Termine

Samstag, 26.09.2020

Offenes Treffen zum Thema: Öffentlicher Raum - Stadtteilclub Reclaim Gostenhof

Am 26.09.2020 um 19:00 Uhr laden wir euch herzlich zum offenen Treffen in den Stadtteilclub Reclaim ein. Diesmal sehen wir uns wieder in den Räumen des Stadtteilladen Schwarze Katze.
Du willst selbst aktiv werden? Dann komm zum Stadtteilclub! Unsere Themen sind diesmal der öffentliche Raum in Gostenhof, so wie die Vielzahl an Ferienwohnungen die im Stadtteil den Wohnraum verknappen. Kommt gerne mit euren Themen und Ideen und wir überlegen zusammen wie wir unsere Interessen gemeinsam wahrnehmen  können. Für ein solidarisches, rebellisches und widerständiges Viertel! 19:00 - 20:00 Uhr Offene Anlaufstelle der Initiative Mietenwahnsinn stoppen
Samstag, 03.10.2020

Update: Am 3. Oktober dem III. Weg den Weg versperren!

+++Update+++ Wir fahren als Autokorso nach Berlin! Alle Interessierten, die noch keinen Autoplatz haben, können sich während der üblichen Öffnungszeiten des Stadtteilladen Schwarze Katze an die Leute hinter dem Tresen wenden. Dort bekommt ihr dann Infos zu Abfahrt bzw. Treffpunkt und Autoplätze

Am 3. Oktober dem III. Weg den Weg versperren!

Die Nazi-Partei Der III. Weg ruft für den 3. Oktober 2020 zu einer Demonstration auf und will am „Tag der deutschen Einheit“ ihren am 1. Mai Corona-bedingt ausgefallenen Aufmarsch nachholen. An diesem Tag wollen die FaschistInnen sich mit ihrer pseudo-antikapitalistischen und pseudo-sozialen Rhetorik als Partei der „kleinen Leute“ darstellen.

Die Demonstration soll an einem für die deutsche Rechte historisch wichtigen Tag stattfinden. Die Annexion der DDR und die damit verbundene Wiedervereinigung Deutschlands befeuerte erneut die Großmachtsfantasien des deutschen Kapitals und der FaschistInnen. Darauf folgte in den 90er Jahren eine Serie von Brandanschlägen und Pogromen sowie die Gründung neuer Kameradschaften, in denen sich die MörderInnen des NSU sozialisierten und in deren Tradition der III. Weg steht.

Die militante Nazipartei Der III. Weg

Der III. Weg ist die Nachfolgeorganisation der beiden verbotenen Nazi-Gruppierungen Fränkische Aktionsfront (FAF) und Freies Netz Süd (FNS). Beide waren militante faschistische Kameradschaften, deren Kader sich mit der Gründung der Partei der III. Weg eine neue Struktur gegeben haben.

Beispielhaft für die Kontinuität dieser Kader steht Matthias Fischer, der allen drei Organisationen angehörte bzw. bis heute angehört. Fischer hat lange Zeit im Raum Nürnberg gewohnt und war von Anfang an einer von vielen UnterstützerInnen der rechten Terrororganisation Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). Bereits Mitte der 90er Jahre übernachteten Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in seiner Nürnberger WG.

Geheimdienst unterstützt rechte Mörder

Fischers Aktivitäten blieben bis heute ungeahndet. Dies liegt nicht zuletzt an der Vertuschungsarbeit des Verfassungsschutzes. Das ist Alltag für diese Behörde, viel zu viele Beispiele sind uns bekannt, bei denen sie ihre Finger im Spiel hatte, wenn es um rassistische Morde ging. Von Solingen bis Lübcke, allzu oft war der VS mit dabei. Es wird allerhöchste Zeit, nicht nur den direkt mordenden FaschistInnen, sondern auch ihren HelferInnen das Handwerk zu legen. Wir können uns dabei nicht auf staatliche Ansätze verlassen, die vorgeblich die Gefahr von Rechts erkannt haben und nun gegen sie vorgehen möchten, denn diejenigen, die das erzählen, sind dieselben, die den Mördern Unterstützung in jeder erdenklichen Form zukommen lassen. Wir müssen den Widerstand selbst organisieren und gemeinsam als organisierte lohnabhängige Klasse rassistischer, chauvinistischer Hetze und Spaltung eine klare Absage erteilen.

Der kapitalistische Staat und die Nazis

Nazis haben für den kapitalistischen Staat eine wichtige Funktion. Unter anderem versuchen sie, die Arbeiterklasse entlang rassistischer Kriterien zu spalten. Die „deutschen“ ArbeiterInnen sollen sich mit den „deutschen“ Unternehmen und dem „deutschen“ Vorstandvorsitzenden solidarisieren und nicht mit den „türkischen“ ArbeiterInnen. Wenn die ausländische Kollegin oder die vor Krieg Geflüchteten für alle möglichen gesellschaftlichen Missstände verantwortlich gemacht werden und nicht das ausbeuterische und zerstörerische kapitalistische System, dann haben sie eine wichtige Funktion für genau dieses System erfüllt.

Die Mitglieder des III. Wegs bezeichnen sich als nationale SozialistenInnen. FaschistInnen an der Macht haben jedoch noch nie in der Geschichte die Interessen der Lohnabhängigen vertreten.

Gesellschaftlicher Rassismus

Dennoch fällt rassistische Propaganda in Teilen der Gesellschaft auf fruchtbaren Boden. Wenn Nazis Geflüchtete angreifen und in Angst und Schrecken versetzen, ist das genau das, was RassistInnen sich wünschen – und was der deutsche Staat mit seiner Politik tagtäglich exekutiert. Eine solche „Opposition“ ist dem Kapitalismus nützlich. Daran ändert auch nichts, dass der bürgerliche Rechtsstaat von Zeit zu Zeit gegen Nazis vorgeht. Er tut dies in der Regel nur, wenn er sich durch den Druck der Öffentlichkeit dazu genötigt sieht.

Es liegt an uns

Es liegt also an uns, dem III. Weg auch am 3. Oktober eine Niederlage beizubringen. Am 1. Mai haben sie das selbst getan, außer ein paar aufgehängten Transparenten brachten sie nichts zu Stande. Die revolutionäre Linke hingegen brachte trotz Corona-Pandemie in vielen Städten tausende Menschen auf die Straße, um gegen das kapitalistische System zu demonstrieren. Wir kämpfen tatsächlich für ein besseres Morgen und zwar für alle, die in diesem System zu den Unterdrückten gehören. Wir werden all denjenigen, die auf Spaltung und nationalistischen Wahn setzen, die mit ihrer menschenverachtenden Propaganda die Köpfe der Menschen vergiften wollen, keine ruhige Minute lassen. Nur gemeinsam als organisierte, kämpfende lohnabhängige Klasse ist es möglich, dieses System zu überwinden. Deshalb lasst uns am 3. Oktober den Feinden der Freiheit den Weg versperren, ihre Demonstration mit allen uns möglichen Mitteln stören und unseren Forderungen lautstark Ausdruck verleihen.

Hoch die internationale Solidarität!

Rassismus spaltet – Klassenkampf vereint!

Kein Fußbreit den Faschisten – für die soziale Revolution!

Die militante Nazipartei Der III. Weg

Der III. Weg ist die Nachfolgeorganisation der beiden verbotenen Nazi-Gruppierungen Fränkische Aktionsfront (FAF) und Freies Netz Süd (FNS). Beide waren militante faschistische Kameradschaften, deren Kader sich mit der Gründung der Partei der III. Weg eine neue Struktur gegeben haben.

Beispielhaft für die Kontinuität dieser Kader steht Matthias Fischer, der allen drei Organisationen angehörte bzw. bis heute angehört. Fischer hat lange Zeit im Raum Nürnberg gewohnt und war von Anfang an einer von vielen UnterstützerInnen der rechten Terrororganisation Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). Bereits Mitte der 90er Jahre übernachteten Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in seiner Nürnberger WG.

Geheimdienst unterstützt rechte Mörder

Fischers Aktivitäten blieben bis heute ungeahndet. Dies liegt nicht zuletzt an der Vertuschungsarbeit des Verfassungsschutzes. Das ist Alltag für diese Behörde, viel zu viele Beispiele sind uns bekannt, bei denen sie ihre Finger im Spiel hatte, wenn es um rassistische Morde ging. Von Solingen bis Lübcke, allzu oft war der VS mit dabei. Es wird allerhöchste Zeit, nicht nur den direkt mordenden FaschistInnen, sondern auch ihren HelferInnen das Handwerk zu legen. Wir können uns dabei nicht auf staatliche Ansätze verlassen, die vorgeblich die Gefahr von Rechts erkannt haben und nun gegen sie vorgehen möchten, denn diejenigen, die das erzählen, sind dieselben, die den Mördern Unterstützung in jeder erdenklichen Form zukommen lassen. Wir müssen den Widerstand selbst organisieren und gemeinsam als organisierte lohnabhängige Klasse rassistischer, chauvinistischer Hetze und Spaltung eine klare Absage erteilen.

Der kapitalistische Staat und die Nazis

Nazis haben für den kapitalistischen Staat eine wichtige Funktion. Unter anderem versuchen sie, die Arbeiterklasse entlang rassistischer Kriterien zu spalten. Die „deutschen“ ArbeiterInnen sollen sich mit den „deutschen“ Unternehmen und dem „deutschen“ Vorstandvorsitzenden solidarisieren und nicht mit den „türkischen“ ArbeiterInnen. Wenn die ausländische Kollegin oder die vor Krieg Geflüchteten für alle möglichen gesellschaftlichen Missstände verantwortlich gemacht werden und nicht das ausbeuterische und zerstörerische kapitalistische System, dann haben sie eine wichtige Funktion für genau dieses System erfüllt.

Die Mitglieder des III. Wegs bezeichnen sich als nationale SozialistenInnen. FaschistInnen an der Macht haben jedoch noch nie in der Geschichte die Interessen der Lohnabhängigen vertreten.

Gesellschaftlicher Rassismus

Dennoch fällt rassistische Propaganda in Teilen der Gesellschaft auf fruchtbaren Boden. Wenn Nazis Geflüchtete angreifen und in Angst und Schrecken versetzen, ist das genau das, was RassistInnen sich wünschen – und was der deutsche Staat mit seiner Politik tagtäglich exekutiert. Eine solche „Opposition“ ist dem Kapitalismus nützlich. Daran ändert auch nichts, dass der bürgerliche Rechtsstaat von Zeit zu Zeit gegen Nazis vorgeht. Er tut dies in der Regel nur, wenn er sich durch den Druck der Öffentlichkeit dazu genötigt sieht.

Es liegt an uns

Es liegt also an uns, dem III. Weg auch am 3. Oktober eine Niederlage beizubringen. Am 1. Mai haben sie das selbst getan, außer ein paar aufgehängten Transparenten brachten sie nichts zu Stande. Die revolutionäre Linke hingegen brachte trotz Corona-Pandemie in vielen Städten tausende Menschen auf die Straße, um gegen das kapitalistische System zu demonstrieren. Wir kämpfen tatsächlich für ein besseres Morgen und zwar für alle, die in diesem System zu den Unterdrückten gehören. Wir werden all denjenigen, die auf Spaltung und nationalistischen Wahn setzen, die mit ihrer menschenverachtenden Propaganda die Köpfe der Menschen vergiften wollen, keine ruhige Minute lassen. Nur gemeinsam als organisierte, kämpfende lohnabhängige Klasse ist es möglich, dieses System zu überwinden. Deshalb lasst uns am 3. Oktober den Feinden der Freiheit den Weg versperren, ihre Demonstration mit allen uns möglichen Mitteln stören und unseren Forderungen lautstark Ausdruck verleihen.

Hoch die internationale Solidarität!

Rassismus spaltet – Klassenkampf vereint!

Kein Fußbreit den Faschisten – für die soziale Revolution!

Nürnberg: Polizei provoziert bei bürgerlicher Demo

Nürnberg, den 20.01.01

Autonome Jugend Antifa, c/o Libresso, Bauerngasse 14, 90443 Nürnberg
Info-Telefon: 0172/585 64 39 (täglich von 18-20 Uhr, ansonsten AB)

Pressemitteilung/An alle Medien


4000 Leute auf Schülerdemonstration gegen Rechtsradikalismus, 14 Festnahmen bei grundlosem Vorgehen der Polizei.

Unter dem Motto „Stop, wir fordern Zivilcourage. Schüler gegen Rechtsradikalismus“ demonstrierten heute 4000 zumeist junge Menschen. Schon zu Beginn der Demonstration provozierte die Polizei, weil sie einige Transparente nicht zulassen wollte. Lautstark zog die Demonstration von der Straße der Menschenrechte zum Weißen Turm. Dort wurde ein Teil der DemonstrantInnen von der Polizei brutal eingekesselt und in eine Seitenstraße gedrängt , dabei kam es zu einem Handgemenge mit der Polizei. 14 Personen wurden ohne ersichtlichen Grund festgenommen. Der Verdacht liegt nahe, dass die Polizei diese dem autonomen Spektrum zurechnete und ihnen somit das Recht zu demonstrieren absprechen. (mehr …)

drucken | 20. Januar 2001 | antifaschistische initiative [das schweigen durchbrechen]

Nürnberg: Demonstration und Brandanschlag

Organisierte Autonomie, c/o Libresso, Bauerngasse 14, 90443 Nürnberg
Info-Telefon: 0172/585 64 39 (täglich von 18-20 Uhr, ansonsten AB)

Pressemitteilung vom 20.12.00 mit der Bitte um Veröffentlichung

200 Menschen protestieren gegen die faschistischen Übergriffe des türkischen Militärs und solidarisieren sich mit den hungerstreikenden politischen Gefangenen in türkischen Gefängnissen.

Brandanschlag auf das türkische Konsulat in Nürnberg in der Nacht zum 20.12.2000 ohne Sachschaden

Hallo,

Heute Nachmittag gingen in Nürnberg über 200 Menschen auf die Straße, um gegen die faschistischen Übergriffe des türkischen Militärs gegen die politischen Hungerstreikenden in den türkischen Gefängnissen zu protestieren. Mehr als 200 deutsche und türkische Linke solidarisierten sich mit den politischen Gefangenen in den türkischen Gefängnissen. Sie unterstützten damit die Forderungen der Hungerstreikenden nach Abschaffung der Isolationszellen. Die DemonstrantInnen zogen von Gostenhof über den Aufsessplatz bis vor das türkische Konsulat in der Regensburger Strasse.

Das türkische Militär betreibt seit 19.12.00 eine militärische Offensive gegen die gefangenen Hungerstreikenden in allen türkischen Gefängnissen. Diesem Massaker sind inzwischen 60 Menschen zum Opfer gefallen. Die europäischen Regierungen unternehmen nichts gegen dieses faschistische Vorgehen der türkischen Regierung. Die bürgerlichen Medien schweigen das Thema tot.

Am 20. Oktober traten die ersten politischen Gefangenen in einen Hungerstreik, um gegen die bevorstehende Einführung von Isolationszellen zu protestieren. Mittlerweile befinden sich tausende politische Gefangene im unbefristeten Hungerstreik. Die türkische Regierung zeigt bis heute keine Bereitschaft, den Forderungen nach Abschaffung der F-Typ Isolationszellen nachzukommen.

In der Nacht zum 20.12.00 verübten Unbekannte aus Protest gegen den militärischen Angriff auf die Gefangenen in der Türkei einen Brandanschlag auf das türkische Konsulat in Nürnberg, bei dem jedoch kein Sachschaden entstand.

„Wir fordern die Öffentlichkeit auf, gegen die Aktionen des türkischen Regimes zu protestieren. Die Aktionen des türkischen Militärs und der türkischen Regierung zeigen, welche Verhältnisse in der Türkei herrschen. Das ist Faschismus, der von westlichen Regierungen wie der BRD massiv militärisch und wirtschaftlich unterstützt wird. Dagegen protestieren wir!“ so Kristine Herrmann von der Organisierten Autonomie.

Für das Bündnis, Organisierte Autonomie Nürnberg

drucken | 20. Dezember 2000 | organisierte autonomie (OA)

Pressemitteilung: Solidaritätsdemo

Nürnberg, den 14.12.00
Organisierte Autonomie, c/o Libresso, Bauerngasse 14, 90 443 Nürnberg
Info-Telefon: 0172/585 64 39 (täglich von 18-20 Uhr, ansonsten AB)

An alle Medien

Pressemitteilung mit der Bitte um Veröffentlichung

Solidaritätsdemonstration mit den hungerstreikenden politischen Gefangenen in türkischen Gefängnissen.

Montag, 18.12.2000, 17 Uhr, Lorenzkirche, Nürnberg
(mehr …)

drucken | 14. Dezember 2000 | organisierte autonomie (OA)

5. Linke Literaturmesse

Verkaufsmesse linke Literatur am laufenden Meter
Buchvorstellungen, Lesungen, Informationen & Diskussionen

Alle Veranstaltungen im K4 (ex-Komm), Königstorstr. 93, Nürnberg

Eintritt frei!

Vorläufiges Programm der 5. linken Literaturmesse


Freitag 17.11.00 Messe von 19.00 bis 22.00 Uhr

19.15 Uhr Die Stille nach dem Schuß. Film von Volker Schlöndorff. Im
Anschluß: Die Bewegung 2. Juni. Buchvorstellung mit Ralf Reinders. ID-Verlag
Das Buch zeigt die Entwicklung von den Haschrebellen hin zur
Stadtguerillaorganisation „Bewegung 2. Juni“. In Gesprächen und Interviews entsteht ein
authentisches Bild des bewaffneten Kampfes in den Metropolen.

21.15 Uhr  Michael Collins. Filmvorführung des Filmhauskino
Irland 1916. Ein Aufstand irischer Republikaner wird von den Briten blutig
niedergeschlagen Der Freiheitskämpfer Collins faßt daraufhin einen
waghalsigen Plan. Er geht in den Untergrund und gründet die IRA, eine unsichtbare
Armee, die die Regierung in London in die Knie zwingen will.

Samstag 18.11.00 Messe von 10.00 bis 22.00 Uhr

12.00 Uhr La Negra. Lesung mit Raul Zelik. Nautilus Verlag
Die üppigen Bilderwelten Lateinamerikas sind die Kulisse dieses packenden
Politthrillers. Vor dem Hintergrund der Auseinandersetzungen zwischen
Guerilla und Regierung in Kolumbien legen sich la Negra, die Brasilianerin,
Flacoloco, Elektrotechniker und Ricardo, der introvertierte Anführer mit den
Helfershelfern von Großgrundbesitzern, Ölmultis und Geheimdiensten an.
Facettenreich erzählt und teils auf wahren Begebenheiten beruhend, vermittelt dieser
spannende Roman einen Blick auf das wirkliche Lateinamerika.

12.00 Uhr Wird Nietzsche wieder modern. Vortrag und Diskussion mit Robert
Steigerwald. Marxistische Blätter

14.00 Uhr Auf legalem Weg in einen Polizeistaat. Buchvorstellung und
Diskussion mit dem Autor Frederik Roggan. Pahl-Rugenstein Verlag
Der Bremer Jurist beschreibt anhand von Gesetzen (Lauschangriff,
Aufenthaltsverbot, Polizeigewahrsam, verdeckte Ermittler, Schleierfahndung) die
Entwicklung des deutschen Rechtssystems hin zum Sicherheitsstaat, mit ausufernden
Befugnissen für Polizei und Geheimdienst.

15.00 Uhr Das waren die Grünen. Abschied von einer Hoffnung.
Buchvorstellung mit Jutta Ditfurth. Econ Verlag
Die Mitbegründerin und ehemalige Bundesvorsitzende der Grünen zieht
kompromißlos Bilanz.

16.00 Uhr Widerstand in den Gefängnissen in der Türkei. Veranstaltung der
Zeitschrift Bolschewik Partisan
Informationen über die Situation der politischen Gefangenen in der Türkei,
Berichte über unerträgliche Zustände in den Gefängnissen, über Folter, aber
auch über die Kämpfe der Gefangenen, die sich widersetzen und Widerstand
leisten gegen unmenschliche Haftbedingungen und aktuell gegen die Einführung
der Isolationshaft nach deutschem Vorbild.

16.00 Uhr Nakam. Jüdische Rache an NS-Tätern. Lesung mit Jim Tobias.
Konkret Literatur Verlag
Bericht über eine jüdische Gruppe, die ihre faschistischen Peiniger zur
Rechenschaft zog.

16.30 Uhr …und er muß deutsch sein… Geschichte und Gegenwart der
studentischen Verbindungen. Buchvorstellung mit Lasse Koch und Johann Knigge.
VSA-Verlag
Ausgehend vom Beispiel Hamburg wird das Wiedererstarken und die wachsende
Bedeutung von Burschenschaften in der Bundesrepublik dargestellt.
Verstrickungen sog. „Alter Herren“ in den Nationalsozialismus werden ebenso
thematisiert wie aktuelle Verbindungen zur Neo-Naziszene.

17.00 Linke Kleinverlage auf ihren steinigen Weg durch die
Informations-und Spaßgesellschaft. Podiumsdiskussion
Es diskutieren u.a. Schwarzer Faden, Trotzdem Verlag, aLiVe Verlag, Anares
Nord, Kontraste u.a.

17.00 Uhr Konzert der Linksradikalen Liedertafel Nürnberg

18.30 Uhr Der Nato-Angriffskrieg gegen Jugoslawien im transatlantischen
Spannungsfeld. Veranstaltung mit Rainer Rupp. Zeitung Junge Welt
Der Nato-Angriffskrieg gegen Jugoslawien, imperialistische Strategien, die
Funktion der UNO und deutsche Großmachtsinteressen stehen im Mittelpunkt
dieser Veranstaltung. Hintergründe, Fakten und Widersprüche zur Rolle Europas
und der sich selbst zur Weltpolizei ernannten USA.

19.00 Uhr Wohin geht die Befreiungsbewegung Kurdistans. Veranstaltung der
Zeitschrift Trotz alledem
Die Situation in Kurdistan, Widersprüche, politische und praktische
Notwendigkeiten im Kampf gegen die immer noch allgegenwärtige Unterdrückung in
Kurdistan sind zentrale Themen dieser Veranstaltung.

19.30 Neue Perspektiven für die Befreiung der Frau. Lesung und Diskussion
des Verlages Neuer Weg
Die Befreiung der Frau aus marxistisch-leninistischer Sicht.

21.15 Uhr  Michael Collins. Filmvorführung des Filmhauskino
siehe Freitag

22.00 Uhr Get the Spirit of Prag im Metroproletan, Eberhardshofstr. 11,
HH, Nürnberg Gostenhof
after hour – Die Party zur Linken Literaturmesse mit visuellen Eindrücken
vom Widerstand gegen den IWF-Gipfel in Prag, feurigen Cocktails und fetten
beats


Sonntag 19.11.00 Messe von 10.00 bis 15.00 Uhr

11.00 Uhr Chomsky-Lesung. Diskussion, Videofilmsequenz und Diskussion mit
dem Übersetzer Michael Schiffmann. Trotzdem Verlag
Im Mittelpunkt stehen die Fragen: Was bedeutet anarchistische
Staatsfeindschaft in der heutigen Situation? Welche Position sollen Linke angesichts der
Krisen wie 1999 im Kosovo und Osttimor und 2000 in Palästina/Israel
einnehmen? Staatsfreundschaft im Kampf gegen Nazis?

11.00 Uhr Der Theoretiker ist der Wert. Kritik der Wert- und Krisentheorie
der Krisis-Gruppe. Ca ira-Verlag

12.00 Uhr hoch die kampf dem – 20 Jahre Plakate linker Bewegungen.
Buchvorstellung und Diashow. Libertäre Assoziation, Schwarze Risse-Rote Straße
„Heute herabgerissen erscheinen sie morgen wieder, zum Ärger der
Regierenden und ihrer Knechte…“ linke Plakate. Endlich zusammengestellt in einem
Buch und ergänzt durch eine CD-Rom, auf der ca. 3000 Plakate zu sehen sind.
Als wichtiges Mittel der Agitation geben sie Einblick in linke Bewegungen der
letzten 20 Jahre. Derzeit wird an einer Neuauflage der CD-Rom gearbeitet.
Die Herausgeberinnen bitten daher Plakate zur Veranstaltung mitzubringen.

13.30 Uhr Haare auf Krawall. Subkulturen in Leipzig 1980 bis 92.
Buchvorstellung mit c. Remath. Connewitzer Verlagsbuchhandlung
27 Einzelberichte geben Einblick in kulturelle Projekte, Aktionen und
Widerstandskulturen, die in Leipzig bis heute gelebt werden. Punks, Skinheads,
Skater, Fußballfans, Hardcorer, Hip-Hopper kommen zu Wort und machen
Wehrdienstverweigerung, Hausbesetzungen und die Wendesituation lebendig.

14.30 Uhr Zwischen den Fronten/Ich habe mich mit dem Tod geliebt. Lesung
mit dem Autor Mehmet Sükrü Gülmüs. Unrast-Verlag
Nach 11 Jahren Gefängnis, Folter und mehreren Hungerstreiks im
berüchtigten Militärgefängnis Dyabakir und anschließender verlegerischer und
schriftstellerischer Tätigkeit für kurdische Publikationen kommt der Autor schließlich
als Flüchtling in die BRD. Hier kämpft er ums Überleben. Als kritischer
Geist in der PKK, der sich den Mund nicht verbieten läßt, bekommt er Probleme.
In seinem autobiografischen Roman beschreibt er seine Odyssee durch deutsche
Zwangsanstalten: Knäste, Kliniken, Psychiatrie, seine Erlebnisse, Träume,
Wünsche, Hoffnungen und Konflikte.

Weitere Veranstaltungen:

Inder oder Kinder? Buchvorstellung „das andere Indien“ und
Diskussion über Indienbilder und ihre Funktion im rassistischen Diskurs der
BRD. Verlag Graswurzelrevolution

Ausstellung vom 6.11. bis 26.11. Jugendwiderstand im dritten Reich „Wir sind Verbrecher in eurem Staat und sind stolz auf unser Verbrechen!“

Im Archiv Metroproletan Eberhardshofstr. 11 Nbg. Gostenhof
Öffnungszeiten: Montag und Donnerstag 19.00 bis 22.00 Uhr, Sonntag 15.00 bis 18.00 Uhr.
Veranstalterin: Autonome Jugendantifa

drucken | 13. November 2000 | redside

WIDERSTAND heißt ANGRIFF auf die herrschende Ordnung

 Aufruf zur revolutionären 1. Mai ’97

DEMO in Nürnberg um 12 Uhr an der Ecke Gostenhofer Hauptstr/Bauerngasse und um ca 14 Uhr zum internationalistischen Strassenfest

Alljährlich findet in Nürnberg – wie inzwischen auch in anderen Städten – am 1. MAI eine Demonstration statt, die links des DGB Position ergreift.

Es ist dies nicht als ein Akt der Spaltung von den gewerkschaftlich Organisierten gedacht, sondern aus der Erfahrung, daß der DGB nur unter massivem Druck bereit ist, den radikaleren Teil der Linken zu Wort kommen zu lassen. Gerade in diesen Jahren ist es notwendig, daß der kämpferische und der internationalistische Aspekt des 1. Mai zum Tragen kommt.

Die Demonstration in Nürnberg, an der sich voriges Jahr nahezu 1000 Menschen beteiligten, findet um 12 Uhr an der Ecke Gostenhofer Hauptstr/Bauerngasse(U-Bahnstation PLÄRRER) ihren Beginn.

Anschließend (ca 14 Uhr) startet das internationalistische Strassenfest in Gostenhof (Adam-Klein-Str am Nachbarschaftshaus). mit internationalem Essen und Getränken, Hip-Hop-Bands, einem Arbeiterlieder-Chor und mehr…

WIDERSTAND heißt ANGRIFF auf die herrschende Ordnung

Während

  • die Produktionsmaschinerie immer schneller läuft, die Rationalisierung voranschreitet
  • die Aktienkurse an allen Börsen boomen und der sogenannte Sozialstaat zum Wohl der Wirtschaft endgültig demontiert wird
  • die Gewinne des Kapitals stetig steigen und ungeheurer Reichtum angehäuft wird

Sollen

  • wir uns schweigend in unser Schicksal fügen, mit immer weniger Lohn, Arbeitslosengeld, Rente und BaföG auskommen, unter immer mieseren Bedingungen malochen und uns im Krankheitsfall möglichst ohne medizinische Versorgung auskurieren
  • wir tatenlos zusehen, wie den Europaplänen des Kapitals auch noch der letzte Rest an sozialer Versorgung in diesem Land geopfert wird
  • wir es hinnehmen, daß die weltweite Umstrukturierung ein immer brutaleres Gesicht des Kapitalismus zum Vorschein bringt

Während

  • für das Europa des Kapitals alle Zollschranken fallen
  • multinationale Konzerne die Welt unter sich aufteilen, menschliche Arbeitskraft und natürliche Ressourcen über alle Grenzen hinweg ausbeuten
  • die Regierungen der europäischen Metropolenstaaten, der USA und Japans weltweit im Sinne des Kapitalismus schalten und walten

Sollen

  • wir uns in einen nationalen Konsens einfügen, der uns auf Gedeih und Verderb an die Interessen des Kapitals bindet
  • wir von Nationalstolz beseelt mit den Menschen anderer Länder um das Privileg eines Arbeitsplatzes konkurrieren
  • wir die Verbrechen des Nationalsozialismus vergessen, gemeinsam mit CDU/CSU und Faschisten die deutsche Geschichte revidieren, die Wehrmacht hochleben lassen und so die Grundlagen für Auslandseinsätze der Bundeswehr schaffen, bei denen deutsche Soldaten für die Interessen des Kapitals, im Namen Großdeutschlands morden und sich erschießen lassen

Während

  • der Kapitalismus ohne Grenzen im Zeitalter des Imperialismus nur noch international praktizierbar ist
  • die herrschende Klasse in diesem Land sich ihrer guten weltweiten Kontakte rühmt und Vertragsabschlüsse beim multikulturellen Dinner feiert

Sollen

  • wir unsere anerzogenen rassistischen Vorurteile pflegen, im Krisenfall nach unten treten statt nach oben zurückzuschlagen
  • wir wegschauen, wenn – ganz im Sinne nationaler Volksgemeinschaftsideologie – faschistische Aufmärsche und rassistische Pogrome mit staatlicher Genehmigung und unter polizeilichem Schutz stattfinden
  • wir zusehen, wie um Europa eine Mauer gegen vor Hunger Elend und Krieg Flüchtende aufgebaut wird, das Recht auf Asyl abgeschafft wird und Menschen rassistischen Sondergesetzen unterworfen werden

Während

  • in den Medien die neuen „Powerfrauen“ in Führungpositionen vorgeführt werden, die Kinder, Küche und Karriere mit links managen
  • den Großverdienenden über Steuererleichterungen wieder Dienstmägde finanziert werden
  • bundesweit autonome Frauenprojekte und Ansätze feministischer Selbstorganisation zerschlagen werden und Frauen das Selbstbestimmungsrecht über ihren Körper und ihr Leben durch Paragraphen wie §218 abgesprochen wird

Sollen

  • wir akzeptieren, daß Armut weiblich ist, daß Frauen für gleiche Arbeit immer schlechter bezahlt, als erste gefeuert werden und als Rentnerinnen unterhalb des Existenzminimums leben
  • wir Frauen nach wie vor ohne ausreichende Krippen- und Kindergartenplätze unseren Alltag zwischen Familie und Beruf mit links organisieren
  • Frauen mit der Gewalt, die ihnen alltäglich auf der Straße und zu Hause begegnet wieder allein fertig werden
  • sich Frauen z.B. aus Polen und Thailand damit abfinden, hier als Ware gehandelt zu werden

Während

  • Atommülltransporte durch unsere Städte rollen
  • Selbsthilfeeinrichtungen, Kulturprojekte und selbstverwaltete Zentren wie das KOMM in Nürnberg durch Mittelkürzung, Kündigung etc. kaputt gemacht werden
  • aus den Innenstädten die Opfer der kapitalistischen Marktwirtschaft und jene die nicht ins rechts-braune Weltbild der Herrschenden passen, mit immer brutaleren Methoden hinausgesäubert werden
  • Tomaten bestrahlt, Maikolben genmanipuliert, Schafe geklont werden und im Rahmen der Ethik-Debatte wieder verstärkt zwischen wertem und unwertem Leben entschieden wird

Sollen

  • wir über Mülltrennung debattieren und uns Gedanken über die Entsorgung von sowieso völlig überflüssigem Verpackungsmaterial machen
  • wir, wenn wir Probleme haben, einen Psychologen aufsuchen, Einheitskultur über Satelliten-TV genießen und uns ansonsten in unserer durchkapitalisierten Freizeit still verwalten lassen
  • wir, solange es unser Geldbeutel noch zuläßt, in den schicken Innenstädten einkaufen und konsumieren
  • wir die Kuren für unsere alltäglichen Allergien selber finanzieren und Menschen aus ärmeren Länder als Organ-Ersatzteillager für die reichen MetropolenbürgerInnen dienen

Während

  • die perspektivlose parlamentarische Alternative aus SPD, Grünen und Konsorten sich selbst neoliberale Rezepte zu eigen macht und so hofft, unter den neuen, vom Kapital gesetzten Bedingungen, wieder regierungsfähig zu sein
  • Klassenkampf von oben, der neu aufgelegte alte Nationalismus und Rassismus und die wieder fester zementierten patriarchalen Rollenklischees sowie die fortschreitende Zerstörung der Umwelt das barbarische Gesicht der herrschenden Ordnung auch in den Metropolen immer deutlicher zum Vorschein bringt
  • dieses längst überholte System seine Zerstörungskraft in allen gesellschaftlichen Bereichen immer weiter entfaltet und unsere Lebensbedingungen sich immer weiter verschlechtern

Sollen

  • wir ruhig auf einen Regierungswechsel hoffen und uns einzig nach den unwiederbringlich vergangenen Zeiten der sogenannten sozialen Marktwirtschaft sehnen
  • wir uns den Wünschen der Herrschenden gegenüber stets kompromißbereit zeigen, nach zahnlosen Protesten, die uns gerade noch zugebilligt werden, die Zähne zusammenbeißen und vor allem als Rädchen im System weiterfunktionieren- wir vor allem „realistisch“ bleiben und keinen Gedanken daran verschwenden, daß es eine gesellschaftliche Alternative jenseits der herrschenden Ordnung gibt

Es ist die Systematik es ist das System. Machen wir endlich Schluß damit!

BEGREIFEN WIR,

  • daß dieses System weder willens noch in der Lage ist, unsere Bedürfnisse nach Selbstbestimmung, sozialer Absicherung und friedlichem Zusammenleben im Einklang mit der Natur auch nur einigermaßen zu befriedigen und daß die Zeiten, in denen es in den Metropolen versuchte, sich ein soziales Antlitz zu verpassen, nun endgültig der Vergangenheit angehören.- Reißen wir deshalb die Mauern in unseren Köpfen ein, fangen wir an, das Unmögliche zu denken, brechen wir mit den gesellschaftlichen Vorgaben- Angesichts der herrschenden Verhältnisse ist heute nichts realistischer als eine radikale Umwälzung. Der gesellschaftlich erwirtschaftete Reichtum, der Stand von Wissenschaft und technologischer Entwicklung haben längst die Voraussetzungen für eine gesellschaftliche Entwicklung jenseits der kapitalistischen Weltordnung geschaffen.Sorgen wir dafür, daß es nicht bleibt, wie es ist!

BEGINNEN WIR

  • dort, wo Ex-ReformerInnen, die parlamentarischen Scheinalternativen, die stets kompromißbereiten Gewerkschaften, die ganzen institutionalisierten Proteste aufhören

SETZEN WIR

  • unsere Interessen auf die Tagesordnung, organisieren wir gemeinsam, alle gesellschaftlichen Bereiche umfassend, den Widerstand!

TRAGEN WIR

  • den Kampf über alle Grenzen; Frankreich, Mexiko, Südkorea, Peru: Unser Kampf ist international!Widerstand heißt Angriff auf die herrschende Ordnung!

Unter dieser Parole werden wir am 1. Mai auf die Straße gehen. Die seit mehreren Jahren in Nürnberg stattfindende revolutionäre 1. Mai Demonstration ist Ausdruck der Kontinuität des Kampfes gegen die herrschende Ordnung der Welt.

Wir fordern alle, die mehr wollen als die herrschende Ordnung aus Lohnarbeit und Kapital, Nationalstaat, Ausbeutung, Unterdrückung, patriarchale und rassistische Gewalt uns je bieten kann auf: Beteiligt euch an der Demonstration!

Gehen wir gemeinsam auf die Straße, für eine internationalistische, sozialistische, herrschaftsfreie, klassenlose Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung.

Es lebe die Soziale Revolution!

Den Aufruf unterstützen: Antifaschistisches Aktionsbündnis, Cuba Sol, DFG-VK, DKP – Kreis Nürnberg, ca ira – Nürnberg, Organisierte Autonomie, Ökologische Linke München, PCR, Rote Antifa Nürnberg, Regionaler Zusammenschluss der Studentengemeinschaften Nürnberg/Erlangen (RZS), Sozialistischer Hochschulbund Nbg/Erl, Yedi Ritter

Die Durchführung der Demonstration unterstützen: Infobüro der Solidarität mit den politischen Gefangenen Nürnberg, Solidarität International

drucken | 12. April 1997 | organisierte autonomie (OA)

Termine

Samstag, 26.09.2020

Offenes Treffen zum Thema: Öffentlicher Raum - Stadtteilclub Reclaim Gostenhof

Am 26.09.2020 um 19:00 Uhr laden wir euch herzlich zum offenen Treffen in den Stadtteilclub Reclaim ein. Diesmal sehen wir uns wieder in den Räumen des Stadtteilladen Schwarze Katze.
Du willst selbst aktiv werden? Dann komm zum Stadtteilclub! Unsere Themen sind diesmal der öffentliche Raum in Gostenhof, so wie die Vielzahl an Ferienwohnungen die im Stadtteil den Wohnraum verknappen. Kommt gerne mit euren Themen und Ideen und wir überlegen zusammen wie wir unsere Interessen gemeinsam wahrnehmen  können. Für ein solidarisches, rebellisches und widerständiges Viertel! 19:00 - 20:00 Uhr Offene Anlaufstelle der Initiative Mietenwahnsinn stoppen
Samstag, 03.10.2020

Update: Am 3. Oktober dem III. Weg den Weg versperren!

+++Update+++ Wir fahren als Autokorso nach Berlin! Alle Interessierten, die noch keinen Autoplatz haben, können sich während der üblichen Öffnungszeiten des Stadtteilladen Schwarze Katze an die Leute hinter dem Tresen wenden. Dort bekommt ihr dann Infos zu Abfahrt bzw. Treffpunkt und Autoplätze

Am 3. Oktober dem III. Weg den Weg versperren!

Die Nazi-Partei Der III. Weg ruft für den 3. Oktober 2020 zu einer Demonstration auf und will am „Tag der deutschen Einheit“ ihren am 1. Mai Corona-bedingt ausgefallenen Aufmarsch nachholen. An diesem Tag wollen die FaschistInnen sich mit ihrer pseudo-antikapitalistischen und pseudo-sozialen Rhetorik als Partei der „kleinen Leute“ darstellen.

Die Demonstration soll an einem für die deutsche Rechte historisch wichtigen Tag stattfinden. Die Annexion der DDR und die damit verbundene Wiedervereinigung Deutschlands befeuerte erneut die Großmachtsfantasien des deutschen Kapitals und der FaschistInnen. Darauf folgte in den 90er Jahren eine Serie von Brandanschlägen und Pogromen sowie die Gründung neuer Kameradschaften, in denen sich die MörderInnen des NSU sozialisierten und in deren Tradition der III. Weg steht.

Die militante Nazipartei Der III. Weg

Der III. Weg ist die Nachfolgeorganisation der beiden verbotenen Nazi-Gruppierungen Fränkische Aktionsfront (FAF) und Freies Netz Süd (FNS). Beide waren militante faschistische Kameradschaften, deren Kader sich mit der Gründung der Partei der III. Weg eine neue Struktur gegeben haben.

Beispielhaft für die Kontinuität dieser Kader steht Matthias Fischer, der allen drei Organisationen angehörte bzw. bis heute angehört. Fischer hat lange Zeit im Raum Nürnberg gewohnt und war von Anfang an einer von vielen UnterstützerInnen der rechten Terrororganisation Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). Bereits Mitte der 90er Jahre übernachteten Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in seiner Nürnberger WG.

Geheimdienst unterstützt rechte Mörder

Fischers Aktivitäten blieben bis heute ungeahndet. Dies liegt nicht zuletzt an der Vertuschungsarbeit des Verfassungsschutzes. Das ist Alltag für diese Behörde, viel zu viele Beispiele sind uns bekannt, bei denen sie ihre Finger im Spiel hatte, wenn es um rassistische Morde ging. Von Solingen bis Lübcke, allzu oft war der VS mit dabei. Es wird allerhöchste Zeit, nicht nur den direkt mordenden FaschistInnen, sondern auch ihren HelferInnen das Handwerk zu legen. Wir können uns dabei nicht auf staatliche Ansätze verlassen, die vorgeblich die Gefahr von Rechts erkannt haben und nun gegen sie vorgehen möchten, denn diejenigen, die das erzählen, sind dieselben, die den Mördern Unterstützung in jeder erdenklichen Form zukommen lassen. Wir müssen den Widerstand selbst organisieren und gemeinsam als organisierte lohnabhängige Klasse rassistischer, chauvinistischer Hetze und Spaltung eine klare Absage erteilen.

Der kapitalistische Staat und die Nazis

Nazis haben für den kapitalistischen Staat eine wichtige Funktion. Unter anderem versuchen sie, die Arbeiterklasse entlang rassistischer Kriterien zu spalten. Die „deutschen“ ArbeiterInnen sollen sich mit den „deutschen“ Unternehmen und dem „deutschen“ Vorstandvorsitzenden solidarisieren und nicht mit den „türkischen“ ArbeiterInnen. Wenn die ausländische Kollegin oder die vor Krieg Geflüchteten für alle möglichen gesellschaftlichen Missstände verantwortlich gemacht werden und nicht das ausbeuterische und zerstörerische kapitalistische System, dann haben sie eine wichtige Funktion für genau dieses System erfüllt.

Die Mitglieder des III. Wegs bezeichnen sich als nationale SozialistenInnen. FaschistInnen an der Macht haben jedoch noch nie in der Geschichte die Interessen der Lohnabhängigen vertreten.

Gesellschaftlicher Rassismus

Dennoch fällt rassistische Propaganda in Teilen der Gesellschaft auf fruchtbaren Boden. Wenn Nazis Geflüchtete angreifen und in Angst und Schrecken versetzen, ist das genau das, was RassistInnen sich wünschen – und was der deutsche Staat mit seiner Politik tagtäglich exekutiert. Eine solche „Opposition“ ist dem Kapitalismus nützlich. Daran ändert auch nichts, dass der bürgerliche Rechtsstaat von Zeit zu Zeit gegen Nazis vorgeht. Er tut dies in der Regel nur, wenn er sich durch den Druck der Öffentlichkeit dazu genötigt sieht.

Es liegt an uns

Es liegt also an uns, dem III. Weg auch am 3. Oktober eine Niederlage beizubringen. Am 1. Mai haben sie das selbst getan, außer ein paar aufgehängten Transparenten brachten sie nichts zu Stande. Die revolutionäre Linke hingegen brachte trotz Corona-Pandemie in vielen Städten tausende Menschen auf die Straße, um gegen das kapitalistische System zu demonstrieren. Wir kämpfen tatsächlich für ein besseres Morgen und zwar für alle, die in diesem System zu den Unterdrückten gehören. Wir werden all denjenigen, die auf Spaltung und nationalistischen Wahn setzen, die mit ihrer menschenverachtenden Propaganda die Köpfe der Menschen vergiften wollen, keine ruhige Minute lassen. Nur gemeinsam als organisierte, kämpfende lohnabhängige Klasse ist es möglich, dieses System zu überwinden. Deshalb lasst uns am 3. Oktober den Feinden der Freiheit den Weg versperren, ihre Demonstration mit allen uns möglichen Mitteln stören und unseren Forderungen lautstark Ausdruck verleihen.

Hoch die internationale Solidarität!

Rassismus spaltet – Klassenkampf vereint!

Kein Fußbreit den Faschisten – für die soziale Revolution!

Die militante Nazipartei Der III. Weg

Der III. Weg ist die Nachfolgeorganisation der beiden verbotenen Nazi-Gruppierungen Fränkische Aktionsfront (FAF) und Freies Netz Süd (FNS). Beide waren militante faschistische Kameradschaften, deren Kader sich mit der Gründung der Partei der III. Weg eine neue Struktur gegeben haben.

Beispielhaft für die Kontinuität dieser Kader steht Matthias Fischer, der allen drei Organisationen angehörte bzw. bis heute angehört. Fischer hat lange Zeit im Raum Nürnberg gewohnt und war von Anfang an einer von vielen UnterstützerInnen der rechten Terrororganisation Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). Bereits Mitte der 90er Jahre übernachteten Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in seiner Nürnberger WG.

Geheimdienst unterstützt rechte Mörder

Fischers Aktivitäten blieben bis heute ungeahndet. Dies liegt nicht zuletzt an der Vertuschungsarbeit des Verfassungsschutzes. Das ist Alltag für diese Behörde, viel zu viele Beispiele sind uns bekannt, bei denen sie ihre Finger im Spiel hatte, wenn es um rassistische Morde ging. Von Solingen bis Lübcke, allzu oft war der VS mit dabei. Es wird allerhöchste Zeit, nicht nur den direkt mordenden FaschistInnen, sondern auch ihren HelferInnen das Handwerk zu legen. Wir können uns dabei nicht auf staatliche Ansätze verlassen, die vorgeblich die Gefahr von Rechts erkannt haben und nun gegen sie vorgehen möchten, denn diejenigen, die das erzählen, sind dieselben, die den Mördern Unterstützung in jeder erdenklichen Form zukommen lassen. Wir müssen den Widerstand selbst organisieren und gemeinsam als organisierte lohnabhängige Klasse rassistischer, chauvinistischer Hetze und Spaltung eine klare Absage erteilen.

Der kapitalistische Staat und die Nazis

Nazis haben für den kapitalistischen Staat eine wichtige Funktion. Unter anderem versuchen sie, die Arbeiterklasse entlang rassistischer Kriterien zu spalten. Die „deutschen“ ArbeiterInnen sollen sich mit den „deutschen“ Unternehmen und dem „deutschen“ Vorstandvorsitzenden solidarisieren und nicht mit den „türkischen“ ArbeiterInnen. Wenn die ausländische Kollegin oder die vor Krieg Geflüchteten für alle möglichen gesellschaftlichen Missstände verantwortlich gemacht werden und nicht das ausbeuterische und zerstörerische kapitalistische System, dann haben sie eine wichtige Funktion für genau dieses System erfüllt.

Die Mitglieder des III. Wegs bezeichnen sich als nationale SozialistenInnen. FaschistInnen an der Macht haben jedoch noch nie in der Geschichte die Interessen der Lohnabhängigen vertreten.

Gesellschaftlicher Rassismus

Dennoch fällt rassistische Propaganda in Teilen der Gesellschaft auf fruchtbaren Boden. Wenn Nazis Geflüchtete angreifen und in Angst und Schrecken versetzen, ist das genau das, was RassistInnen sich wünschen – und was der deutsche Staat mit seiner Politik tagtäglich exekutiert. Eine solche „Opposition“ ist dem Kapitalismus nützlich. Daran ändert auch nichts, dass der bürgerliche Rechtsstaat von Zeit zu Zeit gegen Nazis vorgeht. Er tut dies in der Regel nur, wenn er sich durch den Druck der Öffentlichkeit dazu genötigt sieht.

Es liegt an uns

Es liegt also an uns, dem III. Weg auch am 3. Oktober eine Niederlage beizubringen. Am 1. Mai haben sie das selbst getan, außer ein paar aufgehängten Transparenten brachten sie nichts zu Stande. Die revolutionäre Linke hingegen brachte trotz Corona-Pandemie in vielen Städten tausende Menschen auf die Straße, um gegen das kapitalistische System zu demonstrieren. Wir kämpfen tatsächlich für ein besseres Morgen und zwar für alle, die in diesem System zu den Unterdrückten gehören. Wir werden all denjenigen, die auf Spaltung und nationalistischen Wahn setzen, die mit ihrer menschenverachtenden Propaganda die Köpfe der Menschen vergiften wollen, keine ruhige Minute lassen. Nur gemeinsam als organisierte, kämpfende lohnabhängige Klasse ist es möglich, dieses System zu überwinden. Deshalb lasst uns am 3. Oktober den Feinden der Freiheit den Weg versperren, ihre Demonstration mit allen uns möglichen Mitteln stören und unseren Forderungen lautstark Ausdruck verleihen.

Hoch die internationale Solidarität!

Rassismus spaltet – Klassenkampf vereint!

Kein Fußbreit den Faschisten – für die soziale Revolution!

Was war los

22.09.1981
Unter Einsatz von 2.000 Polizisten werden wie im Sommer angek?ndigt 8 H?user ger?umt. Schon in dessen Verlauf kommt es zu schweren Stra?enschlachten in Sch?neberg. W?hrend Innensenator Lummer in einem ger?umten Haus eine Pressekonferenz abh?lt, treibt die Polizei einen Demonstranten vor einen Bus. K. Rattay wird t?dlich verletzt.