Termine

Samstag, 16.10.2021

United against repression: Demo am 16. Oktober um 14:30 Uhr am Veit-Stoß-Platz

Folgenden Demoaufruf geben wir gerne an euch weiter. Teilt ihn und verbreitet ihn: Ob Nürnberg, bundesweit oder international – United against repression! Freiheit für Jan! Der jüngste Jamnitzer-Prozess gegen unsere beiden Genossen ist nun abgeschlossen. Während einer der Angeklagten im Berufungsprozess Anfang Februar eine Geldstrafe und 10 Monate Knaststrafe auf 3 Jahre Bewährung bekommen hat, wurde vom anderen Angeklagten in Revision gegangen. Die Revision wurde nun vom Oberlandesgericht München abgelehnt, somit wird eine Haftstrafe von einem Jahr und zwei Monaten rechtskräftig. Zur Erinnerung: Der Jamnitzer Platz in Nürnberg ist ein Ort, wo sich die Widersprüche und Konflikte besonders stark zeigen, die der Gentrifizierungsprozess im Viertel mit sich bringt. Kontrollen und Schikanen durch die Polizei stehen dort auf der Tagesordnung. Zum Prozess kam es, nachdem sich nach einer weiteren Polizeimaßnahme spontan eine Menschenmenge solidarisiert hatte und sich die Cops daraufhin zurückziehen musste. Einem der Angeklagten wurde Rädelsführerschaft, dem Anderen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung vorgeworfen. Seitens Staatsanwaltschaft, Staatsschutz und Polizei wurde der Prozess höchst politisch geführt. Ein klarer Verurteilungswille wurde mitunter dadurch deutlich, dass einer der Angeklagten an besagtem Abend nicht mal vor Ort war. Dafür gab es einen glaubwürdigen Zeugen, doch dies hielt die Justiz nicht davon ab, ein hartes Urteil zu sprechen. Zwei Schuldige mussten her, an denen ein Exempel statuiert werden konnte. Dieser Fall steht exemplarisch für eine Entwicklung, die sich weltweit abzeichnet: Linke Aktivist*innen werden kriminalisiert und müssen mit Repression rechnen, allein weil sie die bestehenden Verhältnisse ankreiden und sich für eine befreite Gesellschaft einsetzen. Dabei kommen teils absurde Mittel und immer repressivere Methoden zum Einsatz. Bayern erfüllt immer wieder eine Vorreiterrolle für eine bundesweite Verschärfung der Polizeiaufgabengesetze, Lina in Leipzig wird im Heli abgeholt, 1. Mai-Demos auf der ganzen Welt werden brutal aufgelöst, in Kolumbien wird auf Demonstrierende geschossen. Der Staat scheut keine Mittel, die bestehende Ordnung aufrecht- und linke und emanzipatorische Proteste kleinzuhalten. Wir sind weiterhin solidarisch mit Jan und allen anderen, die Aufgrund ihres Aktivismus, ihres Aussehens, ihrer Herkunft, ihrer Armut, ihres Geschlechts oder anderen Gründen zur Zielscheibe der Polizei werden. Unsere Antwort auf diese besorgniserregenden Entwicklungen war, ist und bleibt unsere uneingeschränkte Solidarität mit allen Kämpfen und Kämpfenden gegen die rassistische und sexistische Klassengesellschaft. Nur mit vereinten Kräften können wir diesen überwinden und gemeinsam werden wir unsere Wut auf die Straße tragen. Denn wir lassen uns nicht einschüchtern und stehen weiterhin solidarisch füreinander ein – jetzt erst recht! Kommt mit uns zusammen auf die Straße – gegen jede Form von Herrschaft und Unterdrückung und für eine Welt, in der wir alle gewaltfrei leben können! Freiheit für Jan und alle Anderen!

20 Jahre Radio Z

Sa, 08.12., 20:30 Uhr, Desi

live: Les Reines Prochaines (CH), Institut Fatima (ESP), Loas Kunka Boys, dann Disco mit: We Heart Broken Club, BalkoNauten, DJ Slobo

drucken | 8. Dezember 2007 | redside

Erneut Verhaftungswelle im Baskenland

baskenland-demoDie politische Repressionswelle gegen die baskische Linke geht weiter [Indy]. Der spanische Gerichtshof ordnete die Verhaftung von rund 40 Personen an. Gegen die Leute wird bereits seit rund 10 Jahren ermittelt und sie wurden in einem gigantischen Prozess vor Gericht gezerrt. Im 18/98-Verfahren (benannt nach dem Aktenzeichen) wurde alles subsummiert, was sich für ein unabhängiges und sozialistisches Baskenland einsetzt: Aktivisten der Frauen-, Umwelt- und Jugendbewegung, Journalisten, Künstler, Vertreter der baskischen Linkspartei Batasuna, …
Info Indy | GARA (castellano) | antifa.de

drucken | 30. November 2007 | redside

Anklage im „mg-Verfahren“ bröckelt. Beschuldigte vorerst frei!

Freedom_for_all_prisonersDie drei Angeklagten im „Terrorismusverfahren“ gegen die militante gruppe (mg) sind vorerst frei. Am 28. November 2007 setzte der Bundesgerichtshof die Haftbefehle außer Vollzug [Info]. Die Anschuldigungen gegen Axel, Florian und Oliver bleiben bestehen, sie hätten im Frühjahr 2007 drei Fahrzeuge der Bundeswehr anzünden wollen. Der Vorwurf der Bildung einer „terroristischen Vereinigung“ (§129a) wurde auf eine „kriminelle Vereinigung“ abgeschwächt. Trotzdem droht den drei bei einer Verurteilung mehrere Jahre Haft.
Mehr Infos einstellung.so36.net | ND | Telepolis | jW | tagesschau | Spiegel

drucken | 28. November 2007 | redside

cena cubana no. 12

superleckeres Drei-Gänge-Menü, für 8 Euro, dazu Informationen über Kuba und die linke Tageszeitung ‚junge Welt‘.

Der Erlös wird gespendet.

Am Freitag, den 07. Dez. im „ArTelier“ (Knauerstr. 3) ab 19.00 Uhr.

drucken | 28. November 2007 | redside

Bundesweiter Aktionstag gegen Kriegsverbrecher

„Das Schweigen durchbrechen- NS-Kriegsverbrecher zur Verantwortung ziehen!“

Samstag, den 1. Dezember 2007
14.00-18.00 Uhr, Hallplatz/Ecke Königsstraße Nürnberg

Jahrzehntelang wurden die deutschen Kriegsverbrechen von Waffen-SS und
Wehrmacht totgeschwiegen. Allein in Italien wurden mehr als 10.000
ZivilistInnen ermordet. Seit 1995 finden in verschiedenen italienischen
Städten Prozesse gegen ehemalige deutsche Soldaten statt. In der
Öffentlichkeit bekannt wurden erst die Urteile zu den Massakern in Sant‘ Anna
und Marzabotto vor dem Militärgericht in La Spezia in den Jahren 2005 und
2007. Die meisten Angeklagten wurden zu lebenslanger Haft und zum Teil zu
Entschädigungszahlungen verurteilt. Weitere Verfahren sind in der
Vorbereitung.

Doch die Täter leben völlig unbehelligt in Deutschland, nicht zuletzt mit
Hilfe der bundesdeutschen Justiz. In der Regel kommen sie ungeschoren davon,
Ermittlungsverfahren werden mit immer neuen Begründungen eingestellt. Die
Verurteilungen in Italien werden im Umfeld der ehemaligen Soldaten praktisch
nicht bekannt. Ihre Beteiligung an Kriegsverbrechen haben sie stets
verschwiegen. Werden die Verbrechen bekannt, herrscht oftmals die Meinung vor,
Gras über die Sache wachsen zu
lassen.

In Greven beispielsweise wohnt Heinrich Nordhorn als angesehener Bürger. Er
wurde als Kriegsverbrecher wegen mehrfachen Mordes in Italien verurteilt. Der
Bauunternehmer, der über 250 Wohnungen besitzt, wurde in der Münsterschen
Zeitung mit der Äußerung über einen unliebsamen Mieter zitiert, der Mann
gehöre mit den Spaten ins Moor. Diese Diffamierung blieb
unwidersprochen.

Die größten Massaker in Italien fanden in Sant‘ Anna di Stazzema und in
Marzabotto
statt.

In Sant‘ Anna wurden am 12. August 1944 560 Menschen von Angehörigen der
16.SS-Panzergrenadierdivision „Reichsführer SS“ ermordet. Zehn ehemalige
Soldaten wurden im Juni 2005 in La Spezia zu lebenslänglicher Haft
verurteilt.

In der Bergregion Marzabotto ermordete dieselbe SS-Einheit sowie
Wehrmachtsangehörige zwischen dem 29. September 1944 und dem 5. Oktober 1944
weit über 700 BewohnerInnen. Im Januar 2007 wurden in Italien in Abwesenheit
zehn ehemalige SS-Angehörige zu lebenslanger Haft und zur Zahlung von
Entschädigungen an die Überlebenden und Angehörigen der Opfer
verurteilt.

Vor bundesdeutschen Gerichten ziehen sich die Ermittlungen zu beiden Massakern
seit Jahren in die Länge. Eine Anklageerhebung ist nicht in
Sicht.

Auch in Nürnberg lebt ein früherer SS-Angehöriger, der wegen des Massakers in
Marzabotto in Italien verurteilt wurde. Deshalb findet in Nürnberg – wie in
vielen anderen Städten, in denen Verurteilte wohnen – eine Kundgebung mit
Lesungen, Berichten eines Zeitzeugen und musikalischen Beiträgen
statt.

Samstag, 1. Dezember 2007

14.00-18.00 Uhr, Hallplatz/Ecke Königsstraße

———————————————————————————————————-
limovobi erlangen

http://www.feld22.de
http://www.resistenza.de

drucken | 28. November 2007 | redside

6 Meses en Caracas – 6 Monate in Caracas – ein politischer Reisebericht aus dem bolivarianischen Prozess in Venezuela

6 meses en caracas

1.12.2007
19Uhr
Villa Leon, kleiner Saal

Es wird viel geredet und geschrieben über Venezuela, Präsident Chávez und den Sozialismus des 21. Jahrhunderts, wobei sich die Meinungen oftmals konträr gegenüberstehen. Um uns ein eigenes Bild des tiefgreifenden Wandels zeichnen zu können, verbrachten wir ein halbes Jahr in der Hauptstadt Caracas und Umgebung. So hatten wir nicht nur die Möglichkeit, die heiße Phase vor der Präsidentschaftswahl im Dezember 2006 und eines der staatlichen Bildungsprogramme im eigenen Wohnzimmer mitzuerleben, sondern lernten durch praktische Initiative auch die Basisorganisationen und ihre Arbeit, die Situation und den Kampf der venezolanischen Frauen sowie Gesundheitsprogramme und alternative Medien und Kultur kennen.
Was gibt es sonst noch für “misiones“ und was verändert sich real an den Lebensbedingungen der Menschen? Wo gibt es Widersprüche und wo Inspiration oder Anknüpfungspunkte?
Es gibt viel zu erzählen und noch mehr zu diskutieren.
Ein Bericht mit vielen Bildern, Eindrücken und Specials aus dem bolivarianischen Prozess.

drucken | 26. November 2007 | radikale Linke

Solidarity With Anti-Fascists In Russia

Antifa.Net International Appeal

Russia SolidarityANTI-FASCISTS are under attack in Russia. Intimidation, terror and murder by a new generation of neo-nazis are daily occurrences. The wave of violence reached a peak this summer when film of the cold-blooded fascist assassination of two people was posted on the internet.

That this is occurring in a country that lost many millions of people to Hitler’s Nazis in the Second World War is even more shocking.

The facts speak for themselves:

  • 122 people have been murdered by racists and fascists in the past two and a half years.
  • There are an estimated 70,000 skinheads in Russia today.
  • Anti-fascists are being systematically attacked and even murdered.
  • The perpetrators are often charged only with “hooliganism???.

President Putin has promised to stamp out rightwing extremism but has done little. Anti-fascists are not only few in number but are politically isolated in the face of an enemy that whips up hatred and brutality against immigrants and national, ethnic, religious and sexual minorities. Merely “looking anti-fascist??? means being targeted by the nazis who patrol parts of most Russian cities looking for victims. In St Petersburg and Moscow, nazis gather intelligence to track down anti-fascists, and attack and, in some cases murder them.

Earlier anti-fascist campaigns against the public use of fascist symbols and the sale of racist propaganda achieved some success but the nazis reacted by murdering Professor Nikolai Girenko, one of the most highprofile anti-fascist specialists who had supported these campaigns, at his St Petersburg home.

The authorities talk proudly of the war against Hitler but do so now from a nationalist standpoint. The nazis claim to be defending “Russian identity??? and “the interests of the Russian nation??? and the toleration of violent nazi gangs stems from the fact that Russian nationalism is touted, even officially, as a remedy for the continuing feelings of defeat resulting from the collapse of the Soviet Union.

Anti-fascists in Russia now desperately need financial and material assistance but cannot generate this themselves. With funds, they can produce leaflets, organise campaigns and pay for lawyers. They can also build up a more organised, modern, computer-linked infrastructure to create proper networks of resistance.

This can only come about through the international solidarity of progressive people, and all anti-fascists and anti-racists outside Russia.

Spenden können in Deutschland überwiesen werden an:

A. Hoffmann
Kto.-Nr. 408352201
Postbank Hamburg
BLZ 20010020
Stichwort: Enough/Russland (unbedingt angeben!)

Spenden können international auch hierhin überwiesen werden:
Russian Human Rights Solidarity Campaign
Branch Sort Code 40-04-36
Konto-Nr. 41 28 44 79
IBAN : GB76MIDL40033641284479
SWIFT CODE : MIDLGB22

drucken | Continue | 26. November 2007 | redside

10 Jahre Autonome Jugendantifa!

10 Jahre AJA

LOVE AJA – HATE CAPITALISM!
Für eine linke, selbstbestimmte und radikale Jugendkultur.

Die meisten stehen auf, um sich wieder zu setzen – wir stehen auf, um uns zu widersetzen!

Und das gilt es, in einer fetten Party zu feiern!

Freitag, 30.11.2007
19 Uhr / Jamnitzerplatz (Nürnberg-Gostenhof): Start der Parade
20 Uhr / DESI (Brückenstr. 23, Nürnberg): Party / Eintritt: 9 (7)€

Achtung! Programmänderung!!! Statt Irie Revoltes kommt MC Mal-Eleve von Irie Revoltes!

(mehr …)

drucken | 25. November 2007 | antifaschistische initiative [das schweigen durchbrechen]

zusammen auf die Strasse …

Eine gute Ausbildung ist laut Umfragen das wichtigste Lebensziel der deutschen Bevölkerung. Kein Wunder, hängt doch die Existenz vom Einkommen ab. Und die meisten Menschen müssen für ihr Einkommen arbeiten. Dazu müssen sie auf dem Arbeitsmarkt einen Kapitalisten finden, der ihre Arbeitskraft kauft. Eine gute Ausbildung erhöht zweifellos die Chancen auf dem Arbeitsmarkt konkurrieren zu können. Deshalb ist es für die meisten Jugendlichen nach der Schule wichtig, eine Ausbildung zu beginnen.
Das Problem ist nur, es fehlen etwa 300.000 Ausbildungsplätze. Seltsamerweise behaupten Bundesregierung und Wirtschaft, sie betreiben ein erfolgreiches Programm mit dem Namen „Ausbildungspakt“. Das werden die vielen Tausend Jugendlichen, für die im Moment kein Ausbildungsplatz zur Verfügung steht, wahrscheinlich anders sehen.


Lehrjahre sind keine Herrenjahre

Doch selbst die, die eine Ausbildung beginnen konnten, leben natürlich nicht im Schlaraffenland. Für sie beginnt erstmal der normale Arbeitsalltag. Sie werden von Schülerinnen und Schülern zu Lohnarbeitern, also Menschen, die ihre Arbeitskraft dafür zur Verfügung stellen, damit ein Unternehmen sein Kapital vermehren kann. Für die Kapitalisten bieten die Auszubildenden Arbeitskraft zum Schnäppchenpreis. Der Lohn für Azubis beträgt im Schnitt zwei bis fünf Euro die Stunde, wovon man natürlich kein erfülltes Leben finanzieren kann.
In der Ausbildung geht es in erster Linie darum, dass junge Menschen Fähigkeiten erlernen die dem ausbildenden Betrieb nutzen und zu Arbeiterinnen und Arbeitern diszipliniert werden. Sehr früh aufstehen um dann stundenlang für ein paar Euro die Stunde zu schuften und das alles für das Profitinteresse der Unternehmen, dass muss den meisten Menschen erst eingetrichtert werden. Als Drohmittel gegenüber Auszubildenden, die sich nicht sofort in dieses Schema einfügen, gibt es arbeitsrechtliche Maßnahmen, von Abmahnungen bis hin zur Entlassung. Das schlechte Angebot von Ausbildungsplätzen sorgt dafür, dass sich viele Azubis Einiges gefallen lassen, um ihre Ausbildung zu Ende bringen zu können. Eine Situation die sich auch nach der Ausbildung fortsetzt. Denn die Lohnabhängigen stehen insgesamt unter erheblichem Druck. Ihre Existenz im Kapitalismus ist prekär, das heißt unsicher.

Existenzielle Fragen

Bekommen wir morgen einen Ausbildungsplatz? Werden wir danach übernommen oder muß ich wegen Hartz IV weiter bei meinen Eltern leben? Haben wir morgen noch einen Job, von dem wir leben können? Müssen wir bald noch länger arbeiten – und für weniger Lohn? Langt das ALG II noch bis zum Monatsende? Was ist, wenn wir krank werden? Wie sieht es aus, wenn wir einmal nicht mehr arbeiten können?
Zum Normalzustand der ArbeiterInnen und Auszubildenden im Kapitalismus gehören Unsicherheit und Mangel – das wurde in den letzten Jahren auch in der BRD immer deutlicher.
Rechte, die von der ArbeiterInnenbewegung in der Vergangenheit erstritten wurden, stehen plötzlich in Frage oder werden gerade abgeschafft. Arbeitsverträge sind zunehmend zeitlich befristet, der Kündigungsschutz wird abgebaut und von den ArbeiterInnen wird Flexibilität gefordert.
Was früher als „Normalarbeitsverhältnis“ bekannt war, also mit sozialer Absicherung verbundene Vollzeitjobs, wird immer mehr zur Ausnahme.
Unsichere Arbeitsverhältnisse sind in vielfältigen Formen zur Lebensgrundlage einer wachsenden Bevölkerungsschicht geworden. Millionen müssen in Mini-Jobs ihre Arbeitskraft verkaufen. Hunderttausende werden in Ein-Euro-Jobs dienstverpflichtet. Ehemalige Erwerbslose können sich in sogenannten Ich-AGs selbst ausbeuten und es so dem Staat ermöglichen, die soziale Verantwortung auf die Individuen abzuwälzen.Mit den Hartz-Gesetzen gilt jede Arbeit als zumutbar.
Die Angst arbeitslos zu werden und vor dem damit verbundenen sozialen Abstieg in die Hartz IV-Existenz unter der Armutsgrenze wird von den KapitalistInnen gezielt eingesetzt, Beschäftigte zu immer neuen Zugeständnissen zu erpressen. Dabei wird auf Konkurrenz, Angst und Entsolidarisierung gesetzt.
Die Menschen spüren, dass im Kapitalismus nur die eine Daseinsberechtigung haben, die am Markt teilnehmen können. Alle, die nicht zur Erwirtschaftung von Profit beitragen können oder wollen, alle die nicht konsumieren können, werden als Überflüssige behandelt. Das ist der Zweck des Menschen im Kapitalismus: Er ist das Objekt totaler Verwertung.

Klassenkampf von unten – das ist unsere Antwort auf ihre Politik

Die Reaktionen auf den Klassenkampf von oben fallen heute allerdings noch viel zu schwach aus.
Das ohnehin stark eingeschränkte Streikrecht mit seinem Verbot von politischen Streiks muß überwunden werden. Wir müssen das trügerische System der Sozialpartnerschaft und ihrer entsolidarisierenden Standortpolitik entlarven.
Sozialpartnerschaft verschleiert die grundsätzlich unterschiedlichen Interessen von Lohnabhängigen auf der einen Seite und KapitalistInnen auf der anderen.
Einziges Interesse der Kapitalisten und ihrer politischen Vertreter ist, dass wir profitabel für sie arbeiten. Wie es uns dabei geht interressiert sie nur dann, wenn ihre Profite dadurch gefährdet werden. Anstatt uns mit den Interessen der AusbeuterInnen zu identifizieren, müssen wir gemeinsam für unsere Interessen kämpfen. Denn gesellschaftliche Befreiung ist mit diesem Staat und seinen tragenden Säulen bestimmt nicht zu machen.
Wenn wir uns auf Identifikation und Bündnisse mit den Herrschenden einlassen haben wir schon verloren.

Der Kampf um Befreiung ist international…

Die Herrschenden sehen uns am liebsten in Konkurrenz, im Kampf aller gegen alle: Standort gegen Standort, Erwerbstätige gegen Erwerbslose, Leute mit deutschem Pass gegen MigrantInnen, Männer gegen Frauen usw.
Sich gegenseitig zu unterbieten kann für uns Lohnabhängige keine Lösung sein. Das Denken in Standortgrenzen führt zu Ausgrenzung und Spaltung und schwächt den Kampf für unsere gemeinsamen Interessen.
Unser Ausweg aus diesem irrwitzigen Spiel kann nur der Ausbau kämpferischer Solidarität aller Ausgebeuteten und Unterdrückten über alle Grenzen hinweg sein.
Nur wenn wir überwinden, was uns künstlich trennt, wenn wir der neoliberalen Markttheologie und ihren Forderungen an uns eine vollständige Absage erteilen, werden wir die Profitwirtschaft und ihre mörderischen Begleiterscheinungen beseitigen.
Dieses Wirtschaftssystem geht bekanntlich über Leichen. Wer nicht verwertbar ist oder nicht konsumiert, hat in den meisten Gegenden der Erde noch nicht einmal das Recht zu überleben. Die Herrschenden lassen für ihre Interessen morden – im Kleinen oder in jahrelangen Kriegen.
Die vielen Menschen, die für ihre Interessen eintreten, miteinander zu vernetzen und den Widerstand zu verbreitern, sind Ansätze revolutionärer Organisierung. Die öffentliche Diskussion inhaltlicher Standpunkte und gesellschaftspolitischer Ziele, das gemeinsame Herausarbeiten strategischen Vorgehens und der Aufbau autonomer Entscheidungsstrukturen sind Voraussetzung dafür, ein Klassenbewusstsein zu schaffen. Wir müssen uns dort zusammenschließen, wo wir sind: am Arbeitsplatz und in den Arbeitsagenturen, in den Stadtteilen, Schulen und Hochschulen, unabhängig von herrschenden gesellschaftlichen Strukturen und unseren Widerstand vernetzen. Und natürlich müssen wir zeigen, dass wir uns etwas Besseres vorstellen als die bestehende Weltordnung.

Was wir wollen? : Alles für alle!
Wir kämpfen für eine solidarische Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung.
Eine Gesellschaft, in der kollektiv entschieden wird, was produziert wird – und wie. In der die Produktionsmittel, Bildungseinrichtungen und aller Reichtum in den Händen aller sind und kollektiv verwaltet werden.
Eine Gesellschaft, in der also die Produktion an den Bedürfnissen und Wünschen aller Menschen ausgerichtet ist. In der die Einzelnen nicht ihren Daseinszweck im Malochen für den Profit anderer finden müssen oder als „Kostenfaktoren“ und „Überflüssige“ ausgegrenzt werden.
Auf dem Weg dorthin müssen wir freilich erstrittene Rechte verteidigen und uns so viel wie möglich von dem nehmen, was uns sowieso zusteht.
Doch in allen Tageskämpfen verlieren wir nie aus den Augen:
Wir wollen nicht nur ein größeres Stück vom Kuchen, wir wollen die ganze Bäckerei!
Wir wollen eine Welt frei von staatlichen Schikanen, Ausbeutung und Unterdrückung. Eine Welt, in der Armut, Hunger und Kriege der Vergangenheit angehören.
Deshalb kämpfen wir dort wo wir leben, lernen und arbeiten. Wir knüpfen solidarische Kontakte zu allen, die sich auch nicht mit den herrschenden Verhältnissen abfinden wollen. Wir stellen uns den Spaltungsversuchen der Herrschenden entgegen, und bekämpfen rassistische, sexistische und soziale Diskriminierung. Wir sind Teil der sozialen Bewegung und demonstrierten z.B. gegen die Einführung der Hartz-Gesetze, organisierten Solidarität mit den streikenden AEG-ArbeiterInnen und organisieren jedes Jahr den revolutionären 1. Mai in Nürnberg.

Kämpft für eure Rechte!
Weg mit dem Kapitalismus, in dem wir immer nur Lohnsklaven sein werden!
Her mit einer Wirtschaftsordnung, ohne Ausbeutung und Unterdrückung!

Kommt zum antikapitalistischen Block am DGB-Aktionstag am 24.11. in Nürnberg.
Beginn: 5 vor 12 am Südausgang des Hauptbahnhof

organisierte autonomie | November 2007

drucken | Continue | 19. November 2007 | organisierte autonomie (OA)

AJA Infocafé

Kaffee, Kuchen, Antifa

AJA LogoDas AJA Infocafé ist die Anlaufstelle für alle, die sich für Antifa-Themen interessieren, Gleichgesinnte treffen oder einfach ihren Sonntagnachmittag nicht daheim verbringen wollen. Neben Kaffee und Kuchen gibt es jedes Mal einen Vortrag, Diskussionen oder Filmvorführungen.

Das Infocafé ist auch die Gelegenheit, die AJA kennenzulernen und uns anzusprechen. Wir bringen euch auf den neusten Stand zu Antifa-Aktivitäten in Nürnberg und ihr könnt euch am Infotisch bedienen, T-Shirts, Buttons und Bücher kaufen.

Jeden Samstag • 18 Uhr • KOMM e. V., Untere Seitenstraße 1
(am Jamnitzer Platz, U-Bahnhaltestelle Gostenhof)

drucken | 15. November 2007 | antifaschistische initiative [das schweigen durchbrechen]

Bilbao und das Baskenlad

Mi, 21.11 | 19.30 Uhr | Veranstaltungssaal der Stadtbibliothek

Diavortrag von Hubert Blöcks (Naturhistorische Gesellschaft)

drucken | 12. November 2007 | redside

Infoveranstaltung zum interantionalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen

Sa, 24.11 | 19.30 Uhr | Desi

drucken | 12. November 2007 | redside

Das neoliberale El Salvador: zwischen Autoritarismus und Widerstand

Do, 22.11 | 19.00 Uhr | Villa Leon  

Info- und Diskussionsveranstaltung mit Martin Montoya u. César Villalona aus El Salvador

drucken | 12. November 2007 | redside

Waren sie nicht in der Frauenschaft

Sa, 17.11 | 14.00 Uhr | Jakobsplatz 

Stadtrundgang zur Geschichte von Frauen im Nationalsozialismus. Mit Nadja Bennewitz

drucken | 12. November 2007 | redside

Êdî Bese! Es reicht!

Sa, 17.11 | 13.00 Uhr | Lorenzkirche

Solidemo - KurdistanAufgrund der (drohenden) Invasion der türkischen Armee in Irakisch-Kurdistan, der nationalistischen Hetze in der Türkei und der BRD wird es am Samstag, den 17. November eine Demonstration um 13.00 Uhr ab der Lorenskirche geben.

drucken | 12. November 2007 | organisierte autonomie (OA)

Stoppen wir den Neonazimarsch!

Banner Prag 10.11.2007

Am 10. November 2007, zum 69. Gedenktag der Kristallnacht, wollen die tschechischen Neonazisten durch die ehemalige Jüdische Stadt in Prag marschieren und „gegen die Teilnahme der tschechischen Truppen im Irakkrieg“ protestieren. Der Wahre Grund dieses Marsches ist jedoch allgemein bekannt. Sie wollen öffentlich die Kraft einer Bewegung demonstrieren, die auf einer Unterdrückungs- und Hassideologie baut.

Stellen wir uns gemeinsam den Neonazisten und zeigen wir, dass uns das Geschehen in unserer Umgebung nicht gleichgültig ist.

Der Treffpunkt zur Blockade des Neonazimarsches: Samstag 10.11.2007 um 14:30 auf Namesti Republiky (Platz der Republik) in Prag.

:: weitere Informationen

:: Aufruf – Übersetzung in Deutsch und Englisch

drucken | 7. November 2007 | redside

Erneuter Aufmarsch von Neonazis in Gräfenberg

alle Jahre wieder – Neonaziaufmarsch zum „Volkstrauertrag“

Wie in den vergangenen Jahren wollen die Neonazis rund um den Fürther NPD-Vorsitzenden Matthias Fischer bezüglich des „Volkstrauertages“ in Gräfenberg aufmarschieren.
Stattfinden soll das ganze Spektakel am 11. November ab 12:00 Uhr. Wie auch schon zu ihren anderen Umzügen, bei denen sie entweder gegen einen Bauzaun demonstrierten oder zum Gedenken an die faschistischen Mörderbanden, soll das ganze am Bahnhof starten.

Sowohl das Bürgerforum Gräfenberg, als auch das Antifaschistische Aktionsbündnis rufen zu Gegenaktivitäten auf.

Faschismus ist keine Meinung – sondern ein Verbrechen!

drucken | 6. November 2007 | redside

Bundesweiter Jugendantifakongrss

23. November bis 25. November 2007 in Berlin

Zusammen gehört uns die Zukunft“ – nicht umsonst eine viel verwendete und proklamierte Parole der antifaschistischen Linken. In den 90ern war sie besonders in der Jugendantifabewegung auf zahlreichen Transparenten, Plakaten, Aufklebern und Aufrufen zu finden, doch irgendwie, so scheint es zumindest ist sie uns allen in Vergessenheit geraten. Sie verkörperte früher nicht nur den Kampf für eine Gemeinsame Sache, sondern hinter ihr versteckt sich weitaus mehr, als nur eine Aussage auf eine Transparent oder einer Parole auf einer Demo. Ziel des Kongresses wird es sein Zusammen darüber zu diskutieren ob, warum und wie eine antifaschistische Jugendbewegung in Deutschland entstehen kann und soll und warum es gerade heutzutage wichtig ist, dass sich junge Menschen zusammen tun um sich aktiv gegen rechte Ideologien zur Wehr zu setzen! Dabei wollen wir uns nicht nur damit begnügen auf Seminaren über die Zukunft einer antifaschistischen Jugendbewegung zu diskutieren, sondern wollen uns auch zusammen in Diskussion über aktuelle Probleme in den einzelnen Regionen austauschen, uns vernetzen und in dem ein oder anderen Workshops praktische Tipps und Tricks erlernen. Denn nicht nur eine inhaltliche Auseinandersetzung, sondern auch hilfreiche Praxiserfahrung ist wichtig um erfolgreich antifaschistische Aktionen zu planen und auszuführen. So wird es einen Demo-, Recherche- und Sicherheitsworkshop geben, so dass für alle was dabei ist, egal wie lange ihr euch schon aktiv gegen Faschismus engagiert! Das Wochenende werden wir jedoch nicht nur in Diskussionsrunden, Seminaren und Workshops verbringen, sondern auch das erlernte in die Tat umsetzen. Am Samstag findet die Silvio-Meier-Gedenkdemo zum 15ten Todestag des Antifaschisten Silvio Meier statt an der jährlich mehrere tausend Antifaschisten_Innen teilnehmen um dem von Neonazis ermordeten Silvio Meier zu gedenken und die regionale Naziszene aufs Korn zu nehmen. Außerdem wird es natürlich jeden Abend gute Partys geben und die Voküs der Stadt werden Veganerherzen höher schlagen lassen! Das besten zum Schluss: Der Kongress wird für euch umsonst angeboten und auch eine begrenzte Anzahl von Pennplätzen wird gestellt. Deshalb meldet euch bitte schon früh genug an, damit wir rechtzeitig planen können!

Weitere Infos findet ihr unter: www.jugendantifakongress07.de.vu

drucken | 6. November 2007 | redside

Erfolgreiche Demonstration gegen Neonazi-Strukturen in Fürth

Pressemitteilung
Nürnberg, den 03.11.07

Mehr als 400 AntifaschistInnen aus ganz Bayern demonstrierten unter dem Motto „Nazitreffpunkte dichtmachen! Kein Raum für Nazis in Fürth und anderswo!“ am 3.11.07 in Fürth gegen Treffpunkte für die mittelfränkischen Neonazi-Szene.

Zur Demonstration aufgerufen hatten das Antifaschistische Aktionsbündnis Nürnberg (AAB), die Antifaschistische Linke Fürth (ALF) und das Fürther Bündnis gegen Rechts. Vom Hauptbahnhof aus zog die Demonstration nach einem Abstecher in die Südstadt durch die Innenstadt und endete gegen 16 Uhr wiederum am Auftaktort. Die Route war so gewählt worden, dass sie an zwei Gaststätten vorbei führte, in denen sich regelmäßig Neonazis zu Stammtischen und Versammlungen trafen. Aufgrund von antifaschistischem Druck und Öffentlichkeitsarbeit hatte die Wirtin des „Grünen Automaten“ jedoch bereits im Vorfeld der Demonstration zugesichert, keine NPD-Versammlungen mehr in ihrer Gaststätte zu dulden.
In der Fürther Gaststätte versammelten sich vor dem Hausverbot über Monate hinweg bis zu 60 Neonazis. Im Anschluss an die NPD-Stammtische kam es mehrfach zu gewalttätigen Übergriffen auf MigrantInnen und Linke.

Auf einer Zwischenkundgebung vor dem von der Polizei abgesicherten „Grünen Automaten“ warnte Klara Weinberg Sprecherin des Antifaschistischen Aktionsbündnis Nürnberg: „Wer Geschäfte mit Nazis macht, holt sich nur Ärger ins Haus. Wir fordern alle Wirte dazu auf der NPD und anderen Nazis keine Räume zu überlassen.“

Mit Parolen wie „Für Faschisten keinen Raum – Kneipe zu – aus der Traum!“ zog die lautstarke Demonstration weiter Richtung Innenstadt. Tatsächlich mussten in der letzten Zeit zwei Kneipen in Nürnberg und Fürth schließen, nachdem ihnen die Brauerei aufgrund der neonazistischen Umtriebe die Pachtverträge kündigten. Für Jens Kunz von der Antifaschistischen Linken Fürth ist die Kampagne deshalb ein voller Erfolg: „Nazis können sich in Fürth nicht ungestört treffen. Wir werden dran bleiben und dafür sorgen, dass sich keine Nazikneipen in Fürth und anderswo etablieren.“

Im Laufe der antifaschistischen Kampagne wurden in den letzten Monate eine Veranstaltung über Strukturen der mittelfränkischen Neonazis und die Verstrickungen zwischen NPD und der Anti-Antifa Nürnberg, eine Kundgebung und regelmäßige Infotische in der Fürther Fußgängerzone durchgeführt. Mit der Verteilung von mehreren tausend Flugblättern wurden die Gaststätten-AnwohnerInnen über neonazistische Umtriebe in ihrer Nachbarschaft informiert.

Schon jetzt laufen die Vorbereitungen der AntifaschistInnen für die nächsten Aktionen. Im Fokus stehen dabei besonders der bevorstehende Kommunalwahlkampf der NPD in Fürth und der Bürgerinitiative Ausländerstopp in Nürnberg.
Letztendliches Ziel ist laut Klara Weinberg „ein gesellschaftliches Klima, in dem Faschisten keine menschenverachtende Propaganda mehr verbreiten können und in dem Menschen nicht aufgrund ihrer Herkunft, Religion und Kultur diskriminiert und ausgegrenzt werden“.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Klara Weinberg: Tel. 0160/6138208 oder aabnbg [at] web.de,

Mit freundlichen Grüßen,
Klara Weinberg
Antifaschistisches Aktionsbündnis Nürnberg

drucken | Continue | 4. November 2007 | Antifaschistisches Aktionsbündnis

Nazitreffpunkte dichtmachen! – Kein Raum für Nazis in Fürth und anderswo!

Antifademo in FürthAn die 400 Menschen sind am Samstag, den 03. November 2007 dem Aufruf der Antifaschistischen Linken Fürth und dem Antifaschistischen Aktionsbündnis Nürnberg gefolgt um gemeinsam gegen Nazis und deren Strukturen in Fürth zu demonstrieren.

Die Demonstration stellte einen Teil einer schon länger andauernden Kampagne dar. Diese wurde ins Leben gerufen, da Faschist_innen vermehrt in Fürth und Umgebung versuchen ihre Strukturen, mit Hilfe von Stammtischen, auf- bzw. auszubauen.

Neben der eindrucksvollen und lautstarken Demonstration kam es bis jetzt im Rahmen der Kampagne auch zu einer sehr erfolgreichen Kundgebungen, mehreren Infotischen und einem Informationsabend. Ebenso wurden mehrere Flugblätter und Briefe an die Anwohner_innen verteilt, in denen sie über die rechtsextremen Umtriebe in ihrer Nachbarschaft aufgeklärt wurden. Nicht nur, dass sich immer mehr Anwohner_innen offen gegen Nazitreffpunkte aussprechen sondern auch, dass die Kneipe „Grüner Automat“ in der sich lange Zeit mehrere Nazis zum regelmäßigen Stammtisch trafen inzwischen keine Rechtsradikalen mehr bewirtet zeugt schon jetzt von einer gelungenen Kampagne.

Doch trotz dieses guten Erfolgs gilt es nach wie vor:

Faschismus bekämpfen! – Nazistrukturen angreifen!

drucken | 3. November 2007 | Antifaschistisches Aktionsbündnis

Gelungener Auftakt der Antifa-Kampagne in Fürth

Antifaschistische AktionMitte September diesen Jahres wurde vom Antifaschistischen Aktionsbündnis Nürnberg [AAB] in Zusammenarbeit mit der Antifaschistischen Linken Fürth [ALF] eine Kampagne unter dem Motto „Nazitreffpunkte dichtmachen! Kein Raum für Nazis in Fürth und anderswo!“ initiiert.
Ein Ziel der Initiative war unter anderem die Schließung des Neonazitreffpunktes in der Fürther Gaststätte „Grüner Automat“. Dort versammelten sich regelmäßig bis zu 60 Neonazis aus Fürth und der Region.
Aufgrund einer gut angelegten Informationskampagne, die die Anwohner_innen über die braunen Umtriebe in Fürth und vor allem in der Gaststätte „Grüner Automat“ informierte und das Thema „Neonazis und Nazitreffpunkte“ in weite Teile der Fürther Bevölkerung trug, hat erste Früchte getragen. Die Wirtin erteilte den Faschist_innen Hausverbot.
Trotz dieses ersten Erfolges wird die Kampagne selbstverständlich fortgesetzt, da unter anderem davon auszugehen ist, dass die Nazis versuchen werden einen neuen Treffpunkt zu etablieren und das „Naziproblem“ ja immer noch real existent ist.
Aus diesem Grund wurde am Freitag, den 19. Oktober zu einer Kundgebung vor dem „Grünen Automaten“ mobilisiert. Diesem Aufruf folgten ungefähr 120 bis 150 Menschen um ein deutlichen Zeichen gegen Neonazis und deren Strukturen zu setzen. Durch Reden und Flugblattverteilungen wurden die Passant_innen über die Kampagne und Neonaziumtriebe informiert. Außerdem wurden noch einmal kräftige die Werbetrommel für die am 3. November stattfindende Demonstration „Nazitreffpunkte dichtmachen! Kein Raum für Nazis in Fürth und anderswo!“ gerührt.

Weitere Informationen zur Antifa-Kampagne findet ihr hier oder auf der Seite der ALF.

drucken | 21. Oktober 2007 | redside

Buchvorstellung: „Planet der Slums“

Mittwoch, 31.10 | 20.00 Uhr | Feldstr. 22, Erlangen

„Planet der Slums“

Buchvorstellung in Anwesenheit der Übersetzterin Ingrid Scherf

Mike Davis konstatiert in diesem ambitionierten Buch eine Wende der
menschlichen
Siedlungsgeschichte.

Denn nie zuvor überstieg der Anteil der Stadtbevölkerung den Anteil der auf
dem Land Wohnenden. Und nie zuvor sah sich eine ungeheure Anzahl von über
einer Milliarde Menschen gezwungen, ihr Überleben in Armut, im Schmutz der
Müllhalden, ohne (sauberes) Wasser, ohne Toiletten, ohne irgendeine Art der
Gesundheits- oder Sozialversorgung zu
organisieren.

Die Megaslums des »Südens« sind Ausdruck einer im höchsten Maße ungleichen und
instabilen urbanen Welt. Hier treffen die sozialen Fronten der Globalisierung
in radikaler Weise
aufeinander.

Davis, Mike: Planet der Slums
Aus dem Englischen von Ingrid Scherf
Assoziation A, ISBN 978-3-935936-56-9 | 248 Seiten | erschienen Februar 2007
Eine Veranstaltung des Vereins zur Förderung alternativer Medien Erlangen

drucken | 18. Oktober 2007 | redside

Die RAF lässt ihnen keine Ruhe

„Die RAF lässt ihnen keine Ruhe“ – Interview mit Andreas-Thomas Vogel (Bewegung 2. Juni)

Unter dem Titel „Die RAF lässt ihnen keine Ruhe“ führte die Zeitschrift analyse & kritik ein Gespräch mit Andreas-Thomas Vogel. Er war Mitglied der Bewegung 2. Juni und deswegen zehn Jahre in Isolationshaft. Innerhalb der Guerillaorganisation trat Andreas-Thomas Vogel für die Einheit der bewaffneten Linken und 1980 für den Zusammenschluss von Bewegung 2. Juni und Rote Armee Fraktion (RAF) ein. Heute ist er in der bundesweiten Initiative Libertad! aktiv.

Interview mit Andreas-Thomas Vogel 30 Jahre nach dem „Deutschen Herbst“

ak: Du warst damals im Knast. Wie hast du das Jahr 1977 erlebt mit den verschiedenen Aktionen der RAF – von Buback über Ponto bis zu Schleyer?

Andreas-Thomas Vogel: 1977 war ich gerade anderthalb Jahre im Knast. Zwar war die Bewegung 2. Juni in den Jahren zuvor durch Verhaftungen ziemlich geschwächt worden, aber es drehte sich alles um die Fragen „Wie geht’s weiter?“, „Was machen wir im Knast?“, „Wie kommen wir wieder raus?“ Wir empfanden uns nicht in der Defensive. Knast war für mich nur erzwungene Legalität, gewaltsam entwaffnet, aber prinzipiell nicht außerhalb unseres Kampfes.

Auch wenn ich nichts genaues wusste, war spätestens mit dem Attentat auf Generalbundesanwalt Buback klar, dass dies der Beginn einer Offensive der RAF war, in deren Verlauf ganz sicher eine Befreiung von Gefangenen versucht werden würde. Für mich erhoffte ich dadurch nichts, wir schmiedeten ohnehin Ausbruchspläne. Ich hoffte aber, dass die RAF aus den Erfahrungen der Lorenz-Entführung und der gescheiterten Botschaftsaktion in Stockholm 1975 die richtigen Schlüsse gezogen hatte.

Die richtigen Schlüsse schien die RAF nicht gezogen zu haben. Die Folgen für die Linke waren jedenfalls enorm …

Ein Einschnitt war 1977 auf jeden Fall. Nach Schleyer und den Toten in Stammheim war fast nichts mehr wie vorher. Zugespitzt, weit über das Maß einer exemplarischen Machtfrage, wie es eine Gefangenenbefreiung per Gefangenenaustausch immer ist, war die Konfrontation zwischen RAF und Staat zu einer strategischen Situation geworden. In der konnte es nur einen Sieger geben. Und es stellte sich heraus, dass, zumindest objektiv betrachtet, die Schmidt-Regierung einen schärferen Klassenkampfbegriff hatte als die RAF. Es gelang ihr diese Konfrontation zu einer grundsätzlichen Machtfrage zu stilisieren – und die RAF stieg darauf ein.

Das Scheitern der Aktion, die toten Genossinnen und Genossen, die gewaltige gesellschaftliche Polarisierung, auch das, was dann die Hexenjagd auf Sympathisanten und die „bleierne Zeit“ genannt wurde, bestimmte die weitere Entwicklung der gesamten Linken. Die bewaffnete Linke hatte eine Grenze in der Konfrontation mit dem Staat überschritten, ohne wiederum die staatliche Reaktion zu antizipieren und auf eine praktische Intervention in der veränderten Situation orientieren zu können. Es brauchte Jahre bis die RAF wieder aktiv in die Diskussion um Strategie und Taktik revolutionärer Politik in Deutschland und Westeuropa eingreifen konnte.

Spielte für dich damals eine Rolle, was die legale Linke machte – von den Großdemonstrationen der Anti-AKW-Bewegung in Brokdorf und Kalkar über die Kampagne um den Buback-Nachruf bis hin zur Vorbereitung des Russell-Tribunals über die Repression in der BRD?

Um die zum Teil massenhaften Proteste, die es nach 1974 gab, drehten sich viele Diskussionen, allerdings waren sie stark geprägt von den eigenen Erfahrungen in den Streik- und Häuserbewegungen. Zu der entstehenden Anti-AKW-Bewegung hatten dagegen die wenigsten von uns einen Draht. Allerdings interessierte mich schon, wer da wie zusammenkommt, wer und was sich da durchsetzt. Es gab natürlich auch die Frage, in welchem Verhältnis diese Bewegung zu den Kämpfen und Aktionen der revolutionären Linken steht.

Denn das war für uns, auch für mich, der Dreh- und Angelpunkt in der Auseinandersetzung mit der Linken: Wie ist das Verhältnis zum imperialistischen Staat konkret? Ideologische Sätze interessierten uns dabei nicht besonders. Interessant war für uns, ob sie zumindest tendenziell antagonistisch, auf den fundamentalen Bruch aus ist – oder ob sie in der bürgerlichen Legalität verharrt.

Das, was die legale Linke machte, hatte für uns immer Bedeutung, weil es selbst dort, wo es keine Übereinstimmung mehr gab, immer – und sei es ein negativ bestimmter – Bezugspunkt war. Im eigenen Verständnis waren wir immer Fraktion der Linken – und ich behaupte mal, dass die Gefangenen aus der Guerilla zu dem Zeitpunkt genauer und intensiver über die Tendenzen und Linien innerhalb der Linken auf dem Laufenden waren als umgekehrt.

Auch wenn es natürlich praktisch sehr eingeschränkt war – und sich auf wenige Fragen reduziert, insbesondere auf die repressive Entwicklung in Deutschland und Europa -, haben wir tatsächlich auch spektrenübergreifende Politik gemacht, wie man es heute vielleicht nennen würde. Das Russell-Tribunal ist dafür ein gutes Beispiel. Von der Idee, über die Entscheidung, es über die Situation in Deutschland abzuhalten, bis zu den Anhörungen etc. mischten sich Gefangene ein. Das führte ja auch zu dem einen oder anderen Knatsch mit Kräften, die auf jeden Fall eine eindeutige Verurteilung der BRD verhindern wollten.

Welche Auswirkungen hatte die Eskalation im Deutschen Herbst auf deinen Knastalltag?

Unmittelbar nach der Entführung Schleyers wurden die ohnehin schon harten Isolierungsmaßnahmen verschärft. Alle Besuche wurden untersagt, Briefe, Zeitungen und Radio gestrichen. Es wurde versucht, uns die ganzen Wochen völlig von der Außenwelt abzuschneiden, keine Information über die Entwicklung sollte uns erreichen. Anders als seine Kollegen in den westdeutschen Bundesländern weigerte sich der Berliner Justizsenator, auch die Anwaltsbesuche zu verbieten. Die Anwälte konnten anfangs noch zu uns rein. Unter anderem wegen dieses Ausnahmefalls wurde in Windeseile das Kontaktsperregesetz verabschiedet – und nach zwei Wochen bekamen auch wir keine Anwaltsbesuche mehr.

Ohnehin hatten wir in Berlin eine besondere Situation, die einige der Drangsalierungen während der unmittelbaren Wochen der Entführung milderten. In Moabit hatte es seit 1968 durchgehend immer politische Gefangene aus der Neuen Linken gegeben, ein Geflecht von solidarischen Beziehungen mit anderen Gefangenen und gegenseitiger Unterstützung bestand, durch das schon in den Jahren vorher ein Teil der Kommunikation unter den isolierten Gefangenen organisiert wurde. Das wirkte auch während der Kontaktsperre, so dass ich trotzdem mehr oder weniger auf dem Laufenden war.

Aber insgesamt warfen uns die Auswirkungen im Kampf gegen die Isolationshaft zurück und die Behörden hatten Oberwasser. Eine Verschärfung folgte auf die nächste. Jede denkbare bürokratische Schikane, jede noch so absurde Konstruktion einer Sicherheitsgefährdung konnte neue Maßnahmen rechtfertigen. Alle möglichen Gesetze, die mit unserer Verfolgung, mit den Haftbedingungen oder den Prozessen zu tun hatten, wurden neu eingeführt oder erweitert.

Wir waren ganz offensichtlich Geiseln. Es wurde Rache genommen. Mit uns sollte die Linke, nicht nur die RAF, erpresst werden, so wie wir mit den Trakten erpresst wurden: Raus kommt nur, wer abschwört. Diese Politik wird bis heute gegen die letzten Gefangenen aus der RAF in Anschlag gebracht. Und übersetzt für die Linke draußen hieß das: Wer am revolutionären Kampf festhält, muss damit rechnen, so behandelt zu werden wie wir.

30 Jahre danach ist der „Deutsche Herbst“ immer noch bestimmendes Medienthema – der Spiegel wartet mit vermeintlichen neuen kriminalistischen Erkenntnissen auf, die taz lässt keinen Zweifel am Selbstmord der Stammheimer mehr zu und spricht von einer angeblichen Funktionalisierung der legalen Linke durch die Stadtguerilla usw., Kraushaar, Reemtsma und andere sprechen euch überhaupt ein politisches Anliegen ab. Der Umgang mit dem Thema hat sich verändert – die RAF wird zur Geschichte, oder?

Natürlich ist die RAF und sind die anderen Stadtguerillagruppen Geschichte. Sie haben als Organisationen wie auch als Projekt nicht überlebt. Deswegen kann es als konjunkturelles Medienthema und Geschichte behandelt werden – allerdings auch nur deshalb, weil wir Geschichte gemacht haben. Wäre das anders, würden sich solche Ideologen wie Reemtsma, Kraushaar oder Koenen noch mit Arno Schmitt oder dem Krimskram ihrer jeweiligen ML-Gruppe beschäftigen. Sie reiben sich noch heute an der Stadtguerilla, deren „politische Anliegen“ sie derart umtreiben, dass ihnen auch ihr Leugnen persönlich nichts nutzt. Die RAF lässt ihnen keine Ruhe.

Warum sollte der Umgang mit der Frage des bewaffneten Kampfes heute nicht ein anderer sein? Es gibt keine entsprechende Praxis, keine zugespitzte Konfrontation, keine linke Offensivposition. Niemand behauptet mehr, das revolutionäre Politik auch eine Frage von Macht und Gegenmacht ist. Wenn es also maximal ein Streit um nachträgliche Rechthabereien ist, und nicht eine der konkreten Forderung und Perspektive, gibt’s eigentlich auch keinen Grund für irgendwelche Hitzigkeiten. Und trotzdem: In den Diskussionen, wie z.B. im Frühjahr um die Begnadigung von Christian Klar und sein Grußwort an die Rosa-Luxemburg-Konferenz, wird die ganze Dimension der gesellschaftlichen Konfrontation zwischen Staat und Guerilla wieder präsent. So, als würde der bewaffnete Kampf auf der Tagesordnung stehen. Warum? Es ist einfach nicht ausgemacht, inwieweit es wirklich Geschichte ist. Deswegen will man die potenzielle Möglichkeit, aber auch die grundsätzliche Option revolutionärer Umwälzung geradezu totquatschen und -schreiben und den historischen Einbruch in die herrschenden Verhältnisse relativieren. Egal, ob es wissenschaftlich, journalistisch oder literarisch herkommt, es verliert nie den Charakter purer Ideologieproduktion.

Auch für die Linken, scheint es, hat es an Leidenschaft für das Thema verloren. Anlass für eine strategische Debatte ist die Geschichte der Stadtguerilla jedenfalls nicht, gäbe es aber nicht Anlass genug für eine solche Diskussion?

Nein, nicht die Geschichte der Stadtguerilla ist Anlass für eine strategische Debatte, sondern nur die Zukunft emanzipatorischer Politik. Nur im Verhältnis dazu werden die Erfahrungen und das Wissen um die Umstände vorhergehender Kämpfe relevant. Ansonsten sind es tatsächlich olle Kamellen.

Oberflächlich betrachtet ist das, was die verschiedenen Guerillagruppen in Deutschland zur Lage der Arbeiterklasse, zum Stand von Ausbeutung und Unterdrückung im nationalen wie internationalen Maßstab gesagt haben, harmlos gegenüber dem, was heute in der Beschreibung der kapitalistischen Realität in fast jedem Text irgendeiner x-beliebigen linken Gruppe auftaucht. Aber es war damals von der objektiven Seite her allemal ausreichend, um die Notwendigkeit eines entschiedenen Kampfes zu behaupten.

Wichtiger als die Notwendigkeit war letztlich die Möglichkeit, die Chance, die durchaus glaubwürdige Behauptung, durch und mit dem eigenen Kampf die Verhältnisse vom Kopf auf die Füße stellen zu können. Die Dringlichkeit, das auch heute glaubwürdig und authentisch sagen zu können, ist Anlass sich grundsätzlich mit der Frage des dafür notwendigen Kampfes zu befassen. Solange wir nur an den Begründungen basteln für die Notwendigkeit, sich gegen Krieg und Ausbeutung wehren zu müssen, bleiben wir im Status Quo.

Kein Mensch will von uns nur wissen, wie wir die Welt sehen. Die Frage ist doch, wie wir sie ändern wollen. Dazu braucht es vernünftige, einleuchtende und überzeugende Vorschläge. Ich meine damit lebendige Praxis, nicht „den“ Plan oder irgendeine Bauanleitung. Wir müssen uns wieder mit der Frage beschäftigen, wie unser Kampf beschaffen sein muss, dass aus wenigen viele werden können. Ganz schnell sind wir dann nicht nur bei Fragen des Internationalismus, subversiver Intervention, von Organisierung und welche Kampfmittel wann am besten geeignet sind. Wenn es dann noch gelingt, dieses entfremdete „Politik machen“ zu überwinden und unseren Kampf gegen die bürgerliche Ordnung damit zu verschränken, dass er nicht zuletzt auch notwendig ist, um den ganzen bürgerlichen Dreck loswerden, der unser Bewusstsein und unser tägliches Verhalten prägt, dann sind wir mitten drin in der strategischen Debatte.

drucken | Continue | 17. Oktober 2007 | redside

Altdorf gegen Rechts Kino: Oktober

11. Oktober 2007 // 19h // Altdorf Kino Graffiti // 2,50 Euro

Die fetten Jahre sind vorbei D 2004, 127 min, Farbe, frei ab 12 Jahren, Regie: Hans Weingartner

Im Kapitalismus haben wenige viel und viele wenig Anteil am gesellschaftlichen Reichtum. Darauf wollen die Freunde Jan und Peter aufmerksam machen: Nachts brechen sie in Villen ein, nicht um zu klauen, sondern um das Mobiliar auf den Kopf zu stellen. Sie hinterlassen Botschaften wie »Die fetten Jahre sind vorbei« oder »Sie haben zu viel Geld« – unterzeichnet mit »Die Erziehungsberechtigten«. Peters Freundin Jule kann sich eines Tages die Miete nicht mehr leisten, weil sie einen Autounfall hat und den 100.000 Euro teuren Mercedes eines Neureichen abbezahlen muss. Zu dritt schmieden sie einen Plan, steigen in seine Villa ein. Doch ein unerwarteter Zufall bringt alles durcheinander …

drucken | 8. Oktober 2007 | redside

Nazitreffpunkte dichtmachen!

Kein Raum für Nazis in Fürth und anderswo!

Automat Knacken!Seit einigen Wochen läuft in Fürth eine antifaschistische Kampagne unter dem Motto „Nazitreffpunkte dichtmachen!- Kein Raum für Nazis in Fürth und anderswo!„, die vom Antifaschistischen Aktionsbündnis Nürnberg (AAB) und der Antifaschistischen Linken Fürth (ALF) ins Leben gerufene wurde. Ein Hauptziel der Initiative war die Schließung des wöchentlich stattfindenden NPD Stammtisches in der Kneipe „Grüner Automat“, an dem bis zu 60 Neonazis teilnahmen. Nach dem es in der Vergangenheit nach den Stammtischen öfters zu gewalttätigen Übergriffen auf MigrantInnen und Andersdenkend kam, wurden, zum Start der Kampagne, mehrere tausend Flugblätter verteilt, auf dem die AnwohnerInnen über die neonazistischen Umtriebe in ihrer Nachbarschaft informiert wurden.
Als Reaktion meldete die Besitzerin der Polizei, dass sie die Nazis in Zukunft nicht mehr bewirten wird; was doch mehr als ein bloßes Lippenbekenntnis sein sollte wenn die Besitzerin ihrer Kneipe behalten will. Trotz dieses Erfolges werden wir unsere antifaschistische Kampagne fortsetzen und die NPD und deren Strukturen offensiv und erfolgreich entgegentreten.
Kommt zur Kundgebung und Demo gegen Nazistrukturen in Fürth!

Kundgebung: 19. Oktober, 19 Uhr, Mathildenstaße/Hirschenstraße, Fürth
Infoveranstaltung: 22. Oktober, 19:30 Uhr, Gewerkschaftshaus, Fürth
Demonstration: 3. November, 13 Uhr, Bahnhofsvorplatz, Fürth

Faschismus bekämpfen! – Nazistrukturen angreifen!

drucken | 4. Oktober 2007 | Antifaschistisches Aktionsbündnis

Termine

Samstag, 16.10.2021

United against repression: Demo am 16. Oktober um 14:30 Uhr am Veit-Stoß-Platz

Folgenden Demoaufruf geben wir gerne an euch weiter. Teilt ihn und verbreitet ihn: Ob Nürnberg, bundesweit oder international – United against repression! Freiheit für Jan! Der jüngste Jamnitzer-Prozess gegen unsere beiden Genossen ist nun abgeschlossen. Während einer der Angeklagten im Berufungsprozess Anfang Februar eine Geldstrafe und 10 Monate Knaststrafe auf 3 Jahre Bewährung bekommen hat, wurde vom anderen Angeklagten in Revision gegangen. Die Revision wurde nun vom Oberlandesgericht München abgelehnt, somit wird eine Haftstrafe von einem Jahr und zwei Monaten rechtskräftig. Zur Erinnerung: Der Jamnitzer Platz in Nürnberg ist ein Ort, wo sich die Widersprüche und Konflikte besonders stark zeigen, die der Gentrifizierungsprozess im Viertel mit sich bringt. Kontrollen und Schikanen durch die Polizei stehen dort auf der Tagesordnung. Zum Prozess kam es, nachdem sich nach einer weiteren Polizeimaßnahme spontan eine Menschenmenge solidarisiert hatte und sich die Cops daraufhin zurückziehen musste. Einem der Angeklagten wurde Rädelsführerschaft, dem Anderen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung vorgeworfen. Seitens Staatsanwaltschaft, Staatsschutz und Polizei wurde der Prozess höchst politisch geführt. Ein klarer Verurteilungswille wurde mitunter dadurch deutlich, dass einer der Angeklagten an besagtem Abend nicht mal vor Ort war. Dafür gab es einen glaubwürdigen Zeugen, doch dies hielt die Justiz nicht davon ab, ein hartes Urteil zu sprechen. Zwei Schuldige mussten her, an denen ein Exempel statuiert werden konnte. Dieser Fall steht exemplarisch für eine Entwicklung, die sich weltweit abzeichnet: Linke Aktivist*innen werden kriminalisiert und müssen mit Repression rechnen, allein weil sie die bestehenden Verhältnisse ankreiden und sich für eine befreite Gesellschaft einsetzen. Dabei kommen teils absurde Mittel und immer repressivere Methoden zum Einsatz. Bayern erfüllt immer wieder eine Vorreiterrolle für eine bundesweite Verschärfung der Polizeiaufgabengesetze, Lina in Leipzig wird im Heli abgeholt, 1. Mai-Demos auf der ganzen Welt werden brutal aufgelöst, in Kolumbien wird auf Demonstrierende geschossen. Der Staat scheut keine Mittel, die bestehende Ordnung aufrecht- und linke und emanzipatorische Proteste kleinzuhalten. Wir sind weiterhin solidarisch mit Jan und allen anderen, die Aufgrund ihres Aktivismus, ihres Aussehens, ihrer Herkunft, ihrer Armut, ihres Geschlechts oder anderen Gründen zur Zielscheibe der Polizei werden. Unsere Antwort auf diese besorgniserregenden Entwicklungen war, ist und bleibt unsere uneingeschränkte Solidarität mit allen Kämpfen und Kämpfenden gegen die rassistische und sexistische Klassengesellschaft. Nur mit vereinten Kräften können wir diesen überwinden und gemeinsam werden wir unsere Wut auf die Straße tragen. Denn wir lassen uns nicht einschüchtern und stehen weiterhin solidarisch füreinander ein – jetzt erst recht! Kommt mit uns zusammen auf die Straße – gegen jede Form von Herrschaft und Unterdrückung und für eine Welt, in der wir alle gewaltfrei leben können! Freiheit für Jan und alle Anderen!

Was war los

26.09.1980
Eine von Nazis gelegte Bombe t?tet auf dem M?nchner Oktoberfest 13 Menschen. Verbindungen zur Wehrsportgruppe Hoffmann, einer paramilit?rischen faschistischen Gruppe, werden von der Polizei nicht verfolgt.