisekarte gibt es schon lang nicht mehr. Nur Currywurst mit Pommes gibt’s immer. Und die Gäste, die immer freitags kommen und den Ruf des „Reichswalds“ ruinierten. Mal ist es eine Hand voll, mal sollen es um die 20 Leute sein.

Ausgerechnet eine griechische Kneipe haben sich die Rechtsextremisten als Treffpunkt ausgesucht, die doch gern bei jeder Gelegenheit ausländerfeindliche Parolen schmettern. „Ein Mal in der Woche treffen sie sich dort“, sagt Polizeisprecher Peter Grösch. Bei schlechtem Wetter halten die Neonazis, vorwiegend Mitglieder der NPD und Sympathisanten der Partei, ihren Stammtisch im Nebenzimmer ab. „Im abgetrennten Kneipenraum wird gemeinsam in dummdeutscher Manier gesoffen, werden Informationen ausgetauscht, rassistische, faschistische Propaganda verteilt und neue Kameraden rekrutiert“, schreiben Antifaschisten im Internet.

Nachwuchsarbeit mit Bier und Weizen. Im Biergarten sind auch Mädchen dabei, die sich groß fühlen, weil sie mitspielen dürfen im Kreis der Kerle mit Glatze und Springerstiefeln. Einige der männlichen Gäste sind ebenfalls sehr jung; Jungs, keine Männer. Vielleicht 18 Jahre sind sie alt und tragen T-Shirts, die an ihrer Gesinnung oder der der Älteren in der Runde keinen Zweifel lassen: „Unser Sozialismus ist national!“. Oder „Arbeit adelt“ in Anlehnung an „Arbeit macht frei“, das die Nationalsozialisten über die Eingänge der Konzentrationslager schrieben, in denen sie Millionen Menschen ermordeten.

„Die Gäste sind ein Problem

Über das, was im „Reichswald“ vorgeht, wissen die bürgerlichen Gruppen, die sich dagegen wehren, relativ wenig. Nur: „Die Gäste sind ein Problem. Aber es ist eine schwierige Frage, wie man damit umgehen soll“, sagt Ulrich Blaschke, SPD-Vorsitzender in Zabo. Ob sich die Sozialdemokraten am neuen Bündnis gegen den Treff beteiligen, müssen die Mitglieder noch entscheiden. Bei der Versammlung am Dienstagabend soll das Thema überhaupt erst zur Sprache kommen.

Ulrike Hölldobler-Schäfer, CSU-Stadträtin und Vorsitzende des Vorstadtvereins Zabo, will mit dem Bündnis, das aus linken Gruppen besteht, „nicht in Verbindung gebracht werden“. Sie wählt andere Wege, wandte sich an Stadtrechtsdirektorium und Ordnungsamt, ob es zum Beispiel eine gaststättenrechtliche Handhabe gebe. Die Antwort: Gibt es nicht, weil dem Wirt selbst nichts vorzuwerfen ist.

Der wirkt zerknirscht. Eigentlich will er nichts weiter, als Wirt einer griechischen Speisegaststätte sein. Über seine Gäste sagt er, „sie trinken und bezahlen“. Sie sind beinahe seine einzige Einnahmequelle. Er braucht jeden Cent, möchte aber lieber heute als morgen eine neue Gaststätte pachten. Bis jetzt hat er nichts gefunden.

„Im Lokal selbst ist noch nichts passiert“, sagt die Polizei. Wenn die Neonazis Krawall machen, dann davor, wenn sie auf linke Demonstranten stoßen. Ende April kam es zu einer Schlägerei. Die Polizei musste eingreifen und nahm einen einschlägig vorbestraften Neonazi fest.

SABINE STOLL
30.5.2005 0:00 MEZ

Quelle: Nürnberg Nachrichten

drucken | 30. Mai 2005 | Antifaschistisches Aktionsbündnis

Antifa-Kaffeefahrt 2005

Dieses Jahr wird der 60. Jahrestag der Befreiung vom deutschen Faschismus gefeiert. Dass der militärische Sieg über die Gewaltherrschaft der Nazis nicht das Ende aller FaschistInnen und ihrer menschenverachtenden Ideologie bedeutete, dürfte klar sein. Der Wahlerfolg der neonazistischen NPD in Sachsen, der Sitz im Nürnberger Stadtrat, sowie dass fast kein Wochenende vergeht, an dem nicht irgendwo bzw. vielerorts in der BRD Neo-Nazis aufmarschieren, ist bekannt. Zwar sollte es generell ein Anliegen sein gesellschaftliche Ursachen für rechtes Gedankengut – also tief verwurzelten Rassismus, Nationalismus und Antisemitismus – zu benennen und aktiv zu bekämpfen. Dennoch gibt es eben Neonazis die jetzt und hier existieren und die eine Gefahr darstellen; Nicht nur für MigrantInnen und Andersdenkende, die von brutalen Übergriffen betroffen sind, sondern auch für alle von uns. Denn der Faschismus steht grundsätzlich gegen die Freiheit des Menschen und für Unterdrückung und Ausbeutung eines Großteils der Bevölkerung.
Das Anliegen dieser Aktion heute ist, Hauptakteure der regionalen Naziszene aufzudecken und in der Nachbarschaft bekannt zu machen. Nazis müssen aus ihrer Anonymität herausgerissen werden. Den „netten Mann“ von nebenan gibt es nicht. Im Fall der heute von uns besuchten Personen handelt es sich um führende Köpfe mittelfränkischer Neonazis, die bei Ihnen um die Ecke wohnen. Also überlegen Sie sich gut mit wem Sie ein Gartenzaun-Gespräch halten…

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drucken | 13. Februar 2005 | Antifaschistisches Aktionsbündnis

Agenturschluss!

„Arbeitsagenturen“ am 3. Januar lahm legen!

Wenn am 1. Januar 2005 die neuen Hartz-Gesetze in Kraft treten sollten, rufen wir dazu auf, die ?Arbeitsagenturen? und ?Personal Service Agenturen? (PSA) bundesweit zu schließen. Am ersten Werktag des neuen Jahres, am Montag dem 3. Januar 2005, werden wir den Start von ?Hartz IV? in Nürnberg nicht ungestört hinnehmen. Bundesweit wird in Form von Besetzungen, Blockaden oder Versammlungen in den Ablauf der Erwerbslosenbürokratie eingegriffen werden. Wir weisen das gesellschaftliche Elend, das uns jetzt versprochen wird, zurück. Es sind schon andere Gesetze wieder gekippt worden. Erinnern wir uns an die erfolgreichen Proteste gegen die Einführung einer Kopf-Steuer (?polltax?) in England Anfang der 90er Jahre. Die massenhafte Aufkündigung des ?sozialen Friedens? brachte das Gesetzesvorhaben seinerzeit zu Fall.

Das Ende der Bescheidenheit!

Die steigende Erwerbslosigkeit in der BRD ist das Resultat einer Wirtschaftsordnung das nicht unangenehme Arbeiten überflüssig macht, sondern Menschen. Im Kapitalismus ist das Ziel eines jeden Unternehmens so produktiv wie möglich zu wirtschaften. Diejenigen, die am produktivsten sind, erwirtschaften am meisten Profit und Konkurrenzvorteile. Mit modernen Maschinen und wenigen, schlecht bezahlten ArbeiterInnen und lässt es sich am billigsten produzieren. Andere Unternehmen, die mehr ArbeiterInnen und evtl. zu besseren Bedingungen, beschäftigen, können dem Konkurrenzdruck nicht standhalten und so werden auch hier schlechtere Arbeitsverhältnissen und Kündigungen durchgesetzt. Es liegt also in der Logik des Kapitalismus so wenig Leute wie möglich und diese so billig wie möglich zu beschäftigen. Mit steigender Erwerbslosigkeit wird eine ?Reservearmee? an ArbeiterInnen geschaffen, die jederzeit zu den übelsten Bedingungen abberufen werden kann. Das bedeutet Druck auf alle, die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen: Die Drohung der Arbeitslosigkeit verbunden mit der Unsicherheit, die eigene Existenz nicht mehr finanzieren zu können, führen zu dem Versuch der Unternehmen die Arbeitszeit zu erhöhen, die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern und Löhne zu senken.
Es liegt im Interesse der Industrie und Unternehmensverbänden Erwerbslosigkeit und Armut zu produzieren, um ihre eigenen Profitinteressen durchsetzen zu können. Während Wenige immer reicher werden, bleibt für immer mehr Menschen immer weniger bis nichts zum Leben. Eine Überwindung von Massenarbeitslosigkeit und Armut gibt es im Kapitalismus nicht – es sind seine Markenzeichen. Doch wenn es uns tatsächlich schlechter gehen soll, damit es der Wirtschaft besser geht, kann es für uns nur eines geben: Die Verhältnisse und ein unvernünftiges Wirtschaftssystem zum Kippen bringen! Und dafür gilt es zu kämpfen! Es liegt an uns und jeder/m Einzelnen, denn geschenkt bekommen wir nichts! Appelle an die Verantwortung und Moral der Unternehmen oder den Staat gehen ins Leere, denn die Gegenseite vertritt ihre Interessen und ist deutlich besser organisiert als wir.

Scheißstaat!

Mit Hartz IV zeigt sich auch die Aufgabe des Staates im Kapitalismus sehr deutlich: ihm kommt vor allem die Rolle zu ?optimale? Bedingungen für die Ausbeutung der Arbeitskraft zu schaffen. Dazu gehört auch die Herstellung einer entsprechenden ?Arbeitsmoral?. Das bedeutet heute u.a.: flexibel, mobil und anspruchslos. Wer nicht bereit oder in der Lage dazu ist, zu jeder Zeit, an jedem Ort zu jeden Bedingungen zu arbeiten, wird auf dem Arbeitsmarkt ebenso überflüssig wie diejenigen, die erst gar keinen Job bekommen. Und wer Überflüssig ist, wird aus Sicht von Staat und Wirtschaft ein unzumutbarer Kostenfaktor. Das bedeutet Entrechtung, Verunsicherung und Verarmung der Erwerbslosen!
So erklärt sich auch die Aufgabe der ?Agenturen für Arbeit? und der ?Personal-Service-Agenturen?: Sie sind Agenturen der Kontrolle und der Ausübung von Zwang gegenüber ihren erwerbslosen ?KundInnen ?. Die Agenturen haben schlicht nichts zu verteilen. Ihre Aufgabe verlagert sich mit Hartz IV von Vermittlung und Qualifizierung hin zu Verfolgungsbetreuung und die Rolle einer disziplinierenden Arbeitspolizei. Deshalb wollen wir dafür sorgen, dass der Betrieb in den Arbeitsagenturen nicht ungestört aufgenommen werden kann, wenn sie das erste Mal unter den Bedingungen von Hartz IV geöffnet werden.
Was konkret am 3. Januar 2005 in den ?Arbeitsagenturen? und ?PSAs? passieren wird, ist abhängig von den Menschen vor Ort, von ihrem Zorn und von dem, was sie sich zutrauen. Unser Ziel ist es, uns in den Ämtern zu versammeln, den Betrieb lahm zu legen und dort zu protestieren. Unser Protest richtet sich dabei nicht gegen diejenigen Beschäftigten der Arbeitsagentur, die sich ebenfalls dagegen wehren, dass Menschen derart entwürdigend behandelt werden sollen. Wir hoffen auf gegenseitige Solidarität, denn die Hartz-Gesetze bleiben bedeutungsloses Papier wenn sie nicht umgesetzt werden und dies geschieht vor allem in den Arbeitsagenturen. Auch die Beschäftigten der Arbeitsagentur müssen nicht jede Grippe mit Antibiotika bekämpfen, sondern könnten sich mal ein paar Tage ins Bett legen und auskurieren.

Alles für Alle!

Also, Schluss mit dem Verzicht und Schluss mit dem sozialen Frieden. Schluss mit dem zahmen Protest, denn eines ist klar: Unser Widerstand wird nur dann erfolgreich sein, wenn Staat und Kapital ihn wirklich zu spüren bekommen. Egal ob es darum geht, die über die Jahrzehnte erkämpften Rechte zu verteidigen, unsere Lebensbedingungen zu verbessern oder in die Offensive zu gehen bis hin zum Kampf um das, was uns wirklich zusteht: der gesellschaftlich produzierte Reichtum für alle und die Produktionsmittel in die Hände aller und das überall! Ganz einfach: Alles für Alle!
Nur mit der Abschaffung des Kapitalismus wird es ein Ende von Ausbeutung und Unterdrückung geben und nicht in seiner wie auch immer ausgestalteten Sozialverträglichkeit, die die grundsätzlichen Widersprüche der kapitalistischen Gesellschaft unberührt lassen. Und das heisst die Auflösung des Widerspruchs von Lohnarbeit und Kapital, die Abschaffung der Lohnarbeit und die Überwindung der Klassengesellschaft.
Wir fragen uns schon längst, was daran schlecht sein soll, wenn die Häuser, Fabriken, Dienstleitungsbetriebe, Land und natürliche Ressourcen, einfach alles, in den Händen aller, also vergesellschaftet ist. Was soll schlecht sein an einer klassenlosen Gesellschaft, die allen gesellschaftlich produzierten Reichtum gleichmäßig verteilt, in der sich das wie und was produziert wird an den Bedürfnissen aller orientiert, alles von unten nach oben, von der Basis her aufgebaut, organisiert und selbstverwaltet wird.
Schließen wir uns zusammen und kämpfen gemeinsam für unsere Rechte und das was uns zusteht!

Her mit dem schönen Leben! Wir haben mehr vom Leben als von der Arbeit!
Für die Überwindung kapitalistischer Ausbeutung und Unterdrückung – weltweit!
Für die soziale Revolution – weltweit!

3.1.05, Nürnberg, Arbeitsamt, Richard-Wagner-Platz, U-Bahn Opernhaus
-12 Uhr Kundgebung gegen Hartz4
0 Uhr Aktion Agenturschluss

organisierte autonomie (OA) Nürnberg, Dezember 2004

drucken | 21. Dezember 2004 | organisierte autonomie (OA)

Das Ende der Bescheidenheit!

Wir wollen alles: Alles für Alle!
Antikapitalistischer Block – 06.11.04 Nürnberg

Wir wollen alles - KopftranspiKnapp 10.000 Menschen versammelten sich am 6.11.04 in Nürnberg um gegen Sozial-, Lohn- und Bildungskahlschlag zu protestieren. Die organisierte autonomie (OA??) mobilisierte 2500 Menschen aus dem autonomen und linksradikalen Spektrum zu einem antikapitalistischen Block. Wir wollen alles - SpitzeDie Demonstration zog von der Lorenzkirche (Innenstadt) über das SPD-Haus zur Bundesagentur für Arbeit. Die ganze Demonstration war von einem riesigen Bullenaufgebot begleitet. Wir wollen alles - FronttranspiInsgesamt kam es zu 5 Gewahrsamnahmen, durch das geschlossene Auftreten des antikapitalistischen Blockes konnten weitere Übergriffe durch die Polizei abgewehrt werden. Im Gegensatz zu anderen bundesweiten Großdemonstrationen fehlte die Gewerkschaftsspitze mit ihrem zahmen Auftreten völlig. Dafür war die gesamte Demonstration geprägt von verschiedensten Basisgruppen und kann somit als ein weiterer Schritt zur Festigung des Widerstands gesehen werden.

drucken | 6. November 2004 | organisierte autonomie (OA)

Opernball Hurra!

Das lassen wir uns nicht entgehn – die Schickeria hopsen sehn!

Am Samstag 25.09.04 versammelten sich knapp 100 Menschen in der Nürnberger Innenstadt. In Anzug und Ballkleid ging es nach ein paar klassischen Liedern, über den immer wieder ausgerollten roten Teppich, durch die FuZo zum Opernhaus. Schon einige Meter vorher wurde die Demo von einem Zug USK erwarteten. Sogar die Polizisten hatten für diesen Anlass extra ihre neuen schwarzen Uniformenen angezogen (die Krawatten hatten sie leider vergessen). Es folgte eine Kundgebung auf der anderen Strasseneite des Opernhauses. Mit einem großen Blitzlichtgewitter wurden die Demonstranten empfangen. Es wurde getanzt und Parolen gerufen wie: "Das kann doch nicht alles sein, ladet Gerhard Schröder ein", dieser kam im Gegensatzt zu Edmund Stoiber (CSU) und Günther Beckstein (CSU) nicht. Dafür wurde auch gemunkelt, dass der Herr Bundespräsident Horst Köhler unter den Grösten gewesen sein soll. Weiter Parolen waren: "We want to be – high society" und "Edmund Stoiber – Kaiser von Bayern". Die Polizei war sichtlich genervt wegen dem großen Presseinteresse und versuchte die jubelnde Menge halbherzig aus dem Sichtfeld der Schickeria zu drängen, was ihnen aber nicht gelang. Im Anschluß ging die Demonstration weiter in den linken Stadtteil Gostenhof, wo nach einem Sektempfang der Autonome Opernball eröffnet wurde.

Aufruf vom Autonomen Komitee für Jux und Tollerei

drucken | 12. Oktober 2004 | redside

Solidarität ist eine Waffe!

Weg mit dem Berufsverbot in Heidelberg!

30.10.04 – 13:00 Uhr – am Bauhaus Heidelberg – Demo gegen Berufsverbot

Weg mit dem Berufsverbot für Michael Csaszkóczy!
Gemeint sind wir alle!

Seit Anfang des Jahres 2004 wird dem Heidelberger Realschullehrer Michael Csaszkóczy aus politischen Gründen die Einstellung in den Schuldienst des Landes Baden-Württemberg verweigert. über mehr als 12 Jahre hinweg wurde Csaszkóczy vom Verfassungsschutz überwacht. Für das Berufsverbot ausschlaggebend war seine Mitgliedschaft in der Antifaschistischen Initiative Heidelberg, von der er nicht bereit war, sich zu distanzieren. Damit wird die grundrechtswidrige Berufsverbotspraxis der BRD aus den 70er Jahren wiederbelebt. Wir protestieren gegen die staatliche Bespitzelung und Einschüchterung, die sich potentiell gegen alle emanzipatorischen und politisch unbequemen Bestrebungen richtet. Wir fordern die Einstellung Michael Csaszkóczy und die Abschaffung der gesetzlichen Grundlagen der Berufsverbote. Weg mit den antidemokratischen Berufsverboten! Grundrechte verteidigen! Regelmäßig aktualisierte Hintergrundinformationen zum Heidelberger Berufsverbotsfall findet Ihr unter www.gegen-berufsverbote.de

drucken | 10. Oktober 2004 | organisierte autonomie (OA)

Großdemonstration gegen Hartz IV, Agenda 2010 und Sozialraub

An alle Gruppen, Initiativen und Organisationen der radikalen Linken

Alles für Alle!
Großdemonstration gegen Hartz IV, Agenda 2010 und Sozialraub mit einem internationalistischen, revolutionären Block der radikalen Linken am Samstag, den 6.11.04 in Nürnberg zur Bundesagentur für Arbeit

Im Rahmen der Basis-Proteste und des Widerstandes gegen die Sozialkahlschlagspolitik der SPD/Grünen-Regierung und aller anderen bürgerlichen Parteien sowie der Unternehmerverbände plant das Nürnberger Sozialforum, in dem wir mitarbeiten, eine überregionale Großdemonstration am Samstag, den 6.11.04 zur Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg. Inhaltlicher Schwerpunkt der Demo und Aufhänger für die Mobilisierung ist die geplante Einführung des Arbeitslosengeldes II (Hartz IV) zum 1.1.05, die Ablehnung der Agenda 2010 sowie weitere Themen des Sozialraubs. Damit sollen die Massenmobilisierungen gegen den Sozialabbau durch Basisinitiativen weiter vorangetrieben werden. Um eine wirklich öffentlichkeitswirksame und eindrucksvolle Demonstration auf die Beine zu stellen, soll das gesamte ansprechbare Spektrum der radikalen Linken, Arbeitslosen- und Sozialhilfe-Basisinitiativen, Gewerkschaftslinke, LinksreformerInnen, RadikalreformerInnen, Linksparteien jenseits von SPD/Grünen, soziale Initiativen, Bündnisse und Sozialforen bis hin zu den vielen von Sozialabbau Betroffenen sowohl vor Ort als auch überregional mobilisiert werden.

Wir, die oranisierte autonomie (oa), planen im Rahmen dieser Demonstrationen einen großen, bundesweiten internationalistischen und sozialrevolutionären Block der radikalen Linken. Hintergrund der Mobilisierung ist für uns die unabdingbare Wichtigkeit, dass sich die radikale antikapitalistische Linke in die gegenwärtigen Proteste einmischt, sich dabei selbst artikuliert und den reformistischen Inhalten eine revolutionäre Position, Alternative und Perspektive entgegenstellt. Wir bitten Euch zunächst, uns bis etwa Mitte Juli Euer grundsätzliches Interesse und Euere prinzipielle Unterstützung mitzuteilen. Zur Mobilisierung für den Block werden wir bis Mitte/Anfang August einen eigenen Aufruf verfassen und ein Plakat erstellen, was Euch vorab zur Unterstützung zugeschickt werden wird. Daneben gibt es natürlich auch die Möglichkeit mit eigenen Aufrufen zum Block zu mobilisieren. Wir planen zudem, im Vorfeld zur Demonstration (im Oktober) eine Veranstaltungsrundreise durchzuführen, die neben der Mobilisierung zur Demo insbesondere auch die Ansatzpunkte, Interventionsmöglichkeiten und Perspektiven des radikalen antikapitalistischen Widerstands gegen die Sozialraubspolitik beinhalten soll. Auch dazu bitten wir um eine kurze Rückmeldung, solltet ihr in Eurer Stadt Interesse an der Veranstaltung haben.

Wir hoffen, mit diesem kurzen Vorab-Info Euer Interesse für die Aktion geweckt zu haben und freuen uns über zahlreiche Rückmeldungen:

Per e-mail:  oa-nuernberg@web.de (Betreff: grossdemo04)
Per Post: organisierte autonomie (oa)
c/o Libresso, Bauerngasse 14
90443 Nürnberg

organisierte autonomie (OA) / Juli 2004

drucken | 10. Juli 2004 | organisierte autonomie (OA)

Auf die Plätze! Fertig! Los!

Holen wir uns zurück was uns gehört!
Streetballturnier der Autonomen Jugend Antifa

Sagen wir dort und am besten immer: Score against the system!
Ein Spielzug gege die Schweine in grün, die uns nerven, ein Foul gegen die Nazifressen, die sowieso scheiße sind, der Sozpäd, der uns zähmen will, wir umlaufen und dann Slamdunk voll in die Fresse von Scheißsystem, dass uns unterdrückt!

24.07.04 – Jamnitzer Platz – 15 Uhr Anmeldung – 16 Uhr Anpfiff
Essen, Trinken, Musik, Basketball, Graffitti…

drucken | 10. Juli 2004 | antifaschistische initiative [das schweigen durchbrechen]

Termine

Samstag, 31.10.2020

trotz alledem LINKE LITERATUR WEGEN CORONA 2020 OHNE MESSE 31.10.2020 Beginn: 17 Uhr, Kulturwerkstatt auf AEG

Die Überschrift macht es ja schon deutlich, wir sind da - wie jedes Jahr - und versorgen Euch mit Inhalten, Analysen, Informationen, mit Theorie und praxisorientierten Vorstellungen, mit Philosophie und Interessantem, mit News aus dem kapitalistischen Alltag, aus gesellschaftlichen Auseinandersetzungen und Bewegungen, eben mit allem was linke Verlage und Redaktionen so zu bieten haben. Linke Literatur 2020, präsentiert ohne Messe - Corona macht es möglich. Unser diesjähriges Programm umfasst zwei große Podiumsveranstaltungen, in deren Rahmen die über unseren Köpfen schwebende Krise der kapitalistischen Wirtschaftsweise, wie die in den krisenhaften Zeiten sich ausbreitenden Kämpfe und sozialen Bewegungen aus Blickwinkeln verschiedener AutorInnen unter die Lupe genommen werden sollen. * ACHTUNG – ACHTUNG – ACHTUNG  - Eine Voranmeldung zu den Veranstaltungen ist zwingend erforderlich! Eine Linke Literaturmesse wie wir sie kennen, mit Ständen von Verlagen und Redaktionen und einem dazu gehörenden, über ein ganzes Haus verteilten Veranstaltungsprogramm ist, unter den von der Virusbekämpfung diktierten Maßnahmen, nicht machbar. Wir mussten Umdenken und freuen uns, euch trotz alledem, ein diesen Bedingungen, aber auch den politischen Anforderungen der Zeit Rechnung tragendes Programm, für das Jahr 2020 präsentieren zu können. Unser diesjähriges Programm umfasst zwei große Podiumsveranstaltungen, in deren Rahmen die über unseren Köpfen schwebende Krise der kapitalistischen Wirtschaftsweise, wie die in den krisenhaften Zeiten sich ausbreitenden Kämpfe und sozialen Bewegungen aus Blickwinkeln verschiedener AutorInnen unter die Lupe genommen werden sollen. Wie immer, wird auch das Programm der "Linke Literatur wegen Corona 2020 ohne Messe", von zahlreichen linken Verlagen und Zeitschriftenredaktionen und ihren Autoren und Autorinnen unterstützt. Beide Podiumsveranstaltungen verfügen über ein coronabedingtes Hygienekonzept, das den Vorgaben der Kulturwerkstatt auf AEG entspricht. Die VeranstalterInnen: Metroproletan Archiv & Bibliothek und Libresso Kulturverein * ACHTUNG – ACHTUNG – ACHTUNG      Eine Voranmeldung zu den Veranstaltungen ist zwingend erforderlich! Eine Voranmeldung per Email ist aufgrund der Corona-Bestimmungen der Kulturwerkstatt auf AEG zwingend erforderlich. Die per Antwort-E-Mail zugeschickte Platzbestätigung verliert bei Nicht-Erscheinen 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn ihre Gültigkeit. Am Einlass wird die Anmeldung abgefragt. Ansonsten gelten in den Veranstaltungsräumen die üblichen Abstandregeln, Maskenpflicht etc.      Anmelden könnt ihr euch unter: reservierung_literaturmesse@posteo.de           Angeben müsst ihr euren Namen und eure Emailadresse. PODIUM I Samstag | 31. Oktober | 17 Uhr Krise! – Ist der Kapitalismus unheilbar krank? Absatzkrise, Klimakrise, Coronakrise, Krise der politischen Eliten, Krise hier, Krise da und unter allem – von vielen noch gar nicht richtig bemerkt – wabert die sich zunehmend schneller ausbreitende, umfassende Wirtschaftskrise – genauer eine Krise der kapitalistischen Wirtschaftsweise. Zyklische Krise? Überproduktionskrise? Weltwirtschaftskrise? In was stecken wir da drin? Womit haben wir es da zu tun? Was kommt da noch auf uns zu? Wie sehen die Pläne der herrschenden Klasse aus? Sollen es wie immer wir ausbaden? Soll erneut die auf Lohnarbeit und andere kleine Einkommen angewiesene Mehrheit sogenannte Rettungspakete für Banken und Konzerne finanzieren, mit deren Hilfe deren Privatbesitzer ihre Gewinne sichern? Soll einmal mehr die Mehrheit die Verluste bezahlen, während eine Minderheit damit beschäftigt ist, die gemachten Gewinne auszugeben? Sinken einmal mehr unsere Löhne und andere kleine Einkommen? Steigen die Mieten, verschlechtern sich Arbeitsbedingungen und die soziale Absicherung? Welches Ausmaß wird das Ganze haben? Werden erneut in besonderer Weise Frauen mit den Folgen der Krise konfrontiert? Ist ein weiterer Rechtsruck des Staatsapparates zu erwarten? Was passiert mit all den Einschränkungen unserer Rechte während der Corona-Pandemie? Müsste sich die Linke hier nicht längst deutlicher positionieren? Welche Teile der Lohnabhängigen sind heute schon von den Folgen der Krise betroffen, welche wird es morgen treffen? Was ist zu tun? Die Krise aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten, analysieren, Auswirkungen, Perspektiven und Möglichkeiten präsentieren – ist die Aufgabe von: Hannes Hofbauer Verleger – Promedia Verlag, Autor – lunapark21, undogmatischer Marxist Werner Rätz Autor VSA-Verlag und Bewegungslinker, in Attac und anderen Projekten aktiv Gisela Notz Autorin AG Spak, Schmetterling Verlag, TAZ und junge Welt, Herausgeberin des Wandkalenders Wegbereiterinnen, marxistische Feministin Wolf Wetzel Autor – Telepolis, PapyRossa Verlag, recherchierte zum NSU, hat seine Wurzeln in der Autonomen Linken PODIUM II Samstag | 31. Oktober | 20 Uhr Gesellschaftliche Zuspitzung, Kämpfe zwischen den Klassen und soziale Bewegungen in Zeiten der Krise In Zeiten in denen sich verschiedene Krisen überlappen, ein krisenhafter Zustand den nächsten jagt, kann und muss vor dem Hintergrund der voranschreitenden Krise der kapitalistischen Wirtschaftsweise ein Zustand dauerhafter Krisenhaftigkeit der westlichen Gesellschaftsordnung diagnostiziert werden. An allen Ecken und Enden knirscht und kracht es. Aufstände, Bürgerkriege riesige Fluchtbewegungen, Umweltkatastrophen, zusammenbrechende Staaten, aus vielen Teilen der Welt kennen wir das. Doch heute in einer Zeit, in der die negativen Auswirkungen der kapitalistischen Wirtschaftsweise in wachsendem Maß auch wieder die Mehrheit der Bevölkerung in den Industriestaaten direkt treffen, eine Zeit, in der die Verhältnisse den Menschen die eigene Lage klarer vor Augen führen, brechen auch in den Metropolen zahlreiche gesellschaftliche Konflikte auf. Arbeitskämpfe, Unruhen in Vorstädten, Gelbwesten in Frankreich, Bewegung für Seenotrettung, Fridays for Future, Frauenstreiks in der Schweiz und anderen Staaten, Unabhängigkeitsbewegungen in Spanien, Black Lives Matter in den USA kennen wir alle. Aber auch in Deutschland gerät einiges in Bewegung. Kämpfe von MieterInnen, Arbeitskämpfe von prekär Beschäftigten, Kämpfe im Gesundheitswesen, in der Fleischindustrie, Bewegungen gegen Rassismus und Kämpfe von Flüchtlingen, Kämpfe gegen Klimawandel, für Frauenrechte, gegen schärfere Polizeigesetze, gegen Nazis auf der Straße, in Sicherheitsbehörden und in Parlamenten. Im Rahmen unseres zweiten Podiums wollen wir uns Klassenkämpfen und Bewegungen zuwenden und von diesen und über diese berichten. Eingeladen haben wir zu den Themen: Mieterkämpfe, Stadtteilarbeit und Recht auf Stadt Matthias Coers Filmemacher – Mietrebellen, Autor Edition Assemblage und Aktivist der Mietrechtsbewegung Arbeitsbedingungen und andere Skandale rund um die Fleischindustrie und die Kämpfe dagegen Dieter Wegner Autor – System Tönnies, Buchmacherei und Aktivist – Jour Fixe – Gewerkschaftslinke Hamburg Arbeitskämpfe und andere Konflikte im und ums Gesundheitswesen Kalle Kunkel Autor – Zeitschrift LuXemburg, in der Kampagne „ Krankenhaus statt Fabrik“ aktiv, Ver.di und Aktivist im Arbeitskampf an der Berliner Charité Rassismus – Black Lives Matter und die Denkmalsturzbewegung in Europa Lou Marin Verlag Graswurzelrevolution, Herausgeber antirassistischer Literatur, Anarchist und Aktivist Klimakrise – Demonstrationen, Schul-Streiks, Blockaden, Besetzungen – die Bewegung der KlimaaktivistInnen Emily Laquer Aktivistin Interventionistische Linke und Ende Gelände, Kommunistin im 21. Jahrhundert
Samstag, 07.11.2020

Nach dem Klatschen die Klatsche?

Auch nach der 2. Verhandlungsrunde bleiben die Verantwortlichen im öffentlichen Dienst bei ihrer Haltung, dass die Forderungen der Beschäftigten übertrieben wären. Während die Gewerkschaft Ver.di moderate 4,8 % Lohnerhöhung fordert, beharrt die Gegenseite auf einer Nullrunde. Kommt also nach dem Klatschen die Klatsche? Es liegt wie immer an den Beschäftigten selbst und an denen, die mit Ihnen solidarisch sind. Die Initiative Solidarische ArbeiterInnen (ISA) lädt ein zur Diskussion: Am Samstag, den 7. November ab 19:00 Uhr: Anlaufstelle gegen Arbeitsunrecht ab 20:00 Uhr: Stand der Tarifauseinandersetzung des öffentlichen Dienstes (TVÖD): Was fordert die Gewerkschaft ver.di? – Sind das vernünftige Forderungen? Finden sich die Forderungen der Beschäftigten darin wieder? Ort: Stadtteilladen Schwarze Katze, Seitenstr. 1 Die ISA-Kneipe findet jeden 1. Samstag im Monat im Stadtteilladen Schwarze Katze, Seitenstr. 1 statt. Alle die sich über klassenkämpferische Gegenwehr austauschen und diese in der Praxis vernetzen wollen sind herzlich willkommen.
Mittwoch, 11.11.2020

Radio Revolution im Oktober 2020

Für die Oktober Sendung von Radio Revolution wurde sich mit den Themen "Kritisches Gedenken" und antifaschistischer Geschichtsaufarbeitung auseinandergesetzt. In einem anderen Beitrag geht es um Polizeigewalt, "Straftäter in Uniform" oder strukturelle Gewalt. Wie immer gibt es gute Musik auf die Ohren und die wichtigsten Neuigkeiten. Die nächste Sendung könnt Ihr wieder am 11. November im Stoffwechsel auf Radio Z 95,8Mhz hören. Radio Revolution läuft am 2. Mittwoch im Monat zwischen 17 und 18 Uhr. Vergangene Sendungen könnt ihr euch auf https://www.mixcloud.com/RadioRevolutionNBG/ anhören. https://www.mixcloud.com/RadioRevolutionNBG/sendung-radio-revolution-oktober-2020/

Was war los

30.10.1982
Schlacht am Schacht. Bei der Demonstration gegen das Atomm?llager Schacht Konrad entwickeln sich mehrst?ndige K?mpfe zwischen militanten AKWGegnerInnen und der Polizei.