Termine

Donnerstag, 29.07.2021

Haftantritt - Verschoben!

Kundgebung zum Haftantritt am Donnerstag wird verschoben Der Haftantritt wurde aufgeschoben. Jan muss an Donnerstag noch nicht in den Knast. Die Kundgebung findet am Donnerstag nicht statt. Gebt in Eurem Umfeld Bescheid! Wann genau Haftantritt ist ist noch unklar, also bleibt und checkt weiterhin redside.tk!       Wir weisen aus aktuellem Anlass auf den Aufruf zur Kundgebung des Solikreises Jamnitzer Platz hin: Kundgebung | Donnerstag, 29. Juli 13:30 Uhr | Mannertstraße 6 Wahrscheinlich habt ihr seit letztem Herbst die Entwicklungen rund um den Jamnitzer Prozess mitbekommen. Dort wurde unser Gefährte und Freund Jan zu einer Knaststrafe von einem Jahr und 2 Monaten verurteilt, obwohl er an besagtem Abend nicht mal vor Ort war. Ob es zu einem Revisionsprozess kommt oder Jan die Haftstrafe bald antreten muss, ist noch unklar. Dieses Urteil ist die neuste, aber nicht einzige Repression, die er erfahren muss. Schon in den Prozessen rund um den 31. Mai 2017, an dem die Abschiebung eines Berufsschülers verhindert wurde, hat sich der unbedingte Verfolgungswille der staatlichen Behörden gezeigt, auch damals schon stand eine Knaststrafe für ihn im Raum. Seitdem haben es Staatsanwaltschaft und Polizei besonders auf Jan abgesehen. Immer wieder wurde er Opfer verschiedenster polizeilicher Maßnahmen. So z.B. auch an seinem Geburtstag 2019. Auf dem Nachhauseweg wurde er damals mal wieder von Zivis belästigt, im Nachgang wurden ihm Widerstand, Beleidigung und tätlicher Angriff vorgeworfen. Es kam zu einem weiteren Verfahren gegen ihn. In diesem Verfahren wurde die Revision abgelehnt und somit eine 3-monatige Haftstrafe rechtskräftig. Haftantritt ist nun am 29. Juli. Somit zeigt sich mal wieder: Alleine links zu sein, auf dem Nachhauseweg zu sein, auf öffentlichen Plätzen abzuhängen oder am Whörder See baden zu gehen, reicht schon aus, um permanent von Bullen belästigt und kontrolliert zu werden, um im Fokus von Justiz und Polizei zu stehen und absurd hohe Strafen für Lappalien zu bekommen. Auch in diesem Verfahren stehen wir an Jans Seite und auch dieses Urteil ist ein Angriff auf uns alle. Kommt also zur Kundgebung vor dem Knast am 29.07. um 13:30 Uhr, um gemeinsam unsere Wut auf die Straße zu bringen und an Jans Seite zu sein, auch besonders durch diese beschissenen Zeiten der Repression hindurch. Aktuell wird versucht, den Haftantritt nach hinten zu verschieben. Sollte dies der Fall sein, findet die Kundgebung am 29.07. nicht statt. Checkt vor Donnerstag also am besten nochmal auf allen Kanälen die aktuellen Infos! Lasst uns außerdem aufmerksam bleiben, was im Jamnitzer Prozess entschieden wird, um handlungsfähig zu sein! Wir werden diese Repressionen nicht hinnehmen! Der Kampf gegen Herrschaft ist das Echo unserer Freiheit. Lasst Jan endlich in Ruhe! Freiheit für alle!
Donnerstag, 29.07.2021

Warum hält sich die Geschlechterungleichheit?

Buchvorstellung und Diskussion mit dem Autor Kris Adlitz || Donnerstag, 29.07.2021 || 20.00 Uhr || Metroproletan Archiv & Bibliothek || Eberhardshofstr. 11 Wie lassen sich die aktuellen Geschlechterverhältnisse in Deutschland erklären? Dieses Buch versucht eine umfassende und grundsätzliche Kritik der Zusammenhänge – von der Geschlechtszuweisung über die Lohn- bis zu den Rentendifferenzen, vom Versprechen des Glücks in der Liebe über Bettgespräche bis zum sexuellen Missbrauch, von der Vereinbarkeitsproblematik über sexistische Witze bis zur LGBTI*-Bewegung. Dazu werden die üblichen Denkweisen problematisiert: Weder Rollenzuschreibungen noch die Biologie biparentaler Fortpflanzung, die kulturelle Ordnung der Zweigeschlechtlichkeit oder das Patriarchat können die Entwicklung der Geschlechterverhältnisse sinnvoll bestimmen. Erst eine Kritik der bürgerlichen Herrschaftsformen erklärt, warum sich die Geschlechterkultur gewandelt hat und die Geschlechterungleichheit in Deutschland bestehen bleibt. Mehr zum Buch: www.geschlechterungleichheit.de Das Metroproletan bittet euch die geltenden Hygieneregeln einzuhalten.  
Montag, 02.08.2021

Personalausweis neu beantragen, jetzt!

Ab dem 02.08.2021 werden verpflichtend beim Beantragen eines Personalausweises Abdrücke beider Zeigefinger auf dem Chip des Ausweises gespeichert. Diese werden vorerst noch nicht zentral gespeichert. Dennoch bedeutet dies, dass ab August der Zugriff auf den Personalausweis genügt, um an unsere Fingerabdrücke zu gelangen. Es ist nicht auszuschließen, dass bereits vorher Fingerabdruckdaten von Aktiven an Überwachungsbehörden weitergegeben werden. Wir alle hinterlassen überall und dauernd Fingerabdrücke. Man kann sich leicht vorstellen, wie der Staat dies zur Begründung für weitere Ermittlungen heranziehen wird und auch welche Überwachungsmöglichkeiten sich hieraus ergeben. In der Vergangenheit hat sich mit jedem neuen Datensammelparagraphen gezeigt, dass überall, wo der Staat Daten erhebt, diese Daten Begehrlichkeiten von Überwachungsbehörden wecken. Selbst wenn der direkte Zugriff von Polizei und Geheimdiensten vorerst ausgeschlossen ist, wird erfahrungsgemäß einige Jahre später die Gesetzeslage so verschärft, dass Behörden Zugriff auf diese Daten erhalten und sie aktiv nutzen können. Deshalb: Lasst euch schnellst möglich einen Termin beim zuständigen Amt geben! Wenn ihr vor August einen neuen Personalausweis beantragt, könnt ihr der Pflicht für einige Jahre entgehen. Bei den Einwohnermeldeämtern muss sich aktuell auf Wartezeiten für einen Termin von 2-3 Monaten eingestellt werden. Es bleibt also keine Zeit zu verlieren! Lasst uns dem Staat nicht unsere Daten schenken! Die Geschichte wiederholt sich: Biometrische Ausweisfotos, die anfangs auch nur zur Authentifikation der Ausweise dienen sollten, werden mittlerweile bei gesichtserkennenden Kameras eingesetzt! Berichtet euren Genoss*innen und Freund*innen davon! Bleibt hartnäckig, bis sie sich um eine Neubeantragung kümmern! Gebt dem Staat keine Gelegenheiten, unsere Strukturen auszuspähen und zu kriminalisieren!    
Mittwoch, 11.08.2021

Radio Revolution im Juli 2021

In der Juliausgaube von Radio Revolution wird über faschistische und rassistische Umtriebe in Freiburg, mit dem Höhepunkt eines Messerangriffs durch einen AfDler berichtet. Es geht um die Sitaution verschiedenster linker Orte des Zusammenkommens in Nürnberg und neben den Shortnews öffnet die Sendung mit ein Paar Worten zu der erst kürzlich verstorbenen Antifaschistin und KZ-Überlebenden Esther Bejerano. Die nächste Sendung könnt Ihr wieder am 11. August im Stoffwechsel auf Radio Z 95,8Mhz hören. Radio Revolution läuft am 2. Mittwoch im Monat zwischen 17 und 18 Uhr. Vergangene Sendungen könnt ihr euch auf https://www.mixcloud.com/RadioRevolutionNBG/ anhören.

Nürnberg: Pressemitteilung: Zum „Tag des polit. Gefangenen“

Nürnberg, den 17.03.01

Organisierte Autonomie, c/o Libresso, Bauerngasse 14, 90443 Nürnberg
Info-Telefon: 0172/585 64 39 (täglich von 18-20 Uhr, ansonsten AB)


Pressemitteilung/An alle Medien

Mehrere hundert Menschen beteiligten sich am heutigen Samstag in Nürnberg an einer Kundgebung zum Aktionstag für die „Freiheit der politischen Gefangenen und zur Solidarität mit dem Hungerstreik in der Türkei“

Das Schwerpunktthema der Veranstaltung war die Solidarität mit dem weiterhin andauernden Hungerstreik der politischen Gefangenen in der Türkei. In der Türkei gibt es über 10.000 politische Gefangene. Seit 149 Tagen befinden sich fast 2000 Gefangene im Hungerstreik, mehrere hundert davon im sog. Todesfasten, um gegen die Einführung von Isolationszellen zu protestieren. Trotz der Stürmung der Gefängnisse am 19. Dezember durch das türkische Militär, bei der mindestens 28 Gefangene ermordet wurden, dauert der Hungerstreik unvermindert an.

Ein Rechtsanwalt aus dem Rechtsbüro des Volkes in der Türkei schilderte die Situtation der politischen Gefangenen in den Isolationszellen und Gefängnissen der Türkei. 15 Menschen stehen aufgrund ihres inzwischen 149tägigen Todesfastens kurz vor dem Tod. Ein Ex-Gefangener aus der Türkei berichtete über die vom türkischen Staat angerichteten Massaker an den politischen Gefangenen im Dezember 2000. Folter, Zwangsernährung und die Verlegung in Isolationszellen dauern weiterhin an. Er kritisierte das repressive Vorgehen der türkischen Regierung, die freie Meinungsäusserungen verbietet und zudem Nachrichtensperre über die Geschehnissen in den Gefängnissen und den damit verbundenen Kämpfen verhängt hat.

Neben kulturellen Beiträgen von Group BORAN, türkischen/kurdischen Folkloregruppen, der Linksradikalen Liedertafel und vorgetragenen Gedichten konnten sich PassantInnen über Infostände und Ausstellungstafeln über die Menschenrechtsverletzungen an politischen Gefangenen in der Türkei, im Iran und anderen Ländern informieren.

Das „Bündnis für Internationale Solidarität“, will als Organisatorin der Kundgebung auf die Situation politischer Gefangener weltweit aufmerksam machen. Seit Dezember 2000 informiert das Bündnis kontinuierlich über Demonstrationen, Kundgebungen und Mahnwachen die Situation in der Türkei. Die Veranstaltung fand im Rahmen des 18. März, des Internationalen Aktionstages für die Freiheit der politischen Gefangenen statt. Dieser Tag wurde bereits in den 20er Jahren zur Solidarität mit den politischen Gefangenen hier und in aller Welt ins Leben gerufen und Mitte der 90er Jahre neu belebt. Seither finden wieder alljährlich Kundgebungen, Demonstrationen und Aktionen zum Thema am 18. März statt.


organisierte autonomie (OA) Nürnberg
im „Bündnis für internationale Solidarität Nürnberg“

drucken | 17. März 2001 | organisierte autonomie (OA)

Nürnberg: Kundgebung am 17.März zur „Solidarität mit den politischen Gefangenen“

Nürnberg, den 15.03.01

Organisierte Autonomie, c/o Libresso, Bauerngasse 14, 90443 Nürnberg
Info-Telefon: 0172/585 64 39 (täglich von 18-20 Uhr, ansonsten AB)

Pressemitteilung/An alle Medien

Kundgebung zum Aktionstag für die „Freiheit der politischen Gefangenen und zur Solidarität mit dem Hungerstreik in der Türkei“

Samstag, 17. März 2001, 11.30 Uhr, Lorenzkirche, Nürnberg

Mit Redebeiträgen (u.a. von einem Rechtsanwalt aus dem Rechtsbüro des Volkes in der Türkei, einem Ex-Gefangenen aus der Türkei, dem Bündnis für Internationale Solidarität, der Gefangenenhilfsorganisation Libertad!), kulturellen Beiträgen (Grup BORAN und türkischen/kurdischen Folkloregruppen, Gedichten), Infoständen, Ausstellungstafeln

Das „Bündnis für Internationale Solidarität“ veranstaltet am kommenden Samstag ab 11.30 Uhr eine Kundgebung unter dem Motto „Für die Freiheit der politischen Gefangenen! Solidarität mit den Hungerstreikenden in der Türkei“.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des 18. März, des Internationalen Aktionstages für die Freiheit der politischen Gefangenen statt. Dieser Tag wurde bereits in den 20er Jahren zur Solidarität mit den politischen Gefangenen hier und in aller Welt ins Leben gerufen und Mitte der 90er Jahre neu belebt. Seither finden wieder alljährlich Kundgebungen, Demonstrationen und Aktionen zum Thema am 18. März statt.

Das Schwerpunktthema der Veranstaltung hier in Nürnberg ist die Solidarität mit dem weiterhin andauernden Hungerstreik der politischen Gefangenen in der Türkei. Seit über 140 Tagen befinden sich dort fast 2000 Gefangene im Hungerstreik, mehrere hundert davon im sog. Todesfasten, um gegen die Einführung von Isolationszellen zu protestieren. Trotz der Stürmung der Gefängnisse am 19. Dezember durch das türkische Militär, bei der mindestens 28 Gefangene ermordet wurden, dauert der Hungerstreik unvermindert an.

Wir rufen hiermit alle fortschrittlichen Menschen dazu auf, sich an der Kundgebung zu beteiligen, um zusammen Widerstand gegen Isolationsfolter, Unterdrückung und Staatsterrorismus zu leisten und unsere Solidarität mit den politischen Gefangenen in der Türkei, in der BRD und weltweit auszurücken.


organisierte autonomie (OA) Nürnberg im „Bündnis für internationale Solidarität Nürnberg“

drucken | 15. März 2001 | organisierte autonomie (OA)

Nürnberg: RZ-Informationsveranstaltung am 14.3.

Nürnberg, den 11.03.2001

Organisierte Autonomie, c/o Libresso, Bauerngasse 14, 90443 Nürnberg
Info-Telefon: 0172/585 64 39 (täglich von 18-20 Uhr, ansonsten AB)

Medien- und Pressemitteilung

Informations- und Diskussionsveranstaltung zur Geschichte und Politik der Revolutionären Zellen/Rote Zora

am Mittwoch, den 14.03.2001, 19.30 Uhr, Desi (Brückenstr. 23) Nürnberg

mit Klaus Viehmann (ehemals Bewegung 2. Juni)
und Stefan Wisniewski (ehemals RAF)

Im Anschluss: RZ mt. Maos Rache: BarDJing mit explosivem Sound und feurigen
Cocktails
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drucken | 11. März 2001 | organisierte autonomie (OA)

Pressemitteilung: Solidarität mit den politischen Gefangenen in der Türkei

Nürnberg, den 03.02.01

Organisierte Autonomie, c/o Libresso, Bauerngasse 14, 90443 Nürnberg
Info-Telefon: 0172/585 64 39 (täglich von 18-20 Uhr, ansonsten AB)

Pressemitteilung/An alle Medien

250 türkische und deutsche Menschen solidarisieren sich mit Hungerstreikenden politischen Gefangenen in der Türkei
.

Am heutigen Samstag demonstrierten in Nürnberg rund 250 Menschen gegen das im Dezember stattgefundene Massaker türkischer Militärs gegen die sich im Hungersteik und Todesfasten befindenden politischen Gefangenen in der Türkei. (mehr …)

drucken | 3. Februar 2001 | Revolutionär organisierte Jugendaktion

Nürnberg: Infoveranstaltung und Demonstration

Nürnberg, den 29.01.01

Organisierte Autonomie, c/o Libresso, Bauerngasse 14, 90443 Nürnberg
Info-Telefon: 0172/585 64 39 (täglich von 18-20 Uhr, ansonsten AB)

Pressemitteilung/An alle Medien


Solidarität mit dem Hungerstreik und dem Todesfasten der politischen Gefangenen in der Türkei

Informationsveranstaltung am 02.02.01 um 20.00 Uhr im K4 (Ex-KOMM) in Nürnberg

Bayernweite Demonstration am 03.02.01 in Nürnberg (Auftakt: 12.00 Uhr, Lorenzkirche)

Unter dem Motto „Menschenrechte in der Türkei und die Situation der pol. Gefangenen“ veranstaltet die KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen am Freitag, den 2.2.01 eine Informationsveranstaltung im K4 (Ex-KOMM) in Nürnberg. Dabei werden Evrim Baba (MdA der PDS, Türkeidelegationsteilnehmerin im Dezember), Martin Glasenapp (medico international), Gülseren Yoleri (Rechtsanwältin, Menschenrechtsverein der Türkei IHD), Günther Wagner (amnesty international), Christian Arndt (Pfarrer, Türkeidelegationsteilnehmer im Januar) und Hatice Toraman (Angehörige und Mitglied der „Samstagsmütter“) ihre Erfahrungen aus der Türkei schildern. (mehr …)

drucken | 29. Januar 2001 | organisierte autonomie (OA)

Nürnberg: Polizei provoziert bei bürgerlicher Demo

Nürnberg, den 20.01.01

Autonome Jugend Antifa, c/o Libresso, Bauerngasse 14, 90443 Nürnberg
Info-Telefon: 0172/585 64 39 (täglich von 18-20 Uhr, ansonsten AB)

Pressemitteilung/An alle Medien


4000 Leute auf Schülerdemonstration gegen Rechtsradikalismus, 14 Festnahmen bei grundlosem Vorgehen der Polizei.

Unter dem Motto „Stop, wir fordern Zivilcourage. Schüler gegen Rechtsradikalismus“ demonstrierten heute 4000 zumeist junge Menschen. Schon zu Beginn der Demonstration provozierte die Polizei, weil sie einige Transparente nicht zulassen wollte. Lautstark zog die Demonstration von der Straße der Menschenrechte zum Weißen Turm. Dort wurde ein Teil der DemonstrantInnen von der Polizei brutal eingekesselt und in eine Seitenstraße gedrängt , dabei kam es zu einem Handgemenge mit der Polizei. 14 Personen wurden ohne ersichtlichen Grund festgenommen. Der Verdacht liegt nahe, dass die Polizei diese dem autonomen Spektrum zurechnete und ihnen somit das Recht zu demonstrieren absprechen. (mehr …)

drucken | 20. Januar 2001 | antifaschistische initiative [das schweigen durchbrechen]

Nürnberg: Demonstration und Brandanschlag

Organisierte Autonomie, c/o Libresso, Bauerngasse 14, 90443 Nürnberg
Info-Telefon: 0172/585 64 39 (täglich von 18-20 Uhr, ansonsten AB)

Pressemitteilung vom 20.12.00 mit der Bitte um Veröffentlichung

200 Menschen protestieren gegen die faschistischen Übergriffe des türkischen Militärs und solidarisieren sich mit den hungerstreikenden politischen Gefangenen in türkischen Gefängnissen.

Brandanschlag auf das türkische Konsulat in Nürnberg in der Nacht zum 20.12.2000 ohne Sachschaden

Hallo,

Heute Nachmittag gingen in Nürnberg über 200 Menschen auf die Straße, um gegen die faschistischen Übergriffe des türkischen Militärs gegen die politischen Hungerstreikenden in den türkischen Gefängnissen zu protestieren. Mehr als 200 deutsche und türkische Linke solidarisierten sich mit den politischen Gefangenen in den türkischen Gefängnissen. Sie unterstützten damit die Forderungen der Hungerstreikenden nach Abschaffung der Isolationszellen. Die DemonstrantInnen zogen von Gostenhof über den Aufsessplatz bis vor das türkische Konsulat in der Regensburger Strasse.

Das türkische Militär betreibt seit 19.12.00 eine militärische Offensive gegen die gefangenen Hungerstreikenden in allen türkischen Gefängnissen. Diesem Massaker sind inzwischen 60 Menschen zum Opfer gefallen. Die europäischen Regierungen unternehmen nichts gegen dieses faschistische Vorgehen der türkischen Regierung. Die bürgerlichen Medien schweigen das Thema tot.

Am 20. Oktober traten die ersten politischen Gefangenen in einen Hungerstreik, um gegen die bevorstehende Einführung von Isolationszellen zu protestieren. Mittlerweile befinden sich tausende politische Gefangene im unbefristeten Hungerstreik. Die türkische Regierung zeigt bis heute keine Bereitschaft, den Forderungen nach Abschaffung der F-Typ Isolationszellen nachzukommen.

In der Nacht zum 20.12.00 verübten Unbekannte aus Protest gegen den militärischen Angriff auf die Gefangenen in der Türkei einen Brandanschlag auf das türkische Konsulat in Nürnberg, bei dem jedoch kein Sachschaden entstand.

„Wir fordern die Öffentlichkeit auf, gegen die Aktionen des türkischen Regimes zu protestieren. Die Aktionen des türkischen Militärs und der türkischen Regierung zeigen, welche Verhältnisse in der Türkei herrschen. Das ist Faschismus, der von westlichen Regierungen wie der BRD massiv militärisch und wirtschaftlich unterstützt wird. Dagegen protestieren wir!“ so Kristine Herrmann von der Organisierten Autonomie.

Für das Bündnis, Organisierte Autonomie Nürnberg

drucken | 20. Dezember 2000 | organisierte autonomie (OA)

Pressemitteilung: Solidaritätsdemo

Nürnberg, den 14.12.00
Organisierte Autonomie, c/o Libresso, Bauerngasse 14, 90 443 Nürnberg
Info-Telefon: 0172/585 64 39 (täglich von 18-20 Uhr, ansonsten AB)

An alle Medien

Pressemitteilung mit der Bitte um Veröffentlichung

Solidaritätsdemonstration mit den hungerstreikenden politischen Gefangenen in türkischen Gefängnissen.

Montag, 18.12.2000, 17 Uhr, Lorenzkirche, Nürnberg
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drucken | 14. Dezember 2000 | organisierte autonomie (OA)

5. Linke Literaturmesse

Verkaufsmesse linke Literatur am laufenden Meter
Buchvorstellungen, Lesungen, Informationen & Diskussionen

Alle Veranstaltungen im K4 (ex-Komm), Königstorstr. 93, Nürnberg

Eintritt frei!

Vorläufiges Programm der 5. linken Literaturmesse


Freitag 17.11.00 Messe von 19.00 bis 22.00 Uhr

19.15 Uhr Die Stille nach dem Schuß. Film von Volker Schlöndorff. Im
Anschluß: Die Bewegung 2. Juni. Buchvorstellung mit Ralf Reinders. ID-Verlag
Das Buch zeigt die Entwicklung von den Haschrebellen hin zur
Stadtguerillaorganisation „Bewegung 2. Juni“. In Gesprächen und Interviews entsteht ein
authentisches Bild des bewaffneten Kampfes in den Metropolen.

21.15 Uhr  Michael Collins. Filmvorführung des Filmhauskino
Irland 1916. Ein Aufstand irischer Republikaner wird von den Briten blutig
niedergeschlagen Der Freiheitskämpfer Collins faßt daraufhin einen
waghalsigen Plan. Er geht in den Untergrund und gründet die IRA, eine unsichtbare
Armee, die die Regierung in London in die Knie zwingen will.

Samstag 18.11.00 Messe von 10.00 bis 22.00 Uhr

12.00 Uhr La Negra. Lesung mit Raul Zelik. Nautilus Verlag
Die üppigen Bilderwelten Lateinamerikas sind die Kulisse dieses packenden
Politthrillers. Vor dem Hintergrund der Auseinandersetzungen zwischen
Guerilla und Regierung in Kolumbien legen sich la Negra, die Brasilianerin,
Flacoloco, Elektrotechniker und Ricardo, der introvertierte Anführer mit den
Helfershelfern von Großgrundbesitzern, Ölmultis und Geheimdiensten an.
Facettenreich erzählt und teils auf wahren Begebenheiten beruhend, vermittelt dieser
spannende Roman einen Blick auf das wirkliche Lateinamerika.

12.00 Uhr Wird Nietzsche wieder modern. Vortrag und Diskussion mit Robert
Steigerwald. Marxistische Blätter

14.00 Uhr Auf legalem Weg in einen Polizeistaat. Buchvorstellung und
Diskussion mit dem Autor Frederik Roggan. Pahl-Rugenstein Verlag
Der Bremer Jurist beschreibt anhand von Gesetzen (Lauschangriff,
Aufenthaltsverbot, Polizeigewahrsam, verdeckte Ermittler, Schleierfahndung) die
Entwicklung des deutschen Rechtssystems hin zum Sicherheitsstaat, mit ausufernden
Befugnissen für Polizei und Geheimdienst.

15.00 Uhr Das waren die Grünen. Abschied von einer Hoffnung.
Buchvorstellung mit Jutta Ditfurth. Econ Verlag
Die Mitbegründerin und ehemalige Bundesvorsitzende der Grünen zieht
kompromißlos Bilanz.

16.00 Uhr Widerstand in den Gefängnissen in der Türkei. Veranstaltung der
Zeitschrift Bolschewik Partisan
Informationen über die Situation der politischen Gefangenen in der Türkei,
Berichte über unerträgliche Zustände in den Gefängnissen, über Folter, aber
auch über die Kämpfe der Gefangenen, die sich widersetzen und Widerstand
leisten gegen unmenschliche Haftbedingungen und aktuell gegen die Einführung
der Isolationshaft nach deutschem Vorbild.

16.00 Uhr Nakam. Jüdische Rache an NS-Tätern. Lesung mit Jim Tobias.
Konkret Literatur Verlag
Bericht über eine jüdische Gruppe, die ihre faschistischen Peiniger zur
Rechenschaft zog.

16.30 Uhr …und er muß deutsch sein… Geschichte und Gegenwart der
studentischen Verbindungen. Buchvorstellung mit Lasse Koch und Johann Knigge.
VSA-Verlag
Ausgehend vom Beispiel Hamburg wird das Wiedererstarken und die wachsende
Bedeutung von Burschenschaften in der Bundesrepublik dargestellt.
Verstrickungen sog. „Alter Herren“ in den Nationalsozialismus werden ebenso
thematisiert wie aktuelle Verbindungen zur Neo-Naziszene.

17.00 Linke Kleinverlage auf ihren steinigen Weg durch die
Informations-und Spaßgesellschaft. Podiumsdiskussion
Es diskutieren u.a. Schwarzer Faden, Trotzdem Verlag, aLiVe Verlag, Anares
Nord, Kontraste u.a.

17.00 Uhr Konzert der Linksradikalen Liedertafel Nürnberg

18.30 Uhr Der Nato-Angriffskrieg gegen Jugoslawien im transatlantischen
Spannungsfeld. Veranstaltung mit Rainer Rupp. Zeitung Junge Welt
Der Nato-Angriffskrieg gegen Jugoslawien, imperialistische Strategien, die
Funktion der UNO und deutsche Großmachtsinteressen stehen im Mittelpunkt
dieser Veranstaltung. Hintergründe, Fakten und Widersprüche zur Rolle Europas
und der sich selbst zur Weltpolizei ernannten USA.

19.00 Uhr Wohin geht die Befreiungsbewegung Kurdistans. Veranstaltung der
Zeitschrift Trotz alledem
Die Situation in Kurdistan, Widersprüche, politische und praktische
Notwendigkeiten im Kampf gegen die immer noch allgegenwärtige Unterdrückung in
Kurdistan sind zentrale Themen dieser Veranstaltung.

19.30 Neue Perspektiven für die Befreiung der Frau. Lesung und Diskussion
des Verlages Neuer Weg
Die Befreiung der Frau aus marxistisch-leninistischer Sicht.

21.15 Uhr  Michael Collins. Filmvorführung des Filmhauskino
siehe Freitag

22.00 Uhr Get the Spirit of Prag im Metroproletan, Eberhardshofstr. 11,
HH, Nürnberg Gostenhof
after hour – Die Party zur Linken Literaturmesse mit visuellen Eindrücken
vom Widerstand gegen den IWF-Gipfel in Prag, feurigen Cocktails und fetten
beats


Sonntag 19.11.00 Messe von 10.00 bis 15.00 Uhr

11.00 Uhr Chomsky-Lesung. Diskussion, Videofilmsequenz und Diskussion mit
dem Übersetzer Michael Schiffmann. Trotzdem Verlag
Im Mittelpunkt stehen die Fragen: Was bedeutet anarchistische
Staatsfeindschaft in der heutigen Situation? Welche Position sollen Linke angesichts der
Krisen wie 1999 im Kosovo und Osttimor und 2000 in Palästina/Israel
einnehmen? Staatsfreundschaft im Kampf gegen Nazis?

11.00 Uhr Der Theoretiker ist der Wert. Kritik der Wert- und Krisentheorie
der Krisis-Gruppe. Ca ira-Verlag

12.00 Uhr hoch die kampf dem – 20 Jahre Plakate linker Bewegungen.
Buchvorstellung und Diashow. Libertäre Assoziation, Schwarze Risse-Rote Straße
„Heute herabgerissen erscheinen sie morgen wieder, zum Ärger der
Regierenden und ihrer Knechte…“ linke Plakate. Endlich zusammengestellt in einem
Buch und ergänzt durch eine CD-Rom, auf der ca. 3000 Plakate zu sehen sind.
Als wichtiges Mittel der Agitation geben sie Einblick in linke Bewegungen der
letzten 20 Jahre. Derzeit wird an einer Neuauflage der CD-Rom gearbeitet.
Die Herausgeberinnen bitten daher Plakate zur Veranstaltung mitzubringen.

13.30 Uhr Haare auf Krawall. Subkulturen in Leipzig 1980 bis 92.
Buchvorstellung mit c. Remath. Connewitzer Verlagsbuchhandlung
27 Einzelberichte geben Einblick in kulturelle Projekte, Aktionen und
Widerstandskulturen, die in Leipzig bis heute gelebt werden. Punks, Skinheads,
Skater, Fußballfans, Hardcorer, Hip-Hopper kommen zu Wort und machen
Wehrdienstverweigerung, Hausbesetzungen und die Wendesituation lebendig.

14.30 Uhr Zwischen den Fronten/Ich habe mich mit dem Tod geliebt. Lesung
mit dem Autor Mehmet Sükrü Gülmüs. Unrast-Verlag
Nach 11 Jahren Gefängnis, Folter und mehreren Hungerstreiks im
berüchtigten Militärgefängnis Dyabakir und anschließender verlegerischer und
schriftstellerischer Tätigkeit für kurdische Publikationen kommt der Autor schließlich
als Flüchtling in die BRD. Hier kämpft er ums Überleben. Als kritischer
Geist in der PKK, der sich den Mund nicht verbieten läßt, bekommt er Probleme.
In seinem autobiografischen Roman beschreibt er seine Odyssee durch deutsche
Zwangsanstalten: Knäste, Kliniken, Psychiatrie, seine Erlebnisse, Träume,
Wünsche, Hoffnungen und Konflikte.

Weitere Veranstaltungen:

Inder oder Kinder? Buchvorstellung „das andere Indien“ und
Diskussion über Indienbilder und ihre Funktion im rassistischen Diskurs der
BRD. Verlag Graswurzelrevolution

Ausstellung vom 6.11. bis 26.11. Jugendwiderstand im dritten Reich „Wir sind Verbrecher in eurem Staat und sind stolz auf unser Verbrechen!“

Im Archiv Metroproletan Eberhardshofstr. 11 Nbg. Gostenhof
Öffnungszeiten: Montag und Donnerstag 19.00 bis 22.00 Uhr, Sonntag 15.00 bis 18.00 Uhr.
Veranstalterin: Autonome Jugendantifa

drucken | 13. November 2000 | redside

WIDERSTAND heißt ANGRIFF auf die herrschende Ordnung

 Aufruf zur revolutionären 1. Mai ’97

DEMO in Nürnberg um 12 Uhr an der Ecke Gostenhofer Hauptstr/Bauerngasse und um ca 14 Uhr zum internationalistischen Strassenfest

Alljährlich findet in Nürnberg – wie inzwischen auch in anderen Städten – am 1. MAI eine Demonstration statt, die links des DGB Position ergreift.

Es ist dies nicht als ein Akt der Spaltung von den gewerkschaftlich Organisierten gedacht, sondern aus der Erfahrung, daß der DGB nur unter massivem Druck bereit ist, den radikaleren Teil der Linken zu Wort kommen zu lassen. Gerade in diesen Jahren ist es notwendig, daß der kämpferische und der internationalistische Aspekt des 1. Mai zum Tragen kommt.

Die Demonstration in Nürnberg, an der sich voriges Jahr nahezu 1000 Menschen beteiligten, findet um 12 Uhr an der Ecke Gostenhofer Hauptstr/Bauerngasse(U-Bahnstation PLÄRRER) ihren Beginn.

Anschließend (ca 14 Uhr) startet das internationalistische Strassenfest in Gostenhof (Adam-Klein-Str am Nachbarschaftshaus). mit internationalem Essen und Getränken, Hip-Hop-Bands, einem Arbeiterlieder-Chor und mehr…

WIDERSTAND heißt ANGRIFF auf die herrschende Ordnung

Während

  • die Produktionsmaschinerie immer schneller läuft, die Rationalisierung voranschreitet
  • die Aktienkurse an allen Börsen boomen und der sogenannte Sozialstaat zum Wohl der Wirtschaft endgültig demontiert wird
  • die Gewinne des Kapitals stetig steigen und ungeheurer Reichtum angehäuft wird

Sollen

  • wir uns schweigend in unser Schicksal fügen, mit immer weniger Lohn, Arbeitslosengeld, Rente und BaföG auskommen, unter immer mieseren Bedingungen malochen und uns im Krankheitsfall möglichst ohne medizinische Versorgung auskurieren
  • wir tatenlos zusehen, wie den Europaplänen des Kapitals auch noch der letzte Rest an sozialer Versorgung in diesem Land geopfert wird
  • wir es hinnehmen, daß die weltweite Umstrukturierung ein immer brutaleres Gesicht des Kapitalismus zum Vorschein bringt

Während

  • für das Europa des Kapitals alle Zollschranken fallen
  • multinationale Konzerne die Welt unter sich aufteilen, menschliche Arbeitskraft und natürliche Ressourcen über alle Grenzen hinweg ausbeuten
  • die Regierungen der europäischen Metropolenstaaten, der USA und Japans weltweit im Sinne des Kapitalismus schalten und walten

Sollen

  • wir uns in einen nationalen Konsens einfügen, der uns auf Gedeih und Verderb an die Interessen des Kapitals bindet
  • wir von Nationalstolz beseelt mit den Menschen anderer Länder um das Privileg eines Arbeitsplatzes konkurrieren
  • wir die Verbrechen des Nationalsozialismus vergessen, gemeinsam mit CDU/CSU und Faschisten die deutsche Geschichte revidieren, die Wehrmacht hochleben lassen und so die Grundlagen für Auslandseinsätze der Bundeswehr schaffen, bei denen deutsche Soldaten für die Interessen des Kapitals, im Namen Großdeutschlands morden und sich erschießen lassen

Während

  • der Kapitalismus ohne Grenzen im Zeitalter des Imperialismus nur noch international praktizierbar ist
  • die herrschende Klasse in diesem Land sich ihrer guten weltweiten Kontakte rühmt und Vertragsabschlüsse beim multikulturellen Dinner feiert

Sollen

  • wir unsere anerzogenen rassistischen Vorurteile pflegen, im Krisenfall nach unten treten statt nach oben zurückzuschlagen
  • wir wegschauen, wenn – ganz im Sinne nationaler Volksgemeinschaftsideologie – faschistische Aufmärsche und rassistische Pogrome mit staatlicher Genehmigung und unter polizeilichem Schutz stattfinden
  • wir zusehen, wie um Europa eine Mauer gegen vor Hunger Elend und Krieg Flüchtende aufgebaut wird, das Recht auf Asyl abgeschafft wird und Menschen rassistischen Sondergesetzen unterworfen werden

Während

  • in den Medien die neuen „Powerfrauen“ in Führungpositionen vorgeführt werden, die Kinder, Küche und Karriere mit links managen
  • den Großverdienenden über Steuererleichterungen wieder Dienstmägde finanziert werden
  • bundesweit autonome Frauenprojekte und Ansätze feministischer Selbstorganisation zerschlagen werden und Frauen das Selbstbestimmungsrecht über ihren Körper und ihr Leben durch Paragraphen wie §218 abgesprochen wird

Sollen

  • wir akzeptieren, daß Armut weiblich ist, daß Frauen für gleiche Arbeit immer schlechter bezahlt, als erste gefeuert werden und als Rentnerinnen unterhalb des Existenzminimums leben
  • wir Frauen nach wie vor ohne ausreichende Krippen- und Kindergartenplätze unseren Alltag zwischen Familie und Beruf mit links organisieren
  • Frauen mit der Gewalt, die ihnen alltäglich auf der Straße und zu Hause begegnet wieder allein fertig werden
  • sich Frauen z.B. aus Polen und Thailand damit abfinden, hier als Ware gehandelt zu werden

Während

  • Atommülltransporte durch unsere Städte rollen
  • Selbsthilfeeinrichtungen, Kulturprojekte und selbstverwaltete Zentren wie das KOMM in Nürnberg durch Mittelkürzung, Kündigung etc. kaputt gemacht werden
  • aus den Innenstädten die Opfer der kapitalistischen Marktwirtschaft und jene die nicht ins rechts-braune Weltbild der Herrschenden passen, mit immer brutaleren Methoden hinausgesäubert werden
  • Tomaten bestrahlt, Maikolben genmanipuliert, Schafe geklont werden und im Rahmen der Ethik-Debatte wieder verstärkt zwischen wertem und unwertem Leben entschieden wird

Sollen

  • wir über Mülltrennung debattieren und uns Gedanken über die Entsorgung von sowieso völlig überflüssigem Verpackungsmaterial machen
  • wir, wenn wir Probleme haben, einen Psychologen aufsuchen, Einheitskultur über Satelliten-TV genießen und uns ansonsten in unserer durchkapitalisierten Freizeit still verwalten lassen
  • wir, solange es unser Geldbeutel noch zuläßt, in den schicken Innenstädten einkaufen und konsumieren
  • wir die Kuren für unsere alltäglichen Allergien selber finanzieren und Menschen aus ärmeren Länder als Organ-Ersatzteillager für die reichen MetropolenbürgerInnen dienen

Während

  • die perspektivlose parlamentarische Alternative aus SPD, Grünen und Konsorten sich selbst neoliberale Rezepte zu eigen macht und so hofft, unter den neuen, vom Kapital gesetzten Bedingungen, wieder regierungsfähig zu sein
  • Klassenkampf von oben, der neu aufgelegte alte Nationalismus und Rassismus und die wieder fester zementierten patriarchalen Rollenklischees sowie die fortschreitende Zerstörung der Umwelt das barbarische Gesicht der herrschenden Ordnung auch in den Metropolen immer deutlicher zum Vorschein bringt
  • dieses längst überholte System seine Zerstörungskraft in allen gesellschaftlichen Bereichen immer weiter entfaltet und unsere Lebensbedingungen sich immer weiter verschlechtern

Sollen

  • wir ruhig auf einen Regierungswechsel hoffen und uns einzig nach den unwiederbringlich vergangenen Zeiten der sogenannten sozialen Marktwirtschaft sehnen
  • wir uns den Wünschen der Herrschenden gegenüber stets kompromißbereit zeigen, nach zahnlosen Protesten, die uns gerade noch zugebilligt werden, die Zähne zusammenbeißen und vor allem als Rädchen im System weiterfunktionieren- wir vor allem „realistisch“ bleiben und keinen Gedanken daran verschwenden, daß es eine gesellschaftliche Alternative jenseits der herrschenden Ordnung gibt

Es ist die Systematik es ist das System. Machen wir endlich Schluß damit!

BEGREIFEN WIR,

  • daß dieses System weder willens noch in der Lage ist, unsere Bedürfnisse nach Selbstbestimmung, sozialer Absicherung und friedlichem Zusammenleben im Einklang mit der Natur auch nur einigermaßen zu befriedigen und daß die Zeiten, in denen es in den Metropolen versuchte, sich ein soziales Antlitz zu verpassen, nun endgültig der Vergangenheit angehören.- Reißen wir deshalb die Mauern in unseren Köpfen ein, fangen wir an, das Unmögliche zu denken, brechen wir mit den gesellschaftlichen Vorgaben- Angesichts der herrschenden Verhältnisse ist heute nichts realistischer als eine radikale Umwälzung. Der gesellschaftlich erwirtschaftete Reichtum, der Stand von Wissenschaft und technologischer Entwicklung haben längst die Voraussetzungen für eine gesellschaftliche Entwicklung jenseits der kapitalistischen Weltordnung geschaffen.Sorgen wir dafür, daß es nicht bleibt, wie es ist!

BEGINNEN WIR

  • dort, wo Ex-ReformerInnen, die parlamentarischen Scheinalternativen, die stets kompromißbereiten Gewerkschaften, die ganzen institutionalisierten Proteste aufhören

SETZEN WIR

  • unsere Interessen auf die Tagesordnung, organisieren wir gemeinsam, alle gesellschaftlichen Bereiche umfassend, den Widerstand!

TRAGEN WIR

  • den Kampf über alle Grenzen; Frankreich, Mexiko, Südkorea, Peru: Unser Kampf ist international!Widerstand heißt Angriff auf die herrschende Ordnung!

Unter dieser Parole werden wir am 1. Mai auf die Straße gehen. Die seit mehreren Jahren in Nürnberg stattfindende revolutionäre 1. Mai Demonstration ist Ausdruck der Kontinuität des Kampfes gegen die herrschende Ordnung der Welt.

Wir fordern alle, die mehr wollen als die herrschende Ordnung aus Lohnarbeit und Kapital, Nationalstaat, Ausbeutung, Unterdrückung, patriarchale und rassistische Gewalt uns je bieten kann auf: Beteiligt euch an der Demonstration!

Gehen wir gemeinsam auf die Straße, für eine internationalistische, sozialistische, herrschaftsfreie, klassenlose Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung.

Es lebe die Soziale Revolution!

Den Aufruf unterstützen: Antifaschistisches Aktionsbündnis, Cuba Sol, DFG-VK, DKP – Kreis Nürnberg, ca ira – Nürnberg, Organisierte Autonomie, Ökologische Linke München, PCR, Rote Antifa Nürnberg, Regionaler Zusammenschluss der Studentengemeinschaften Nürnberg/Erlangen (RZS), Sozialistischer Hochschulbund Nbg/Erl, Yedi Ritter

Die Durchführung der Demonstration unterstützen: Infobüro der Solidarität mit den politischen Gefangenen Nürnberg, Solidarität International

drucken | 12. April 1997 | organisierte autonomie (OA)

Termine

Donnerstag, 29.07.2021

Haftantritt - Verschoben!

Kundgebung zum Haftantritt am Donnerstag wird verschoben Der Haftantritt wurde aufgeschoben. Jan muss an Donnerstag noch nicht in den Knast. Die Kundgebung findet am Donnerstag nicht statt. Gebt in Eurem Umfeld Bescheid! Wann genau Haftantritt ist ist noch unklar, also bleibt und checkt weiterhin redside.tk!       Wir weisen aus aktuellem Anlass auf den Aufruf zur Kundgebung des Solikreises Jamnitzer Platz hin: Kundgebung | Donnerstag, 29. Juli 13:30 Uhr | Mannertstraße 6 Wahrscheinlich habt ihr seit letztem Herbst die Entwicklungen rund um den Jamnitzer Prozess mitbekommen. Dort wurde unser Gefährte und Freund Jan zu einer Knaststrafe von einem Jahr und 2 Monaten verurteilt, obwohl er an besagtem Abend nicht mal vor Ort war. Ob es zu einem Revisionsprozess kommt oder Jan die Haftstrafe bald antreten muss, ist noch unklar. Dieses Urteil ist die neuste, aber nicht einzige Repression, die er erfahren muss. Schon in den Prozessen rund um den 31. Mai 2017, an dem die Abschiebung eines Berufsschülers verhindert wurde, hat sich der unbedingte Verfolgungswille der staatlichen Behörden gezeigt, auch damals schon stand eine Knaststrafe für ihn im Raum. Seitdem haben es Staatsanwaltschaft und Polizei besonders auf Jan abgesehen. Immer wieder wurde er Opfer verschiedenster polizeilicher Maßnahmen. So z.B. auch an seinem Geburtstag 2019. Auf dem Nachhauseweg wurde er damals mal wieder von Zivis belästigt, im Nachgang wurden ihm Widerstand, Beleidigung und tätlicher Angriff vorgeworfen. Es kam zu einem weiteren Verfahren gegen ihn. In diesem Verfahren wurde die Revision abgelehnt und somit eine 3-monatige Haftstrafe rechtskräftig. Haftantritt ist nun am 29. Juli. Somit zeigt sich mal wieder: Alleine links zu sein, auf dem Nachhauseweg zu sein, auf öffentlichen Plätzen abzuhängen oder am Whörder See baden zu gehen, reicht schon aus, um permanent von Bullen belästigt und kontrolliert zu werden, um im Fokus von Justiz und Polizei zu stehen und absurd hohe Strafen für Lappalien zu bekommen. Auch in diesem Verfahren stehen wir an Jans Seite und auch dieses Urteil ist ein Angriff auf uns alle. Kommt also zur Kundgebung vor dem Knast am 29.07. um 13:30 Uhr, um gemeinsam unsere Wut auf die Straße zu bringen und an Jans Seite zu sein, auch besonders durch diese beschissenen Zeiten der Repression hindurch. Aktuell wird versucht, den Haftantritt nach hinten zu verschieben. Sollte dies der Fall sein, findet die Kundgebung am 29.07. nicht statt. Checkt vor Donnerstag also am besten nochmal auf allen Kanälen die aktuellen Infos! Lasst uns außerdem aufmerksam bleiben, was im Jamnitzer Prozess entschieden wird, um handlungsfähig zu sein! Wir werden diese Repressionen nicht hinnehmen! Der Kampf gegen Herrschaft ist das Echo unserer Freiheit. Lasst Jan endlich in Ruhe! Freiheit für alle!
Donnerstag, 29.07.2021

Warum hält sich die Geschlechterungleichheit?

Buchvorstellung und Diskussion mit dem Autor Kris Adlitz || Donnerstag, 29.07.2021 || 20.00 Uhr || Metroproletan Archiv & Bibliothek || Eberhardshofstr. 11 Wie lassen sich die aktuellen Geschlechterverhältnisse in Deutschland erklären? Dieses Buch versucht eine umfassende und grundsätzliche Kritik der Zusammenhänge – von der Geschlechtszuweisung über die Lohn- bis zu den Rentendifferenzen, vom Versprechen des Glücks in der Liebe über Bettgespräche bis zum sexuellen Missbrauch, von der Vereinbarkeitsproblematik über sexistische Witze bis zur LGBTI*-Bewegung. Dazu werden die üblichen Denkweisen problematisiert: Weder Rollenzuschreibungen noch die Biologie biparentaler Fortpflanzung, die kulturelle Ordnung der Zweigeschlechtlichkeit oder das Patriarchat können die Entwicklung der Geschlechterverhältnisse sinnvoll bestimmen. Erst eine Kritik der bürgerlichen Herrschaftsformen erklärt, warum sich die Geschlechterkultur gewandelt hat und die Geschlechterungleichheit in Deutschland bestehen bleibt. Mehr zum Buch: www.geschlechterungleichheit.de Das Metroproletan bittet euch die geltenden Hygieneregeln einzuhalten.  
Montag, 02.08.2021

Personalausweis neu beantragen, jetzt!

Ab dem 02.08.2021 werden verpflichtend beim Beantragen eines Personalausweises Abdrücke beider Zeigefinger auf dem Chip des Ausweises gespeichert. Diese werden vorerst noch nicht zentral gespeichert. Dennoch bedeutet dies, dass ab August der Zugriff auf den Personalausweis genügt, um an unsere Fingerabdrücke zu gelangen. Es ist nicht auszuschließen, dass bereits vorher Fingerabdruckdaten von Aktiven an Überwachungsbehörden weitergegeben werden. Wir alle hinterlassen überall und dauernd Fingerabdrücke. Man kann sich leicht vorstellen, wie der Staat dies zur Begründung für weitere Ermittlungen heranziehen wird und auch welche Überwachungsmöglichkeiten sich hieraus ergeben. In der Vergangenheit hat sich mit jedem neuen Datensammelparagraphen gezeigt, dass überall, wo der Staat Daten erhebt, diese Daten Begehrlichkeiten von Überwachungsbehörden wecken. Selbst wenn der direkte Zugriff von Polizei und Geheimdiensten vorerst ausgeschlossen ist, wird erfahrungsgemäß einige Jahre später die Gesetzeslage so verschärft, dass Behörden Zugriff auf diese Daten erhalten und sie aktiv nutzen können. Deshalb: Lasst euch schnellst möglich einen Termin beim zuständigen Amt geben! Wenn ihr vor August einen neuen Personalausweis beantragt, könnt ihr der Pflicht für einige Jahre entgehen. Bei den Einwohnermeldeämtern muss sich aktuell auf Wartezeiten für einen Termin von 2-3 Monaten eingestellt werden. Es bleibt also keine Zeit zu verlieren! Lasst uns dem Staat nicht unsere Daten schenken! Die Geschichte wiederholt sich: Biometrische Ausweisfotos, die anfangs auch nur zur Authentifikation der Ausweise dienen sollten, werden mittlerweile bei gesichtserkennenden Kameras eingesetzt! Berichtet euren Genoss*innen und Freund*innen davon! Bleibt hartnäckig, bis sie sich um eine Neubeantragung kümmern! Gebt dem Staat keine Gelegenheiten, unsere Strukturen auszuspähen und zu kriminalisieren!    
Mittwoch, 11.08.2021

Radio Revolution im Juli 2021

In der Juliausgaube von Radio Revolution wird über faschistische und rassistische Umtriebe in Freiburg, mit dem Höhepunkt eines Messerangriffs durch einen AfDler berichtet. Es geht um die Sitaution verschiedenster linker Orte des Zusammenkommens in Nürnberg und neben den Shortnews öffnet die Sendung mit ein Paar Worten zu der erst kürzlich verstorbenen Antifaschistin und KZ-Überlebenden Esther Bejerano. Die nächste Sendung könnt Ihr wieder am 11. August im Stoffwechsel auf Radio Z 95,8Mhz hören. Radio Revolution läuft am 2. Mittwoch im Monat zwischen 17 und 18 Uhr. Vergangene Sendungen könnt ihr euch auf https://www.mixcloud.com/RadioRevolutionNBG/ anhören.

Was war los

29.07.1900
Wlad?mir Ilj?tsch Ulj?now (sp?ter Lenin genannt) verl?sst Russland und geht ?ber Genf nach M?nchen in ein f?nfj?hriges Exil.